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Diskutiere im Thema Können Medikamente Diagnose erschweren/verhindern? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 272

    Können Medikamente Diagnose erschweren/verhindern?

    Hi, möchte mal um eure Meinung bitten...

    Leider muss ich noch 3 Monate auf meinen Diagnosetermin warten, aber weder kann ich es mir erlauben, noch halte ich es so lange aus einfach abzuwarten und nichts zu tun.

    Deswegen überlege ich jetzt mir zumindest mal Bupropion verschreiben zu lassen, in der Hoffnung, dass mir das etwas hilft...

    Für den Fall, dass es zu gut hilft, was ja eigentlich toll wäre^^, könnte das dann die Diagnose verfälschen? Was meint ihr?

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Können Medikamente Diagnose erschweren/verhindern?

    Bupropion ist ein Spiegelmedikament, d.h. es dauert eine Weile bis die Wirkung eintritt. Bei mir hat es fast drei Monate gedauert bis sich die Wirkung komplett entfaltet hat.
    Inwiefern das die Diagnose beeinflusst, kann ich dir nicht sagen. Wenn deine Konzentration dadurch stark verbessert wird, dann kann das die Ergebnisse der Konzentrationstests verfälschen. Allerdings sind diese Tests sowieso mit Vorsicht zu genießen, weil ADHSler sich in solchen Situationen teilweise besonders gut konzentrieren können.
    Außerdem können bei Bupropion auch Nebenwirkungen auftreten, die nicht so ganz ohne sind. Ich würde es nicht einfach so zum Ausprobieren nehmen. Bei einigen Störungen (z.B Angst- und Panikstörungen, Magersucht, Alkoholsucht) kann die Einnahme von Bupropion problematisch sein. Das sollte man mit einem kompetenten Arzt bespechen.

    Auch wenn es dir schwer fällt: Warte deine Diagnose ab. Nur so kannst du die richtige Behandlung erhalten.

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 92

    AW: Können Medikamente Diagnose erschweren/verhindern?

    Ich habe das Med. auch mal genommen. Es ist in erster Linie ein Antidepressiva das die Aufnahme von Noradrenalin und Dopamin verhindert. Das muß sich aber nicht unbedingt auf das ADS auswirken.
    Ich habe das Elontril und das Mph gleichzeitig genommen. Mein Arzt meinte, es wirkt beides in unterschiedlichen Hirnregionen.
    Wenn man mit dem Elontril ADS gut behandeln könnte, dann würde mit Sicherheit nicht mehr so viel Mph verschrieben werden.
    Einfach mal so etwas zu versuchen würde ich nicht machen, schon gar nicht bei Antidep. Die müssen langsam angesetzt werden und auch wieder ausgeschlichen werden.

    Wenn Du zu Depressionen neigst, dann kann Dir der Arzt das zusätzlich verschreiben.
    Das Mph selber hilft nämlich nicht gegen Depressionen. Manchmal muß aber beides behandelt werden.

    Normalerweise sollte das Bupropion auch ein Neurologe/Psychater verschreiben oder zu mindest jemand der Erfahrung damit hat.
    Das kann zwar rein rechtlich auch der Hausarzt, aber meiner Meinung nach sollte dieser das aus Gründen der Sorgfallspflicht nicht tun. Es sei denn, er kennt sich mit Depressionen und der geeigneten Medikation sehr gut aus und kümmert sich auch um die weiteren Kontollen des Patienten.

    Aber leider verschreiben Hausärzte gerne irgendwelche Psychopharmaka, weil sie nicht wissen, was sie sonst mit ihrem Patienten machen sollen, wenn dieser zu lange auf einen Thermien warten muss.

    Nur ein Beispiel:
    Eine Feundin von mir, hat von ihrem Hausarzt eine ganze Schachtel Tavor wegen einer Panikatake verschrieben bekommen, obwohl das noch nicht ganz genau abgeklärt war.
    Das finde ich fast etwas fahrlässig. Er hätte ihr auch gleich ein paar Spritzen mit Heroin mitgeben können.
    Vom Abhängigkeitspotential her gesehen,hätte es keinen Unterschied gemacht.

    Ich kann nachvollziehen, das Dir das warten auf den Termien schwer fällt. Gerade wenn Du ADS hast, dann ist dies Typisch. Auch wenn es kein großer Trost für Dich ist: Du hast jetzt Dein ganzes Leben ohne Diagnose gelebt, da kommt es auf ein paar Monate auch nicht mehr an.

    Hoffe ich konnte Dir helfen.
    LG Irrlicht

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 272

    AW: Können Medikamente Diagnose erschweren/verhindern?

    Danke für die Antworten!
    Ich weiß leider immer noch nicht genau was ich machen soll... Das mit dem kompetenten Arzt hört sich zwar gut an, aber in der Praxis ist es ja leider nicht so einfach.^^
    Also ich habe in den letzten Jahren schon etliche Antidepressiva ausprobiert, und ich traue mir schon zu die Wirkungen und Nebenwirkungen beurteilen zu können...
    Klar, mit jedem Medikament sind Risiken verbunden, doch "nichts" zu tun hat eben auch Risiken, und die können sogar höher sein.
    Tja, leider ist man ja hinterher immer schlauer.

    Im Moment versuche ich erst mal irgendwo einen früheren Termin bei einem "kompetenten Facharzt" zu bekommen. Eigentlich wollte ich das ja heute machen... naja, morgen ist auch noch ein Tag.
    Aber es ist doch auf gut deutsch echt beschissen, dass ich jetzt, wo ich versuche das mal selbst in die Hand zu nehmen, und dem, woran ich glaube nachzugehen, überhaupt keine Unterstützung von Seiten der Ärzte und Therapeuten bekomme... Im Gegenteil kommt es mir so vor, als würde es mir noch extra schwer gemacht.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 116

    AW: Können Medikamente Diagnose erschweren/verhindern?

    Hi Evermind,

    bei der EOS-Klinik in Münster habe ich auf Anhieb innerhalb von 17 Tagen einen Diagnostik-Termin bekommen.

    LG
    Camisinho

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