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Diskutiere im Thema Wie hat sich eurer Leben verändert, seit der Diagnose? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
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Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #21
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: Wie hat sich eurer Leben verändert, seit der Diagnose?

    Hey normborm,

    das stimmt leider. Man sieht oft viel mehr die negativen Seiten. Das passiert mir auch oft genug...
    Da hilft es wirklich, sich vielleicht einfach mal irgendwo nette Zettelchen hinzuhängen die einen daran erinnern, mal den Blickwinkel zu ändern.

    Manchmal muss man auch einfach von anderen Leuten mal wieder in die richtige Richtung geschubst werden.
    Eine Freundin von mir kann das ganz gut. Sie hört es sich geduldig an, wenn ich mich mal auskotze... aber sie schafft es dann auch oft mit ein, zwei Sätzen mir eine andere Sichtweise nahe zu bringen.

    Es ist bei mir aber auch wirklich tagesformabhängig, ob ich in einem Depri-Loch lande oder eben nicht. ABER, und das ist das Entscheidende... Meine Depri-Phasen sind sehr viel kürzer geworden. Meistens nicht mehr als ein paar Tage. Und dann raffe ich mich aber auch wieder auf und schaue nach vorn.
    Und da tut es immer wieder gut, mal hier ins Forum zu schauen...

  2. #22
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 376

    AW: Wie hat sich eurer Leben verändert, seit der Diagnose?

    Hallo RobinHood (jetzt hätte ich beinahe RedBull geschrieben *g*)

    Mir fällt jetzt erst auf dass du auch ein Ösi bist.

    Mir schweben da auch immer solche Dinge vor wie ich mich selbstständig machen könnte, zwei Sachen sind da auch schon in Planung/Arbeit (etwas "erfinden" und ein Sachbuch schreiben-hab ich schon einiges geschrieben in vergangener Zeit)
    Aber ich will jetzt erstmal einen "geregelten Job" finden und das dann nebenbei machen (je nach Motivation und Zeitplanung), denn zurzeit kostet mich das mit den ganzen Praktika wo man sich auch erst mal "einfinden" und alles merken muss schon ziemlich Hirn und bei mir herrscht auch allgemein gerade so eine "Kreativitätspause".

    Aber man kann ja wieder mal weitermachen wenn man Zeit und Nerven dazu hat, nur nicht ganz hinschmeissen.

  3. #23
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 10

    AW: Wie hat sich eurer Leben verändert, seit der Diagnose?

    Hi,

    habe letzten Mi. (mit 29 Jahren!)meine Diagnose erhalten und war ehrlich gesagt schockiert... Obwohl ich damit gerechnet hatte. Bin durch nen Bekannten darauf aufmerksam geworden, der es auch hat. Dann eib bißchen rumgegoogelt und mit Freunden gesprochen, denen die Links gezeigt... "die sprechen von dir..." war nur ein Kommentar. Habe mich in so vielen Dingen wiedererkannt und verstanden gefühlt... Mein Hausarzt hat mit dann die Adresse von ner Ärztin gegeben die auf AD(H)S bei Erwachsene spezialisiert ist.

    Jetzt habe ich die Diagnose... Und besser gehts mir nicht... Im Gegenteil. Frage mich nur warum meine Eltern dass nicht schon im Kindesalter erkannt haben oder ich nicht eher darauf gekommen bin. Muß immer daran denken was alles hätte anders/ besser im Leben gelaufen wäre, wenn es eher behandelt worden wäre... War noch nie so schlecht drauf wi, da ich jetzte in den letzen Tagen, obwohl ich mich eher freuen sollte. Was ich auch tue. Endlich ne Erklärung/ Lösung für viele Probleme. Kenne mich garnicht so, bin normalerweise ein echter überzeugter Optimist.
    Angefangen bei den Konzentrationsproblemen (Job...), die Körperwahrnehmung, das berühmte "erst denken dann reden...", Geld... und und und.

    Im Freundeskreis bin ich eher der Pausenclown und erfülle so manches Klischee eines ADHSlern... Ich weiß und bermerke das (auch wo ich noch nicht wußte was ES war), kann mich aber schlecht und kaum bremsen...Weiß nicht wie viele Strumpfhosen ich bereits kaputtgemacht habe, weil ich beim Reden daran rumreibe, ich rede und rede und rede mich oft um Kopf und Kragen und verkaufe mich dabei (Zitat ein Freund) völlig unter werd, manchmal rede ich soviel das mein Speichelfluss, echt unmöglich, mein Umgang mit Geld immer am Limit...

    Im Job bin ich übervorsichtig, schreibe alles auf (ohne meinen Kalender bin ich aufgeschmissen...), nehme die kleinste Kritik persönlich und kaum sachlich... Immer unter Hochdruck und Angst Fehler zu machen (habe ne leitende Stellung), Komplimente für meine Arbeit kann ich absolut nicht entgegen nehmen, im Gegenteil ich mache mich dann selber mit nem "witzigen" Kommentar nieder... Und es setzt mich total unter Druck, weil ich so erst recht keine Fehler mehr machen will, keinen Enttäuschen will. Habe immer das Gefühl das einen alle für dumm halten und komme mir auch so vor. Auch durch das schnelle Reden und oft Wörter und Satzstellungen durcheinander schmeißen, die Gestik dabei. Nicht selten schmeiße ich Sachen (Gläser, Vasen etc. um...). Wenn es darum geht warum was schiefgelaufen ist, guckt man oft mich an (oft ist es dann auch "nur Spaß"). So vieles, was einen an sich zweifeln läßt.

    Ab jetzt kann es ja nur besser werden... Hoffe ich...

    LG

  4. #24
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 352

    AW: Wie hat sich eurer Leben verändert, seit der Diagnose?

    Hallo Nici82,

    denke durch die Diagnose wird sich erst mal nicht viel ändern, aber man versteht seine Situation besser. Auch glaube ich man kann eher gegensteuern und kommt besser über die Runden.
    Was ich persönlich spüre mit dem Medikinet kann ich wieder konzentrierter arbeiten und habe mehr innere Ruhe. Meine Probleme sind zwar nicht gelöst (Depressionen) aber mir gelingt wieder im Alltag mehr und das sehe ich als ersten Schritt.

    LG Tom

  5. #25
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 10

    AW: Wie hat sich eurer Leben verändert, seit der Diagnose?

    ich weiß erstmal nicht genau wie es weiter geht. Bekomme wohl Methylphenidat und muß zu ner Therapie... Bevor ich das Medikament bekomme, muß ich voher noch zu 3 Ärzten. Augenarzt (wegen nem Glaukom), Hausarzt (Leberwerte, Schildrüse, Bltuerte und EKG) undNeurologe (Eeg). Ist das normal??? Finde die hat das auch ziemlich schnell festgestellt. Ne Psyschologin die auf Ad(h)s bei Erachsenen spezialisiert ist. Nach knapp 1,5Std. stand die Diagnose quasi... Kam mir schon flott vor.

  6. #26
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 352

    AW: Wie hat sich eurer Leben verändert, seit der Diagnose?

    Bei mir war es in einer Tagesklinik, da wurden gleich die Werte alle genommen und es waren mehrere Diagnosegespräche. Auch wurden solche Test-Fragebögen gemacht und auch der Verlauf der Einstellung von Mph dokumentiert. Es war ja gerade in der Phase als die Zulassung von Medikinet adult durch war und um ganz sicher zu gehen hat man die Veränderungen durch die Medi untersucht.

    LG Tom

  7. #27
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 10

    AW: Wie hat sich eurer Leben verändert, seit der Diagnose?

    hmmm... Mal schauen wie es weitergeht. Soll mich bei der melden, wenn ich die Ergebnisse habe. Und dann auch Schulzeugnisse aus der Grundschule mitbr. ... Viele haben hier ja richtig ausführliche Tests gemacht. War bei mir ja nicht so. Naja, schauen was noch kommt.

    LG

  8. #28
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 152

    AW: Wie hat sich eurer Leben verändert, seit der Diagnose?

    Mmmmh, gute Frage: was hat sich verändert seit meiner Diagnose?

    Also:

    Irgendwie wusste ich mein Leben lang, dass ich irgendwie anders als andere war. Konnte das "Andersein" allerdings nie benennen bzw. "Finger drauf legen". Hatte z.B. immer die Schwierigkeiten, gelerntes wieder herauszugeben und habe darunter auch sehr gelitten.

    Nach dem Auszug von Zuhause zum Studium fingen meine Probleme (Panikattacken, Müdigkeit/Antriebslos, Depressionen) dann so richtig an, die sich in meinen Augen immer gesteigert haben. Hilfe von Ärzten und/oder Therapeuten habe ich kaum bekommen. Habe wohl nicht richtig genug auf die Tränendüse gedrückt, denn ich wurde oft nicht ernst genommen, bekam ein hilfloses Kopfschütteln oder wurde als Hypochonder angesehen, da meine Blutwerte ja in Ordnung waren.

    Meine Antriebslosigkeit/Müdigkeit wurden immer schlimmer und ich war kurz vor einen gefühlten Nervenzusammenbruch, als ich von ADS hörte. Habe mich mit dem Thema beschäftigt und mir meine Diagnose geholt.

    Danach kam ersteinmal eine grosse Erleichterung (endlich hatten meine Probleme und "Anderssein" einen Namen und Ursache) gemischt mit Bedauern, dass ich durch die späte Diagnose so viel im Leben verpasst habe.

    Habe mich dann ersteinmal eingehend mit dem Thema beschäftigt und für mich selber festgestellt, dass ich mein Leben lang versucht habe, mich nur anzupassen und ich daran fast zugrunde gegangen bin.

    Seither versuche ich mein Leben in den Griff zu bekommen und mich an den Haaren aus dem Sumpf zu ziehen. Da ich dies ohne Therapie (die schlechten Erfahrungen wirken immer noch nach...) und Medikamente mache, gelingt mir das wirklich nur in kleinen Schritten. Aber seither werden meine Tiefs (die immer wieder noch auftauchen) nicht mehr ganz so tief und intensiv. Habe meinen Haushalt zum ersten Mal im Leben halbwegs im Griff und das wirklich schönste und aber auch beängstigste und schwierigste ist, dass ich mich nun selber kennenlerne.

    Das Leben ist weiterhin für mich ein ständiger Kampf. Aber nun weiss ich wenigstens wofür ich kämpfe und auch das Warum!!!

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