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Diskutiere im Thema Wie habt ihr auf eure ADHS-Diagnose reagiert? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
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Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 35

    Wie habt ihr auf eure ADHS-Diagnose reagiert?

    Hallo ihr Lieben,

    mich würde mal interessieren, wie ihr auf eure ADHS-Diagnose reagiert habt?

    Ich weiß nicht ob es schon ein Thema dazu gibt. Wenn ja, bitte ich um Entschuldigung.

    LG Esther

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 56

    AW: Wie habt ihr auf eure ADHS-Diagnose reagiert?

    Ahoj Esther,

    nun ja, zuerst habe ich es nicht geglaubt, weil ich dachte das ADHS einfach nur ständiges, unkontrolliertes rumzappeln bedeutet. Das kannte ich zwar teilweise auch von mir, aber ich konnte das meistens kontrollieren. Ich sollte erwähnen, ich bin wegen einer ganz anderen Erkrankung in einer Klinik gewesen und zufällig bei einem Spezialisten gelandet, der ziemlich schnell erkannte, dass meine Erkrankung eine komorbide Störung, und mein Hauptproblem ADHS ist. Ich hatte bis dahin überhaupt keine Ahnung von der Störung. Er gab mir einen Flyer mit Fallbeispielen und hat mir ein Buch geliehen, welches ich noch in der selben Nacht gelesen habe und mir wurde klar: Ich habe ADHS, aber sowas von...

    Zuerst war ich irgendwie froh, weil das bedeutete, dass ich nicht der Totalversager war, für den ich mich selbst immer hielt. Mein Leben konnte ja gar nicht anders verlaufen. Ich habe angefangen mich kennenzulernen und zu verstehen und dachte, dass von nun an alles besser werde. Das war natürlich blauäugig, denn von allein passierte erst mal gar nichts. Der Arzt meinte, dass die ADHS bei mir so ausgeprägt ist, dass sie behandelt werden sollte und so haben wir begonnen verschiedene Medis zu probieren. Nur habe ich mich nicht wirklich an Einnahmezeiten gehalten, kam - wenn überhaupt - fast immer zu spät zur Medikamentenausgabe und nach meiner Entlassung habe ich die Behandlung auch irgendwann wieder abgebrochen, sprich meine compliance ließ zu wünschen übrig. Das war ein Fehler! eine Störung die sich so massiv auf alle Lebensbereiche auswirken kann sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen, aber so bin/war ich eben.

    Es hat lange gedauert, aber je mehr ich über die Erkrankung und mich erfahren habe, desto klarer wurde mir, dass es ohne Behandlung bei mir nicht geht und habe mich nun wieder in Therapie begeben.

    Zusammenfassend würde ich sagen, dass die ADHS-Diagnose vieles in meinem Leben, einem Verhalten, viele meiner Schwächen und Stärken und vor allem meine ganze Vergangenheit erklärt - und das hat eine riesige Last von mir genommen. Anfangs mochte ich mich sogar wieder ein wenig mehr. Heute ärgere ich mich, weil diese Störung nicht schon viel früher bei mir erkannt wurde. Im Rückblick gab es die Anzeichen seit meiner frühen Kindheit. Mir wäre vieles erspart geblieben und ich müsste heute nicht mit den komorbiden Erkrankungen leben, die sich im Laufe der Zeit hinzugesellt haben. Aber ich versuche einfach das Beste daraus zu machen statt herumzuheulen.

    LG
    oliver

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.649

    AW: Wie habt ihr auf eure ADHS-Diagnose reagiert?

    Hi Esther,

    für mich kam die Diagnose relativ überraschend und erst war ich geschockt. Und auch deprimiert wegen all der Dinge die kontinuierlich schiefgelaufen sind.
    Dann erleichtert (durch den roten Faden, der sich ergeben hat), und mittlerweile schwankt meine Stimmung zu dieser Diagnose zwischen hoffnungslos und hoffnungsvoll- je nachdem wo ich gerade stehe. Habe die Diagnose nun schon mehr als 2 Jahre.

    Insgesamt bin ich froh über die gezielteren Behandlungsmöglichkeiten, die ich jetzt nutze (Medikament u. Therapie)- anderseits weiß ich leider auch, dass die Symptome bleiben werden und die Behandlung ihre Grenzen hat.

    Sehr positiv ist, dass ich mich selbst besser akzeptieren kann so wie ich bin, auch wenn das mein Umfeld leider nicht so tut....aber immerhin.

  4. #4
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 202

    AW: Wie habt ihr auf eure ADHS-Diagnose reagiert?

    ich war erleichtert, weil ich ENDLICH wusste was los ist und nun erklärungen hatte.

    aber es folgte ernüchterung, weil das ads bei mir wesentlich schlimmer geworden ist und es hier vor ort fast keine therapiemöglichkeiten gibt und die vorhandenen ausgeschöpft sind.

    für einen couch fehlen mir die finanzen, aber, ich werde beim versorgungsamt zu gegebener zeit einen verschlimmerungsantrag stellen und sollte ich auf mindestens 50% kommen, einen antrag auf ein persönliches budget stellen. wenn dem entsprochen wird, bekomme ich hoffentlich einen finanziert.

    AD(H)S Selbsthilfe Münster - Persönliches Budget

  5. #5
    Mistvieh

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 575

    AW: Wie habt ihr auf eure ADHS-Diagnose reagiert?

    ich hab es erst nicht geglaubt, da ich bezüglich ADHS sehr Klischeebelastet war, und der Ansicht war diese Klischees nicht zu erfüllen - inzwischen lernte ich aber weitere ADHSler kennen welche ebenfalls entsprechende Klischees nicht erfüllen.

    Klar, ich wußte zwar daß ich anders bin als die anderen kleinen Mädchen, aber daß ich ein "Zappelphillipsyndrom" hätte, war mir neu.

    Viele Grüße

    Lumpi

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