Hi Leute,

ich hatte heute mal wieder eine Sitzung bei meinem Therapeuten. Den Termin hatte ich angeleiert, weil ich das gefühl habe, dass mein AD nicht mehr so wirkt, und das wollte ich mit ihm besprechen. Weiterhin war ich ziemlich motivationslos, und habe das Gefühl, das die Motivation durch das Fluoxetin nicht besser wurde.

Allerdings hatte sich in der Zwischenzeit auch so einiges wieder ergeben, so dass wir viel zu bereden hatten.

Ich hatte meine These von meiner Versagensangst als Störfaktor bei der Arbeit, immer dann wenn Entscheidungen anstehen, wiederholt. Das war eine Idee, die mir einen Teil meiner Probleme plausibel erscheinen lassen, da ich in solchen Situationen die Arbeit vermeide (Internetsurfen etc.), was ich als Flucht interpretiere. Allerdings spüre ich eine solche Angst nicht aktiv (Beklemmung etc.) Quasi eine Angstkomponenten als Komorbidität. Allerdings hat wie gesagt das AD hier nichts aufgelöst, obwohl Fluoxetin ja wohl doch eines der starken Angst lösenden ADs ist.

Der Ansatz von meinem Therapeuten war daraufhin, dass er mich daran erinnert hat, dass er glaubt, dass das Problem der mangelnden Konstanz und der mangelnden Motivation darauf zurückzuführen ist, dass ich durch passive Agression/passiven Widerstand reagiere. Er meint, dass das bei mir ein Abgrenzungsproblem und eine Reaktion auf Grenzüberschreitungen durch andere mir gegenüber sein könnte. Das Vermeiden ist dann die Flucht vor der Konfrontation bzw. vor dem Problemen.

Es ist schon richtig, dass ich insbesondere, wenn ich psychisch nicht so stabil bin, aggressiv (nur Worte, keine Taten) also unwirsch und laut reagiere und mich "wehre". Aber passiv? Wenn ich im Büro sitze und nicht geht mehr, dann spüre ich aber keine "Wut" oder dergleichen.

Was haltet Ihr davon?

Grüße

James