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Diskutiere im Thema Hausarzt von Diagnose erzählen?? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 50

    Hausarzt von Diagnose erzählen??

    Hallo Liebes Forum!
    Ich hab jetzt nun endlich meine Diagnose schriftlich bekommen:
    9/9 Kriterien für Unaufmerksamkeit und 7/9 Kriterien für Hyperaktivität/Impulsivität sind erfüllt, es liegt eine ADHS vom kombinierten Typus vor (ICD-10 F90.0; DSM-IV 314.01)
    Ich bin morgen bei meinem Hausarzt da ich zur Zeit ziemlich von (meines Erachtens somatischen, durch den Stress mit meiner Abschlussarbeit ausgelösten) körperlichen Problemen geplagt werde: Kopfschmerz, Müdigkeit, Magen- und extreme Rücken und Nackenprobleme. Psychisch gehts mir an sich sehr gut, aber mein Körper kommt einfach nicht zur Ruhe..

    Da das ganze ja ein ziemlicher Problemkomplex ist (ADHS -> sorgt für Stress/Schwierigkeiten bei Abschlussarbeit -> sorgt für körperliche Probleme) bin ich am überlegen meinem Hausarzt von der Diagnose zu erzählen/ ihm den Arztbericht zu zeigen..

    Ich weiß nicht recht wie und ob ich das wirklich machen soll, hab ein bisschen Bammel davor dass er - uninformiert wie viele Ärzte leider sind - das ganze als Humbug abtut -und ich damit für mich einen der besten Hausärzte die ich je hatte verlieren würde. Internistisch ist er sehr gut, kann nur leider schlecht einschätzen wie sensibel der mit sowas umgeht.

    Ich fechte schon seit ein paar Tagen das mögliche Wortgefecht mit ihm im Kopf aus

    Andererseits denke ich dass es schon wichtig ist, dass er davon mitbekommt. In meiner Diagnose steht leider auch Cannabismissbrauch - das könnte seine möglichen Ressentiments noch verstärken..

    Irgendwelche Ideen / Ratschläge wie ich das angehen/handhaben sollte?
    Danke euch schonmal... Liebe Grüße..

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 45

    AW: Hausarzt von Diagnose erzählen??

    Hallo han-solo!

    Ich weiß genau was du meinst, habe meinem Hausarzt auch von meinem ADS-Verdacht erzählt und er hat unmissverständlich klar gemacht, dass er ADS für eine Trend-Krankheit hält, was mich sehr enttäuscht hat.

    Er ist in meinen Augen der beste Hausarzt den ich jemals hatte, er hat mich in vielen schwierigen Situationen unterstützt.
    Zuerst verlor er für mich durch diese Aussage an Sympathie, nach ein paar Tagen betrachtete ich das ganze allerdings aus einem anderen Blickwinkel.

    Er hat mir in so vielen Belangen geholfen, wenn er mir in einem Punkt nicht weiter helfen kann, wird die Welt davon nicht untergehen. Für ADS gibt es Therapeuten, keine Hausärzte.
    Trotzdem solltest du ihm von der Diagnose erzählen, verschweigen halte ich nicht für sinnvoll. Was er dann davon hält und wie er damit umgeht ist letztendlich seine Sache, er wird dadurch kein schlechterer Hausarzt.

    Und das mit dem Cannabismissbrauch - mein Gott, das ist doch jedem selber überlassen, er ist ja nicht dein Vater und steht ausserdem unter ärztlicher Schweigepflicht.

    Liebe Grüße

    Hilti86

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 50

    AW: Hausarzt von Diagnose erzählen??

    Hi Hilti! Danke für deine Antwort..

    Naja, bei mir ist es ja nicht "nur" ein Verdacht, sondern ich hab von der Uni-Klinik Essen eine wirklich eindeutige Diagnose...

    Ich glaub nicht dass ich weiter zu ihm gehen könnte, wenn er sich so äußern würde wie bei dir: schließlich wende ich mich ja an ihn weil ich "Hilfe" brauche. Ich geh ja auch nicht dahin weil ich konkrete ADS-Hilfe haben will, sondern weil's bei mir eben aufs körperliche durschlägt zZ und ich denke dass es schon wichtig ist dass er das Gesamtbild kennt.

    Und doch: Er wird durch so ein Verhalten ein schlechterer Hausarzt! Gerade bei psychischen Problemen ist verdammt noch mal ein bisschen Sensibilität angebracht!

    Ich bin mal auf morgen gespannt! Ich berichte (und hoffe wirklich ich muss mir keinen neuen Hausarzt suchen)

    Liebe Grüße

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 45

    AW: Hausarzt von Diagnose erzählen??

    Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen!

    Wenn er Verständnis aufbringt (und du meintest ja ansonsten ist er ein guter Arzt),
    dann hast du mit ihm wirklich einen 6er im Lotto gezogen.

    Wirklich gute Hausärzte sind sehr selten geworden. Leider...

    Liebe Grüße

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 122

    Beitrag AW: Hausarzt von Diagnose erzählen??

    Die Frage aus meiner Sicht ist eher: Brauche ich / du einen Hausarzt? Wie hast du denn bisher deine Behandlung und diese ********** Überweisungen gehandhabt? Dieses ganze System kotzt mich so an. Die sollen einem entweder eine Rechnung in die Hand drücken (die ich dann bezahle) oder das über die KK abrechnen. Verstehe die Komplexität nicht.

    Habe aktuell also keinen Hausarzt und hatte auch nie einen. Bin immer zum passenden Facharzt gegangen, aber selbst in ihrem Feld waren die ja nicht immer fit / informiert / hilfreich, was beim Aspekt ADHS leider auch teilweise zutrifft...

    Bevor du es ihm sagst, kannst du ja mal offen fragen!! So ganz casual mit ihm schwätzen was er davon hält. Oder einfach mal die reverse-psychology Strategie fahren und dich explizit dagegen aussprechen, dann siehst du ja schon ob er dir zustimmt oder eine Gegenrede hält! Je nach dem Outcome weißt du dann woran du bist und ob es sich lohnt ihn einzuweihen, oder ob er einfach ein Ignorant ist!

  6. #6
    Spasslernen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.331

    AW: Hausarzt von Diagnose erzählen??

    Hey Ihr Lieben,

    bleibt Vertrauenssache, mein Hausarzt sammelt alle Arztberichte und stellt mir die notwendigen Überweisungen aus,

    die ich im Quartal brauche, mit andere Worten, mein "Fachfreak" ist im Bild.

    Tschüß Ihr Lieben

    Euer Zoppotrump

  7. #7
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 360

    AW: Hausarzt von Diagnose erzählen??

    Huhu, alao ich würde es ihm erzählen allerdings in einem Atemzug erwähnen, das es eben keine Modekrankheit ist.!!!!

    Wie sagte mir mal jemand wenn jemand unruhig ist wird in der heutigen zeit einfach gesagt es ist ADHS.

    Ich drücke dir die Daumen, das du bei deinem Arzt auf ein offenes Ohr stösst

  8. #8
    Chaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 5.322

    AW: Hausarzt von Diagnose erzählen??

    Hallo han-solo,

    ich erinnere mich noch gut an die Situation, als ich meinem Hausarzt von meinem ADHS erzählt habe.

    Sein Kommentar dazu:

    Ich halte nichts von der Diagnose "ADHS im Erwachsenenalter", für mich klingt das alles sehr schwammig, was da als Diagnosekriterien herangezogen wird!
    Ohne Kommentar bekomme ich jedes Quartal die Überweisung für den Psychiater überreicht. Denke, bei meiner Masse an Komorbiditäten ist das für ihn kein Problem, die Unterschrift auf dem Überweisungszettel zu verantworten. Mehr erwarte ich von ihm auch nicht.

    Patty

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 50

    AW: Hausarzt von Diagnose erzählen??

    Danke für die Antworten,,,

    @Patty: Ha! Schwammig Das sei ja wohl mal bei allen psychischen Syndromen so.. Der Diagnosefragebogen für Depressionen der in meiner Diagnose ebenfalls zum Einsatz kam umfasste doch ganze 10 Fragen - DIE waren schwammig, oh mann..!! Als ob das ein Grund wäre zu behaupten es gäbe keine depressiven Menschen.. - aber ich glaube das wäre das Argument gegen solche Aussagen - guuut

    Aber aus euren Antworten kann ich ja schon gut absehen was da morgen auf mich zukommt

    Morgen will ich da hauptsächlich hin damit er mir gerätegestützte Krankengymnastik verschreibt...

    Grundsätzlich fände ich es gut wenn er mir einen Psychotherapeuten empfehlen könnte, oder mir zumindest mal nen Ansatzpunkt nennt wie ich an einen vernünftigen drankommen könnte - um meine Lebensplanung und mich selbst mal ein bisschen zu reflektieren.

    Und ich glaub erzählen will ich ihm von dem ADHS weil's mich einfach nervt ihm das zu verschweigen und ständig so zu tun als sei bei mir abgesehen von den körperlichen Beschwerden alles im Lot... Irgendwie bin ich auch neugierig.. Für so'ne reverse-psycho Strategie bin ich nich abgebrüht genug, ich komm lieber gleich direkt damit raus. Ich meine, er müsste sich ja ganzschön was anmaßen einen ganzen Forschungsschwerpunkt der Uni-Klinik einfach so abzutun. Das ADS nicht als Krankheit sondern einfach als "andere Art die Welt wahrzunehmen" anzusehen ist - da wär ich sogar auf einer Linie mit ihm....

    Ich bin übrigens privatversichert, an sich kann ich auch direkt bei den Fachärzten auftauchen, nur wenn ich jetzt beim Orthopäden anrufe dann krieg ich da frühestens in 2 Monaten nen Termin...

    Ich berichte morgen auf jeden Fall mal!
    Gruß..
    Geändert von han-solo (25.05.2011 um 19:09 Uhr)

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 409

    AW: Hausarzt von Diagnose erzählen??

    Also wenn mir mein Hausarzt (den ich nicht wirklich habe, da ich so gut wie nie zum arzt muss und schon des öfteren umgezogen bin) blöd kommen würde, wenn ich ihm von meinem ADHS erzähle, dann würde ich ihn mal ganz lässig auf aktuelle medizinische Studien in Fachzeitschriften wie "The Lancet" oder "Biological Psychiatry" und was es da sicher noch so alles gibt, verweisen und ihn anraten sich ab und an mal auf dem neuesten medizinischen Stand zu bringen Schließlich tragen Ärzte eine hohe Verantwortung gegenüber ihren Patienten und gerade ein Allgemeinmediziner sollte mit einer Erbkrankheit die ca 4-8% der Bevölkerung trifft, umgehen können. Er hat ja schließtlich auch die Aufgabe dich an entsprächende Fachärzte verweisen zu können und sollte Probleme, gerade wenn sie bereits durch medizinische Daten gesichert sind, ernst nehmen.
    Zudem sollte er bescheid wissen über Medikamente und deren Wechselwirkungen mit Medikamenten die er so verschreibt... Also z.B. bei Schmerzmitteln etc. ... da muss doch meine Hausarzt wissen, das ich Ritalin nehme.

    Also ganz wichtig: Wenn euch euer Hausarzt für dumm verkaufen will, weil ihr an ADHS glaubt, denkt immer daran, er ist der Dumme und nicht Ihr.

    lg Sandra

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