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Diskutiere im Thema Wie hat sich eurer Leben verändert, seit der Diagnose? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #11
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3.120

    AW: Wie hat sich eurer Leben verändert, seit der Diagnose?

    Hej normborn


    normborm schreibt:
    die ganzen Probleme bekomme, die mein Alltagsleben so belasten. - Und das tun sie wirklich sehr.
    -
    Andererseits denke ich mir 'Ach ist doch alles Quatsch, dein Leben wird sich nicht um 180° drehen, wie soll denn das gehen.'
    Bisher habe ich in Bezug auf Therapien auch nur negative Erfahrungen gemacht und kann mir gar nicht vorstellen, dass das viel bringt, aber klar nur Pillen einwerfen kanns ja nun auch nicht sein.
    da sprichst du einen wichtigen Punkt an , es macht Sinn AD(H)S zu behandeln , wenn sie das Alltagsleben so belasten , das es die Lebensqualität einschränkt ...

    ...verändert seit der Diagnose hat sich vieles , einfach weil nicht mehr "herumgedoktert" wird ...viel gezielter behandelt werden kann ....weniger Probleme /Schwierigkeiten sind es nicht geworden ...aber es ist anderes Handwerkszeug, das ich inzwischen habe ...versuche es mal bildhaft zu beschreiben , : vor der Diagnose kam es mir so vor, wie wenn in meinen "Lebensgarten" mit einer kleinen Gabel rumgestochert wurde ...seit der Diagnose und entsprechender Behandlung und Therapie habe ich entsprechendes Werkzeug bekommen oder werde dazu angeleitet ...sprich aus der kleinen Gabel ist eine große Harke geworden , Fachbücher , Hilfsmittel(in Form von medikamentöser Behandlung) ....oder wo "Wurzeln" besonders tief und fest sitzen, fachmännische Hilfe (Therapie) ...

    ...die Arbeit ist nicht weniger geworden , jedoch zielgerichteter und aus dem wilden Gewucher im Garten (was da so alles heranwächst bei unbehandeltem AD(H)S ) ...ist schon die ein oder andere schöne Stelle entstanden, zwar noch klein , aber zumindest ein Fortschritt und nicht mehr ein ständig auf der Stelle treten

  2. #12
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.649

    AW: Wie hat sich eurer Leben verändert, seit der Diagnose?

    Tolle Beiträge!!

    Ich befinde mich seit der Diagnose seit ca.2 Jahren immer noch im "Identitätsumbau-chaos", aber positiv gesehen:
    Ich fühle mich viel selbstbewusster seit ich weiss was mit mir los ist. Und bin stolz drauf was ich trotzdem so alles auf die Reihe bekommen habe.

    Und gehe nachsichtiger mit mir um.

    Bin froh über die Krücke "MPH" und froh, dass sie mit kaum Nebenwirkungen so gute Wirkung zeigt.

    Schwierigkeiten gibt es natürlich weiterhin genügend-aber wie einige auch schreiben, man kann Probleme zielgerichter angehen bzw. einige Umstände den eigenen Bedürfnissen anzupassen (soweit es möglich ist,und das sind oft Kleinigkeiten).

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 376

    AW: Wie hat sich eurer Leben verändert, seit der Diagnose?

    @RobinHood

    Darf ich mal fragen was du genau arbeitest (habs vorher überlesen), wenn du es öffentlich niht magst kannst es mir auch per PN schicken.

  4. #14
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 352

    AW: Wie hat sich eurer Leben verändert, seit der Diagnose?

    Hallo,

    mein leben hat sich verändert, etwas mehr innere Ruhe. Aber das ist auch schon alles. Habe gestern mal das medikinet in einer kleineren Dosis genommen und habe gespürt das "innere Chaos" ist größer. Wollte es etwas drosseln wegen Nebenwirkungen.
    Der Vergleich von Fliegerlein ist gut (bei den bildlichen Vergleichen). Für mich ist ADHS absolut keine "gute lebensform", ich komme ja dann kaum in meinem Privatleben zurecht, Schlüsselsuche, totale Unruhe, Zeitprobleme. Ich merke erst jetzt wie schlimm so ein Zustand ist, vorher war das leben auf diesem Niveau "normal" aber sehr belastend.

    Mit den anderen Baustellen in meinem Leben komme ich immer noch nicht zurecht. Um bei dem Bild von Fliegerlein zu bleiben- ich irre immer noch kreuz und quer, aber mit mehr Ruhe. Ich wünschte mir einfach wieder etwas Lebensfreude. Durch den Tag komme ich, kann auch wieder für mich Dinge erledigen die ich mir seit Jahren nicht mehr getraut habe, aus angst zu schusseln, Fehler zu machen und so weiter. Aber der Tag ist einfach nur anstrengend und ich habe das Gefühl ich waate durch zähen Brei.
    Auch trinke ich keinen Alkohol mehr. Das sind schon Dinge die sich seit meiner Diagnose verändert haben, aber es löst nicht alle Probleme.
    manchmal habe ich das gefühl meine Depressionen sind schlimmer geworden und das wo es mir eigentlich besser gehen müsste?

    Viele Grüsse

    Tom

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 5

    AW: Wie hat sich eurer Leben verändert, seit der Diagnose?

    Danke für die vielen Antworten.
    Ich habs mir ja schon gedacht, dass sich letzendlich jeder irgendwie weiter durchs Leben kämpfen muss.
    Haach, aber insgeheim hatte ich doch auf den einen gehofft, der schreibt 'Wow, seht her, jetzt läuft alles wie geschmiert, dank _____ (hier bitte einfügen)'


    Ich meine, findet ihr den Gedanken, euch ewig mit den Problemen, die ADHS so mit sich bringt, rumschlagen zu müssen nicht auch frustrierend?
    Finde das alles ziemlich entmutigend.
    Geändert von normborm (12.09.2011 um 23:41 Uhr)

  6. #16
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3.120

    AW: Wie hat sich eurer Leben verändert, seit der Diagnose?

    Hej normborn

    normborm schreibt:
    Haach, aber insgeheim hatte ich doch auf den einen gehofft, der schreibt 'Wow, seht her, jetzt läuft alles wie geschmiert, dank _____ (hier bitte einfügen)'

    ... wie geschmiert läuft es nicht.... dafür ist Langeweile ein Fremdwort für mich , hat ja auch was für sich, na ja so versuche ich es positiv zu sehen , und ich erlebe Sachen die ich sonst nicht erleben würde
    ...und nur Probleme bringt es nicht mit sich , habe lange auch nur auf das geschaut , was Probleme macht und dabei ganz übersehen , das es auch positive Seiten gibt

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 84

    AW: Wie hat sich eurer Leben verändert, seit der Diagnose?

    Es steht alles auf meinem Profil, ich bin eine kreative Kreatur aus dem Werbezoo. (Nicht der Rote Bulle von Red Bull :-))

    Ganz genau verkaufe ich jetzt für einen Verlag Anzeigen (hierbei mache ich für meine Kunden auch kreativ sehr viel, von der Grafik bis zum Text) und dies ausschließlich auf Erfolgsbasis. So bin ich nur bei meinen Kunden, wann ich es mir genau einteile und im Verlag bin ich nur ein- bis zweimal im Monat. Bis Ende 2010 habe ich auch Musikveranstaltungen organisiert, leider ist mir meine Künstlerin ausgestiegen. Aber man darf die Menschen nie zu ihrem Glück zwingen, auch wenn einem das gefällt, was da läuft.

    So bin ich heute freier und muss mir keinen zu großen Druck aufbauen und vor allem mache ich das, was ich am besten kann. Keine zu große Verantwortung, nur mir und den Menschen und Tieren die unter meinen Dach leben. Mein Verleger weiß, was er an mir hat und ich an ihm.


    Vor meiner Bauchspeicheldrüsenerkrankung war ich selbst Verleger und Herausgeber von Fachzeitschriften. Stress pur. 24h und die Nacht, Das war nicht gesund.

  8. #18
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: Wie hat sich eurer Leben verändert, seit der Diagnose?

    Hey normborm,

    das wär schon toll.... xy hat mich vom ADHS befreit!

    Nein, im Ernst. Man darf das wohl nicht so eng sehen. Sicherlich ist ADHS oft hinderlich und weiß Gott, nicht immer einfach. Aber, es hat mir auch eine ordentliche Portion Kreativität und Begeisterungsfähigkeit mitgegeben und es hat mich auch einfach in unvergessliche Situationen (positiv, wie auch manchmal negativ) gebracht die ich wohl nie erlebt hätte, ohne meine Spontanität und des "nicht das Gehirn einschaltens"...

    Man muss sich immer wieder mal die positiven Dinge vor Augen halten, sonst versinkt man in Depris...

    Von demher... ja es ist manchmal frustrierend sich ständig und auch zukünftig mit ADHS auseinandersetzen zu müssen, aber mittlerweile habe ich ja das richtige Werkzeug an die Hand bekommen, um für mich das Beste rauszuholen. Mal klappt diese Einsicht besser, mal schlechter. (gestern war ich z.B. nicht so gut drauf

    Es gibt hier im Forum auch ein paar nette Threads zu dem Thema: was mögt ihr an ADHS u.ä.
    Das hilft, um mal wieder den Blick in die richtige Richtung zu lenken...

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 84

    AW: Wie hat sich eurer Leben verändert, seit der Diagnose?

    Seit der ADHS Diagnose heuer im April, hat es gedauert bis Anfang September, dass ich Medikamente bekam.
    Und dann war ich so sediert, dass nach Einwurf der Tabletten, ich total narkotisiert war. Mit offenen Augen war ich bewusstlos.

    1- 2 Stunden was tun und dann Löcher in die Luft gestarrt. Und am Abend habe ich mich selbst begrüßt.

    Jetzt habe ich die Medikamente nach Rücksprache mit meinem Psychiater der als der Kapazunder gilt abgesetzt und der will mich jetzt wieder neu testen lassen, das heißt wieder ein psychologischer Test - Kosten 500 Euro usw. Nur weil er mit dieser Psychologin die schon Tausende Gutachten ausgestellt hat, nicht zusammenarbeitet. Ich glaube diese ADHS Geschichte ist eine Milliardenindustrie.

    Für mich werde ich für einen anderen Weg finden müssen, dass ist mir bis zu meiner Krebserkrankung gut gelungen und nach dem positiven ADHS Test habe ich geglaubt, ich brauch das Zeug um wieder halbwegs diszipliniert zu werden. Nun halte ich mich wieder an das was ich früher gemacht habe, schaue auf meine Sportpokale, schaue auf meine Diplome und alles was positiv bis jetzt war, werde zu mir selbst ganz lieb sein, auf meinen Körper hören, Freizeit einplanen und werde mir ein großes Plakat in mein Büro hängen mit folgendem Motto.

    "Nur ein Besessener kann so teuflisch gut arbeiten, daß ihn der Himmel des Erfolgs holt!"

    Mich hat diese kurze Zeit mit dieser Erfahrung auf eine bessere Spur gebracht und ich brenne wieder, für meine Dinge. Heute habe ich Geburtstag, lass den Körper noch ein bißchen Ausklang von dem Teufelszeug und ab morgen werde ich schauen, dass ich mir meine Tagespläne besser strukturiere und sie auch ständig kontrolliere und wenn ich mit allen wieder klar bin, bin ich wieder ein "VOLLBLUTWERBER", ein Genius of Advertising - Ein Genie der Werbebranche

  10. #20
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 5

    AW: Wie hat sich eurer Leben verändert, seit der Diagnose?

    loekoe schreibt:


    Man muss sich immer wieder mal die positiven Dinge vor Augen halten, sonst versinkt man in Depris...


    Es gibt hier im Forum auch ein paar nette Threads zu dem Thema: was mögt ihr an ADHS u.ä.
    Das hilft, um mal wieder den Blick in die richtige Richtung zu lenken...
    das muss ich mal beherzigen. es ist viel einfacher, sich sich negativen Gefühlen hinzugeben, als nach dem Positivem zu suchen.

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