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Diskutiere im Thema Seit Diagnose alles schlimmer im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
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Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 80

    Seit Diagnose alles schlimmer

    Moin an alle,

    ich hoffe Ihr könnt mir ein wenig bei meinem Problem helfen,
    ich hab vor ein paar Wochen die Diagnose auf Adhs bekommen, seitdem hab ich das Gefühl das alles irgendwie schlimmer geworden ist, also die ganzen Symptome.
    Früher hab ich das immer alles unterdrückt aus Angst als Verrückt oder schlimmeres abgestempelt zu werden.
    Jetzt will ich einfach freier damit umgehen und mich nicht mehr verstellen müssen da ich jetzt ja weiß das es so ist bei mir.
    Wenn ich mich früher immer verstellt hab damit keiner dahinter kommt das ich anderes bin, hat sich das alles extrem in mir gestaut, ich hatte dann teilweise extreme gefühlsausbrüche oder andere reaktionen um den dampf aus mich heraus zu lassen, nebenbei verwähnt, sport hat da nicht gereicht, da ich diese Energie nicht zielgerichtet einsetzten konnte.
    Ich hoffe Ihr könnt mir irgendwie weiterhelfen

    Zu mir, ich bin 22

    Mfg Chris

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 15

    AW: Seit Diagnose alles schlimmer

    Lieber Chris,

    der erste Schritt zur Heilung (nicht Gesundwerdung! zwischen Heil und Gesund liegt ein wesentlicher Unterschied) ist anzuerkennen ohne Bewertung, was ist. Das heißt icht, den Ist-Zustand gut zu heißen, sondern zu sagen: Es ist wie es ist und das ist weder gut noch schlecht.

    Die Diagnose hat dir deinen Ist-Zustand deutlich gezeigt. Jetzt kannst du entscheiden: Willst du etwas ändern oder nicht? Das sich dein Symptome zu verschlimmern scheinen, ist normal und ändert sich auch wieder. Du hast jetzt die offizielle Bestätigung, dass du krank bist und deine Verhaltensweisen mehr oder weniger abweichen von der Norm. Klar, dass du darauf jetzt besonders fokussiert bist und dadurch dein Verhalten besonders "schräg" scheint.

    Verstecken ist nie gut. Es frisst wahnsinnig viel Energie; im Laufe der Jahre immer mehr! Diese Energie inestierst du abj etzt besser in deinen Heilungsprozess wie Verhaltens und mekamentöse Therapien. Verstecke dich nicht mehr! Wie dieses Nicht-Verstecken aussieht, besprich bitte mit guten Freunden, Therapeuten und Ärzten. Oft ist es sinnvoll, sich in bestimmten Situationen und Umgebungen eine zeitlang weiter zu verstecken, bis du weißt, wie du solche Situationen besser handhaben kannst.

    Aber vielleicht bist du acu so leer und erscöpft, dass du zwingend eine Auszeit brauchst in Form beispielsweise eines stationären Klinikaufenthaltes?
    Ich kenne dich nicht und deine genaue Sitaution und kann dir daher nur allgemein raten!

    Verhaltenstherapien bzw. Psychotherapien fressen am Anfang auch wahnsinnig viel Energie. Im Unterschied zum Verstecken setzt eine Therapie im Laufe der Zeit, wenn sieerfolgreich ist, neue Energien frei und erleichtert das Leben.

    Soviel in Kürze. Alles Gute auf deinem weiteren Weg!

    Herzlich
    Santiaga

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 80

    AW: Seit Diagnose alles schlimmer

    Danke für deine Antwort, du schreibst das was ich auch dachte, bis auf die ein oder andere Stelle wo du mir eine neue sichtweise eröffnet hast.

    Das Ding ist jetzt das meine Situation aus meiner Sicht scheiße ist, kurz erklärt,
    ich hab im letzten winter meinen erweiterten real an einer tagesrealschule nachgemacht, bei der VHS, ich bin nur alle zwei wochen hingegangen da mich schon ein tag in dieser Umgebung komplet fertig gemacht hat.
    Trotzdem hab ich mit 2,33 abgeschlossen

    Danach wollte ich mein Abi machen und war bei der Einschulung, ich war zwar nur eine halbe stunde da, aber ich war danach fertig mit der welt, es ging nichts mehr, ich hab mich einfach zuhause verkrochen und wollte nichts und niemanden mehr sehen oder hören.
    Ich hatte auf gut deutsch einen totalabsturz.

    Da ich die diagnose bekommen hatte, hab ich ein intensivers gespräch mit meinem hausarzt geführt. Daraufhin will ich jetzt einen zweiten Test machen weil der erste mir zu wischiwaschi vorkam.
    Zudem sind wir zu dem entschluss gekommen das es besser ist auch auf Asperger-Autismus und RLS zu testen.
    Darüber hinaus hab ich hochsensible sinne, innerlich sowie äußerlich, also HSP und hochbegabt bin ich nach der meinung des arztes und meiner selbst auch.

    Ich bekomme noch keine Medis und es dauert auch noch bis ich den Termin zur besprechung der dosierung und co habe, leider allesamt nachdem die schule angefangen hat und ich auch nicht weiß wie ich auf die medis reagieren werde.
    Nun beziehe ich leider hartz 4 und ich weiß einfach nicht wie die darauf reagieren werden wenn ich denen sage was los mit mir ist. Das ich Adhs verdächtig bin hab ich der frau vom amt schon erzählt.
    Meine angst ist nun das ich in der schule einfach total untergehen werde(wenn du willst, kann ich dir schildern was dann in mir abgeht) und die arge kein verständnis für mich aufbringen wird und ich damit immer mehr untergehe.

    Mfg Chris

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 21

    AW: Seit Diagnose alles schlimmer

    Hallo Chris,

    es gibt Kompetentere hier, aber da Du im Augenblick in einer schwierigen Lage bist und sonst niemand antwortet, wollte ich Dir nur sagen, daß Du ja noch keine Therapie bekommst oder dies zumindest nicht erwähnt hast.
    Wenn Du wirklich "nur" ADHS hast und nicht noch irgendwas anderes, dann sollte es nach Einnahme von Methylphenidat ziemlich schnell besser werden. Möglicherweise kannst Du nach gelungener Einstellung der Dosis noch an dem Abiturkurs teilnehmen.

    Ich selbst hatte vor 40 Jahren nach dem Beginn meiner Psychoanalyse auch eine furchtbar schlechte Zeit, als mir meine Defizite bewußt geworden waren. Es wurde erst nach sehr langer Behandlung besser und nun muß ich befürchten, daß ich auch noch ADS ohne H habe, was damals nicht bekannt war. Eine Diagnose habe ich noch nicht. Meine unmittelbare Motivation hier im Forum mitzumachen ist es, einen guten Diagnostiker und ggf. Therapeuten zu finden.

    mit den besten Wünschen,

    Sisyphos

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 92

    AW: Seit Diagnose alles schlimmer

    Hallo Chris
    ich kann da Santiaga nur zustimmen - versuche Dein ADS kennen zu lernen, versuche es anzunehmen , lerne es zu steuern und zu nutzen- denn es hat durchaus Vorteile.
    Wenn Du lernst, Dich so anzunehmen wie Du bist, dann hast Du gleich eine andere Einstellung dazu.
    Es ist verständlich, das Du Dich seit der Diagnose schlechter fühlst.
    Im vergleich zu anderen, hast Du schon von vorn herein befürchtet, das etwas schlimmes bei Dir diagnostiziert werden könnte.
    Die meißten sind nach der Diagnose erst mal erleichtert, weil sie nun endlich wissen, das ihr Kind einen Namen hat und es für alles endlich eine Erklärung gibt.
    Ich denke, das Dein Problem momentan daran liegt, das Du 1. noch nicht genug positives am ADS kennen gelernt hast und 2. das Du momentan auf diese schlechte Meinung zusätzlich noch Hyperfokussierst.

    Das ist wie ein gefundenes Fressen für Dein Hirn.
    Leider ist so ein ADS/ADHS Hirn häufig etwas egoistisch und schert sich nicht immer um das seelische Empfinden seines Besitzers.
    Um Dir das zu erklären würde es etwas dauern.- Ich hab 2 Beiträge verfasst unter: Worauf bezieht sich das Aufmerksamkeitsdefizied bei ADHS? Das erklärt etwas die Arbeitsweise, so eines Hirns.

    Evtl Hilft es Dir ja, den Mechanismus etwas besser zu verstehen.

    Sag bescheid, wenn Dus Dir mal durchgelesen hast.
    Ich würde Dir dann noch etwas dazu ergänzen.

    LG Irrlicht

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 34

    AW: Seit Diagnose alles schlimmer

    N´abend,
    ich kann den anderen Beiträgen nur zustimmen. Bei mir hat die Akzeptanz für das was ich bin und wie ich bin echt geholfen. Dafür musste ich aber auch erst mal kennen lernen was und wie ich bin. Andere gegenüber zuzugeben und zu zeigen das ich anders bin und die Welt da draussen anders wahrnehme als sie war anfangs nicht einfach. Insbesondere weil mir mein Umfeld das ganze auch nicht leicht gemacht hat. Heute weiß ich - Ich bin so wie ich bin, und ich bin gut so!- Seitdem ich das erkannt habe akzeptiert auch mein Umfeld mich so wie ich bin.
    Unser größtes Problem alls ADHS´ler ist an dieser Stelle meist nur das alles nicht schnell genug geht, wir ungeduldig sind. Insbesondere dann wenn man sich so lange hinter einer Maske versteckt hat. Geduld ist aber genau das was du jetzt brauchst und natürlich Zeit. Um Dich selbst aus einem neuen Blickwinkel kennenzulernen und um dich so zu akzeptieren wie du bist,

    Such dir Menschen die dir gut tun, und dich so akzeptieren wie du bist.

    Und dabei immer locker durch die Hose atmen, wie der kleine Nick immer empfiehlt. Und nie vergessen: `Wir sind die Guten´

    Ganz liebe Grüße

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 80

    AW: Seit Diagnose alles schlimmer

    @ Irrlicht 80: Ich versuche es kennen zu lernen nur kann ich nicht klar denken den ganzen tag über. Aber ich geb mein bestes.
    Und ja ich bin erleichtert gewesen als ich wusste was es denn nun ist, aber bei dem gespräch mit meinen hausarzt sagte er mir das es besser mich auch auf asperger-autismus zu testen, mein hausarzt hat ja nur n bericht über die diagnose adhs von dem arzt bekommen wo ich war, aber naja vielleicht stand ja noch was anderes drin worauf mein arzt diese aussage gestützt hat oder diese vermutung.

    Deine zwei Beteiträge hab ich gelesen vor ein paar tagen.

    Und an dieser Stelle mal eine großen Dank an dich das du schon solch zahlreich gute beträge verfasst hast - danke!

    @ Ergo: Ich hab es so langsam akzeptiert, anderen gegenüber zugeben das ich anderes bin ist kein problem wenn mal andere da sind. Wofür brauch ich den jetzt geduld, außer für die suche eines geeigeneten Therapeuten fällt mir grad nicht ein

    Ich würde mir gerne Menschen suchen dir mir gut tun und die mich akzeptieren, nur finde ich einfach kein kontakt zu anderen, oder freundschaften aufrecht zu verhalten kann du bei mir vergessen, es kommt mir vor als ob die anderen menschen auf einer ebene kommunizieren die mir einfach nicht klar ist, zum anderen hab ich auch nicth viel interesse an anderen menschen da mich die meisten da draue0n einfach nur langweilen, ich kanns nicht anderes beschreiben, soll aber nicht abwertend anderen gegenüber wirken.

    Mfg Chris

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