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Diskutiere im Thema Hausarzt und Überweisung für Diagnose im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
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Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 9

    Hausarzt und Überweisung für Diagnose

    Hallo zusammen,

    ich habe seit fast über einem halben Jahr den Verdacht auf ADS bei mir. Dem versuche ich nachzugehen und habe bei mir in der Gegend (wohne in Jena) auch schon eine
    Ambulanz ausfindig gemacht. Das Problem was ich habe ist nun folgendes: die Ambulanz möchte gerne eine Überweisung vom Hausarzt.

    Diese möchte er (der Hausarzt) mir aber so nicht schreiben, was mich schon irgendwie in die Verzweiflung treibt. Meine Liste an körperlichen Beschwerden ist richtig lang: Allergie (Urtikaria), Gelenkbeschwerden, Mandeln sollten mal raus, Schilddrüse, zahllose Infekte etc., Bauchschmerzen...

    Es wurde ein weiterer Infekt nun gefunden, Helicobacter Pylori, der für die Magenbeschwerden und Urtikaria verantwortlich sein kann. Wird behandelt durch Antibiotika etc. Die Schilddrüsenwerte werden noch genauer eingestellt im Moment.

    All das finde ich so okay! Allerdings hat er mir den nächsten Termin zu Abklärung für Blutwerte erst im Oktober gegeben. Ich habe ihm weiter von meinem Verdacht erzählt, aber er geht überhaupt nicht darauf ein! Ich fühl mich damit richtig verarscht, überhaupt nicht ernstgenommen! Ich werd verrückt, ich weiß nicht mehr wie ich vorgehen soll, um meinem Verdacht nachzugehen. Ich wäre im Prinzip auch bereit für eine schnelle Diagnostik etwas zu zahlen, jedenfalls spukt der Verdacht so permanent in meinem Kopf herum. Das macht mich fertig...

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 199

    AW: Hausarzt und Überweisung für Diagnose

    Morgen!!

    Bei mir war es ähnlich, nur hat mir der HA die Überweisung gegeben - aber mit einem herablassenden Lächeln. Er hat mich auch nicht richtig angehört und bei meinem Verdacht abgewunken, nur wie gesagt hat er mir die Überweisung dann gegeben.

    Ich würde noch einen Versuch wagen und ihm die Wichtigkeit für dich vermitteln, wenn er dann nicht drauf eingeht, wechselst du den Arzt!! (wenn das für dich geht)

    Mich nervt es auch ungemein, wenn man nicht ernst genommen wird und nach jahrelangen Mißerfolgen immer noch nicht geholfen, sondern in den A... Popo getreten bekommt. Ich bin nun zwei Jahre dran für die Diagnose zu kämpfen ... also hol tief Luft, sammle deine Kräfte und bleib am Ball, wenn du meinst, dass ADHS auf dich zutrifft !

    Was einen verrückt macht, ist das Ungewisse, wenn das Kind einen Namen hat, fühlt man sich nicht als gaga, sondern weiß woher die Probleme kommen können...

    Würde mich interessieren, wie es dir ergeht....

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Hausarzt und Überweisung für Diagnose

    Ich habe mit meiner Hausärztin gar nicht über meinen Verdacht gesprochen, da ich sie damals erst ein paar Wochen kannte. Bei meiner Hausarztpraxis kann man Überweisungen übers Internet vorbestellen. So habe ich das gemacht und habe dann die Überweisung einfach bei der Arzthelferin abgeholt. Und auch jetzt kriege ich problemlos jedes Quartal meine Überweisung.

    Hat dein Hausarzt dir gesagt, warum er dir keine Überweisung schreiben möchte? Kannst du nicht einfach den Hausarzt wechseln?

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 9

    AW: Hausarzt und Überweisung für Diagnose

    Danke erstmal für eure schnellen Antworten! Da fühl ich mich schon etwas besser. Meinen Freunden erzähl ich das auch, aber das stößt nicht immer auf Verständnis.

    Ich habe meinen Hausarzt von Anfang an immer alles und ehrlich geschildert, darunter eben auch, dass ich durch meine Diplomarbeit einen Burnout hatte, zusätzlich dann noch Depressionen bekam, weil ich wegen dem Stress in der Zeit einfach Schluss gemacht habe mit meiner Freundin, was ich keine Woche danach bereut habe.

    Und der Arzt meinte jedenfalls für jede Störung oder Krankheit treffen immer irgendwelche Symptome zu. Er verglich das Ganze dann noch mit Krebs, wo bestimmt auch einige Symptome zutreffen würden, das aber deshalb noch nicht der Fall ist. Ich solle damit vorsichtig sein meinte er. Richtig, aber dann überlasse ich das lieber einem Arzt der sich damit auskennt!

    Warum er mir im Endeffekt keine Überweisung geben ist wohl auch, dass er immer noch was organisches findet. Im Moment halt die Antibiotika Therapie gegen Helicobacter Pylori.

    Eigentlich traue ich mich schon gar nicht mehr ihn zu fragen, habe schließlich schon 2 oder 3 mal gefragt und wurde immer abgewiesen. Vielleicht sollte ich einfach die Arzthelferin fragen. Oder vielleicht meine Hautärtzin fragen, die war immer hilfsbereit. Dürfen Hautärzte eigentlich auch Überweisungen zu Psychatern herausgeben? Ansonsten wohl nen neuen Hausarzt.

    Bin davon überzeugt, dass es in die Richtung geht, jedenfalls helfen mir viele Sachen, die ich recheriert habe zu dem Thema ADS/ADHS.

    @Eowyn: zwei Jahre ist schon lang, stark, dass du so lange durchhälst!

    @Fliegenpilz: Überweisung über Internet vorbestellen wär schön :-)

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 199

    AW: Hausarzt und Überweisung für Diagnose

    Hmmm, ich glaube nicht, dass die Hautärztin das darf (ist ja selbst"nur"Facharzt) . Das mit den organischen Befunden wäre für mich kein Ausschlusskriterium... was hat das eine mit dem anderen zu tun???

    Klar können deine Symptome bzw. durch eine Schilddrüsenfehlfunktion kommen, aber eine ADHS Testung kann nebenbei laufen. Zudem sind die Wartezeiten extrem lang - ich würde mir auf jeden Fall in der Ambulanz einen Termin zur Testung geben lassen und dann kurz vorher zum HA gehen und sagen, du bräuchtest nun die Überweisung.

    Ich selbst muss auch immer zum Doc rein, der will bei solchen Sachen ein "Gespräch", um was es geht - Ü-Schein via Internet - cool!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    PS: die zwei Jahre sind immer mit Pausen, in denen mir die Kraft fehlt zur Zeit bin ich wieder auf dem Vormarsch, aber es geht an die Substanz...hoffe für dich, dass deine Diagnose eindeutiger ausfällt!

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 199

    AW: Hausarzt und Überweisung für Diagnose

    also, hab grad nochmal kurz gegoogelt - scheinbar kann auch ein Facharzt zu einem anderen Facharzt überweisen. In welchen Fällen das geht, weiß ich nicht, aber frag doch mal bei der Hautärztin nach, wenn du da einen guten Bezug hast!

  7. #7
    Wohnt hier

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    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Hausarzt und Überweisung für Diagnose

    Ich kann schon verstehen, dass dein Hausarzt gerne erstmal alles Organische abgeklärt haben möchte. Aber so wie ich das bei dir lese, kommen dazu eben noch eine Vielzahl von psychischen Dingen. Ob die jetzt ausgelöst werden von den organischen Ursachen oder ob deine körperlichen Beschwerden psychosomatisch sind, ist dir ja erstmal egal. Du hast diese Beschwerden und du leidest darunter. Und ich denke, dass es da schon sinnvoll wäre, das mal mit einem Psychiater zu besprechen. Ob der Psychiater dann eine eindeutige Diagnose stellen kann, ist fraglich, wenn die körperlichen Beschwerden noch nicht abgeklungen sind. Aber die Testung kann schon durchlaufen. Wenn damit ADHS ausgeschlossen werden kann, dann hast du das geklärt. Wenn ADHS nicht ausgeschlossen werden kann, dann wird der Psychiater eventuell mit seiner Diagnose abwarten bis die Ergebnisse dieser körperlichen Untersuchungen von deinem Hausarzt da sind.

    Ich hatte als Jugendliche eine Vielzahl körperlicher Beschwerden, alle ohne Befund. D.h. die Ärzte haben keine Ursache gefunden. Die Beschwerden waren "aufeinmal" weg als es mir psychisch besser ging. Meine Psychiaterin meinte zu mir, dass sie davon ausgeht, dass diese Beschwerden psychosomatisch waren und wahrscheinlich eine Folge von unbehandeltem ADHS. Aber genau kann man das rückblickend natürlich nicht sagen. Bei mir hat sie auch zuerst meine Schlafstörungen behandelt und die ADHS Diagnose erstmal unter Vorbehalt gestellt, weil sie meinte, dass Schlafmangel eben ähnliche Symptome hervorrufen kann wie ADHS. Wobei sie auch sagte, dass die Schlafstörungen, weil ich die schon seit ich denken kann habe ein weiteres ADHS Symptom ist.

    Deine Hautärztin kann dir, soweit ich weiß, eine Überweisung ausstellen. Zumindest bekommt eine Freundin von mir von ihrer Gyn ab und an eine Überweisung zu anderen Fachärzten, weil sie öfter dort ist als beim Hausarzt. Die Praxisgebühr bezahlt sie dann auch bei der Gyn. "Meine" Ambulanz wollte aber als "Erst-Überweisung" entweder eine Überweisung vom Hausarzt oder vom niedergelassenen Psychiater. Da wäre das mit der Überweisung von einem anderen Facharzt wohl nicht gegangen. Aber Fragen kostet ja nix Und jetzt könnte ich auch die Praxisgebühr direkt in der Ambulanz bezahlen und mich von dort weiter überweisen lassen an andere Fachärzte.

    Ich würde an deiner Stelle meinen Hausarzt gar nicht mehr fragen, ob du eine Überweisung bekommst. Ich würde einfach bei der Arzthelferin anrufen und sagen, dass ich eine Überweisung haben möchte. Wenn der Arzt sich dann weigert, dann würde ich mir einen anderen Hausarzt suchen.

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 9

    AW: Hausarzt und Überweisung für Diagnose

    Danke für eure Antworten. Das ermutigt mich irgendwie weiterzumachen und nicht gleich aufzuhören. Ich habe heute einen Termin mit meiner Hautärztin ausgemacht.
    Ja, da stimme ich euch beiden völlig zu, dass die ADHS Diagnose nebenher schonmal anlaufen kann.

    @Fliegenpilz: bei mir ist es auch so mit den vielen körperlichen Beschwerden ohne Befund, seit der Grundschule eigentlich schon, ich hoffe das wird vielleicht damit besser. Und die 10€ für den anderen Facharzt zahl ich gerne, wenn ich die Überweisung dann bekomme.

    Ich bleib dran und wünsch euch was! Besonders dir Eowyn eine baldige Diagnose!

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 210

    AW: Hausarzt und Überweisung für Diagnose

    CreChaBrain schreibt:
    Diese möchte er (der Hausarzt) mir aber so nicht schreiben, was mich schon irgendwie in die Verzweiflung treibt. Meine Liste an körperlichen Beschwerden ist richtig lang: Allergie (Urtikaria), Gelenkbeschwerden, Mandeln sollten mal raus, Schilddrüse, zahllose Infekte etc., Bauchschmerzen...

    Unterfunktion? Die Symptome überschneiden sich tatsächlich..

    P.S.: Mandeln sollten mal raus? Wer sagt das?


    P.P.S.: Wenn ich das hier so von jahrelangen Beschwerden ohne Befund lese kann ich mir es nicht verkneifen. Es gibt auch eine andere anerkannte Krankheit, ICD-10 Code F45.2. Schaut mal hier rein: http://www.klinische-psychologie-mai...pochondrie.pdf
    Geändert von hypocampus ( 2.08.2011 um 01:44 Uhr)

  10. #10
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Hausarzt und Überweisung für Diagnose

    hypocampus schreibt:
    P.P.S.: Wenn ich das hier so von jahrelangen Beschwerden ohne Befund lese kann ich mir es nicht verkneifen. Es gibt auch eine andere anerkannte Krankheit, ICD-10 Code F45.2. Schaut mal hier rein: http://www.klinische-psychologie-mai...pochondrie.pdf
    Den Kommentar halte ich für unangebracht und sehr verletzend. Einer meiner Ärzte hatte mir das damals auch so ähnlich gesagt. Tja, kurze Zeit später hat er sich bei mir entschuldigt, weil sich in einem meiner Gelenke doch eine Entzündung ausgebreitet hatte...
    Und psychosomatische Beschwerden (nicht Hypochondrie, die äußert sich anders) muss man ernst nehmen und versuchen deren Ursache zu behandeln.

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