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Diskutiere im Thema 1.Gespräch mit einem Psychologen- absolute Katastrophe im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 57

    Böse 1.Gespräch mit einem Psychologen- absolute Katastrophe

    Ich war heute bei einem Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie in Wuppertal. Sowas hab ich noch nie erlebt. Eine absolute Katastrophe.Ich hatte den Termin um 9:15 und ich hatte mir aufgrund der wichtigkeit meines Anliegens (ADHS) felsenfest vorgenommen pünktlich zu sein. Das ist mir auch Gottseidank gelungen.

    Was passiert? Der Artzt ist selber eine halbe Stunde zu spät in die Praxis gekommen. Naja gut das kann mal passieren. Schwamm drüber dachte ich und bin voller Hoffnung ins Gespräch gegangen.

    Jetzt kommt der Oberhammer. Das Gespräch dauerte insgesamt 30 Minuten wenn überhaupt. Davon hat der Artzt min.10 Minuten telefoniert Ich habe ihm mein Problem erzählt das ich ständig aufgrund meiner Reizüberflutung überfordert bin. Total schusselig bin und wichtige Dinge von unwichtigen Dingen nicht unterscheiden können. Mich in meiner sozialen Umgebung ausgegrenzt fühle wegen meinem Verhalten und aufgrund dessen auch eine Sozialphobie habe. Ich hatte sogar mein Gefühle aufgeschrieben und dem Artzt vorgelesen.

    Er hatte mich daraufhin gefragt wie mein Werdegang ist.

    Ja in der Hinsicht bin ich villeicht nicht typisch ADHS denn ich habe mein Abitur geschafft. Zwar ziemlich mies aber ich habe es geschafft und ich bin auch nicht einmal sitzen geblieben. Ich denke aber das liegt daran, dass ich ein spezialist bin in Sachen anpassen. Kein Mensch in der Schule kanne mich wirklich sondern ich habe mich meisten den Menschen um mich herum wie eine Chameleon angepasst.

    Villeicht kennt es einer von euch. Ich wollte halt dazugehören. Ich glaube wenn ich mich nicht angepasst hätte wär ich auf jedenfall untergegangen.

    Dann sagt der Artzt: Sie haben kein ADHS. Sie müssen zum Tiefenpsychologen der das Ganze untersucht. MEINE FRESSE WIE KANN MANN DAS DENN SO SCHNELL SAGEN? EINE ADHS DIAGNOSE KANN MAN NICHT INNERHALB VON 15 MINuten stellen. Entschuldigung für meine Ausdrucksweise aber das ist mehr als unprofessionell.

    Ich will den Text auch nicht alzu lang gestalten. Ich sitzte nur gerade zu hause bin am heulen und ziemlich sauer auf dieses Oberfläliche Verhalten vom Artz. Er hat mir gesagt das ADHS bei erwachsenen eine Modeerscheinung sei und deshalb nicht auf mich zutreffen könnte. Ich hätte keine unaufälligkeiten in meiner schulischen Karriere.

    Ich würde gerne mit jemanden darüber hier aus dem Forum mal sprechen der seine Diagnose bekommen hatte. Ich bin mehr als verzweifelt. Was soll ich nur tun

  2. #2
    VierSterneMurch

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.532

    AW: 1.Gespräch mit einem Psychologen- absolute Katastrophe

    Ich hab das jetzt schon mehrfach gelesen - Gut in der Schule = kein ADS die meisten Psychiater haben keine Ahnung von dem Verfahren...

    Versuch einen Spezialisten für eine ADHS Diagnose zu bekommen...

    Ich hab auch dauernt das Problem immer wieder neu zu beweisen, das ich ADS habe - bin gerade im Dritten Diagnoseverfahren seit 2004 - jede neue Psychoeinrichtung will Ihre eigene Diagnose!!!

    Bin zur Zeit in der Vitosklinik in Wiesbaden und muss leider sagen, das meine Hausärztin mehr Ahnung von ADS hat, als die Psychiaterin bei der ich da sitze...

    Also nicht aufgeben und einen Spezialisten, der was taugt suchen...

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 17

    AW: 1.Gespräch mit einem Psychologen- absolute Katastrophe

    Hallo rambojim,

    das ist ja wirklich gruselig. Deckt sich aber in ein paar Punkten mit meinen Erfahrungen die ich gemacht habe.

    Mit einer "echten" Diagnos von ADS tun sich viele - besonders wenig mit dem Thema Erwachsenen-ADS vertraute - Ärzte sehr hart.
    Das liegt an sehr vielen Aspekten und ist z.T. erklärbar.

    Überhaupt nicht entschuldbar für Fachleute im diesem Bereich sind Schnelldiagnosen und Pauschalurteile anhand von öberlächlichen Angaben. Das kann man echt die Krise kriegen!!!

    Ich habe meine Diagnose von einem erfahrenen Psychiater auf diesem Gebiet. Aber auch da muss man sehr vorsichtig sein. AD(H)S hat unendlich viele Schattierungen. Beio mir gab es eine große Spanne von verschiedenen Tests und trotzdem bewerte ich das sehr vorsichtig. Erst mit meinen eigenen Selbstbeobachtungen, Bücher lesen, Gespräche mit Anderen und auch anderen Psychiologen und Psychiatern war ich mir einigermaßen im Klaren, was mit mir los ist und worauf ich schauen muss.

    Der Prozess dauert quasi ständig an.

    Bei niemand kann man AD(H)S aus schulischen Leistungen ableiten. Das kann!!!! nur ein Aspekt sein, muss aber nicht. Wie Du sagts, man bekommt Abi, nicht gut aber es klappt, ist unauffällig und keiner sieht etwas ungewöhnliches. Bei mir war immer nur von außen zu hören, dass ich erheblich unter meinen Möglichkeiten arbeite. Aber da kann man ja auch einfach faul sein. ... etc...

    Grundproblem: Die Tests sind spärlich, meist aspektbezogen und nicht allgemeingültig. Das Fachwissen gerade wenn es um Erwachsene geht ist nicht weit verbreitet. ADS ist gerade eine Art "Modediagnose" und/oder wird selbst von Ärzten als solche gesehen, da muss man eh vorsichtig sein. Wenn etwas als Schnellschuss kommt ist die Diasgnose in beiden Richtungen keine gute.
    Und wenn man offiziell kein ADS hätte? Wo ist denn der Unterschied zu einem offiziell diagnostizuiertem ADSler und jemand der die gleichen Lebensprobleme und -themen hat?
    Wir sind hier in einem sehr sehr komplexen Thema zuhause. Die Diagnose ist ein langer Prozess und keine einfache Arztentscheidung, so sehe ich das.

    Zurück zu Dir:
    1. KOPF HOCH lass Dich von so einem nichtsnutzigen Diagnostiker nicht runter ziehen (auch wenn es total verständlich ist)
    2. Es wäre ganauso nicht gut, wenn es pauschal ADS diagnostiziert hätte und wohlmöglich noch irgendwelche Medis in beliebiger Form verschrieben hätte
    3. Suche Dir einen Profi, der Erfahrungen mit Erwachsenen-ADS hat -> hier im Forum gibt es bestimmt bekannte Leute die nicht allzu weit weg sind

    4. Du kennst Dich am besten!!!! DEINE Diagnose ist zunächst einmal entscheidend. Wenn Du Deine Symptome in Foren, Büchern etc. wieder erkennst und dem nachgehst, bist Du selbst besser als jeder Arzt. Allerdings ist die Abklärung (und Gegenprobe) mit einem Profi trotzdem wichtig. Aber verschwende Deine Zeit nicht mit Pauschalurteilern.

    Der Facharzt bei dem Du warst scheint der falsche Ansprechpartner zu sein. ABer hier wirst Du sicherlich viele Menschen mit ähnlichen Erfahrungen finden. Ein Psychiater oder Therapeut muss zum eingenen Thema und der eigenen Persönlichkeit passen. Das ist selten der Erste.


    Es ist verständlich, dass Du Dich schlecht fühlst. Aber versuche keinen allzu großen Wert auf das Gespräch von heute zu legen. Der Gesamtumstand zeigt, dass es keine professionelle Beratung war.

    Kopf hoch, durchschütteln und frag hier mal nach Profis die bekannt sind (Selbsthilfegruppen sind gute Anprechpartner, sowohl für Gespräche als auch für die Suche nach passenden Ärzten).

    Schöne Grüße,
    Zoot

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 266

    AW: 1.Gespräch mit einem Psychologen- absolute Katastrophe

    Hallo rambojim,

    wie schon meine Vorredner geschrieben haben - Du bist hier einfach an den falschen Arzt geraten! Das war einfach Pech und hat nichts mit Deiner Person und den eigenen Beobachtungen zu tun.

    Google doch mal nach, ob es eine ADS-Ambulanz in der Nähe Deines Wohnortes gibt! Dort kennt man sich sicher besser aus und wird eine zuverlässige und fundierte Diagnose stellen!
    (ich persönlich bin auch so zu einer ADS-Ambulanz in meiner Nähe gekommen, wo ich im September einen Test-Termin habe)

    Außerdem finde ich das Verhalten von Deinem Arzt unmöglich! Er wird schließlich für seine Leistung bezahlt - sei es von der Kasse oder privat - und da hat er einfach pünktlich zu erscheinen und NICHT zu telefonieren! Erstens mal gebietet das schon der allgemeine Anstand und zweitens hat der Arzt - wenn er mit Dir im Gespräch ist - sich auf DICH zu konzentrieren. Ich glaub, Du hattest einfach nur Pech - das ist alles.
    Lass Dich aber davon nicht entmutigen und bleib weiter dran an der Aufklärung Deiner Probleme! Übrigens kommt das, was Du geschrieben hat, mir sehr bekannt vor. Auch ich war immer eine gute Schülerin und hab alles geschafft, Abi sogar relativ gut. Wie Du auch, hab ich mich immer an meine Umwelt angepasst - besonders auch durch den Druck, den ich aus dem Elternhaus bekam. Leider ist daduruch die Entwicklung meiner eigenen Persönlichkeit auf der Strecke geblieben Naja, das hol ich halt jetzt seit den letzten 8 Jahren nach (ein paar Teile von mir selbst hab ich schon gefunden, ein paar noch nicht. will mich auf alle Fälle auf ADHS testen lassen, denn ich habe sehr viel darüber gelesen und mich sooooo oft wiedergefunden. Auch meine Therapeutin hat mich gleich nach unseren zweiten Sitzung gefragt, ob ich ADHS hätte - dadurch bin ich erstmal auf dieses Thema gestoßen!)

    Also - bleib dran! Es gibt auch Ärzte, die verständnisvoller sind und sich auf dem Gebiet ADHS auskennen! Die Suche lohnt sich! Ich wünsche Dir alles Gute!

    Nasenbär

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 281

    AW: 1.Gespräch mit einem Psychologen- absolute Katastrophe

    @rambojim

    Also ich hab meine Diagnose noch nicht lange, aber ich muss sagen dein Arzt is nicht mehr ganz ............. naja ihr wisst schon.
    Normalerweise ist ADHS an sich ja schwer zu testen, vorallem bei Kindern, eben weil man es nicht mit irgendeinem Wert belegen kann, lediglich die Auswirkungen machen Schlussendlich eine Diangnose möglich.
    Dass Problem ist bei der Sache nur dass manche sich, wie z.B. meine wenigkeit, eben ihre wege suchen um eingermaßen normal zu funktionieren, ich hatte/und habe auch noch teilweise Zwangsstörungen, meine Wohnung sah aus wie geleckt, ich glaube zu der Zeit hätte niemand auch nur den Verdacht gehegt dass ich ADHS haben könnte, und da sind wir auch wieder beim Problem die, aus dem unbehandelten ADHS/ADS, in soweit man daran erkrannkt ist, resultierenden Persönlichkeitsstörungen etc pp, überdecken manchmal dass Hauptproblem, aber nun gut auch dass müsste ja weitestgehend bekannt sein.

    Nun kann ich deinen ärger verstehen, die Fachaärzte sind ja meistens extrem überlaufen und wenn man bei einem Psychologen weniger als ein halbes Jahr wartezeit hat, kann man sich ja schon fast geehrt fühlen.
    Ich denke dass ist auch mit eines der größten Probleme speziell bei Depressionen etc, man ist schon verzweifelt möchte sich endlich helfen lassen, man überwindet sich anzurufen,was mir immer besonder schwer fällt, und dann bekommt man ganz lässig erzählt dass sie irgendwann eventuell mal wieder nen Termin frei haben etc pp, nun gut für akut Fälle also eine super Situation, aber ich denke ihr wisst was ich meine.

    Da schreib ich mich fast schon wieder in .......ok ganz ruhig nicht ärgern nur drüber wundern..

    Zu deinem Problem, sorry neige dazu ab zu schweifen, also bei mir wurde es durch zwei Fragebögen, EEg, Test vor einem Monitor und meine Zeugnisse Diagnostiziert, bei meiner Tochter war es etwas ausgefeilter aber sie ist ja noch relativ klein, ein Erwachsener hat ja eher die Fähigkeit seine Gefühle zu beschreiben, ich weiß es ist ärgerlich da meint man man wäre endlich erlöst und wüsste gleich was mit einem los ist, und dann so ein extremer schwachsinn. ich weiß auch nicht irgendwie zählt dass einzelschicksal nicht mehr, oder hat es dass überhaupt schonmal?!

    Achja wasich vergas du brauchst auf jeden Fall nen abdern Arzt aber dass wurde auch schon erwähnt.


    LG laepche

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 57

    AW: 1.Gespräch mit einem Psychologen- absolute Katastrophe

    Als erstes möchte ich mich für alle eure netten Beiträge bedanken.

    Es hilft mir sehr das ihr mir Mut macht, denn es ist so schwer so eine knallharte Abservierung zu erleben.
    Ich schaffe es leider gerade nicht viel zu schreiben weil ich zurzeit auf der Arbeit bin aber ich werde heute Abend
    nochmal ein paar Sachen erzählen die noch so beim Arzt gelaufen sind.

    Bis dahin euer Rambo.

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 2.413

    AW: 1.Gespräch mit einem Psychologen- absolute Katastrophe

    hallo rambojim

    ich habe keine antworten gelesen, dein eingangstext schon.

    lass dich nicht entmutigen, ich habe auch nicht eine adhs-typische schullaufbahn hinter mir.

    mein hausarzt, der das adhs mehr als charaktereigenschaft sieht, sah aber trotzdem meine not/leiden und
    hat mich zu einem spezialisten weitergeleitet. du siehst, ich hatte es auch mit menschen zu tun, die das ganze
    als gar nicht schlimm oder gar humbuck empfinden. nun gut, ich habe mich selbst zu informieren versucht und einen
    facharzt gefunden, der sich mit adhs und deren diagnostik auskennt.

    was bringt dir ein arzt, der dich und deine not nicht ernst nimmt? sei froh, dass er dich andersweitig nicht zu therapieren versucht
    und suche dir einen spezialisten.

    p.s. anhand meines gesprächs beim diagnostizierenden psychologen, hätte er ein ads zu 80% ausgeschossen - da ich mich irgendwie
    doch klar und ruhig ausdrücken könne. (die anstrengungen angepasst zu sein, sei dank)
    bei mir wurde zusätzlich, zu gespräch, fragebogen ein eeg am arbeitenden gehirn vorgenommen und die auswertung dieser daten
    haben ganz klar ein ads mit hyperaktivität aufgezeigt.
    wäre bei mir die adhs ausgeschlossen gewesen, hätte ich mir weiter auf die suche gamacht um mir hilfe zu
    holen um meine schwierigkeiten in den griff zu bekommen.

    lass dich nicht endmutigen, suche weiter nach hilfe - du wirst sie bekommen.
    ev. hast du auch kein ads, ev. schon - doch suche dir menschen, die dir gutwollend helfen möchten - die anderen ingnoriert man.

    ich wünsche dir alles gute -


  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 49
    Forum-Beiträge: 165

    AW: 1.Gespräch mit einem Psychologen- absolute Katastrophe

    Lieber Rambo!

    Auch von mir ein mitfühlendes "bleib cool"!

    Deine Erfahrung von heute morgen ist leider die Normalität.

    Ich mache ADHS-Elterntrainings und leite eine Selbsthilfegruppe und die meisten Teilnehmer haben mehrere solcher Blick-Diagnosen-Erlebnisse auf Lager.

    Letztlich zeigt das vor allem, dass sich dieser Arzt bezüglich ADHS nicht fortgebildet hat!


    Bei Erwachsenen kann eine ADHS - Diagnose nur mit viel Zeit für eine ausführliche Anamnese und vor allem viel Wissen über ADHS über die gesamte Lebensspanne gestellt werden.

    Dieses: "Zeig mir Dein Grundschulzeugnis und ich sag Dir, ob Du ADHS hast" ist lächerlich. - Erzählte Erinnerungen aus der Grundschulzeit dagegen sind aufschlußreich.

    Und der Satz: "ADHS ist gerade die Modediagnose bei Erwachsenen." Wird durch das ständige ignorante Wiederholen nicht wahrer.

    Umso mehr freute mich neulich folgende Antwort eines sehr erfahrenen Psychotherapeuten auf genau diesen Satz:

    "Im Fall von ADHS möchte ich zu bedenken geben, dass ich überrascht bin von der Erfahrung, dass sich immer mehr erwachsene Patienten in meiner Praxis einfinden, die ganz offensichtlich bisher übersehene ADHS-Patienten sind. Die Erkrankung und die dazu gehörige Therapie bei Kindern und Jugendlichen ist seit Anfang der 70iger Jahre bekannt ... Die Behandlung von erwachsenen ADHS-Patienten ist zur Zeit Neuland."

    Je mehr gestandene Therapeuten (Ärzte und Psychologen) sich fortbilden und ihre Erfahrungen kommunizieren, desto seltener wird ein Rambo weinend aus der Praxis laufen!

    Ich schließe mich meinen Vorrednern an: Wenn Du Dir weitere Torturen erspraren möchtest, geh zu einem ADHS-Experten.
    (Man geht ja auch
    nicht zu einem Chirurgen sondern zu einem Gastroenterologen, wenn man eine Magenspiegelung braucht.
    Und ADHS gehört bei den normalen niedergelassenen Psychiatern und Psychotherapeuten leider noch nicht zum Standardwissen.)


    Alles Gute!

    Muriel

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 248

    AW: 1.Gespräch mit einem Psychologen- absolute Katastrophe

    Hallo Rambojim,

    Kopf nicht hängen lassen.

    Was der Psychologe sagt is ja nur seine Meinung und nicht Deine.
    Hab ich schon oft erlebt das Adhs einem abgesprochen wird (eigentlich von fast allen Ärzten und Psychologen die es nicht selber haben und somit auf ihre eigene Sichtweise und theorieabhängige Erklärung hereinfallen.
    Abitur ist nicht ungewöhnlich für Adhs( hab auch eins und das war für mich so ne Art Jungelkrieg unter Unmengen Koffein und Cannabis).
    Ob du Adhs hast oder nicht ist bis jetzt nicht geklärt und wenns dann so läuft ,das man hinterher noch weniger Sicherheit fühlt wie vorher
    kann das schon mal dazu führen das man überfordert ist( eigentlich stimmt das bei Adhs nicht weil ich habs ja und bin immer unsicher und überfordert)
    meinem Bruder wurde es von seinem Hausarzt von vorherein abgesprochen und der wollte ihm sogar den Gang zum Experten ausreden. Hat ihm dann Vitaminpillen gegen die Konzentrationsstörungen verschrieben.Hat meinen Bruder dann total verunsichert weil der halt glaubt ein Arzt in weissem Kittel ist auch immer kompetenter als der Patient.Ist aber manchmal andersrum.
    Ich würde Dir raten eine Klinik zu suchen die auf die Ausschlussdiagnose spezialisiert ist. Adressen gibts hier im Forum.
    Extreme Wartezeiten sind leider überall zu erwarten aber auch die lohnen sich wenn denn am Ende eine Diagnose erfolgt der man trauen will/kann.
    Liebhaber des tiefenpsychologischen Verständnisses von Lebensschwierigkeiten scheiden meist wegen ihrer Grundüberzeugung über die Entstehung von psychischen Problemen von vornherein aus( ich hoffe es gibt reichlich Ausnahmen unter den tiefenpsychologisch orientierten Psychologen...habe aber noch keinen getroffen) .
    An dieser Stelle : nix gegen kognitive Verhaltenstherapie ..tolle Sache
    Ich kenne mittlerweile Leute die auch bereit waren 3 mal eine Strecke von 500km zurückzulegen da sich in der Nähe kein Spezialist finden liess oder die wartezeiten ein Jahr überstiegen.
    In diesem Sinne wünsche ich Dir eine schöne Woche und das Du eine geeignete Klinik mit einer extra Abteilung für ADHS bei Erwachsenen findest. Münster is doch gar nicht soweit weg oder?

    liebe Grüsse Atta
    Geändert von Attamatajosa ( 2.05.2011 um 17:15 Uhr)

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 57

    AW: 1.Gespräch mit einem Psychologen- absolute Katastrophe

    An all die tollen Menschen die mir geschrieben haben. Ich würde euch am liebsten alle Antworten und ich würde mir freuen wenn ihr mir nicht sauer seid aber es fällt mir so schwer das alles zu beantworten

    Ich weiß nicht wieso aber ich hab mich gestern Gott sei Dank fangen können und sehe die Diagnose jetzt aus eine anderen Blickwinkel. Eure Meinungen und Vorschläge haben mir echt geholfen. Ich werde mich von dem Psychiater nicht davon abhalten lassen einen Fachmann in diesem Gebiet ausfindig zu machen und eventuell eine ADHS Diagnose zu stellen. Manchmal Frage ich mich nur ob ich denn wirklich ADHS haben sollte. Es deuten aber so viele Dinge darauf hin. Andere Dinge sind aber dann auch wieder ganz anders als bei den meisten.

    Ich stelle bei mir fest, das ich eigentlich ein ganz kommunikativer Mensch bin der auch gerne neue Leute kennen lernt. Freundschaften und sein soziales Umfeld muss man pflegen und genau das ist das Problem. In dieser Hinsicht bin ich so unbeständig und ich weiß nicht einmal wieso. Ich melde mich nicht und dann sitze ich auf einmal ganz alleine zu hause und denke mir. Warum hast du dich schon wieder nicht bei deinen Kumpels gemeldet. Irgendwie ist es eine art von ungewollter Isolation. Aufgrund dessen treiben mich meine Gefühle in ein dunkles Loch voller Trauer.

    Wenn ich aus eigenem Antrieb (Fragen wie z.B: Hey was machst du am Wochenende?...) versuche mich in die Aktivitäten von anderen Menschen in meiner Umgebung zu integrieren werde ich meistens stillschweigend angeguckt, nicht eingeladen und ein Mensch der sich aufdrängt will ich auch nicht sein. Aufgrund dessen bleib ich doch meistens alleine zu hause oder fahre zur Familie. Das war schon immer so.

    Das ist nur mal ein kleiner Punkt und ich merke das ich abschweife. Nochmal zur Diagnose. Ich werde Definitiv einen Facharzt aufsuchen und würde euch gerne Fragen: Kennt ihr einen guten Facharzt in Oberhausen und Umgebung ?

    lg rambo

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