Hallo liebe Community,

Gerne stell ich mich euch vor. Ich heiße Jan bin 22 Jahre alt und studiere Deutsch und Geschichte auf Lehramt.

Meine Lebensgeschichte verlief bisher ziemlich im Chaos. In der Grundschule war ich immer der mit den Jogginghosen und der faulen Einstellung: Habe den ganzen Tag nur Sport gemacht und kaum gelernt, dennoch schaffte ich es auf das Gymnasium. Am IQ mangelt es mir nicht.

Ich musste aus meinem kleinen gemütlichen Dorf nun jeden Tag mit dem Zug in die benachbarte Stadt und wieder zurück. Auch zum Fußball, den ich liebte, hab ich den Kontakt verloren. Ich fühlte mich mit der Aufgabe Gymnasium überfordert und irgendwie komplett verloren:

Neues Umfeld, neue Leute und zuviel Leistungsdruck. Dann noch die vielen Reize und mein fehlender sportlicher Ausgleich. Ich wurde auch einem Kreis von Menschen ausgesetzt von denen ich mich in der Grundschulschulklasse immer distanziert hatte.
Das Gefühl, dass ich wirklich weiß was ich will hatte ich nie, es lief alles immer rein intuitiv ab.

Das macht mich noch heute unsicher. Ich bin furchtbar schlecht im realistischen Planen, oft verträumt und kann mich oft nicht gut in Gruppen integrieren. Ich bin auch oft sehr oberflächlich und reizüberflutet. Manchmal reicht mir auch nur ein Blick um einen Menschen komplett einzuschätzen. Aber damit habe ich weitgehend positive Erfahrungen gemacht, denn ich habe eine sehr gute Menschenkenntnis und bin sensibel. So denke ich oft ich hab einen 6ten Sinn. Ich denke es liegt vielleicht daran dass ich einfach soviele Reize unbewusst aufnehme und im bewussten sich ein komisches Gefühl breit macht, das mich warnt oder eben versichert.

Ich bin auch sehr gut in Wahrscheinlichkeitsrechnung und meine Intuition scheint jeder Logik erhaben. Aber wenn ich auf sie höre, dann liege ich zu 95% richtig.

Das beeindruckt mich. Und verunsichert mich. Denn es gibt mir keine Sicherheit, was mein Denken betrifft.

Ich denke nämlich bestens in Bildern und nicht in Worten. Manchmal habe ich regelrechte Denkblockaden. Auch schalte ich von aktiven Denken auf Automatik um.
Geprägt bin ich auch von extremen Stimmungsschwankungen. Was ein Problem darstellt, denn meine Ausstrahlung ist ziemlich stark.

Meine Gefühle spiegeln sich nach aussen extrem aber ich selbst nehme mich selbst nur wenig wahr. Ich fühle mich schnell reizüberflutet und an meiner Konzentrationsgrenze.

Da meine Ausstrahlung stark ist, schwankt auch die Reaktion meiner Umwelt auf mich von extrem hasserfüllt bis extrem sympathisch. Früher wusste ich nie warum aufeinmal Leute sauer auf mich waren. Bis ich merkte dass meine Ausstrahlung und meine non-verbale Kommunikation so stark sind, dass andere sich alleine dadurch schon extrem feindselig oder extrem sympathisch mit mir verbunden sehen.

Ich interessiere mich auch stark für Psychologie, schon als kleines Kind habe ich das Verhalten von Tieren und Menschen extrem genau beobachtet.
Ich erinnere mich noch dass ich meiner Mutter mal erzählt habe, dass die Erzieherinnen zu uns Kindern nicht so freundlich sind wie zu unseren Eltern.
Ich liebte es Ameisen zu beobachten. Mit meinem Ziel Lehrer zu werden hoffe ich dass ich viele Kinder positiv beeinflussen kann.

Und Kindern mit ADS helfen kann.
Nun ist es schwierig mit einer starken Stimmungsschwankung, kombiniert mit einer direkten Kopplung zu einer starken Ausstrahlung klar zu kommen. Denn Kinder sind die ersten die auf non verbale Kommunikation oder einer unterschwellig aggressiven Tonlage reagieren.

Ich möchte Mittel und Wege finden, meine Stimmungsschwankungen zu minimieren. Meine Aufmerksamkeit zu maximieren und einen Plan fürs Leben entwickeln.
Ich bin intrinsisch dafür motiviert und ich habe gelesen bei ADSler ist dass ein extremer Vorteil, denn wenn sie was wirklich interessiert, dann gehen sie darin auf

Wenn mein nächster Beitrag nicht so gut wird, liegt das wohl an einer Stimmungsschwankung.

Ich fühle mich oft himmelhochjauchzend und dann wieder zu Tode betrübt.

Mit besten Grüßen,

Jan.