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Diskutiere im Thema Was hat Reha gebracht ? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
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Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 43

    Was hat Reha gebracht ?

    Hallo Ihr Lieben !

    Ich habe heute meinen Bescheid für die Reha erhalten () - es ist meine die Deister Weser Klinik in Bad Münder.
    Im September geht es für 6 Wochen los (ich habe auch schon in anderen Beiträgen nach Erfahrungen zu dieser Klinik gefragt - aber das ist in einem anderen Bereich).

    Ich würde gerne von Euch wissen, was Euch die Reha gebracht hat.

    Ich bin zwar total glücklich über die Entscheidung, aber auch ziemlich unsicher. Schließlich habe ich schon zwei Jahre ambulante Therapie wegen Depressionen hinter mit, die bedingt erfolgreich war.

    Jetzt nach der Diagnose ADHS stehen aber andere Sachen im Vordergrund. Ich würde gerne mal erfahren, ob Euch die Reha dabei geholfen hat, mit ADHS umzugehen.

    Lieben Gruß
    xnonex

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 2

    AW: Was hat Reha gebracht ?

    Ich bin seit 2,5 Wochen in der Deister Weser Klinik und habe hier die Verdachts Diagnose ADHS gestellt bekommen.Bisher und auch in nächster Woche, ist dieses Thema r nur mit Arbeitsblätter, in einer Gruppe, von ca.8 Teilnehmer, wie in der Schule, in 5 Stunden durchgenommen worden. Ohne persönliche Therapie.Die Dokumente kann man sich auch im Internet besorgen, oder in einem Buch lesen. Psychotherapeutisch ist für mich bisher nichts besonderes, bewirkendes gelaufen. Es hies nur, dass ich mich zurücknehmen und mich nicht so wichtig nehmen soll. Und ich habe mich an die Hierarschie-Regeln zu halten, die im Hause vordergründig sind! Das war so viel zum Thema! Eigentlich wollte ich hier entspannen und zur ineren und äußeren Ruhe kommen, nachdem ich sehr viel negatives im Privat und Berufsleben erlebt habe.Fand aber eine große Baustelle, mit nervendem Baulärm und Staub, von 6.30-20.00Uhr vor.as ist nicht gut für meine Allergien und meinen Tinnitus.
    Da sind Entspannungsübungen echt für die Katz. Da der Lärm durch die geschlossenen Fenster dringt und lauter ist, als die das, was die Co-Therapeutin vorliest. Und dann noch in einem Raum, mit altem Teppichboden, dicht aneinandergedrängtliegend. Da kann ich nicht zur Ruhe kommen. Ich wünsche dir, dass bis September alles gut für dich wird und die Bauarbeiten sind dann abgeschlossen. Leider spielt das Wetter hier auch verrückt. Es regnet und stürmt andauernd. Zieh dich warm an!(nur ein Typ) es ist bergig hier und du musst weit laufen um in das Dörflein (Stadt) zu kommen. Wanderwege gibt es zahlreiche. Wenn du Raucherin bist, hast du die Möglichkeit, dich mit anderen ADHS Patienten, vor dem Haus, in der Kälte,auszutauschen. Ich bin Nichtraucherin und wollte nicht noch die Probleme anderer, in freier Zeiteinteilung, (ständig) hören. An Sportmöglichkeiten mangelt es hier nicht. Du kannst dich richtig austoben. (konnte ich urch meine Behinderung nicht) Mach dich auf Frühsport ab 7.00Uhr gefasst und Termin-Programm bis nach 16.30Uhr. Dann bist du so fertig, dass du keine Lust mehr hast chaotisch zu sein! Die meisten (ich nicht) bekommen hier Tabletten wie Ritalin (Methylphenidat retard) verordnet. Da bist du die ersten Tage "neben der Kapp" und "nichts geht mehr"! Aber, das muss ja jeder mit sich selbst ausmachen, was er schluckt. Viele schwören hier nach Langzeitbehandlung auf das Medikament. Und wollen ohne dies nicht mehr ihr Leben gestalten. Sie meinen, dass sie besser sehen, hören, aufmerksamer und gelassener sind.Ich will das nicht beurteilen können. Ich leide nicht an meinem Chaotisch liebenswerten Wesen! Das macht meine Lebendigkeit und Fröhlichkeit aus. Und mit meiner eigentlichen Diagnose, die unheilbar ist, kann ich durch mein "Positives Denken" und auffallendes Wesen, besser damit umgehen.
    Lachen ist besser als weinen, denke ich. Du wirst das Beste daraus machen!

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 43

    AW: Was hat Reha gebracht ?

    Hallo Christkind,

    danke für Deine ausführliche Antwort - und das mal direkt "vom Ort des Geschehens".

    Schade, das so viele Dinge bei Deiner Reha nicht gut laufen. Ich hoffe, dass Du trotz allem etwas mitnehmen kannst. Aber es hört sich so an, als ob Du mit sehr vielen "Baustellen" zu kämpfen hast. Ich wünsche Dir die Kraft dazu. Aber es lohnt sich.

    Wenn ich Deinen Beitrag so lese, dann bin ich irgendwie froh, dass ich schon einen so weiten Weg gegangen bin. Ich erwarte von den psychologischen Gesprächen in der Reha nicht allzu viel, das kann dort auch gar nicht geleistet werden. Schließlich habe ich in meiner ambulanten Therapie fast ein halbes Jahr gebraucht, um "wirklich aufzutauen".
    Wenn Dir allerdings gesagt wird "Du sollst Dich nicht so wichtig nehmen", dann finde ich es den falschen Kontext. Und ich kann den Frust aus Deinen Worten lesen. Denn meistens macht doch das Gegenteil die Probleme. Man macht alles für andere und vergisst das eigene Wohlergehen bis es dann zu spät ist.
    Ach ja, und auf die Hierachie zu verweisen ist nur ein Ausdruck, wenn man nicht mehr weiter weiß (hey, ich arbeite in einer Behörde ).
    Aber ! Ich nehme jetzt seit einigen Monaten MPH - und ich möchte nicht darauf verzichten. Ja, ich habe irgendwann unter meinem Chaotischen Leben gelitten - aber nicht nur, weil es meine eigene Person betraf. Hier kommt das "selber wichtig nehmen" ins Spiel.

    Durch die Ausprägungen des ADHS habe ich enorme Probleme bekommen, die mich persönlich sehr betroffen haben. Z.B. wollten viele Kollegen mit mir nicht mehr ausführlich reden (abgesehen von alltäglichen Geplänkel, eher so in Richtung Diskussionen), weil ich sehr schnell ausfallend geworden bin und niemanden ausreden ließ.
    Durch das MPH bin ich jetzt in der Lage, mich auf die Gespräche zu konzentrieren und den Argumenten der anderen Person zu folgen. Aber versteh mich nicht falsch, das heißt nicht, dass dann die Entscheidung letztendlich von anderen Personen gefällt wir. Niemand ist wichtiger als wir selber - aber im Gegensatz zu früher muss ich jetzt das nicht mehr ständig nach außen tragen.

    So, jetzt habe ich lang genug mich ausgelassen. Und - nachdem ich Deinen Beitrag noch mal gelesen habe - scheint es ja so zu sein, dass Du durch viele Erfahrungen im Leben oder besser gesagt, trotz der Lebenserfahrungen, Deine Fröhlichkeit und Optimismus behalten hast. Und damit kann nicht jeder umgehen. Also, behalte es, denn Humor macht bekanntlich das Leben leichter.

    Also nochmal danke, Deine Beschreibung hat mir sehr geholfen. Denn so krass es sich anhört: irgendwie freue ich mich mal auf Struktur und v.a. viel Sport. Für mich bedeutet es regelrecht Erholung, mal nicht "für das tägliche Leben verantwortlich sein", d.h. arbeiten, kochen, entscheiden. Ich sehne mich nach der berühmten "Blase", in der man sich befindet.

    Also, ich würde mich über weitere Anmerkungen sehr freuen.

    Christkind, könntest Du bitte in Deinen Berichten mehr Absätze machen, ich habe Probleme dem Text zu folgen. Vielen Dank und ich wünsche Dir trotzdem noch eine gute Zeit. Würde mich freuen, von Dir zu lesen.

    Liebe Grüße
    xnonex

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