Zeige Ergebnis 1 bis 7 von 7

Diskutiere im Thema Bevorstehende Diagnose und ratlosigkeit im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 18

    Bevorstehende Diagnose und ratlosigkeit

    hallo

    ich habe mich zwar gestern erst angemeldet, dennoch brennt es mir in meinen fingern. Okay, eigentlich hätte ich gestern schon schreiben wollen, aber mein baby schafft mich so, dass ich gar keine energie mehr hab um spätabends noch zu tippen...

    Also...ich vermute schon seit Jahren an ADS zu "leiden" und nun habe mich aufgrund meiner derzeitigen lage durchgerungen meinen Verdacht abklären zu lassen. Mein Hausarzt ist gsd da sehr aufgeschlossen, ist selbst Neurologe und hat ADHS und hatte diesbezüglich ein offenes Ohr und hat mich weiter überwiesen.
    jetzt hab ich Anfang Juli einen Termin zur Testung. Ich habe schon einige Artikel/Fachbücher etc gelesen und denke, dass ich mich mit der Besonderheit AD(H)S gut auskenne. Ich habe selbst Soziale Arbeit studiert und bin dadurch auch nicht ganz unberührt und ich frage mich die ganze Zeit wie ernst er mich nehmen wird, ob er mich nur als Hypochonder abstempelt etc. Denn das wäre für mich fatal und würde mir wahrscheinlich den Rest geben.

    Dazu kommt noch dass ich an Komorbiditäten leide (ua Bulimie, sozial Phobie einhergehend mit Erythrophobie etc.) Soll ich ihm das gleich an den Kopf knallen? Ich mag nicht unglaubwürdig wirken sondern die Ernsthaftigkeit meines Anliegens rüber bringen und nicht von ihm diffamiert werden.

    In der Sozialen Arbeit geht man ja von dem Menschbild aus, dass der Mensch der experte für sich selbst ist...ist es denn so abwegig, dass ich meine Probleme so genau benennen kann??? Ich mag nicht in diesen Zimmer sitzen und von einem Menschen in eine asymetrische beziehung gezwungen werden, aber ich weiß, dass ich mich schnell degradiert fühle und mich dementsprechend verhalte...

    ich stecke iwie in einer Zwickmühle.

    Wie habt ihr euch vorbereitet? habt ihr das überhaupt? Wie offen seid ihr da rein gegangen? habt ihr gleich alles auf den Tisch geklatscht und gesagt, Thats it!?

    Ich weiß nicht wie ich das angehen soll? das klingt gerade alles so absurd....und iwie verwirrt

    Mach ich mir ne Liste, was ich ihm gerne sagen möchte, also Liste mit den Symptomen, Verhaltenseigenschaften, Vergangenheit?

    Komm mir gerade ziemlich dämlich vor und hilflos...

    Vielen Dank für eure bemühungen

    lg deadswan

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 167

    AW: Bevorstehende Diagnose und ratlosigkeit

    Aus meiner Sicht: Du gehst es sowas von falsch an... Wenn ich z.b lese
    ich frage mich die ganze Zeit wie ernst er mich nehmen wird, ob er mich nur als Hypochonder abstempelt etc. Denn das wäre für mich fatal und würde mir wahrscheinlich den Rest geben
    ... d.h du gehst mit der Erwartung da rein die Diagnose ADHS zu bekommen. Aber es gibt noch viele andere Ursache "so zu sein". Nur mal als Beispiel eine Schilddrüsenunterfunktion kann auch Ursache sein weswegen das von einem guten Neurologen getestet wird u.a um auch Hashimoto auszuschließen. Wenn du aber soviel von ADHS liest dann wirst du wohl auch versuchen Fragen wie aus den Lehrbüchern zu beantworten. Ärzte sind nicht unfehlbar und mit soviel Wissen anstelle Fragen aus den Bauch heraus zu beantworten kann eine Diagnose auch falsch werden. Außerdem wird der Arzt nicht in einen Gespräch dich beurteilen. Es wird Fragebögen geben, Lebenslauf schreiben und auch die Grundschulzeugnisse wird er sich ansehen wollen. Sollte der Arzt das alles wenig machen bzw nach 30min meinen du hast ADHS dann solltest du den wechseln da es im Gebiet der Diagnose auch viele Idioten gibt.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 18

    AW: Bevorstehende Diagnose und ratlosigkeit

    Oh danke....ich denke nicht dass ich es falsch angehe!!! Ist es nicht natürlich dass man Angst hat nicht die Antwort auf die vielen Lebensfragen finden zu wollen??? Natürlich werde ich auf die Professionalität des Psychotherapeuten achten, damit auch organische Ursachen ausgeschlossen werden können und ich weiß dass man die Tests durch entsprechende Antworten manipulieren kann! Aber mir geht es um was anderes! Ich habe Angst dass mich derjenige welcher mich testet nicht ernst nimmt....und sagt ich bilde mir alles nur ein!? Wie gehe ich dorthin?

    Wenn ich es falsch angehe dann wäre es Schôn konstruktive Ratschläge zu bekommen, wie ich es angehen sollte!!!

    Ja ich habe viel gelesen, aber nicht immer mit der Fokussierung auf eine mögliche Diagnose. In meinem Studium wurde diese Thematik auch behandelt... Was sollte ich da tun? Rausgehen und sagen dass es mich bei einer möglichen Testung beeinflussen könnte??? Ich werde bei dem Diagnoseverfahren selbstkritisch und reflektiert antworten!!! Ich mag nicht unbedingt ADS haben... Sondern lediglich Antworten, denn Eines weiß ich! Ich Falle ziemlich aus der Norm...

    Hmmm

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Bevorstehende Diagnose und ratlosigkeit

    Hallo -
    xdeadswanx schreibt:
    ich kann dich verstehen - bei mir war es so, das ich eigentlich mein leben... bis zu einem gewissen punkt eigentlich recht gut (von aussen) gemeistert hatte.... wieso so vieles bei mir anders ist, ich bei kleinigkeiten probleme hatte und handkehrum komplexe dinge einwandfrei erledigen konnte.... es gibt so viele dinge, wo ich das gefühl hatte einfach anders zu sein... nun gut, es hätte niemand aussenstehendes bei mir ein adhs vermutet.... ich habe mich auch selbst informiert, was mit mir nicht stimmen könnte.... also wenn eine adhs ausgeschlossen gewesen wäre.... hätte der arzt sicherlich mir sonst irgendwie helfen können... darum ging ich zu einem facharzt....es konnte einfach nicht mehr so weitergehen (stimmungsschwankungen, chaos, lethargie)

    ich muss dazu sagen.... ich bin sehr offen und da ich mir schon den kopf zerbrochen hatte, was mit mir los ist (oder einfach anders als bei anderen), war ich im gespräch sehr reflektiert.... ich musste keine zeugnisse abgeben und meine eltern wurden auch nicht befragt,
    gespräch - fragebogen - eeg/ am arbeitenden gehirn <-- hier kann man nichts bewusst beeinflussen :-)

    - doch psychisch ging es mir nicht gut - es brauchte seine zeit und gespräche, bis sich mein selbstwertgefühl wieder normaliesiert hatte -

    gehe einfach offen in das gespräch und zur diagnose.... und zeige ihm dein leid.... lass es auf dich zukommen, keine angst, kein guter psychologe/psychater wird dich nicht ernst nehmen - es ist ja ihr job, die probleme der hilfesuchenden ernst zu nehmen. fingerspitzengefühl sollte eigentlich ein guter psychologe ausmachen und wenn dein ha und neurologe mit adhs weiterleitet - dann sicherlich zu einem erfahrenen fa.

    gruss

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 18

    AW: Bevorstehende Diagnose und ratlosigkeit

    Danke fürs mutmachen und verstandensein!!!

    Ich glaub das war ein missverständnis hihi
    Mein ha ist Neurologe und hat selbst ADHS... Deshalb bin ich froh dass er mich da weitergeleitet hat und mich diesbezüglich ernst nimmt!!!

    Ach in meinem leben läuft schon ca seit 14 Jahren alles drunter und drüber! Von einem Chaos ins nächste. Eine Krise gerade erst gerade so hinter mir gelassen bahnt sich schon die nexte an....ich bin ein Lehrbeispiel für eine bastelbiographie mit hunderttausend Umbrüchen.
    Mich belastet schon selbst meine fehlende selbstmotivation, meine Lethargie. Ich schiebe alles auf, ich mache nicht mal mehr meine post auf oder check mein Bankkonto... Lebe quasi in Isolation weil ich treffen mit Freunden nicht mehr wahr nehmen kann. Ich vergess wochenlang Anrufe, mein Zahnarzt ruft mich mittlerweile schon vorsichtshalber an... Verliere wichtige Dokumente meines Sohnes... Verleg Schlüssel, Kreditkarten, Handy... Mein Freund findet öfters dir Zahnpasta im kühlschrank wieder...
    Ich beginne bzw nehme wieder nach der Karenz ne Ausbildung auf. Aber da muss ich mich endlich konzentrieren können u d vor allem dabei bleiben!!! Sonst ist wohl so einiges on meinem leben verbaut!!! Es ist mein Traumjob neben der sozialen Arbeit... Aber meine Angst vor diesen bewertenden blicke, dieser ych do pseudoelitären Szene machen mich jetzt schon fertig!!! Ich will einfach nur das machen... Für meinen Sohn rin gutes leben bereiten... Ohne finanzielle sorgen... Due wir nicht hätten, wenn ich nicht so verpeilt wäre....

    Ich werde einfach Straight sein, den Therapeuten sagen worum es geht und vor was ich Angst habe... Ich kann nicht mehr so weiter machen!!! Ich belaste mich und meine Umwelt mit meinem inneren und äußeren Chaos....


    Ach tut mir leid... Ich musste das wahrscheinlich los werden. Sprache schafft Wirklichkeit, meine Wirklichkeit...

    Danke fürs minimale dampfablassen !!!

    Ach noch ne Frage bevor j aufwacht... Erzähle ich bei diesen treffen von eventuellen komorbiditäten???

    Lg deadswan

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Bevorstehende Diagnose und ratlosigkeit

    Hallo deadswan

    du stehst am gleichen punkt... wie ich vor meiner diagnose... "ich kann nicht mehr so..."
    was mich zuletzt wirklich "geschubbst" hat, mir hilfe zu holen,
    war, die erkenntnis, das ich es meiner familie nicht mehr zumuten konnte.... ich & chaos & konsequenzen tragen, ging -
    doch - ich mit partner und kinder & chaos/konsequenzen wollte ich nicht mehr....
    und ehrlich, es überforderte mich.... es allen im nur recht machen, wieso kann ich nicht so, wie andere - jetzt weiss ich, ich kann nicht so..

    nach der diagnose kam die hilfe, die erkenntnis, die chance, das selbstvertrauen heute kann ich weiter an mir arbeiten - mit dem wissen um das warum
    die guten gespräche mit dem therapeuten und dem gewonnen selbstvertrauen mein leben "wieder"selbst in die hand zu nehmen...

    habe keine angst... sehe es als chance...

    wenn dich der arzt darauf anspricht - würde ich offen über alles sprechen (doch ich bin eben so ein typ... ich habe mir alles von
    der seele geredet)

    lg smile

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 18

    AW: Bevorstehende Diagnose und ratlosigkeit

    Smile schreibt:
    Hallo deadswan


    war, die erkenntnis, das ich es meiner familie nicht mehr zumuten konnte.... ich & chaos & konsequenzen tragen, ging -
    doch - ich mit partner und kinder & chaos/konsequenzen wollte ich nicht mehr....
    und ehrlich, es überforderte mich.... es allen im nur recht machen, wieso kann ich nicht so, wie andere - jetzt weiss ich, ich kann nicht so..
    genau das ist der punkt. ich kann meine taten und deren konsequenzen meinen sohn nicht zumuten! meine halsüberkopf entscheidungen betreffen nicht mehr nur mich, und ich muss einen weg finden mit mir besser umgehen zu können. Ich werde wohl nie ordentlich sein, immer zerstreut, sensibel, empathisch, vergesslich einer katastrophe gleich....aber entscheidend ist dass ich versuche unsere lebensqualität zu steigern. Will ein vorbild sein....

    also wenn es denn so sein sollte, was ich eben stark vermute, dann werde ich wohl eine verhaltenstherapie anstreben. Denn mit Medis hab ich es nicht so....außerdem würden, soviel ich gelesen habe, die gängigen medikamente meine kreativität einschränken und bei meiner nexten ausbildung wäre das wohl sehr schlecht....
    hmm..aber ich denke schon wieder zu weit....ich bekomm meine gedanken nicht mehr von dem thema weg....

    ich bin da auch eher offen und wenn ich denn mal die gelegenheit habe, werde ich sie ergreifen...

    lieben dank....

Ähnliche Themen

  1. Endlich die Diagnose, was nun?
    Von Cowboylx im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
    Antworten: 10
    Letzter Beitrag: 6.03.2011, 23:37
  2. Diagnose: Fragebögen etc
    Von Gustav im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
    Antworten: 27
    Letzter Beitrag: 1.11.2010, 12:18
  3. Diagnose zu 80 %
    Von Silram42 im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 25.06.2010, 08:15

Stichworte

Thema: Bevorstehende Diagnose und ratlosigkeit im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum