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Diskutiere im Thema Fragen zur Verhaltenstherapie im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
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Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 9

    Ausrufezeichen Fragen zur Verhaltenstherapie

    hallo ihrs

    hat einer von euch erfahrungen mit verhaltenstherapie?
    was wird da genau gemacht? hat es was gebracht? bringt es in bezug auf das durchhaltevermögen was?

    ich fange nämlich im ws ein studium an und gehöre leider zu denen, die nach ein paar monaten keine lust mehr hat und am liebsten wieder abbrechen möchte


    würde mich freuen wenn mir jemand antwortet
    lg, knorke

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 86

    AW: Fragen zur Verhaltenstherapie

    Hallo knorke natürlich ist es immer gut eine Verhaltenstherapie zu machen.was du brauchst ist motivation! ich habe auch schon den ersten termin zur verhaltenstherpie bekommen.Die warte listen sind lang und du solltest dich bald umeinen termin bei einen therapeuten bemühen ! wünsch dir viel glück !

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 9

    AW: Fragen zur Verhaltenstherapie

    hi hurts
    danke für deine antwort,
    ich hoffe ich werde in der lage sein dann mal mein ding durchzuziehen!!! so kanns ja nicht mehr weitergehen!
    wann has du denn deinen ersten termin? erzähl davon. würd mich interessieren was da so alles auf mich zukommt
    lg, knorke

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 172

    AW: Fragen zur Verhaltenstherapie

    Hi Knorke,

    ich befinde mich im letzten Drittel einer Langzeit-Verhaltenstherapie. Hier mal meine ersten und auch späteren Eindrücke, vielleicht hilft dir das dabei ein Bild davon zu bekommen was dich erwartet.

    Erst kam ein Gesprächstermin. Ich war total nervös, hatte mir aber fest vorgenommen total ehrlich zu sein, weil ich unbedingt wollte dass es was bringt.
    Wir sind mein Leben im Kurzdurchlauf durchgegangen. Haben quasi abgeklappert wie mein Leben für mich war und auch was ich selbst als negative Erlebnisse ansehe usw.
    Am Ende der Stunde sagte der Therapeut zu mir, das es da so einiges gäbe was man sich mal näher anschauen könne. Ich wurde auf eine Warteliste gesetzt, mit dem Kommentar das es 6 bis 8 Monate dauern könne bis ein Platz frei wird. ABER: bis dahin zahlt die Kasse einen Termin pro Monat als Überbrückung, d.h. man muss nicht zwangsläufig im Regen stehen bis was frei wird.

    Die ersten Termine fand ich anstrengend. Totale Offenheit fiel mir schwer und dazu kam das ich emotional total eingefroren war. Ich konnte zwar erzählen, aber nicht die entsprechende Mimik oder Gestik zeigen und hatte ständig das Gefühl der könnte mich für eine Heuchlerin halten. Dass habe ich ihm auch gesagt. Er war total verständnisvoll und ich dann weniger nervös.

    Als das nächste Mal eine schwierige Situation auf mich zukam, habe ich ihn als "Mülleimer" benutzt. Ich hab rausgehauen wie es mir geht, total ungefiltert, total emotional und verstört und panisch.
    Seine Reaktion: er hat mich verstanden, für mich "Partei ergriffen" und mir klar gemacht, dass ich nicht hilflos mit der Situation leben muss, sondern was ändern kann.

    Und das ist es was die Therapie noch heute für mich ausmacht. Er muss nicht mehr bei allem für mich Partei ergreifen, tut er auch nicht, manchmal haben wir total gegensätzliche Ansichten. Doch inzwischen haben wir so ein tolles Vertrauensverhältnis aufgebaut, dass das völlig okay für mich ist, von ihm auch mal keine Zustimmung zu erhalten sondern Gegenwind.

    Was die Therapie bislang gebracht hat:
    - ich hatte endlich jemanden der "auf meiner Seite" war
    - ich konnte hingehen und all meinen negativen Ballast raushauen (ohne im Gegenzug seine Probleme anhören zu müssen
    - ich lernte Techniken die mir dabei helfen Dinge entspannt zu empfinden und anzugehen, die mich früher panisch oder total gestresst oder depressiv gemacht hätten
    - ich kann mit anderen viel besser umgehen
    - ich kann mit mir viel besser umgehen
    - wenn mal wieder ein Fragezeichen über meinem Kopf hängt, kann ich ihn fragen und er zeigt mir einen Weg wie ich das selbst lösen kann
    - ich habe negative Verhaltensmuster abgelegt
    - Selbstbewusstsein aufgebaut
    - traumatische Erinnerungen neu durchlebt (okay, das ist nicht angenehm aber wahnsinnig hilfreich um alte Wunden endlich abzuheilen!)
    - ich habe aufgehört mich ständig für jeden "Fehler" selbst an die Wand zu stellen (von wegen Erschießungskommando...)
    - Ich sehe viel mehr positive Seiten an mir selbst, an anderen, an schwierigen Situationen

    Und das ist nur ein "kurzer" Abriss.
    Mein Verhalten hat sich dahingehend geändert, das mein Leben sehr viel leichter, positiver, schaffbarer und entspannter geworden ist.
    Ich finde das war das anfängliche Unbehagen (wegen vieler Vorurteile) wert! Ich drück ganz fest die Daumen dass es bei dir auch klappt!

    Liebe Grüße, Lil

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 135

    AW: Fragen zur Verhaltenstherapie

    Ich bin seit knapp 2 Jahren in Verhaltens-Therapie und kann Teile von Lilith Bericht bestätigen. Bei mir hat es, für mich bewußt, nicht so extrem viel verändert, aber geholfen hat es dennoch.
    Aber die eigentliche Hilfe hat erst angefangen, als ich Vertrauen zu meinem Doc aufgebaut hatte und anfing, absolut ehrlich und offen zu sein. Mein Therapeut ist sicher der einzige Mensch in meinem Leben, der absolut alles von mir weiß.

    Wichtig für mich war damals, daß wir auf der gleichen Welle surfen, daß ich ihn sympatisch finde. Und es war für mich ein großartiges Erlebnis, daß ich von Anfang an das Gefühl hatte, daß er der erste Mensch ist, der mich lesen kann wie ein Buch, der meine Maske durchschaut und sehen kann, was dahinter ist.

    Ich find es auch klasse, daß ich ihn immer anrufen kann, wenn ich durchhänge. Ich hab ihm schon so oft auf den AB gesprochen und wenn es schlimm klang, rief er später auch zurück.

    Und er hat mir viele Lösungsansätze gegeben, so daß ich schon einiges an meinen Problemen lösen konnte. Es gibt immer noch reichlich, wir werden also wohl auch noch ne Zeitlang miteinander zu tun haben.

    Also alles in allem kann ich sagen, daß eine Verhaltens-Therapie enorme Vorteile mit sich bringt.

    Nachtrag: Du hattest gefragt, was da gemacht wird. Bei mir sprechen wir über mein momentanes und mein vergangenes Leben, durchleuchten vieles, ich bekomme Hilfestellungen und "Hausaufgaben", die helfen können. Und das wichtigste: ich habe jemandem, dem ich bedingungslos alles erzählen kann, was mich belastet. Alleine das ist ungeheuer befreiend!

  6. #6
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: Fragen zur Verhaltenstherapie

    Hallo zusammen,

    ich bin sehr erstaunt, wenn ich so lese, wie es euch, mit der Verhaltenstherapie geht.

    Ich hab 8 Jahre lang VT gemacht (allerdings waren die Therapieintervalle in den letzten 3Jahren sehr weit ) und ich habe nicht annähernd das raus geholt, was ihr beschreibt.
    Ich hab mich auch nie verstanden gefühlt, eher reglementiert... sie hatte sich an meinem Kochverhalten festgebissen oder mir erzählt, dass ich die Menschen falsch verstehe oder mir gesagt, dass verschiedene Ängste, die ich hatte doch logisch wären... ich kam mir regelmäßig wie ein Idiot vor...wusste nur nicht, wohin deswegen bin ich dabei geblieben...

    Gibt es unterschiedliche verhaltenstherapeutische Ansätze? Hatte die VT vllt noch eine Zusatzbezeichnung? (mal an Lilith und Talea gerichtet)

    Wäre ja auch für knorke interessant, falls es da Unterschiede gibt. Nicht dass sie an eine Therapie, wie meine gerät...

    L.G.
    happypill

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 135

    AW: Fragen zur Verhaltenstherapie

    Öhm... Zusatzbezeichnung... Nicht das ich wüßte.
    Ich hab allerdings ähnlich Erfahrungen gemacht wie Du bei meinem ersten Therapeuten (ein absoluter Volldepp, wenn man mich fragt) und habe daraufhin meine erste Therapie beendet. Und mich erst nach Jahren wieder zu einer neuen durchgerungen. Ich dachte bis dato, alle therapierenden Ärzte wären so...

    Ich würd sagen, Ihr Therapie-Verhalten war einfach nicht das richtige für Dich. Ich frag mich, ob das für irgendwen das richtige ist...

    Meiner Meinung nach hilft es einem Menschen auch kein bißchen, wenn er gesagt bekommt, was er alles falsch macht oder mit Logik kommt. Im Gegenteil, das macht es doch nur schlimmer, oder nicht?

    Ich hab mich bei meinem jetzigen Therapeuten noch nie reglementiert oder unverstanden gefühlt, ich bekomme Bestätigung. Ok, ich hab auch schon nen Einlauf bekommen, aber damit hatte er absolut recht und den hatte ich auch nötig, um wach zu werden. Aber auch darüber haben wir geredet und ich hab ihm ehrlich gesagt, was ich empfunden habe. Er hat mich dann gefragt, wie er es hätte anders machen können, wie es besser gewesen wäre. Das fand ich klasse!

    Aber ich bewundere Dein Durchhaltevermögen, Happy!

  8. #8
    hirnbeiß

    Gast

    AW: Fragen zur Verhaltenstherapie

    Ich muß das mit der VT noch angehen.
    Gibt es so etwas auch in Kurzzeit?
    Wenn ich das so lese. 8 Jahre..*graus*
    Ich bin schon alt und will nicht, dass ich in der Zwischenzeit abkratze...
    Eigentlich hätte ich es schon gerne hinter mir.
    Am liebsten Vorgestern.
    Danke für eure Beiträge. Die haben schon ein bisschen geholfen.

    LG --hirnbeiß--

  9. #9
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: Fragen zur Verhaltenstherapie

    oh je, hirnbeiß...keine Angst! Ich war nach ca. 1,5 Jahren laut KK austherapiert...keine Verlängerung. Ich habe aus blanker Verzweiflung den Rest freiwillig gemacht und aus der eigenen Tasche bezahlt.

    Aber jetzt weißt du schonmal...wenn du dich unverstanden fühlst, Therapeuten wechseln!

    L.G.
    happypill
    Geändert von happypill (24.06.2011 um 18:18 Uhr)

  10. #10
    Spasslernen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.331

    Daumen hoch AW: Fragen zur Verhaltenstherapie

    Hey Hirnbeiß,

    wenn Du ´nen Verhaltenstherapeuten kurzzeitig findest in Deiner Nähe. In meinem Heimatort ist das freie

    Therapieplatzangebot gerade geschlossen, also muß ich noch etwas warten - einmal pro Woche schaue ich auf

    das entsprechende Suchangebot, das reicht mir.

    Tschüß Hirnbeiß

    Dein Zoppotrump

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