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Diskutiere im Thema Fragen zur Verhaltenstherapie im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #11
    hirnbeiß

    Gast

    AW: Fragen zur Verhaltenstherapie

    Ja, zoppotrump.
    Ich war schon einmal bei einem Therapeuten.
    Nicht wegen ADHS, sondern einfach, weil ich mit dem Leben nicht mehr zurecht kam.
    Es war ein Desaster. Seit dem glaube ich, dass ich therapieresistent bin.
    Wenn es denn so etwas überhaupt gibt.

    LG --hirnbeiß--

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 58

    AW: Fragen zur Verhaltenstherapie

    hirnbeiß schreibt:
    Ja, zoppotrump.
    Ich war schon einmal bei einem Therapeuten.
    Nicht wegen ADHS, sondern einfach, weil ich mit dem Leben nicht mehr zurecht kam.
    Es war ein Desaster. Seit dem glaube ich, dass ich therapieresistent bin.
    Wenn es denn so etwas überhaupt gibt.

    LG --hirnbeiß--
    Ist es nicht schade, dass wir einem einzelnen Therapeuten so viel Macht geben, zu glauben, wir seien therapieresistent? Hey, es gibt auch schlechte Therapeuten! Wenn es nicht paßt - immer wechseln!! Besser nochmal ein paar Monate warten als eine Therapie zu machen, die nichts bringt.

    Nach Studien zu Therapiewirksamkeit ist es weniger entscheidend, welches Therapieverfahren der Therapeut anwendet als vielmehr, ob die therapeutische Beziehung stimmt.

    Also nicht entmutigen lassen. Gib Dir und einem anderen Therapeuten eine Chance, wenn Du wieder mal das Gefühl hat, Hilfe zu brauchen.

    LG von der Ostsee
    anica

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 172

    AW: Fragen zur Verhaltenstherapie

    Ich weiß das es sich erstmal eigenartig anhört wenn im Zusammenhang mit Therapie von Jahren gesprochen wird. Man hat ja im Hinterkopf das man mit Wehweh zum Arzt geht, der was macht oder Medis gibt und bald darauf ist alles okay.

    Ich denke mit so einem Ansatz kommt man in der VT nicht weit.
    Es hat doch auch viele Jahre gedauert den Komplex aus Verhaltensmustern/Störungen/Problemen (oder wie man es sonst nennen mag) zu entwickeln.Überlegt einfach wie alt ihr jetzt seid und fragt euch dann ob es euch einen Bruchteil dieser Lebenszeit wert gewesen wäre, wenn ihr heute die Probleme die eine VT wünschenswert machen garnicht hättet!

    Für mich war ein Drama notwendig um die Therapie anzufangen. Ich war ein "echt harter Knochen". Beim ersten Psychater bin ich nur zu drei Probesitzungen gekommen. Da war nichts drin. Ich wusste nicht einmal das ich so abgeschottet war und das darunter Probleme brodelten! Was man nicht weiß, kann man nicht erzählen und wenn man nicht für sich selbst annimmt das man Probleme hat, die eine VT erfordern, steht man sich und gleichzeitig dem Therapeuten im Weg.

    Als ich meinen zweiten Anlauf startete, war die Motivation Angst. Keine Panikattacken oder Phobien sondern Angst vor was greifbarem. Ich konnte meine Beine nicht mehr fühlen, hatte Entzündungen im Gehirn. Die Ärzte meinten entweder MS oder Psyche. Die Angst davor, durch meine Psyche erneut Entzündungen im Kopf zu bekommen und dann evtl dauerhaft nicht mehr laufen oder sehen oder sprechen oder atmen zu können war unheimlich motivierend.

    Ich denke genau da sitzt ein generelles Problem. Wir entwickeln unsere Verhaltensmuster ja nicht um uns zu schaden, sondern um uns zu schützen. Meist ist dieser Schutz Illusion, aber es ist eine Illusion die uns das Gefühl von Sicherheit gibt. Wenn ich euch sagen würde: "Hier ist eine Brücke, wir machen heute Bungee-Jumping, aber diesmal ohne Seil. Vertraut mir, da passiert nichts." Würdet ihr mir glauben und springen?

    Klingt vielleicht ein bisschen übertrieben, aber ich denke das Gefühl seine Illusion von Sicherheit angreifbar zu machen, quasi zu offenbaren dass man unbewaffnet ist, ist oft wie das Gefühl ohne Seil von dieser Brücke zu springen.
    Ohne Vertrauen geht es nicht. Vertrauen braucht Zeit und Sympathie. Okay, man fühlt sich vielleicht grundsätzlich mulmig wenn man das erste Mal vor "so einem" sitzt. Aber trotzdem kann man wahrnehmen ob der/die einem eher sympathisch oder unsympathisch ist. Dafür gibts Probesitzungen und die sollte man sich auch wirklich gönnen!
    Ist gleich ein Gefühl der Antipathie da, wird die Hürde Vertrauen aufzubauen unnötig groß, vielleicht so groß das man sie garnicht überspringen kann.

    Meine VT hatte keine Zusatzbezeichnung. Ich hab mit einer Kurzzeittherapie angefangen (26 Sitzungen) und dann verlängert.
    Es gibt verschiedene Methoden die während der VT angewandt werden können. Da kommt es auf den Therapeuten an und auch darauf welchen Eindruck er davon bekommt worauf ihr ansprechen könntet.
    Ich war z.B. vom Kopf her knallhart offen (wegen der alles vernichtenden Angst), aber meine Psyche hat sich dagegen gesperrt, was preiszugeben. Gesprächstherapie ist Teil einer VT. Kommt man mit Worten nicht an die Probleme heran, können andere Methoden angewandt werden. Z.B. Gestalttherapie. Ich hab in den ersten Zeit immer die "Hausaufgabe" bekommen, auf Papier mit einem Stift zu malen. Kein Bild. Einfach Stift aufsetzen und die Hand dahin zucken lassen wo sie hinwill, nicht steuern, nicht absetzen. Mein Gott war das ein hässliches Gezacke.

    Aber es hat was bewirkt. Es ist ja nicht nur der Therapeut dem man sich annähert. Viel wichtiger ist, dass man sich an sich selbst annähert.

    Anderes Mittel: wir haben Hypnose gemacht. Tut nicht jeder Therapeut, kann man sich aber erkundigen ob überhaupt und ob beim eigenen Fall sinnvoll usw.

    Seit kurzem machen wir EMDR.

    www.traumatherapie.de: EMDR

    Das kann bei Traumapatienten helfen. Bei mir wirkt es Wunder, ob und wie es wirkt ist aber individuell sehr verschieden. Ist auch Teil meiner Verhaltenstherapie.

    Was ich empfehlen kann:

    - nicht vom Arzt zu irgendeinem Therapeuten schicken lassen, sondern selbst suchen
    - mehr als einen ausuchen, damit gleich ein Plan vorhanden ist wie es weitergehen soll falls der erste Therapeut einem nicht zusagt
    - Sich vorher schonmal Gedanken machen worum es geht, worüber ihr sprechen wollt, was ihr gern erreichen würdet (dann wirds beim Gespräch einfacher als wenn man erst danach graben muss)
    - überlegen welche Dinge man als negativ empfinden würde, so dass sie den Aufbau Vertrauen schwer oder unmöglich machen würden
    Bei mir sind es zum Beispiel Machtspiele. Mein erster Thera wollte dominieren, hat nicht funktioniert. Vertrauen wurde total unmöglich. Dem zweiten Therapeuten habe ich gleich in der ersten Sitzung gesagt dass Machtspiele bei mir Gegenwehr auslösen, dass ich ein Verhältnis auf Augenhöhe brauche um Vertrauen aufbauen zu können. Er ist total darauf eingegangen!

    Ich denk mal hier kommen bestimmt noch mehr Tipps und Erfahrungen zusammen. Bin ja auch kein Profi und ich weiß dass so mancher leidgeprüfte Patient etliche Anläufe braucht bis er bei einem Therapeuten landet, der bei ihm was bewirken kann.

    LG Lil

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 59

    AW: Fragen zur Verhaltenstherapie

    eine Frage hätt ich an alle, die schon eine VH gemacht haben.
    Sind eure Therapeuten auf ADHS spezialisiert?

    Oder anders gefragt: gibt es eine spezielle ADHS-Verhaltenstherapie?

    lg, Mirela

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 172

    AW: Fragen zur Verhaltenstherapie

    Mein Therapeut hat keine Ahnung von ADHS, meinte er glaube nicht dass ich es hätte. (Das hat er aber auch schon von anderen Sachen gedacht, Therapeuten sind halt keine Mediziner....)
    Ich teile das auf. Mein Therapeut darf meinen Seelenmüll sortieren, auch den der sich durch ADHs angesammelt hat. Medis, weiterführendes Sachen usw. lass ich mir vom Spezialisten geben.

    Ob es eine spezielle VT dazu gibt weiß ich leider nicht.

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 135

    AW: Fragen zur Verhaltenstherapie

    Bei mir ist es so wie bei Lilith.

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 15

    AW: Fragen zur Verhaltenstherapie

    Hey,

    habe mir mal alles so durchgelesen und muss sagen, das ich noch nicht zu viel positive entwicklungen bei mir festgestellt habe durch die Thearapie.
    Ich bin jetzt seit einem Jahr da und rede auch über meinen ganzen Frust, nur ist das Problem, das ich das ohne irgendwelche Emotionen tue.
    Ich rattere meine Geschichte, Gedanken und Probleme runter aber zeige dabei kaum Mimik/Gestik...

    Sobald ich dann jedoch zu Hause bin, lasse ich es raus..

    Mich ärgert es einfach, das ich nicht bei meinem Psychlologen so bin, "wie ich bin"

    weil ich denke auch das man so vllt auch nicht weiterkommt

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 172

    AW: Fragen zur Verhaltenstherapie

    Stimmt schon, um weiter zu kommen muss man auch "aus sich rauskommen". Aber sich ärgern hilft dabei nicht. Vielleicht bist du einfach noch nicht so weit? Es klingt immer furchtbar lang wenn man sagt man macht das schon nen Jahr und kommt nicht weiter. Aber Vertrauen braucht Zeit, noch dazu wenn es um Dinge geht, in denen man eh eher verschlossen ist. Hast du mal versucht in Stichworten deine Gefühle die nach so einer Sitzung raus kommen zu notieren und das dann einfach mal zum nächsten Termin mitzunehmen?

    Manchmal muss man sich selbst ein bisschen "schubsen". Nicht zu doll, nur das es für einen kleinen Schritt reicht. Drei oder vier Stichpunkte über Emotionen die man zwar hat, aber eben gerade nicht zeigen kann, können ein guter Schritt sein. Vielleicht braucht etwas in dir erstmal das Signal vom Thera das es okay ist wenn du über deine Gefühle sprichst?

    Ich wurde mit jedem positiven Feedback vom Thera ein bisschen offener. Hat auch ewig gedauert, aber besser langsam als nie, finde ich.

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 15

    AW: Fragen zur Verhaltenstherapie

    Danke für diesen Rat.
    Muss dazu sagen, das ich darüber auch schon einmal nachgedacht hatte, es aber nie umgesetzt habe.
    Aber werde es versuchen.

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