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Diskutiere im Thema Negativ auf ADS... ich kann es ueberhaupt nicht nachvollziehen. im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 2

    Negativ auf ADS... ich kann es ueberhaupt nicht nachvollziehen.

    Hallo liebes Forum, ich bin neu hier und wollte mal gerne eure Meinung hoeren. Ich war schon immer ein vertrauemter Blag, bereits in der Grundschule haben meine Lehrer, meine Eltern immer wieder in die Sprechstunde gerufen, ich wuerde immer nur trauemen, wuerde meine Sachen verschlauerdern und meine Schrift waere eine Katastrophe, genauso wie meine Rechtschreibung. Mit den Jahren wurde es in meiner Schullaufbahn NICHT besser.In fast jedem Zeugnis stand drinnen, dass ich zerstreut waere und keine Ordnung halte, in Diktaten schrieb ich in der Schule meist 5er obwohl ich eigentlich oft Buecher gelesen habe.

    Im Alter von 17 verschrieb mir ein Neurologe dann Ritalin und es war mir tatsaechlich eine Hilfe auch wenn ich nicht vollkommen " normal" wurde.
    Meine Freunde haben gerne immer wieder Witze gerissen ueber meine Verplantheit und meine Vergesslichkeit(war aber nicht boese gemeint), meine Mutter hat sich darueber geaergert, dass ich einmal die Woche meinen Schluessel zu Hause vergessen habe. Als ich dann 18 wurde, musste ich bei einer Uniklinik einen Test machen, da ich nun Erwachsen bin und die Diagnose ADS ueberprueft werden musste, (als ich 17 war hat es offenbahr ausgereicht meinem Neurologen meine Zeugnisse vorzulegen und der hat mich dann muendlich nochmal ausgefragt und nach der Meinung meiner Eltern gefragt)
    Ehrlich gesagt scheint es mir teilweise so als wuerde die Uniklinik ebenfalls von einem ADSler gefuehrt werden. Als ich ein paar Wochen spaeter zum vereinbahrten Termin angerufen habe, wusste niemand mehr bescheid und die Testergebnisse waeren offensichtlich verloren gegangen, auch in den naechsten Wochen wurde nichts mehr gefunden. Frustriert habe ich mich von einer Diagnose abgewandt und mein Hausarzt hat mir dennoch hin und wieder Ritalin verschrieben.

    Ich bin jetzt mittlerweile 23 und mein Hausarzt wollte dann doch, dass ich es nun mit der ADS Diagnose nochmal versuche, heute hatte ich meinen Termin und als ich dann dort in der Besprechung war hiess es: "Hey, Sie haben ja den Test bereits gemacht"
    Tja und laut dem Test, welchen ich mit 18 gemacht habe, habe ich kein ADS, aber ich kann das im Prinzip garnicht glauben, ich bin nahezu jeder Hinsicht die Verkoerperung von ADS, alles was ich anfasse versinkt im Chaos, ich werde von allen Seiten gefragt ob ich Kiffe und meine Zeugnisse sind mit Anmerkungen bezueglich meiner chaotischen Eigenschaften ueberzogen. Der Arzt meinte nur, dass es ja sein kann dass ich als Kind ADS hatte, aber es wuerde extrem selten vorkommen, dass man als Erwachsener noch ADS hat, etwa einer von zweihundert Erwachsenen die diesen Test machen wuerden seiner Aussage nach auch tatsaechlich ADS haben. Allerdings meinte er, dass ich Anzeichen einer Psychose habe. Hier muss ich zugeben, dass da wohl etwas drann ist, zu der Zeit stand ich unter grossem psychischen Stress und ich hatte da eine Phase wo ich mich sehr seltsam benommen habe und auch in seltsamen Bahnen gedacht habe. Ich falle seit dem auch immer wieder mal in einen Zustand der Derealisation (wobei dies seit etwa 8 Monaten nicht mehr vorgekommen ist und ich glaube, dass Ritalin da irgendwie entgegensteuert)
    So oder so ich kann mir einfach nicht vorstellen kein ADS zu haben, vielleicht liegt es daran, dass ich beim Test gut abgeschnitten habe, ich habe angeblich einen IQ von 115 was ganz ordentlich sein soll. Aber ADSler sind ja nicht dumm... auch wenn sie ihre Schwaechen haben, vielleicht habe ich mich bei dem Konzentrationstest auch zu gut geschlagen, aber es war etwas neues, ich war nervoes und er hat mir einen gewissen Spass gemacht, die Konzentrationsaufgaben waren ein bisschen geformt wie ein Spiel.
    Was meint ihr?

    (Habe ne amerikanische Tastatur, deswegen habe ich kein scharfes s und muss mit ue una ae schreiben.)

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Negativ auf ADS... ich kann es ueberhaupt nicht nachvollziehen.

    Hallo Daniels,

    bei mir war es damals ähnlich. Zur ersten Diagnostik war ich bei einer 0815-Psychologin. Die meinte aufgrund einer komorbiden Depression könne die Diagnose nicht sicher gestellt werden. Weil komorbide Depressionen bei ADHS ja auch sooooooo selten sind... -.-

    Also bin zur Uniklinik in Homburg, wo es eine ADHS Spezialambulanz gibt. Das hat dann zwar fast den ganzen Tag gedauert (beim ersten mal ne halbe Stunde), aber man hat gemerkt, dass die dort nen Plan haben. Und siehe da, ich bekam die Diagnose.

    Also wenn du dir unsicher bist, keine Scheu neu testen zu lassen. Aber such dir Leute, die sich auskennen!

    Lg, Cypher

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 23

    AW: Negativ auf ADS... ich kann es ueberhaupt nicht nachvollziehen.

    Einen AD(H)S Test gibt es in dem Sinne doch gar nicht. Was für ein Test soll das sein, den die gemeint haben? Es gibt Aufmerksamkeits-/Konzentrationstest, aber ein gutes, durchschnittliches Ergebnis in denen schliesst AD(H)S nicht aus. Ein guter Tag, Koffein, Einfluss von MPH/Ritalin oder eine sehr hohe Motivation können dazu führen, dass auch ein AD(H)Sler gut konzentriert ist. Ist doch genau das, was du gesagt hast! Du hattest irgendwie Spaß und in Sachen die neu sind und dazu Spaß machen sind AD(H)Sler oft sehr gut.

    Wer kam eigentlich auf die Idee, dass mit dem 18. Geburtstag überprüft wurde, ob das ADS noch da ist und warum? Hattest du viel weniger Schwierigkeiten damit als davor? Oder mehr? Kam etwas dazu, was näher beleuchtet werden musste? Das wären auf jeden Fall ein plausible Gründe mal nachzugucken, ob die Symptomatik sich vielleicht verändert hat oder etwas zum ADS dazu gekommen ist, aber sonst ist der 18. Geburtstag genauso wenig Grund eine vernünftige ADS Diagnose aus der Kindheit zu überprüfen wie der 17., 19. oder 20. Geburtstag.

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 2

    AW: Negativ auf ADS... ich kann es ueberhaupt nicht nachvollziehen.

    Ich errinere mich ehrlich gesagt nicht mehr genau was der eigentiche Anlass war, ich glaube es lag daran, dass man als Erwachsener wohl mehr Probleme damit hat Rita verschrieben zu bekommen. Mein Neurologe wollte halt, dass ich es nochmal checken lasse. Es hatte wohl buerokratische Gruende. Der "Test" bestand aus einem Fragebogen, einem Intelligenztest und einem Konzentrationstest. Im Ergebniss wurde mir zwar gesagt, dass meine Aufmerksamkeit eher unterdurchschnittlich ist aber sich noch im Normbereich befindet, ADS sei demnach seiner Meinung nach nahezu ausgeschlossen. Von meinen Antworten im Fragebogen, welche ich eben Wahrheitsgemaess nach meinem derzeitigen Befinden beantwortet habe, schliessen die halt auf eine Psychose. Wie gesagt ich bin in dem Bereich teilweise ein wenig instabil und es gibt immer wieder Wochen in denen ich einen kleinen Rueckfall erlebe, diese Rueckfaelle kommen waehrend einer Ritalintherapie aber interessanterweise deutlich seltener vor. Das ich bei dem Intelligenztest 115 bekommen habe verwundert mich, da ich zu dem Zeitpunkt eigentlich nicht so klar denken konnte, der Konzentrationstest war fuer mich mehr ein Spiel als ein Konzentrationstest. Musste immer irgendetwas druecken als ein Laempchen geleuchtet hat. Als begeisterter Videospieler bin ich in dem Bereich schon ein wenig trainiert. Haetten die mich zuhoeren lassen, waere der Test wesentlich schlechter ausgefallen. Was mich ebenfalls ein wenig ueberrascht hat war die Aussage des Arztes, der war zwar nett, aber Recht stur war als es darum ging ADS bei Erwachsenen anzuerkennen, nach seiner Aussage ist es eine absolute Seltenheit wenn ein Kind als Erwachsener noch ADS hat. Und von all den getesteten Erwachsenen ist von mehreren hundert mal einer dabei. Es wundert mich halt weil es eine Recht bekannte Uniklinik in Muenchen war und kein Schuppen irgendwo im nirgendwo.

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.649

    AW: Negativ auf ADS... ich kann es ueberhaupt nicht nachvollziehen.

    Hallo Daniels,

    scheint ja sehr oberflächlich abgelaufen zu sein, die Testung. Eigentlich gehört dort noch Zeugnisanalyse, verschiedenste Fragebögen und biographische Interviews dazu. Die Tests sind soweit ich weiß am wenigsten aussagefähig für die Diagnose.

    Ich würde das nochmal neu in Angriff nehmen, vllt in einer anderer Klinik oder bei einem spezialisierten Facharzt.

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Negativ auf ADS... ich kann es ueberhaupt nicht nachvollziehen.

    Daniels schreibt:
    Was mich ebenfalls ein wenig ueberrascht hat war die Aussage des Arztes, der war zwar nett, aber Recht stur war als es darum ging ADS bei Erwachsenen anzuerkennen, nach seiner Aussage ist es eine absolute Seltenheit wenn ein Kind als Erwachsener noch ADS hat. Und von all den getesteten Erwachsenen ist von mehreren hundert mal einer dabei.
    Schon alleine diese Aussage zeigt, dass er sich kein Stück weit mit der Materie beschäftigt hat. Finger weg von dem N00b!!!
    Der sollte mal sein Ärzteblatt lesen:
    Deutsches Ärzteblatt: Archiv "Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS): ADHS wächst sich nicht aus" (10.05.2011)

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 34

    AW: Negativ auf ADS... ich kann es ueberhaupt nicht nachvollziehen.

    He,
    da man ein 5 Jahre altes Testergebnis für eine aktuelle Diagnosestellung gar nicht mehr benutzen darf, hinzukommend die Tatsache das insbesondere die Tests Momentaufnahmen sind deshalb eigentlich nur zur Untermauerung der aus den Fragebögen und Interviews gefilterten Fakten zur Diagnosesicherung. Leider muss die Diagnose nach Vollendung des 17. Lebensjahres erneut gesichert werden da wir in Deutschland noch immer Menschen in besonderen Positionen haben die den Standpunkt vertreten dass ADHS ADS mit dem 18. Lebensjahr weg ist.... Obwohl sowohl die neueren als auch die aelteren Studien zeigen das dem nicht so ist.

    Dennoch kann ich dir nur raten dich vllt noch mal nach einer anderen Einrichtung umzusehen, um eine neue Aussagekraeftige Diagnosstallung zu bekommen.
    Da ich in meinem Beruf selber hauefig an der Diagnosestellung von ADS lern mitarbeite kann ich nur sagen da wurde gepatzt, und das nicht zu knapp...

    Liebe Gruesse Ergo

  8. #8
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 46

    AW: Negativ auf ADS... ich kann es ueberhaupt nicht nachvollziehen.

    "aber es wuerde extrem selten vorkommen, dass man als Erwachsener noch ADS hat"
    "nach seiner Aussage ist es eine absolute Seltenheit wenn ein Kind als Erwachsener noch ADS hat."
    Die ADS bleibt in der Mehrheit der Fälle bis in das Erwachsenenalter vorhanden. Die Symptome verändern sich und man lernt mit der Störung umzugehen, wodurch es scheint, als wäre sie verschwunden. Was der Arzt erzählt stimmt nicht.

    "Im Ergebnis wurde mir zwar gesagt, dass meine Aufmerksamkeit eher unterdurchschnittlich ist aber sich noch im Normbereich befindet, ADS sei demnach seiner Meinung nach nahezu ausgeschlossen."
    Viele Ärzte haben, wenn sie an Menschen mit der AD(H)S denken, noch das Bild eines entwicklungsgestörten Kindes, welches sich überhaupt nicht konzentrieren kann, im Kopf. Aber was passiert wenn ein Kind mit der ADS überdurchschnittlich intelligent ist und von seinem Umfeld gut gefördert wird? Dieses Kind wird sehr wohl in der Lage sein sich zu konzentrieren und vielleicht auch besser als seine Mitschüler. Die ADS hat es aber immer noch. Ich kann mich nur konzentrieren, wenn mir etwas Spaß macht (z.B. Mathe ) oder ich unter Druck stehe, wie in einer Klassenarbeit oder während eines IQ-/Konzentrationstests. Eine durchschnittliche Konzentrationsfähigkeit ist keinesfalls ein Aussschlusskriterium für die ADS, erst recht nicht bei einem IQ von 115.
    Ich würde noch einmal zu einem anderen Arzt gehen, am besten zu einem Spezialisten für Erwachsene mit der ADS.

    LG
    Leander

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