Zeige Ergebnis 1 bis 5 von 5

Diskutiere im Thema Diagnose! sehr viele fragen und unklarheiten. dringend im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 18

    Diagnose! sehr viele fragen und unklarheiten. dringend

    Hallo.

    erhielt letzte woche die diagnose, dass ich ads habe. Okay, die letze woche konnte ich mich gut damit abfinden, bzw. an die diagnose gewöhnen. Sollte die woche den befund abholen und dann zu meinen hausarzt bringen. alles getan. sitze also heute beim hausarzt und als ich rein kam sagte er zu mir: sehen sie, sie haben kein ads!!! ich war sowas von paff. Der tester hat es mir doch letzte woche diagnostiziert, haben noch lange darüber gequatscht und dass ich unbedingt einen therapieplatz brauche, weil ich soviele andere problemfelder habe.

    Also erwiedere ich dass ich es sehr wohl habe, wie er darauf kommt. Er meinte, es steht nix im befund?! doch es steht drinnen. ich muss dazu sagen, dass er selbst adhs hat und neurologe ist!!!!

    jedenfalls erfolgt ein reger immer aggressiver werdender grundton, feindselig und schroffer. ICh frage ihn wegen einer möglichen medikamentation. Er sagt: er verschreibt kein ritalin!
    ich will doch gar kein ritalin haben, sondern mich informieren. er meinte dass ads eine wunschdiagnose ist, ich lediglich depressionen habe, überfordert bin und angstzustände habe...was soll das?

    ich rief darauf hin meinen tester an und frage ihn was jetzt sache ist, er antwortete mir, dass er die diagnose richtig gestellt hatte, und ads drinnen steht, nur ausgeschrieben und betont hatte dass kein adhs laut wender vorliegt, da keinerlei hinweise auf hyperaktivität vorliegen...er will sich mit dem hausarzt in verbindung setzen.
    gut, ich ruf den hausarzt noch mal an und reagiert total patzig als ich ihn fragte ob er nun zu einer anderen interpretation meiner diangose gekommen sei..und er mir nun glaubt dass ich ads habe? er sagte, es gibt keine unstimmigkeiten zwischen ihn und dem tester...aber er verschreibt mir trotzdem kein ritalin! ich erwiederte, dass mir das verf*** ritalin egal sei, sondern mir es nur um die anerkennung der diagnose geht. nun in einem sehr missfälligen ton antwortete er dann, dass ich halt ads habe (so als ob er sagen wolle, wenns wollen, dann ja, aber aus meiner sicht nicht)...ich habe dann noch hinzugefügt dass ich den arzt wechseln werde, denn das stellt keine grundbasis dar.

    ach er hat mir in der ordination noch adjuvin verschrieben...

    und das steht in der diagnose:

    Die erhobene Befunde weisen vor dem Hintergrund einer in der Teststiuation realisierten, im Durchschnittsbereich der Altersnorm angesiedelten allgemeinen kognitiven Leistungsfähigkeit (bei deutlich höher anzusiedelndem prämorbiden intellektuellem Leistungsniveau) auf ausgeprägte Defizite unklarer Genese in der Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit hin. Hyperaktive Strukturen und Störungen der Impulskontrolle lassen sich allerdings nicht in der klinsch relevanter Ausprägung nachweisen, ein adultes ADHS im sinne von Wender scheint nicht vorzuliegen.
    Im emotionalen Bereich lassen sich Hinweise auf deutlich ausgeprägte emotional labile Persönlichkeitsstrukturen extrahieren, die von phobischen Schüben überlagert und verstärkt werden. Eine psychotherapeutische Behandlung komplementär zu einer allfälligen medizinischen Behandlung erscheint aus meiner Sicht meines Fachgebiets indiziert.


    Also ...was soll ich jetzt davon halten...spinne ich???? Ich weiß doch was der Tester letze woche und heute zu mir gesagt hat....

    ich bin jetzt extrem verunsichert ....


    bitte hackt nicht auf mir rum, bin echt am boden zerstört...

    danke

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Diagnose! sehr viele fragen und unklarheiten. dringend

    hallo x.... (sorry, dein nick ist mir zu kompliziert )

    nun, aus meiner leienhaften - interpretation ist der
    neurologe für die hardware zuständig
    psychater für die software
    psychologe für den bediener des computers

    alle drei sind dem bediener nützlich ;-)

    doch ich glaube, dass dir ein psychater und/oder psychologen besser weiterhelfen kann.

    eigentlich ist doch egal woher man die schwierigkeiten hat, sondern mehr wieso und wie dir konkret geholfen werden kann -
    - ich würde den diagnosesteller fragen, ob er mich zu einem andere spezialisten weitervermitteln könnte.

    im notfall insistiere, dass man dich ernst nimmt und dir so auch helfen kann.

    lieber gruss

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 18

    AW: Diagnose! sehr viele fragen und unklarheiten. dringend

    Ja denk ich auch. Glaub ein Psychotherapeut wird nur mehr helfen können, doch die Diagnose ist ja richtig oder??? ADS wurde halt ausgeschrieben? Spinn ich? Aaah. Kopfkarussell

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 225

    AW: Diagnose! sehr viele fragen und unklarheiten. dringend

    Liebe xdeadswanx

    xdeadswanx schreibt:
    ....die diagnose richtig gestellt hatte, und ads drinnen steht, nur ausgeschrieben und betont hatte dass kein adhs laut wender vorliegt, da keinerlei hinweise auf hyperaktivität vorliegen...
    Dein Hausarzt war vielleicht von dem Bericht irritiert, da keine fette und unterstrichene Auflistung der Diagnosen mit ICD-Schlüssel drinstand, sondern stattdessen eine differenziertere Beschreibung Deiner Persönlichkeitsstrukturen im Fliesstext, was ja eigentlich viel aussagekräftiger wäre. Aber manchmal eben auch Raum für Interpretationen lässt.

    Weniger ist drum manchmal mehr. Trotzdem müsste jeder Hausarzt wissen, dass ADS eine Variante von ADHS ist. Falls er sich dennoch weigert, Dich zu behandeln, kannst ihn ja mal fragen, wie sich sein hypokratischer Eid mit der Weigerung, Dich zu behandeln vereinbaren lässt und was ihn als Allgemeinmediziner denn konkret qualifiziert, den fachärztlichen Bericht eines spezialisierten Kollegen mal so eben zu verwerfen.

    Ob man nach Wender-Utah, ICD-10 oder DSM-IV diagnostiziert, kann allerdings tatsächlich einen Unterschied machen, ob die Diagnose gestellt wird oder nicht.
    Es kann daher gut sein, dass hypomane Typen nach ICD-10 eine Diagnose bekommen, nach den Kriterien von Wender aber nicht den Schwellenwert erreichen oder umgekehrt.
    In schwach ausgeprägten Fällen mit zusätzlichen "Problemfeldern" kann eine Differenzialdiagnose eine echte Herausforderung für den diagnostizierenden Arzt sein.

    Meine Empfehlung an Dich: such Dir einen anderen Arzt, der auf der Höhe der Zeit ist. Jeder Mediziner mit aktuellem Wissensstand und Rezeptblock taugt dafür.

    Lass Dich nicht wahnsinnig machen!
    Alles Gute
    matz

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 92

    AW: Diagnose! sehr viele fragen und unklarheiten. dringend

    Man Du kannst einem ja echt leid tun.
    Warum muss das denn unnötig kompliziert gemacht werden.Ich hatte alle diese Probleme nicht. Ich hab erst eine Therapie gemacht- der Therapeut hat im laufe der Therapie das ADS diagnostiziert und mich dann zur weiterbehandlung nach der Therapie zu einem Psychater überwiesen.Von dem bekomme ich die Med. und auch von meinem Hausarzt.
    Ich hatte noch nie Probleme damit. Aber ich weiß aus Erfahrung, das es einige Psychater und Neurologen gibt, die von ADS/ADHS nichts wissen wollen. Sie haben davon halt ihre eigene Meinung, so wie wir das auch haben.

    Ich würde mir an Deiner Stelle einen Psychotherapeuten suchen und auch nochmal anderswo eine andere Meinung einholen.

    Was Die Meinung von Matz angeht, möchte ich mich anschließen.
    Der Diagnoseschlüssel ist wichtig. Es muß F90. drin stehen, damit der Artzt auch was Handfestes dort stehen hat.

    Die meisten Probleme, die jemand mit ADS hat, sind meißtens eben die Komorbiditäten+Begleitstörun gen und nicht unbedingt immer in erster Linie die ADS/ADHS typischen Symptome.
    Daher erkennen viele Ärzte das ADS/ADHS erst zu spät oder auch gar nicht, weil evtl. andere Probleme viel stärker im Vordergrund stehen, als z.B. die Unaufmerksamkeit oder Ablenkbarkeit.
    Wegen so etwas begiebt man sich doch nicht in Behandlung, nur weil man häufig seinen Schlüssel verlegt oder öffter einen Auffahrunfall verursacht....

    Man begibt sich in Behandlung weil man Depressionen hat, weil man Ängste hat, weil man zu zwanghaftem verhallten neigt, weil man immer wieder Probleme auf der Arbeit hat, weil man Probleme in der Beziehung hat, weil man süchtig ist,...oder seine Emotionen nicht unter Kontrolle hat , weil man Probleme im Umgang mit anderen Menschen hat....
    ADS/ADHS ist eben ein perfekter Nährboden, auf dem sowohl der beste Salat, als auch das größte Unkraut hervorragend wachsen können.

    Wenn der Therapeut auch das ADS diagnostiziert, dann kann er dir auch Med.verschreiben.
    Aber wozu brauchst Du eine offizielle "Anerkennung" wenns nicht speziell um die Med. geht?Gibt es so etwas denn?
    Mal ganz ehrlich- was sagt Dir Dein Bauchgefühl nach all dem, was Du mitlerweile darüber weißt? Kannst Du Dich mit der Diagnose identifizieren oder nicht.
    Wenns darum geht, dem Kind einen Namen zu geben, und es für Dich stimmig ist, dann ist es ADS.
    Das weißt nur Du am besten.
    Und was diesen Tester angeht: Anhand eines Tests, kann man ein ADS nicht fest machen.
    Ein ADS/ADHS ist eine andere Art zu Leben und nicht nur das das Ergebniss eines Tests.
    Wenn die Diagnose zutrifft., dann hattest Du es schon Dein ganzes Leben lang und man wird in Deiner Biographie auch immer wieder darauf stoßen.

    10% der Menschheit sind davon betroffen und viele wissen es noch nicht mal.
    Einem Teil der Betroffenen gehts es sogar so gut damit, das diese Leute niemals Probleme deswegen bekommen werden und auch niemals darunter zu leiden haben.
    Das ist meisst alles Entwicklungsbedingt und hängt mit den Lernerfahrungen zusammen, die ein Mensch im laufe des Leben gemacht hat.
    Da aber Personen mit ADS/ADHS sich generell nicht gerne anpassen und schon immer etwas "eigen" gewesen sind, haben sie schon immer Probleme gehabt, von der Gesellschaft angenommen zu werden.
    Manchmal passt es, aber häufig leider nicht. Daher bekommen Personen mit ADS/ADHS auch jede Menge Scheiße ab, die dann eben entscheident für die weitere seelische Entwicklung ist.

    Ich hoffe ich konnte Dir mit meinem Betrag etwas helfen.
    LG Irrlicht
    Geändert von Irrlicht80 (20.07.2011 um 23:25 Uhr)

Ähnliche Themen

  1. Medikinet Retard- viele Fragen!
    Von NadineH im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
    Antworten: 42
    Letzter Beitrag: 7.07.2011, 19:16
  2. Probleme im Studium wg. zu später ADHS Diagnose, muss das dringend klären!
    Von Tuber im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 10.04.2011, 15:00
  3. Ritalin Erfahrungen und Unklarheiten
    Von Cowboylx im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
    Antworten: 15
    Letzter Beitrag: 14.03.2011, 17:25
  4. Sehr sehr starker Schlaf
    Von grepane im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 21.10.2010, 23:33

Stichworte

Thema: Diagnose! sehr viele fragen und unklarheiten. dringend im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum