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Diskutiere im Thema AD(H???)S? oder nicht? ich versteh mich nicht im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 1

    AD(H???)S? oder nicht? ich versteh mich nicht

    Hallo,

    Ich weiß nicht ob das hier die richtige Stelle ist, ich würde gerne wissen, ob ihr eine Diagnose ADS für wahrscheinlich haltet. Ich versuche mal meine Gefühle und Verhaltensweisen in Worte zu fassen, aber es kann leicht sein, dass ich Sachen vergesse oder verzerrt darstelle.

    Ich bin jetzt zum zweiten mal auf der verzweifelten Suche nach einer Erklärung für mein Verhalten bei der Selbstdiagnose AD(H)S gelandet, die Selbsttest im Internet sagen ja, ich erkenne mich in vielen der Forenbeiträge hier komplett wieder. Aber nicht immer. Ich war immer gut in der Schule, und ich vermute auch nicht auffällig. aber ich habe immer das gefühl gehabt, dass ich meine echten Gefühle vor allen anderen Menschen verstecke. Freunde hatte ich mir auch immer "organisiert", aber selten enge, ich spreche ungern über mich (das hier ist jetzt auch unter riesigem Leidensdruck geschrieben.

    Ich habe schon immer alles so spät wie möglich erledigt, meine Erklärung dafür war Versagensangst (wenn man gar nicht erst anfängt läuft man nicht Gefahr zu scheitern, wenn der Druck hoch genug ist hab ich mich doch überwinden müssen, ein bisschen arbeit reingesteckt und es kamen erstaunlich gute ergebnisse raus. Ich hab halt aufgrund meinter Intelligenz (soll nicht eingebildet klingen) es immer hingekriegt die Anforderungen zu erfüllen, mal mehr und mal weniger gut. Aber ich verschwende Stunden und Tage damit Sachen anzufangen, die ich dann innerhalb von wenigen Stunden (geht nicht anders, mehr Zeit ist nicht) erledigen kann, mit zufriedenstellenden Ergebnissen. Diese Stunden und Tage lang bin ich extremst unglücklich, ich will es machen, aber ich schaffe es nicht. Ich möchte auch nichts anderes anfangen, weil ich weiß das andere ist wichtiger, und so mache ich gar nichts. Und abends bin ich am Verzweifeln weil der Tag verschwendet ist, mache mir detaillierte durchdachte Pläne wie ich alles wieder hinkriegen soll, aber dann, am nächsten morgen kann ich mich nicht dazu aufraffen es zu machen.

    In der Schule ging es noch, da war alles vorgegeben, du gehst um 8 Uhr morgens hin, sitzt im Unterricht (da ich intelligent und ruhig bin (Ausschlukriterium für ADHS??) bekam ich im Unterricht genug mit um dann mit minimalen Lernaufwand gute Noten zu schreiben. Nachmittags hab ich dann meistens nichts gemacht, viel gelesen (mit großer Konzentrationsfähigkeit...??) auch der aufwand mich mich mit freunden zu verabreden war mir meistens zu viel.

    Dann fing ich ohne viel nachdenken an zu studieren, das klappte auch gut, weil ich gleich eine Freundin fand, die merkte, dass man gut mit mir lernen kann, und ich es schaffte mich an ihre lernplanung anzuschließen und mit ihr zu lernen. aber sobald ich alleine was machen sollte kam ich überhaupt nicht mit zurecht. Und jetzt ist sie aufgrund eines Auslandssemesters weg und ich komm überhaupt nicht mehr klar. Erst jetzt, nach 3-4 Jahren studium stell ich fest, dass ich eigentlich keine Ahnung hab warum ich das studiere, die Motivation ist einfach nicht da. Lernen geht alleine überhaupt nicht, vielleicht einmal die woche ein paar minuten bis stunden, zu mehr kann ich mich nciht aufraffen. Aber was ich hinkriege sind Gruppenarbeiten, da habe ich auch da gefühl, dass ich richtig gut bin.

    Jetzt läuft es auch nicht mehr so gut im Studium, ich krieg es sogar hin wichtige Deadlines mehr oder weniger wissentlich zu verschlafen, weil ich nicht mit arbeiten, mit realsieren was ich alles zu tun hab anfangen will. Für Prüfungen fang ich 2 Nächte vorher oder so an zu lernen und das klappt doch nicht immer.

    Das war noch längst nicht alles, aber lang genug. Aus Verzweiflung über meine Unfähigkeit landete ich hier. Ich bin am Überlegen, mir eine Diagnose stellen zu lassen, aber gleichzeitig entspreche ich nicht dem Standardbild eines ADS-Erkrankten (falls es sowas gibt) und alle meine Unzulänglichkeiten sind auch mit "raff dich mal auf" oder ähnlichem zu lösen. Nur ich weiß nicht wie.

    Und bisher ging auch immer alles gut, ich glaube es ist sich kein Mensch bewusst wie schwer ich mir immer tue. Danke fürs zuhören, ich habe versucht den langen Text so gut wie möglich zu gliedern, ich freue mich über Feedback zu der Frage ob ihr denkt, eine ADS-Erkrankung könnte vorliegen, oder bilde ich mir das nur ein?

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: AD(H???)S? oder nicht? ich versteh mich nicht

    Also, erstmal hallo und herzlich willkommen!

    Was Du da schreibst kommt mir sehr bekannt vor. Auch ich war gut in der Schule (dank hoher Intelligenz) ohne groß was tun zu müssen. Abschlussprüfungen in der Ausbildung: ich fing drei Tage vorher an zu lernen (meist auch erst abends und nachts) und hab gut abgeschlossen. Vorher konnte ich mich einfach nicht aufraffen.

    Das ist auch heute noch bei vielen Dingen so. Also: suche Dir einen ADHS-Spezialisten in deiner Umgebung und lass einen Test machen. Wenn es das ist, kann Dir eine Verhaltenstherapie o. Coaching, evtl. in Verbindung mit Medis helfen. Wenn nicht, hat der Therapeut aber hoffentlich zumindest eine Ahnung was sonst nicht bei dir passt.

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