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Diskutiere im Thema Unsicherheit über Diagnose im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 13

    Frage Unsicherheit über Diagnose

    Hallo!

    Ich befinde mich momentan in einer psychologischen Klinik und wurde von einer Patientin auf dieses Forum aufmerksam gemacht, da bei mir während des Aufenthalts die Diagnose ADHS in den Raum gestellt wurde. (Tests, Beobachtungen, Gespräche, Biografie)

    Je mehr ich aber darüber lese desto unsicherer bin ich mir, ob dies wirklich so ist oder eventuell einfach eine große Anzahl an Störungen/Neurologischen Abweichungen vorliegen, die insgesamt den Eindruck erwecken ADHS zu sein.

    Ich weiß nicht, ob es wirklich viel bringt, aber ich dachte mir, dass ich einfach mal beschreibe wie ich mich selbst erlebe - und überwiegend auch von anderen erlebt werde - und entwickelt habe.

    Der Text ist extrem lang, aber ich habe das Gefühl, alles andere würde dem nicht gerecht werden, was ich vermitteln möchte und auch wenn es komisch klingt, das ist nur das Wesentliche. Und es ist mir, auch wenn es wohl eh kaum geglaubt wird auch extrem peinlich das überhaupt zu schreiben...




    In meiner Kindheit war ich eher schüchtern und zurückhaltend. Durch meine Mutter weiß ich, dass ich immer aneckte und keine Freunde finden konnte. Ich selbst erinnere mich auch noch an ein starkes Gefühl des anders sein. Ich muss gleich dazu sagen, dass ich auch damals schon - genauso wie noch heute - der Ansicht war, dass meine Mutter nicht in der Lage war und ist Kinder zu erziehen.
    Dies führte insgesamt zu einer eher lieblosen, gewalterfüllten, autoritären Erziehung.
    Meine Eltern ließen sich scheiden, als ich 8 war.

    In der frühen Kindheit war ich durchaus schon sehr viel selbstständiger als andere Kinder. Ich habe mir schreiben, lesen und rechnen bereits mit 4 Jahren überwiegend selbstständig beibringen können und war auch nie im Kindergarten. Nach einigen Tests in einer Vorschule wurde ich dann mit 5 Jahren eingeschult.(Allgemein bin ich Autodidakt, bei allem. Damit meine ich, dass ich ohne Bücher und Lehrer meist völlig unbekannte Themen durch Denken und Testen erlerne)

    In der Schule war ich offenbar sehr verhaltensauffällig, da der Stoff für mich natürlich nur Wiederholung von Dingen war, die ich schon lange kannte. Ich alberte rum und störte viel. Ich sollte dann die 2. Klasse überspringen, was meine Eltern aber aufgrund meines Alters nicht wollten. Es war also nicht der Fall, dass ich mich nicht konzentrieren konnte oder nicht lernen konnte.

    Es war viel mehr, dass ich Unterrichtsinhalte aufnahm ohne primär zuzuhören(Also nebenbei). Das hat sich auch nie geändert. Ich habe nie aufgepasst, nur geredet oder Karten gespielt und trotzdem unbewusst alles mitbekommen. Themen die mich nicht interessierten blieben aber nicht hängen.

    So bin ich z.B. geografisch total unfähig, da es für mich schon immer unnützes Wissen war, da man Karten besaß = Ineffektiv(Sehr wichtiges Merkmal meines Denkens).

    In meiner Kindheit und Jugend fühlte ich mich generell anders. Andere Menschen kamen mir vor wie in Zeitlupe(langsames Denken, langsames reagieren und handeln).

    Zusammenhänge erschlossen sich mir immer ohne auch nur eine Sekunde darüber nachzudenken. Technische Geräte konnte ich intuitiv schon immer einfach bedienen, auch wenn ich davon vorher noch nie etwas gehört habe.

    Was aber auffällig gegensätzlich zu ADHS ist: Ich konnte Stundenlang monotone Dinge machen. Meist liefen diese dann hintergründig ab und ich war nebenbei mit anderen Dingen im Kopf beschäftigt.
    In Tests in der Schule blühte ich ebenso auf, denn ich liebte Herausforderungen. Oft bekam ich aber schlechte Noten in z.B. Mathe, da meine Lösungswege für den Lehrer nicht nachvollziehbar waren und ich dann deren Meinung nach wohl abgeschrieben habe.
    Mit Formeln konnte ich auch nie etwas anfangen, aber ich verstand den Sinn hinter den Rechnungen eh ohne besser.

    Durch die Scheidung meiner Eltern und ein neues Dorf, in dem ich nie Anschluss fand sanken meine schulischen Leistungen drastisch ab und ich landete auf der Hauptschule. Ich regte Lehrer regelmäßig auf, da ich nicht das erreichte, was sie mir potentiell zutrauten und ich hatte einfach keine Lust, da alles irgendwie uninteressant war.

    Das Ergebnis der Schulzeit war, dass ich nach 10 Jahren nie Hausaufgaben machen oder Aufpassen im Unterricht und 5en im mündlichen Bereich noch grade so den Realschulabschluss erreichte.

    Sozial gesehen war meine Kindheit eine Katastrophe, da ich mich überhaupt nicht integrieren konnte. Ich wurde allgemein nicht verstanden und konnte andere auch nicht verstehen. Ich wurde zum Menschenhasser. Habe viel Vandalismus betrieben, früh angefangen zu rauchen und zu trinken und eigentlich allgemein nur am Müll machen.

    Intellektuell gesehen hatte ich immer das Gefühl, dass selbst Erwachsene und besonders Mitschüler zurückgeblieben waren. Ich will nicht, dass das eingebildet klingt, aber ich habe einfach nie verstanden, wieso andere Zusammenhänge nicht sahen wo ich sie sah und meine Logik nicht verstanden. Denn jedes Mal, wenn meine Ansichten genauer analysiert wurden behielt ich recht.

    Hinzu kam mit der Zeit ein seltsames Gefühl, dass meine Intuition immer richtig war. Und im nachhinein betrachtet hat sich dies auch bewahrheitet. Inzwischen ist mir aufgefallen, dass durch Wahrscheinlichkeiten und Kausalität jeder darauf kommen kann, nur denk ich da nicht drüber nach.

    Problematisch wurde dann alles ab ca. dem 16. Lebensjahr. Ich wurde immer desorganisierter, habe immer mehr soziale Phobien und Ablehnung gegen "Die Masse" entwickelt. Schulisch hat sich alles auch schlecht entwickelt, ich habe ein Fachabitur angefangen konnte es dann nach 4 Jahren aber nur noch abbrechen.

    Glück war dann für mich, dass ich bereits mit 12 Jahren angefangen habe mir das Programmieren beizubringen und bis zu dem Zeitpunkt beinahe alle gängigen Sprachen beherrschte und da schon mehr technisches Know-How hatte als die meisten studierten mit langer Berufserfahrung. Dadurch kam ich dann nach einem Jahr Praktikum an eine Ausbildung als Fachinformatiker.

    Parallel dazu hat sich in mir einiges geändert. Ich war irgendwie schon mein Leben lang auf der Suche nach meinem Charakter, habe ständig Freundeskreise und ganz besonders mein Verhalten immer geändert. Dadurch haben sich viele negative Aspekte entwickelt, die ich heutzutage aber ganz positiv nutzen kann.

    Ich habe sehr viel über menschliches Verhalten gelernt. Dadurch habe ich mit Vorliebe Menschen manipuliert und geändert.
    Ich hatte immer ein Gespür dafür, was in Menschen vorgeht und was bestimmte Situationen bei ihnen auslösen wird. Eine schon fast hellseherische Intuition. Denn was meine Vermutungen über Menschen und deren Zukunft/Gefühle/Gedanken anging lag ich immer wenn ich es denn erfahren habe absolut richtig.

    Ähnlich geht es mir häufig bei Wissen. Dinge die ich noch nie gehört/gelesen oder gesehen habe sind wenn ich gefragt werde sofort da und ich plapper die Antwort einfach heraus. Erst im nachhinein fällt mir dann auf, dass ich das eigentlich nicht weiß. Auch hier ist die Rate bei über 95% und das nicht nur bei simplen Themen sondern meist eher bei recht komplexen Wissenschaftlichen Themen, die man sich durch Logik und/oder Grundwissen erschließen kann.

    Dazu kommt, dass ich eine andere Wahrnehmung als andere Menschen habe. Ich habe das Gefühl viel mehr Nuancen in allen Sinnen wahrzunehmen. Ich kann kleingedruckte Bücher aus 4m Entfernung ohne Probleme lesen. Höre viel lauter als andere, was z.B. dazu führt, dass ich sehr leise spreche, da es mir vorkommt als würde ich schreien, wenn andere dies als "Angemessen" empfinden. Und meine Haut ist auch überempfindlich.

    Davon hört sich einiges sehr eingebildet an und ich habe bisher deshalb oft Ablehnung erfahren bis nahe stehende Personen erkannt haben, dass dies wirklich so ist. Grade für Ärzte scheine ich ein Rätsel zu sein ;-) (Völlig unerklärliche und unlogische Testergebnisse)

    Inzwischen ist das alles noch viel ausgeprägter. Ich habe das Gefühl, dass mein ganzer Körper auf Hochleistung läuft und das immer. Egal wobei. Mein Stoffwechsel ist etwa 6x schneller als bei dem Durchschnitt(Ärztlich nachgewiesen). Mein Puls ist immer bei ca 110, aber er steigt auch bei Anstrengung nicht.
    Medikamente und Stoffe wie Alkohol werden so schnell abgebaut, dass meist gar nichts bei mir wirkt(Meist erst ab 2-3-Facher Dosis für Personen meiner Statur). Ich kann massen Fett und Zucker zu mir nehmen ohne zuzunehmen, trotz Bewegungsmangel.

    Mein Denken nicht mehr kontrollierbar, da zu viel gleichzeitig gemacht wird. Und viele Dinge, die andere Menschen konzentriert machen müssen passieren bei mir ausschließlich unterbewusst. Ich bin z.B. wenn ich geweckt werde in der Lage komplexe Gespräche mit jemanden zu führen ohne aufzuwachen. Passiert alles im Unterbewusstsein...
    Danach erinnere ich mich an nichts. Das hat in der Klinik hier z.B. auch schon dazu geführt, dass die denken, dass ich die verarsche, da ich ja "wach" bin und dann trotzdem nicht aufstehe

    Plane ich ein sehr umfangreiches Projekt, dann denke ich nicht darüber nach wie es läuft, sondern mache einfach den Plan ohne nachzudenken. Wenn ich ihn mir danach ansehe, dann fällt mir meist auf, dass alles bis ins kleinste Detail durchdacht ist. Das hat mir auf der Arbeit einige Vorteile gebracht, da ich bisher immer alle damit begeistern konnte.

    Genauso bin ich in der Lage z.B. in einem Unternehmen alle Arbeitsprozesse zu optimieren, damit das Unternehmen effizienter arbeitet. Hat auch viel positives.

    Oh und meine Fantasie und Vorstellungskraft ist auch sehr stark ausgeprägt. Kreativität natürlich auch.

    Neue Dinge lerne ich auch rein intuitiv. Ich bin inzwischen so an mein Unterbewusstsein gewöhnt, dass ich kaum noch bewusst über Dinge nachdenke um mir neues Wissen anzueignen, da es einfach nach dem Queerlesen vorhanden ist. Natürlich nicht in allen Bereichen oder wenn nicht genug Basiswissen vorhanden ist.

    Das ganze hört sich bestimmt bis hier hin ganz toll und überheblich ;-) an. Durch diesen ganzen Mist bin ich aber absolut lebensunfähig.

    Ich habe mit 10 schon lange durchschaut, dass Erwachsene meist weniger Ahnung haben als ich. Man wird aber nicht ernst genommen... Und später als Klugscheißer abgetan ;-)

    Beziehungen zerstöre ich, da ich jede Stimmungsschwankung des Partners sofort spüre. Die Ursache mir auch klar ist und ich versuche diese Fehler zu beseitigen. Ich versuche Probleme schon LANGE bevor sie da sind zu ersticken. Der Partner erkennt dies natürlich nicht und fühlt sich dadurch schlecht. Das Verhalten wird fortgesetzt und am Ende habe ich zwar bisher immer recht behalten aber kann dieser Person nicht mehr vertrauen.

    Die Gesellschaft macht mich auch völlig krank, denn auf unserer Welt funktioniert gar nichts. Geld, Macht und Gier beherrschen alles. Es werden unlogische Entscheidungen getroffen. Es wird nicht ökonomisch gearbeitet. Technologie schreitet viel viel zu langsam voran um Geld zu verdienen. Es werden Kriege aus Vorwänden angefangen.

    Wir werden permanent belogen. Politiker sind nicht fähig auch nur irgendetwas richtig zu machen(Ist klar, wenn man dafür bezahlt wird). Die Menschen haben Angst vor einem nicht vorhandenem Terror um Meinungsfreiheiten zu unterbinden. Freiheiten werden mit (so UNSINNIGEN!!!!) Lügen beschnitten.

    JEDES klassische Medium ist inzwischen reines Propagandamittel. Wirtschaftliche Interessen sind mehr Wert als Menschenleben... Und noch 1000 andere Dinge. Die mich einfach immer und immer wieder aufregen.

    Ich bin nicht einmal in der Lage wirklich in Worte zu fassen wie ich diese Welt sehe. Für mich fühlt es sich so an, als wären alle blind. Und intellektuell fortgeschrittene Personen sind leider sehr rar. Aber wenn es dann mal welche gibt, dann verstehen wenigstens diese nach ewigen Erklärungen meine Sicht der Dinge, aber auch nur nach langen langen Diskussionen.

    Das alles scheint inzwischen zu viel für meinen Körper zu sein. Ich bin nicht mehr in der Lage mich noch zu konzentrieren oder strukturierte Dinge zu erledigen. Chaotisch war ich schon immer irgendwie, aber ich kann nicht mehr richtig nachdenken... Die Themen zappen wild herum...

    Ich vergesse Dinge, die mir nicht wichtig erscheinen, da mein Hirn nur relevante Dinge abspeichert.

    Ich habe vergessen zu erwähnen, dass sich mein Sozialverhalten geändert hat. Denn durch mehr Wissen kam irgendwann auch mehr Verständnis. Ich habe jetzt genau das Gegenteil. Ich möchte am liebsten alles und jeden "reparieren" und empfinde unsere Gesellschaft und deren "angesehenen Normen" einfach nur als absolut abartig, pervers und hirnlos/ineffektiv und will das ändern!

    Lösungen habe ich natürlich auch für fast alles, die aber bei normalen Menschen nicht ankommen, da dort im Kopf irgendwas zu fehlen scheint um das zu verstehen...

    Mich selbst optimiere ich auch ständig. Jahrelange Verhaltensmuster kann ich von heute auf morgen für immer ablegen, wenn ich das Problem erkannt habe und eine gedankliche Lösung dafür habe.
    Sucht ist bei mir auch eher eine Sache der Lust. Wenn ich nicht wirklich einen Sinn dahinter sehe etwas zu unterlassen hat man mir schon bei EINIGEN Dingen Sucht nachgesagt. Die ich dann irgendwann einfach aufgehört habe. Ohne Rückfälle oder Suchtdruck o.Ä.

    Psychologische Probleme bei Menschen die mir begegnen will ich ebenfalls korrigieren. Das alles führt dazu, dass ich mir nur noch Sorgen mache und für alles Lösungen suche. Und die Lösungen müssen für mich natürlich auch sehr effizient und "perfekt" sein.

    Das alles hat dann zu Depressionen geführt. Die Sorge zu genereller Angst. Gesellschaftliche zwänge zu Druck. Das Nachdenken zu massiven Einschlaf- und Durchschlafstörungen und zu zig psychosomatischen Beschwerden. Eventuell auch zu Persönlichkeitsstörungen, aber ich habe immer das Gefühl nichts wirklich zu haben. Denn ist es erst entdeckt und ich weiß wie das richtige Verhalten ist, dann ist die "Störung" auch weg.

    Ich weiß gar nicht worauf ich genau hinaus will. Ich denke einfach, dass ich jetzt hier mit ADHS "abgespeist" werde. Das Gefühl in mir ist aber nach dem Lesen darüber, dass ich bei vielen Dingen zu atypisch bin. Außerdem scheine ich für die Ärzte auch zu untypisch auf alles zu reagieren und es wirkt alles nicht stimmig...

    Keine Ahnung was ich mir erhoffe :-D
    Vielleicht gibt es ja jemanden hier, der sich ähnlich fühlt.

    Wie schon öfter gesagt, mir ist klar, dass dies für viele viele Menschen alles sehr überheblich klingt oder der Meinung sind, dass ich einfach seltsame Ansichten habe. Mein bisheriges Leben hat mir aber mit all den Dingen nur recht gegeben. Als sehr intelligent angesehene Leute sind meist a) in der Lage was ich sage irgendwann nach zu vollziehen und können es dann nicht widerlegen und b) auch der Meinung, dass ich ziemlich von der Norm abweiche.

    Eventuell bin ich aber auch einfach nur Größenwahnsinnig

    Nunja... Ist bei dieser Konstellation wohl ADHS oder eher etwas anderes wahrscheinlich? Geht es wenigstens irgendjemanden im Ansatz ähnlich? Ich habe echt das Gefühl extrem abnormal zu sein...

    Falls sich da jemand durchgewühlt hat: Respekt :-D

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 5

    AW: Unsicherheit über Diagnose

    Wow, das klingt als wärst du unecht. Wie einer dieser Superhelden aus den Comics, die ich lese :-)

    Ich könnte mir schon vorstellen, daß du ADHS hast - wobei ich das jetzt auch nicht so als Krankheitsbild sehe. Man gibt einer Gruppe von Symptomen eben einen Namen, damit man es irgendwie nennen kann und vielleicht therapieren.

    Deine Unorganisiertheit geht ja so in die Richtung, auch die Tatsache (wenn ich das so richtig verstanden habe) daß bei Dir oft mehrere Gedankenprozesse gleichzeitig ablaufen, du vor lauter Denken nicht schlafen kannst - dieses generelle Gefühl des Getrieben-Seins.

    Innere Rastlosigkeit mein ich. Es gibt ja anscheinend auch einen Zusammenhang zwischen Hochbegabung und ADHS, vielleicht geht das bei Dir in die Richtung.

    Ehrlich gesagt hätt ich da mal so einen ganz profanen Vorschlag für Dich für den Du mich wahrscheinlich schlagen würdest, wenn Du könntest.....

    - wie wärs, wenn Du Dich einfach in Ruhe läßt und Dich nicht als irgendwie krank klassifizierst?

    Mir scheint, Du bist hyperintelligent, irgendwie besonders eben - warum schreibst Du nicht Romane oder so? Würde Deine ganzen Theorien bestimmt lesen!!

    Wenn Du Dich mit Dir selbst entspannen könntest, Dich so nehmen wie Du bist - und nicht irgendeine mal wieder optimierte Version von Dir - könnten die Dinge dann nicht vielleicht einfach sein?

    Entschuldige vielmals, daß ich Dir hier so Ratschläge gebe, die man ja immer ungefragt von Hinz und Kunz bekommt, obwohl man nie darum gebeten hat.

    Kam mir nur gerade so in den Sinn, denn ich glaube "anders-sein" ist immer schwierig und das kann man glaube ich manchmal nur durch ein gerüttelt Maß an
    Selbstakzeptanz ins Lot bringen.

    Bla bla bla...
    Ich hör jetzt mal auf.

    Dir alles Liebe,
    keine Ahnung

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 13

    AW: Unsicherheit über Diagnose

    Hey,

    nein ich finde Ratschläge gut. Ich würde gerne irgendwie mit mir klar kommen so wie ich bin!

    Ich habe nur das Gefühl, dass je mehr ich weiß desto weniger komme ich zur Ruhe. Aber ich kann nicht damit aufhören neues Wissen zu suchen. Ich bin fast schon süchtig danach. Ich will alles verstehen und dann verbessern. Früher war das okay, ich fand es toll, dass ich so einen guten Multifokus besitze. Inzwischen fühle ich mich als ob man mich auf "Vorspulen" gestellt hat.

    Dazu kommt, dass ich mit niemanden über die Dinge reden kann, die mich bewegen, denn es scheint niemand zu verstehen.

    wie wärs, wenn Du Dich einfach in Ruhe läßt und Dich nicht als irgendwie krank klassifizierst?
    Das würde ich sehr gerne!! Wirklich! Ich habe früher gedacht ich bin abnormal. Dann kam eine Phase in der ich ganz zufrieden damit war. Dann kamen die psychischen Probleme und die Psychosomatik, da ich einfach nicht mehr die Ausdauer habe. Mein Vorgesetzter meinte zu mir: "Ich verstehe dich echt nicht. Die ersten 60-70% eines Projektes sind immer faszinierend überragend und effizient aber dann geht alles im Chaos unter". Alles bis zur absoluten Aufgabe und Selbstmordgedanken. Nur durch die Familie meiner Ex-Freundin habe ich es geschafft mich dazu zu überwinden in eine Klinik zu gehen.

    Das sah Anfangs auch alles gut aus. Dann hieß es, dass keiner eine Ahnung hat wo man bei mir ansetzen sollte. Bin nun 2 Monate hier und es ist nicht einmal der Ansatz einer Idee vorhanden wie mir geholfen werden soll.

    Falls du mehr Ideen hast bitte immer her damit. Manchmal sieht man selbst einfach den Wald vor lauter Bäumen nicht. Deshalb habe ich hier überhaupt geschrieben. Im echten Leben kann man das ja niemanden erzählen. Selbst wenn ich nur Auszüge erzähle werde ich für Wahnsinnig erklärt, da mir keiner glauben will. Nur in meinem Beruf konnte ich bisher gut damit umgehen, doch dann scheitere ich immer an den einfachen Dingen und inzwischen ist die Ausdauer auch einfach weg...

    Ach ja...
    Wow, das klingt als wärst du unecht. Wie einer dieser Superhelden aus den Comics, die ich lese :-)
    Ich komme mir auch völlig unecht vor! Wie gesagt, mir ist klar, dass das ziemlich überheblich klingt. Ich habe das früher auch immer abgelehnt. Das Leben hat aber bisher gezeigt, dass es irgendwie so ist. Dafür scheitere ich ständig an den simpelsten Dinge. Was eine Ironie!

    Danke! Dir auch!
    Geändert von stranger (18.06.2011 um 16:20 Uhr) Grund: Was vergessen

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 86

    AW: Unsicherheit über Diagnose

    stranger schreibt:
    Hallo!

    Ich befinde mich momentan in einer psychologischen Klinik und wurde von einer Patientin auf dieses Forum aufmerksam gemacht, da bei mir während des Aufenthalts die Diagnose ADHS in den Raum gestellt wurde. (Tests, Beobachtungen, Gespräche, Biografie)

    Je mehr ich aber darüber lese desto unsicherer bin ich mir, ob dies wirklich so ist oder eventuell einfach eine große Anzahl an Störungen/Neurologischen Abweichungen vorliegen, die insgesamt den Eindruck erwecken ADHS zu sein.

    Ich weiß nicht, ob es wirklich viel bringt, aber ich dachte mir, dass ich einfach mal beschreibe wie ich mich selbst erlebe - und überwiegend auch von anderen erlebt werde - und entwickelt habe.

    Der Text ist extrem lang, aber ich habe das Gefühl, alles andere würde dem nicht gerecht werden, was ich vermitteln möchte und auch wenn es komisch klingt, das ist nur das Wesentliche. Und es ist mir, auch wenn es wohl eh kaum geglaubt wird auch extrem peinlich das überhaupt zu schreiben...




    In meiner Kindheit war ich eher schüchtern und zurückhaltend. Durch meine Mutter weiß ich, dass ich immer aneckte und keine Freunde finden konnte. Ich selbst erinnere mich auch noch an ein starkes Gefühl des anders sein. Ich muss gleich dazu sagen, dass ich auch damals schon - genauso wie noch heute - der Ansicht war, dass meine Mutter nicht in der Lage war und ist Kinder zu erziehen.
    Dies führte insgesamt zu einer eher lieblosen, gewalterfüllten, autoritären Erziehung.
    Meine Eltern ließen sich scheiden, als ich 8 war.

    In der frühen Kindheit war ich durchaus schon sehr viel selbstständiger als andere Kinder. Ich habe mir schreiben, lesen und rechnen bereits mit 4 Jahren überwiegend selbstständig beibringen können und war auch nie im Kindergarten. Nach einigen Tests in einer Vorschule wurde ich dann mit 5 Jahren eingeschult.(Allgemein bin ich Autodidakt, bei allem. Damit meine ich, dass ich ohne Bücher und Lehrer meist völlig unbekannte Themen durch Denken und Testen erlerne)

    In der Schule war ich offenbar sehr verhaltensauffällig, da der Stoff für mich natürlich nur Wiederholung von Dingen war, die ich schon lange kannte. Ich alberte rum und störte viel. Ich sollte dann die 2. Klasse überspringen, was meine Eltern aber aufgrund meines Alters nicht wollten. Es war also nicht der Fall, dass ich mich nicht konzentrieren konnte oder nicht lernen konnte.

    Es war viel mehr, dass ich Unterrichtsinhalte aufnahm ohne primär zuzuhören(Also nebenbei). Das hat sich auch nie geändert. Ich habe nie aufgepasst, nur geredet oder Karten gespielt und trotzdem unbewusst alles mitbekommen. Themen die mich nicht interessierten blieben aber nicht hängen.

    So bin ich z.B. geografisch total unfähig, da es für mich schon immer unnützes Wissen war, da man Karten besaß = Ineffektiv(Sehr wichtiges Merkmal meines Denkens).

    In meiner Kindheit und Jugend fühlte ich mich generell anders. Andere Menschen kamen mir vor wie in Zeitlupe(langsames Denken, langsames reagieren und handeln).

    Zusammenhänge erschlossen sich mir immer ohne auch nur eine Sekunde darüber nachzudenken. Technische Geräte konnte ich intuitiv schon immer einfach bedienen, auch wenn ich davon vorher noch nie etwas gehört habe.

    Was aber auffällig gegensätzlich zu ADHS ist: Ich konnte Stundenlang monotone Dinge machen. Meist liefen diese dann hintergründig ab und ich war nebenbei mit anderen Dingen im Kopf beschäftigt.
    In Tests in der Schule blühte ich ebenso auf, denn ich liebte Herausforderungen. Oft bekam ich aber schlechte Noten in z.B. Mathe, da meine Lösungswege für den Lehrer nicht nachvollziehbar waren und ich dann deren Meinung nach wohl abgeschrieben habe.
    Mit Formeln konnte ich auch nie etwas anfangen, aber ich verstand den Sinn hinter den Rechnungen eh ohne besser.

    Durch die Scheidung meiner Eltern und ein neues Dorf, in dem ich nie Anschluss fand sanken meine schulischen Leistungen drastisch ab und ich landete auf der Hauptschule. Ich regte Lehrer regelmäßig auf, da ich nicht das erreichte, was sie mir potentiell zutrauten und ich hatte einfach keine Lust, da alles irgendwie uninteressant war.

    Das Ergebnis der Schulzeit war, dass ich nach 10 Jahren nie Hausaufgaben machen oder Aufpassen im Unterricht und 5en im mündlichen Bereich noch grade so den Realschulabschluss erreichte.

    Sozial gesehen war meine Kindheit eine Katastrophe, da ich mich überhaupt nicht integrieren konnte. Ich wurde allgemein nicht verstanden und konnte andere auch nicht verstehen. Ich wurde zum Menschenhasser. Habe viel Vandalismus betrieben, früh angefangen zu rauchen und zu trinken und eigentlich allgemein nur am Müll machen.

    Intellektuell gesehen hatte ich immer das Gefühl, dass selbst Erwachsene und besonders Mitschüler zurückgeblieben waren. Ich will nicht, dass das eingebildet klingt, aber ich habe einfach nie verstanden, wieso andere Zusammenhänge nicht sahen wo ich sie sah und meine Logik nicht verstanden. Denn jedes Mal, wenn meine Ansichten genauer analysiert wurden behielt ich recht.

    Hinzu kam mit der Zeit ein seltsames Gefühl, dass meine Intuition immer richtig war. Und im nachhinein betrachtet hat sich dies auch bewahrheitet. Inzwischen ist mir aufgefallen, dass durch Wahrscheinlichkeiten und Kausalität jeder darauf kommen kann, nur denk ich da nicht drüber nach.

    Problematisch wurde dann alles ab ca. dem 16. Lebensjahr. Ich wurde immer desorganisierter, habe immer mehr soziale Phobien und Ablehnung gegen "Die Masse" entwickelt. Schulisch hat sich alles auch schlecht entwickelt, ich habe ein Fachabitur angefangen konnte es dann nach 4 Jahren aber nur noch abbrechen.

    Glück war dann für mich, dass ich bereits mit 12 Jahren angefangen habe mir das Programmieren beizubringen und bis zu dem Zeitpunkt beinahe alle gängigen Sprachen beherrschte und da schon mehr technisches Know-How hatte als die meisten studierten mit langer Berufserfahrung. Dadurch kam ich dann nach einem Jahr Praktikum an eine Ausbildung als Fachinformatiker.

    Parallel dazu hat sich in mir einiges geändert. Ich war irgendwie schon mein Leben lang auf der Suche nach meinem Charakter, habe ständig Freundeskreise und ganz besonders mein Verhalten immer geändert. Dadurch haben sich viele negative Aspekte entwickelt, die ich heutzutage aber ganz positiv nutzen kann.

    Ich habe sehr viel über menschliches Verhalten gelernt. Dadurch habe ich mit Vorliebe Menschen manipuliert und geändert.
    Ich hatte immer ein Gespür dafür, was in Menschen vorgeht und was bestimmte Situationen bei ihnen auslösen wird. Eine schon fast hellseherische Intuition. Denn was meine Vermutungen über Menschen und deren Zukunft/Gefühle/Gedanken anging lag ich immer wenn ich es denn erfahren habe absolut richtig.

    Ähnlich geht es mir häufig bei Wissen. Dinge die ich noch nie gehört/gelesen oder gesehen habe sind wenn ich gefragt werde sofort da und ich plapper die Antwort einfach heraus. Erst im nachhinein fällt mir dann auf, dass ich das eigentlich nicht weiß. Auch hier ist die Rate bei über 95% und das nicht nur bei simplen Themen sondern meist eher bei recht komplexen Wissenschaftlichen Themen, die man sich durch Logik und/oder Grundwissen erschließen kann.

    Dazu kommt, dass ich eine andere Wahrnehmung als andere Menschen habe. Ich habe das Gefühl viel mehr Nuancen in allen Sinnen wahrzunehmen. Ich kann kleingedruckte Bücher aus 4m Entfernung ohne Probleme lesen. Höre viel lauter als andere, was z.B. dazu führt, dass ich sehr leise spreche, da es mir vorkommt als würde ich schreien, wenn andere dies als "Angemessen" empfinden. Und meine Haut ist auch überempfindlich.

    Davon hört sich einiges sehr eingebildet an und ich habe bisher deshalb oft Ablehnung erfahren bis nahe stehende Personen erkannt haben, dass dies wirklich so ist. Grade für Ärzte scheine ich ein Rätsel zu sein ;-) (Völlig unerklärliche und unlogische Testergebnisse)

    Inzwischen ist das alles noch viel ausgeprägter. Ich habe das Gefühl, dass mein ganzer Körper auf Hochleistung läuft und das immer. Egal wobei. Mein Stoffwechsel ist etwa 6x schneller als bei dem Durchschnitt(Ärztlich nachgewiesen). Mein Puls ist immer bei ca 110, aber er steigt auch bei Anstrengung nicht.
    Medikamente und Stoffe wie Alkohol werden so schnell abgebaut, dass meist gar nichts bei mir wirkt(Meist erst ab 2-3-Facher Dosis für Personen meiner Statur). Ich kann massen Fett und Zucker zu mir nehmen ohne zuzunehmen, trotz Bewegungsmangel.

    Mein Denken nicht mehr kontrollierbar, da zu viel gleichzeitig gemacht wird. Und viele Dinge, die andere Menschen konzentriert machen müssen passieren bei mir ausschließlich unterbewusst. Ich bin z.B. wenn ich geweckt werde in der Lage komplexe Gespräche mit jemanden zu führen ohne aufzuwachen. Passiert alles im Unterbewusstsein...
    Danach erinnere ich mich an nichts. Das hat in der Klinik hier z.B. auch schon dazu geführt, dass die denken, dass ich die verarsche, da ich ja "wach" bin und dann trotzdem nicht aufstehe

    Plane ich ein sehr umfangreiches Projekt, dann denke ich nicht darüber nach wie es läuft, sondern mache einfach den Plan ohne nachzudenken. Wenn ich ihn mir danach ansehe, dann fällt mir meist auf, dass alles bis ins kleinste Detail durchdacht ist. Das hat mir auf der Arbeit einige Vorteile gebracht, da ich bisher immer alle damit begeistern konnte.

    Genauso bin ich in der Lage z.B. in einem Unternehmen alle Arbeitsprozesse zu optimieren, damit das Unternehmen effizienter arbeitet. Hat auch viel positives.

    Oh und meine Fantasie und Vorstellungskraft ist auch sehr stark ausgeprägt. Kreativität natürlich auch.

    Neue Dinge lerne ich auch rein intuitiv. Ich bin inzwischen so an mein Unterbewusstsein gewöhnt, dass ich kaum noch bewusst über Dinge nachdenke um mir neues Wissen anzueignen, da es einfach nach dem Queerlesen vorhanden ist. Natürlich nicht in allen Bereichen oder wenn nicht genug Basiswissen vorhanden ist.

    Das ganze hört sich bestimmt bis hier hin ganz toll und überheblich ;-) an. Durch diesen ganzen Mist bin ich aber absolut lebensunfähig.

    Ich habe mit 10 schon lange durchschaut, dass Erwachsene meist weniger Ahnung haben als ich. Man wird aber nicht ernst genommen... Und später als Klugscheißer abgetan ;-)

    Beziehungen zerstöre ich, da ich jede Stimmungsschwankung des Partners sofort spüre. Die Ursache mir auch klar ist und ich versuche diese Fehler zu beseitigen. Ich versuche Probleme schon LANGE bevor sie da sind zu ersticken. Der Partner erkennt dies natürlich nicht und fühlt sich dadurch schlecht. Das Verhalten wird fortgesetzt und am Ende habe ich zwar bisher immer recht behalten aber kann dieser Person nicht mehr vertrauen.

    Die Gesellschaft macht mich auch völlig krank, denn auf unserer Welt funktioniert gar nichts. Geld, Macht und Gier beherrschen alles. Es werden unlogische Entscheidungen getroffen. Es wird nicht ökonomisch gearbeitet. Technologie schreitet viel viel zu langsam voran um Geld zu verdienen. Es werden Kriege aus Vorwänden angefangen.

    Wir werden permanent belogen. Politiker sind nicht fähig auch nur irgendetwas richtig zu machen(Ist klar, wenn man dafür bezahlt wird). Die Menschen haben Angst vor einem nicht vorhandenem Terror um Meinungsfreiheiten zu unterbinden. Freiheiten werden mit (so UNSINNIGEN!!!!) Lügen beschnitten.

    JEDES klassische Medium ist inzwischen reines Propagandamittel. Wirtschaftliche Interessen sind mehr Wert als Menschenleben... Und noch 1000 andere Dinge. Die mich einfach immer und immer wieder aufregen.

    Ich bin nicht einmal in der Lage wirklich in Worte zu fassen wie ich diese Welt sehe. Für mich fühlt es sich so an, als wären alle blind. Und intellektuell fortgeschrittene Personen sind leider sehr rar. Aber wenn es dann mal welche gibt, dann verstehen wenigstens diese nach ewigen Erklärungen meine Sicht der Dinge, aber auch nur nach langen langen Diskussionen.

    Das alles scheint inzwischen zu viel für meinen Körper zu sein. Ich bin nicht mehr in der Lage mich noch zu konzentrieren oder strukturierte Dinge zu erledigen. Chaotisch war ich schon immer irgendwie, aber ich kann nicht mehr richtig nachdenken... Die Themen zappen wild herum...

    Ich vergesse Dinge, die mir nicht wichtig erscheinen, da mein Hirn nur relevante Dinge abspeichert.

    Ich habe vergessen zu erwähnen, dass sich mein Sozialverhalten geändert hat. Denn durch mehr Wissen kam irgendwann auch mehr Verständnis. Ich habe jetzt genau das Gegenteil. Ich möchte am liebsten alles und jeden "reparieren" und empfinde unsere Gesellschaft und deren "angesehenen Normen" einfach nur als absolut abartig, pervers und hirnlos/ineffektiv und will das ändern!

    Lösungen habe ich natürlich auch für fast alles, die aber bei normalen Menschen nicht ankommen, da dort im Kopf irgendwas zu fehlen scheint um das zu verstehen...

    Mich selbst optimiere ich auch ständig. Jahrelange Verhaltensmuster kann ich von heute auf morgen für immer ablegen, wenn ich das Problem erkannt habe und eine gedankliche Lösung dafür habe.
    Sucht ist bei mir auch eher eine Sache der Lust. Wenn ich nicht wirklich einen Sinn dahinter sehe etwas zu unterlassen hat man mir schon bei EINIGEN Dingen Sucht nachgesagt. Die ich dann irgendwann einfach aufgehört habe. Ohne Rückfälle oder Suchtdruck o.Ä.

    Psychologische Probleme bei Menschen die mir begegnen will ich ebenfalls korrigieren. Das alles führt dazu, dass ich mir nur noch Sorgen mache und für alles Lösungen suche. Und die Lösungen müssen für mich natürlich auch sehr effizient und "perfekt" sein.

    Das alles hat dann zu Depressionen geführt. Die Sorge zu genereller Angst. Gesellschaftliche zwänge zu Druck. Das Nachdenken zu massiven Einschlaf- und Durchschlafstörungen und zu zig psychosomatischen Beschwerden. Eventuell auch zu Persönlichkeitsstörungen, aber ich habe immer das Gefühl nichts wirklich zu haben. Denn ist es erst entdeckt und ich weiß wie das richtige Verhalten ist, dann ist die "Störung" auch weg.

    Ich weiß gar nicht worauf ich genau hinaus will. Ich denke einfach, dass ich jetzt hier mit ADHS "abgespeist" werde. Das Gefühl in mir ist aber nach dem Lesen darüber, dass ich bei vielen Dingen zu atypisch bin. Außerdem scheine ich für die Ärzte auch zu untypisch auf alles zu reagieren und es wirkt alles nicht stimmig...

    Keine Ahnung was ich mir erhoffe :-D
    Vielleicht gibt es ja jemanden hier, der sich ähnlich fühlt.

    Wie schon öfter gesagt, mir ist klar, dass dies für viele viele Menschen alles sehr überheblich klingt oder der Meinung sind, dass ich einfach seltsame Ansichten habe. Mein bisheriges Leben hat mir aber mit all den Dingen nur recht gegeben. Als sehr intelligent angesehene Leute sind meist a) in der Lage was ich sage irgendwann nach zu vollziehen und können es dann nicht widerlegen und b) auch der Meinung, dass ich ziemlich von der Norm abweiche.

    Eventuell bin ich aber auch einfach nur Größenwahnsinnig

    Nunja... Ist bei dieser Konstellation wohl ADHS oder eher etwas anderes wahrscheinlich? Geht es wenigstens irgendjemanden im Ansatz ähnlich? Ich habe echt das Gefühl extrem abnormal zu sein...

    Falls sich da jemand durchgewühlt hat: Respekt :-D
    Ja jetzt bin ich platt es ist anstrengend so viel zu lesen ! grüsse hurts

  5. #5
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: Unsicherheit über Diagnose

    Hallo stranger,

    ich hab mir deinen Beitrag Nr.1 jetzt dreimal durch gelesen...es klingt ja , zugegebener Maßen, unglaublich....


    Mir scheint es, als seist du exorbitant Hochbegabt ....

    Problem 1 könnte sein, dass diese Tatsache in deiner Kindheit nicht wahrgenommen wurde und ich weiß von weit aus weniger Hochbegabten, als du es zu sein scheinst, dass eine verkannte Hochbegabung (und ich meine nicht die doch häufiger vorkommenden Teilhochbegabungen) zu ganz massiven seelischen und dadurch auch zwischenmenschlichen Problemen führen.

    Problem 2 erscheint mir zu sein, dass du, durch deine ständige Beschäftigung mit unbekannten Themen, dein Hirn automatisch trainierst und dadurch eine Steigerung deiner Hirnleistung entsteht, die dazu führt, dass die Themen entweder immer komplexer werden müssen oder wenn sie nicht komplex genug sind, du eben eine entsprechende Anzahl an Themen brauchst, um dein Hirn mit Input ausreichend zu versorgen...

    Und wenn ich mir das vorstelle... so ähnlich vllt. wie bei einer Sucht, wo man auch immer mehr braucht, bis diese eine Substanz gar nicht mehr wirkt und man dann noch andere Substanzen dazu nimmt...muss das ja zu Depressionen und Ängsten führen...wenn das Hirn ständig nach Nachschub schreit und das pausenlos....


    Man müsste wissen, woher diese übermäßige Hirnfunktion/ Hirnleistung kommt und vllt. da ansetzten, diese einwenig runter zu fahren (womit auch immer).... dann könnte man ja sehen, ob dir das hilft
    Was natürlich wieder in die Diskussion münden könnte / würde... bleibst du dann du selbst???



    Falls die fleißigen Doktoren jemals dein Problem, nebst Lösungsansatz heraus finden.... (und ich dann hoffentlich noch hier im Forum bin)...dann teile es doch bitte mit... würde mich wirklich brennend interessieren.


    L.G.
    happypill

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 13

    AW: Unsicherheit über Diagnose

    Hallo happypill,

    erst einmal Danke für deine Antwort. Es ist echt ein angenehmes Gefühl nicht gleich für völlig lächerlich erklärt zu werden! Wirklich, Danke! Gut, dass du die Ausdauer hattest

    Ich habe durchaus schon einmal über Hochbegabung nachgedacht, aber kann mich damit nun leider nicht ganz anfreunden. Es ist für mich durchaus nicht unbedingt mit Intelligenz gleich zu setzen, wobei ich aber auch nicht denke, dass ich dumm bin.

    Es fühl sich einfach wie eine fast ausschließlich richtig liegende Intuition an. Es ist nämlich durchaus oft so, dass ich Probleme habe fokussiert über bestimmte Sachverhalte nachzudenken.

    Lasse ich hingegen das Denken außerhalb des Fokus springt mein Unterbewusstsein an und ich weiß es einfach.

    Ehrlich gesagt hast du sogar bei deiner Vermutung recht. Es ist für mich ein außerordentliches Problem, dass ich inzwischen mit meinen Freunden - welche von ihrer Einstellung, der Allgemeinbildung und der Fähigkeit logisch und vernetzt zu Denken deutlich über dem Durchschnitt liegen - an Grenzen stoße.

    Das ist für mich sehr frustrierend, denn für ca. 1,5 Jahre hatte ich endlich das Gefühl ein wenig wachsen zu können. Es macht sehr unglücklich, wenn man die wildesten Theorien zu Themen hat über die man weder in der Literatur noch im Internet etwas findet, seine Theorien also nicht in irgend einer Weise in/validieren oder optimieren bzw. ersetzen kann.

    Und ja, es ist auch inzwischen eine Sucht. Ich verbringe, wenn ich ausreichend Zeit habe, teilweise 20 Stunden am Bildschirm und lese über die verschiedensten Dinge. Dabei ist es nicht einmal wichtig ob die Quellen qualitativ auf dem Level einer wissenschaftlichen Arbeit liegen, sondern viel mehr verschiedene Standpunkte bzw. Ansätze für Themen zu finden um die eigenen mit neuen Ideen zu bereichern.

    Bevor ich in die Klinik kam habe ich ruhe durch bewussten Cannabis-Missbrauch gefunden. Was nebenbei auch zu der lustigen Vermutung in meinem ebenfalls konsumierendem Umfeld führte, dass ich eine psychische Abhängigkeit entwickelt habe. Oh man, es ist echt frustrierend, wenn die Leute nicht verstehen wollen, dass man auf diese Dinge anders reagiert und in der Lage ist das einfach wie alles andere zu unterlassen.

    Ich habe natürlich - wie vorgenommen - ab dem ersten Tag hier damit aufgehört, da ich hier selbstverständlich einen klaren Geist benötige um in der Lage zu sein vernünftig mein Innenleben zu reflektieren.

    Ich bin mir wie du schon vermutest nicht sicher, ob ich diesen Zustand dauerhaft entfernen möchte, da dies vieles an mir ausmacht, was ich früher sehr an mir gemocht habe.

    Das war außerdem auch der Initiator für meine Zweifel an ADHS.

    Durch Ritalin - und da auch nur sehr subtil ab 40mg nicht retardierend - steigt wie erwartet die Aufmerksamkeit sehr leicht an. Ich habe bei der letzten Dosis-Erhöhung mit meinem Arzt über die subtile Verbesserung gesprochen. Er fand es ungewöhnlich.
    Für mich war es nun wieder leichter möglich mit meinem - wie ich es nenne - "Multifokus" umzugehen.

    Das heißt nichts anderes, als dass es wieder möglich ist 2-4 äußere Prozesse zu beobachten, etwas zu tun und gleichzeitig über etwas nachzudenken ohne das ich das Gefühl habe völlig Reizüberflutet(Damit meine ich durch äußere und innere Reize) zu sein.
    Wenn ich das richtig verstanden habe, soll dadurch aber die Fokussierung auf eine Aufgabe verbessert werden, wenn man ADHS hat. Folglich soll die Filterung ermöglich werden. Ist nicht der Fall.

    Ich werde morgen hier in Erfahrung bringen, ob es möglich ist durch EEG oder bildgebende Verfahren die Aktivität besser nachzuvollziehen. Das Ergebnis teile ich dann gerne hier mit.

    Aber ich kann noch einmal wiederholen, das Gefühl des "zu viel" und "zu schnell" bezieht sich nicht nur auf die kognitive Leistungsfähigkeit, sondern auf meinen ganzen Körper.

    Was natürlich auch Vorteile wie zum Beispiel schnellere Regeneration und Genesung und Nachteile wie sehr schnell wachsende Fingernägel/Haare oder ständigen Hunger mit sich bringt.
    Bei meiner mangelnden Bewegung müsste ich eigentlich eine gravierend positive Energiebilanz haben, also zunehmen. Stattdessen habe ich das Gefühl, dass ich besonders Zucker in unmöglichen - mit Sicherheit ungesunden - Unmengen und übermäßig viel Nahrung benötige um nicht permanent erschöpft zu sein.

    Mein Gewicht liegt seit ich ca. 16 war immer um ca. 65(±3-5) Kg bei 1,82m. Eigentlich kann ich mich nicht erinnern jemals wirklich Fett angesetzt zu haben, abgesehen von einer kurzen Zeit in der ich Aufgrund eines Unfalls fast 2 Monate nichts machen konnte und auch wenig geistige Arbeit verrichtet habe. Könnte also eventuell korrelieren. Aber ich hab von sowas keine Ahnung... (Wieder etwas das ich nun unbedingt wissen muss )

    Ich habe sogar Probleme langsam zu laufen. Eine straffe Walking-Geschwindigkeit empfinde ich als angenehmes Lauftempo. Langsamer ist lästig.

    Für die zwischenmenschlichen Probleme ist die Erklärung auch recht paradox. Da ich (vermeintlich?) zu viele Nuancen im Verhalten erkenne (Wortwahl, Stimmlage, Geschwindigkeit, Mimik, Gestik, Pupillenbewegungen, Syntax) fallen mir einfach zu viele Dinge auf und ich bedränge die Personen zu sehr oder eröffne ihnen Dinge, die sie einfach nicht von sich preisgeben wollen.

    Das führt anscheinend zu Unbehagen und späteren Ablehnung. Die Qualität der Wahrnehmung schwankt aber auch teilweise sehr massiv und scheint bei charakterlich primär "normal wirkenden Personen" konträr zu funktionieren(Ich verstehe sie gar nicht). Eventuell aufgrund mangelnder Faszination/Interesse an dem Subjekt

    Oh man, ich komme mir immer Verrückter vor, je mehr ich davon erzähle, was ich eigentlich sehr gerne vermeide, da ich entweder für Arrogant oder einfach wahrnehmungsgestört/verlogen erklärt werde.

    Wenigstens konnte mein letzer Hausarzt nach vielen Untersuchungen den Großteil der körperlichen Abweichungen nachvollziehen und belegen. Was ihm aber auch keine Erklärung ermöglichte.
    Aber er sagte mir wenigstens als erster Arzt, dass er »weiß«, dass ich in den Dingen atypisch bin(folglich nicht lüge/es mir einbilde), nur auch keine Erklärung finden kann und organisch alles so weit "gesund" ist.

    Wenn hier wenigstens jemand Ähnlichkeiten zu sich erkennen könnte, bestünde ja die Möglichkeit mir Tipps zu geben das besser zu kontrollieren oder wenigstens zu verstehen. Denn so führt es häufig einfach nur zu einem Gefühl der Lähmung und ich bin nicht mehr in der Lage irgend eine sinnvolle Beschäftigung durchzuführen.

    Oh. Ich merke grad auch wieder, dass ich mich mehr zusammenreißen muss nicht immer Romane zu verfassen, auch wenn ich das Gefühl habe, dass ich noch Tagelang weiter schreiben könnte.

    Sorry, dass es wieder so viel wurde. Ich hoffe, dass es nicht wieder zu viel ist

    Viele Grüße und Danke fürs lesen!

  7. #7
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: Unsicherheit über Diagnose

    vielleicht sollte man den Begriff "Hochbegabung" (der ja eigentlich doch sehr auf kognitive Fähigkeiten begrenzt ist) durch "aussergewöhnliche Hirnleistung" ersetzen...

    Ich meine damit, dass die Hirnleistung ja nicht nur logische Zusammenhänge im Sinne von Wissen herstellt, sondern auch das Erfassen von anderen logischen Schlussfolgerung, wie die von dir beschriebene Intuition... du lernt jemanden kennen, hörst ihm zu und hast sofort Erklärungen für seine Probleme/Verhaltensweisen, die du aus der Summe an Informationen ziehst, die du erhälst (eben Mimik, Gestik, Tonfall) und natürlich dem, was er sagt.

    Ich finde auch, dass das zu deinen körperlichen "Erscheinungen" passt... denn die Hormone aus dem Hirn, steuern doch auch die Hormone (und sonstige Stoffe) die genau diese Dinge beeinflussen.


    Die Sache mit dem Focussieren finde ich jetzt zB nicht seltsam... ich sage mal beispielhaft...
    Wenn ein normaler AD(H)Sler (ist das jetzt ein Widerspruch in sich? ) nach der Einnahme von Ritalin, statt der 100 Themen gleichzeitig nur noch eines focussieren kann...dann sind es bei dir eben 400, von denen 4 übrig bleiben, weil das Hirn mehr Kapazitäten hat...???
    Was ich seltsam finde, dass du eine rechtgroße Dosis brauchst... nee stimmt nicht... wenn du sehr stark verstoffwechselst, passt das ja auch, eigentlich.



    Dann könntest du also ein AD(H)Sler mit aussergewöhnlicher Hirnleistung sein.

    Oh mann, meine Hirnleistung reicht leider nicht annähernd für weiter Ideen...


    Mich würde interessieren, womit dein Arzt die körperlichen Abweichungen belegen konnte.
    Liegt da nicht, wenn man diese Ursachen weiter denkt, vllt. eine Erklärung für die Gesamzheit deines Problemes?

    Das dumme ist vermutlich, dass man die Abläufe in deinem Gehirn nicht vor Ort anschauen kann (wie es ja auch für AD(H)S Betroffene zumindest diagnostisch betrachtet von Vorteil wäre), weil ja vorhande Megen von Stoffen im Blut, noch lange nichts über die Wirksamkeit im Gehirn aussagen...

    Also, so faszinierend ich das finde, so sehr tut es mir auch wieder leid für dich... ganz ohne jede Idee, was da nicht stimmt.... scheiß Situation.
    Ich nehme an, dass da verschiedene Störungen, Abnormitäten...wie du es nennen willst, überlappen... das auseinander zu klamüsern ist vermutlich schwierig.

    Mit Ähnlichkeiten kann ich nicht dienen, ausser dass auch mein Stoffwechsel erhöht ist (sowie mein Grundumsatz dadurch auch)... bin auch schnellen Schrittes unterwegs und mache mir nonstop Gedanken überalles (wie jetzt zB über dich)
    Leider sind meine Ergebnisse eher selten Volltreffer

    Vllt. meldet sich ja hier noch ein Leidensgenosse... das würde evt. weiterhelfen.

    Alles Gute und hoffentlich finden sie die Ursache.

    happy

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 13

    AW: Unsicherheit über Diagnose

    Hallo nochmal

    Mir ist vorhin beim Schreiben etwas bewusst geworden. Mein großer Zuckerverbrauch und die schnelle Verdauung und noch einige andere Symptome, die ich als Psychosomatisch erklärt bekommen habe deuten darauf hin, dass bei mir etwas mit dem Zuckerspiegel nicht stimmt. Hinzu kommt hoher Puls und Blutdruck. Nach einigem Forschen bin ich mir ziemlich sicher da die Ursache zu finden. Hyperaktivität und Schlafprobleme, Depressionen, Zittern, Unruhe, usw. All das ließe sich darauf zurück führen. Das könnte auch gleichzeitig mit der Schilddrüse zusammen hängen. Ich habe diese Vermutung schon einmal bei meinem Hausarzt geäußert, aber er war sich scheinbar sicher, dass mein Blutbild nicht danach aussieht. Ich werde auch dahingehend noch einige Tests machen lassen.

    Eventuell hört der Spuk damit ja auf

    Viele Grüße

  9. #9
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: Unsicherheit über Diagnose

    Zuckerspiegel als Ursache..

    da komme ich aber nicht auf die Schilddrüse...eher Bauchspeicheldrüse, Leber...vllt. Darm


  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 13

    AW: Unsicherheit über Diagnose

    Naja,

    nach der Symptomatik zu urteilen sieht es für mich folgendermaßen recht logisch aus:

    Hyperglykämie(Zu viel Zucker) deutet auf die Entstehung oder das schon vorhanden sein von Diabetes mellitus hin. Ich vermute, dass ich durch äußere Umstände oder sonstige Auslöser(Stress? Daraus resultierende Überproduktion von Säure und sonstigem) Eine (akute, dann) chronischen Pankreatitis entwickelte, welche dann eventuell zu Insulinmangeldiabetes(Diabetes Typ 1) führte. Ich weiß es aber auch nicht, da ich kein Arzt bin. Ich werde auf jeden Fall mal anstoßen alles in der Richtung noch einmal zu testen. Ich habe früher immer sehr viel Salz zu mir genommen, überwiegend Jod-Salz, daher gehe ich von einer Schilddrüsenbeteiligung aus(Hautveränderungen, Augen, schneller Stoffwechsel), welche das ganze Eventuell erst in Gang gebracht haben könnte.

    Das werden nur Laborbefunde endgültig klären können, aber das ist mein Verdacht und würde auch in etwa den "Verlauf" erklären, der mich die letzten Jahre in meine Depression gestürzt hat. Und wieso ich so viel Zucker benötige. Aber wie gesagt, ich bin kein Arzt Wie sich das alles untereinander beeinflusst scheint auch nicht völlig klar zu sein, also was am Ende Symptom oder Auslöser war.

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