Hallo an Alle!

Es gibt eine Sache die mir sehr am Herzen liegt und es ist einer der Hauptbeweggründe, warum ich mich hier im Forum angemeldet habe.
Es geht zwar nicht wirklich um mich, aber ich brauche einen Rat von euch,
um mich diesbezüglich korrekt zu verhalten. Der Beitrag kann natürlich gerne
verschoben werden, sollte er hier nicht hin gehören, wusste aber nicht zu
welchem Thema er genau passt.
Ich hoffe ihr könnt mir weiter helfen.

Ich habe einen 7 Jahre jüngeren Bruder, der nach meiner Meinung, genau wie ich,
unter ADHS leidet. Meine Familie hat eine harte Zeit hinter sich, nach einer gescheiterten Beziehung zu seiner 1. großen Liebe hat er im Februar diesen Jahres einen Selbstmordversuch begangen. Nach einwöchigem Aufenthalt in der Psychatrie und mehrwöchiger Therapie würde ich behaupten, dass es ihm wieder gut geht (er ist wieder normal, isoliert sich nicht mehr und lacht wieder, Dinge die er zu diesem Zeitpunkt nicht mehr getan hat). Zu dieser Zeit hat er seine Ausbildung geschmissen und macht gerade ein Praktikum bei einem befreundeten Landwirt (er geht in dieser Landwirtschaftssache total auf, obwohl wir von Zuhause her sowas nie hatten).

Ab dem Sommer wird er seinen Realschulabschluss nachholen, den er noch vor der Suizidsache verkackt hat, weil er seit der Pubertät nichts mehr durchhält, was er anfängt. Er hat starke Stimmungsschwankungen, rastet oft wegen Lapalien total aus, ist total hyperaktiv (teilweise mit Schlafstörungen) und sehr oft verträumt und abwesend. Schon als Kind war er sehr anstrengend, hyperaktiv und konnte sich nur sehr schlecht konzentrieren, was meiner Meinung nach seit der Pubertät noch schlimmer geworden ist. Er hat ebenfalls bereits vor Monaten mit seinem Führerschein angefangen, ist einmal durch die Prüfung gefallen und schafft es seitdem nicht mehr wirklich zur Fahrschule zu gehen. Man kann eigentlich sagen, so schlimm ich es auch finde und was ich ihm nie ins Gesicht sagen würde, dass er alles Wichtige vermasselt, wo er auch sehr drunter leidet.

Mein anliegen ist jetzt, ihn zu einer ADHS-Testung zu bewegen, weil ich davon überzeugt bin, dass er betroffen ist und ich ihm mit dieser Diagnose den Druck für all die nicht geschafften Dinge von der Seele nehmen möchte und auch für die, die noch kommen (den bevorstehenden Schulbesuch, von dem ich mir einfach nur wünsche, dass er das durchhält, vor allem für sein geknicktes Selbstwertgefühl).

Als ich ihn auf die Testung und ADHS angesprochen habe, hat er schockiert reagiert und meinte ich hätte einen Knall, er würde zu keiner Testung gehen und alle Therapeuten usw. könnten ihn mal. Ich will ihm doch einfach nur begreiflich machen, das eine eventuelle ADHS-Diagnose sein Leben erheblich erleichtern würde, bzw, er zumindest diesen schrecklichen Druck und das "Loser-Gefühl" los wäre.

Wie kann ich das anstellen? Habt ihr Ideen?
Ich will doch nur das es ihm besser geht!

Liebe Grüße

Hilti86