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Diskutiere im Thema alles unsicher! oder doch nicht?? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 272

    Pfeil alles unsicher! oder doch nicht??

    Hallo zusammen,

    ich drehe noch durch... Morgen will ich meinem Psychiater von meinem Verdacht bezüglich ADS erzählen, aber ich weiß nicht ob ich das packe.
    Habe Angst, dass ich mich lächerlich mache, und dass er mich damit nicht ernst nimmt.
    So wie ich ihn einschätze hält er das auch eher für eine Modediagnose, oder er denkt ich will nur eine schnelle Lösung, will ihn um Drogen anhauen, oder sonst was.

    Seit ein paar Monaten hat sich der ADS Verdacht für mich erhärtet, d.h. ich bin total überzeugt davon, aber es kommt immer wieder was, was mich zweifeln lässt.
    Wenn ich dann (auch) hier lese, wie schwer es viele mit der Diagnose haben, und nach meinen bisherigen Erfahrungen mit Ärzten und Therapeuten, verlässt mich jede Hoffnung.

    Vielleicht bilde ich mir auch alles nur ein. Mein Umfeld würde mich für verrückt erklären, denn eigentlich gelte ich bei anderen als (zu) sehr kotrollierter, zuverlässiger, ordentlicher und netter Mensch, den nichts aus der Ruhe bringt.
    In meinen Grundschulzeugnissen steht, dass ich immer sehr aufmerksam und fleißig war und mit meinen Mitschülern zusammenarbeiten konnte.
    Außerdem habe ich zu Schulzeiten haufenweise Bücher verschlungen. Habe tagelang nur gelesen und die Welt um mich vergessen.
    Kann es dann überhaupt ADS sein?

    Heute ist es nämlich ganz anders. Ich kann z.B. keine zwei Sätze mehr lesen ohne abzuschweifen. Um den Text (bis hierhin) zu schreiben habe ich 1 Stunde gebraucht. Auch sonst passt ganz viel zu ADS.

    Laut Diagnose habe ich Depressionen, da kann ADS ein Folgesymptom sein. Was war also zu erst da, die Henne oder das Ei?!
    Nach ein paar Jahren Therapie und verschiedenen Antidepressiva sind meine Depressionen eher schlimmer geworden. Mittlerweile bekomme ich schon Aggressionen wenn ich einen Psychiater oder Therapeuten nur von Weitem sehe. Immer wieder alles durchkauen, die ganze Lebensgeschichte, und bla und bla.
    Ich habe leider ein ganz unklares Selbstbild, kann mich schlecht erinnern wie es früher war, weiß nie wie ich mich fühle, oder eben schon, aber ich sage es lieber nicht, weil ich es 2 Minuten später ganz anders sehe.
    Jedenfalls gibt es keine plausible Erklärung für meine Probleme...

    Ich war halt immer schon sehr still, zurückhaltend und unsicher. Das ist nämlich die Kehrseite zu dem Positiven wie andere mich (vor allem früher) wahrgenommen haben.
    Mittlerweile denke ich, dass ich eben vieles durch Perfektionismus und zwanghaftes Verhalten kompensiert habe.
    Bei der Familie war ich früher oft störrisch, launisch, impulsiv, eher schwierig im Umgang. Nach außen hatte ich die totale Aggressionshemmung, habe mich nie geprügelt oder aufgelehnt und war eben brav.
    Dass ich gut in der Schule war liegt denke ich einmal daran, dass ich recht intelligent bin (auch wenn ich öfters daran zweifle^^) und, dass meine Eltern da sehr hinterher waren, und ich immer genug Angst als Motivation hatte.
    Konnte mich immer nur konzentrieren wenn ich unter großem Druck stand. Dann ging plötzlich alles ganz flott. Ansonsten war ich bei allem immer sehr langsam.
    "Aha, wenn er will, dann kann er ja"

    Ich könnte noch mehr schreiben, vielleicht später, ist leider Gottes alles sehr komplex. Aber jetzt bin ich erst mal fertig. Im doppeltem Sinn

    Bis dann und Danke fürs Lesen

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 272

    AW: alles unsicher! oder doch nicht??

    scheint zwar hier eh keinen zu interessieren, aber ich schreibe mal wie es heute gelaufen ist:

    Musste lange warten und war deswegen schon vor dem Gespräch gereizt. Habe ihn deswegen direkt auf ADS angesprochen. Er hat mir dann gesagt, dass ich seiner Meinung nach kein ADS hätte. Auf meine Nachfrage, ob er sich denn damit auskenne, hat er mir einen Vortrag gehalten, von wegen er hätte begrenzte Mittel zur Verfügung, die da wären Psychotherapie, Gruppentherapie, Antidepressiva, Spannungslösende Medikamente. Bei ADS gäbe es nur Ritalin, was eine Droge wäre und nur auf Betäubungsmittelrezept zu haben. Außerdem würde er persönlich ADS sehr skeptisch sehen.

    Habe ihm geantwortet, dass ich das verstehe, da er wahrscheinlich im Studium noch nichts von der Diagnose gehört hätte, ich aber mir aber keine Rücksicht auf an Altersstarrsinn leidenden Psychiater leisten könnte, und mir einen anderen Arzt suche.

    Er meinte dann noch, ich wäre aggressiv und bla... wollte mir eine tiefenpsychologische Psychotherapie und Citalopram andrehen. Habe ich aber abgelehnt.
    Ehrlich gesagt habe ich die Schnauze voll von diesen Psycho-Pissern. Aber ich muss wohl weiter machen, wenn ich noch was von meinem Leben haben will.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 272

    AW: alles unsicher! oder doch nicht??

    um meinen Monolog fortzusetzen...

    Auch nach 2 Flaschen Wein und 3 Tafeln Schokolade kann ich mich nicht beruhigen.
    Ich bin am verrecken, dann helfe ich diesen hirnlosen ***xern sogar und stelle selbst die Diagnose, und statt Dankbarkeit schlägt mir nur pure Arroganz entgegen.
    Ich hätte gut und gerne Lust ihn eigenhändig zu erwürgen. Zu verlieren habe ich eh nichts mehr.

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 15

    AW: alles unsicher! oder doch nicht??

    Gehen wir mal davon aus, dass Deine Selbst-Diagnose richtig wäre und du tatsächlich ADS hast - warum sollte dieser Zustand (Diagnose und alles was sich daraus ergibt) einfach sein ??

    Warum sollte es einfach sein die richtige Diagnose zu bekommen ??

    Wäre es alles einfach, so würde dieses Forum nicht existieren....

    Darin liegt ja gerade die Crux von ADS/ADHS ,es ich eben immer alles etwas komplizierter ....

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 272

    AW: alles unsicher! oder doch nicht??

    ne, einfach ist gar nix, das hab ich auch schon kapiert.
    Aber wieso frage ich mich. Ist doch echt alles zum kotzen. Warum ich, warum ist mein scheiß Leben so scheiße :-(
    Aber ich werde den scheiß *****ern die Hölle schon heiß machen, verlass dich drauf.

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 15

    AW: alles unsicher! oder doch nicht??

    Ich kann Dir meine Antwort auf die Frage "Warum ist das alles nicht einfach?" geben:

    Dieses "Schwierige" ist zum einen das Salz in der Suppe des Lebens, zum anderen ist es Ansporn für Dich, stärker als dieses "Schwierige" zu sein - damit lebe ich sehr gut .

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 272

    AW: alles unsicher! oder doch nicht??

    Ja, da hast du sicher recht. Ich bin aber schon mein ganzes Leben am kämpfen, und in den letzten Jahren hat mich die Kraft verlassen. Mit der Folge, dass ich mich immer höher pushen musste, mir sagen, dass es um Leben oder Tod geht, um überhaupt noch irgendwas machen zu können. Das tragische dabei ist, dass niemand das sieht, weil sich keiner vorstellen kann wie schwierig ich mir alles mache. Du siehst, das kommt noch dazu: die Selbstvorwürfe. Es muss ja an mir liegen, wenn für mich alles viel schwieriger ist als für andere. Und das, obwohl ich auch noch gute Voraussetzugen habe.

    Aber egal, ich muss einfach noch mal die Kraft aufbringen um das durchzuziehen wovon ich überzeugt bin. Für mich geht es dabei schließlich um alles, um mein Leben, also bin ich entsprechend motiviert. Und wer oder was mir dabei im Weg steht, den muss ich eben beiseite schaffen. Koste es was es wolle.
    He he, so gesehen ist es eigentlich ganz einfach.^^

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