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bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 21

    HELP

    Hallo, ich bin Snörre und neu hier.

    Ich habe mich informiert über ADS und bin inzwischen (mehr oder weniger) davon überzeugt ADS selbst zu haben.

    Mitte nächsten Monat habe ich einen Termin bei einem Psychiater bei dem ich vor vielen Jahren war. Damals machte man nur ein eeg, was, wenn ich mich richtig erinnere nicht "normal" war. Kurz darauf bin ich wegen starken Depressionen zu einem anderen Psychiater- dieser wollte mir Citalopram verschreiben(Antidepressivum), was ich verweigerte, weil ich drei Jahre vorher eine Psychotherapie wegen Depressionen machte und auch da dieses zeug bekam, dieses jedoch überhaupt nicht wirkte.
    Ich bestand auf ein Mittel gegen Schizophrenie, weil ich "flatternde" Gedanken hatte. Diese Gedanken schossen wie Maschinengewehrkugeln aus mir raus, bzw. in meinem Kopf... Sozusagen 100gedanken pro Minute oder ähnlich...
    Naja ich bekam Amisulprd- mit der ASDRÜCKLICHEN Anweisung höchstens 50mg/Tag zu nehmen.
    Das half auch- ich wurde innerlich ruhiger.(Gegen Schiziphrenie hilft das Zeug erst ab viel mehr mg)
    Naja jetzt nehme ich das Zeug seit Jahren, will aber inzwischen nur noch weg davon, weil ich auch inzwischen 200-300mg am Tag nehme. Das kam u.a. daher weil mir mal ein Arzt 400mg Tabletten davon verschrieb und die kann man nicht 1/8, sondern nur 1/2, also nahm ich dann plötzlich 200mg.
    Inzwischen habe ich sehr zugenommen und bin eigentlich nur noch müde.
    Jetzt wollte ich das Zeug nicht mehr und habe im Internet recherchiert.

    Nun, als Kind, also in der Schule und davor im Kindergarten(Ich habemir alle Zeugnisse von damals angeschau) war ich sehr leicht abzulenken, lenkte Andere ab, war dominant, extrem störend und feinmotorisch bis heute zurückeblieben- so oder ähnlich steht es in jedem Zeugnis von der 1. bis zur 9. Klasse.
    ich war äußerst schwierig, gesprächig und stehts ein Einzelgänger.
    Auch zu hause war ich "Schwer erziehbar" ein absolter Sturkopf. Ich hätte mich eher halb tot schlagen lassen, als das zu tun was man mir auftrug.
    Auch unkonzentriert war ich, in der Schule und daheim.

    Nun, was ich bisher gelesen habe, könnte das auf ADS hindeuten.

    Heute ist es so, dass ich schwer, vor allem über längeren Zeitraum konzentriert sein kann.
    Hier ist etwas dabei was mich widerrum skeptisch macht, denn z.B. habe ich beim Psychologischen Dienst des Arbeitsamtes einen Test machen müssen-Berufsfindung. Einen echten Intelligenztest. Dabei kamen vor allem in Logik, sehr weit überdurchschnittliche Werte heraus- am Anschlag der Skala- aber auch in allen anderen Bereichen war ich über Durchschnitt.
    Ich hatte zwar einen guten Tag, wenns darauf ankommt kann ich mich konzentrieren- so scheint es, aber im Alltag laufe ich wie auf "Autopilot"..
    Ich mache sehr wenig wirklich bewusst/konzentriert, sondern irgendwie automatisch.
    So wie genau jetzt- die Worte sprudeln nur aus mir raus, ohne dass ich mir vollend darüber bewusst wäre.
    Ich höre schlecht zu, kann das auch kaum und wenn ich es versuche wirklich zuzuhören, verliere ich schnell den Faden- komme einfach nicht mit.

    Jetzt ist es so, dass ich großes Glück hatte und versuchen werde zu studieren.
    Ich habe schonmal etwas ähnliches Gemacht- eineschwere Ausbildung, die ich mit ach und krach geschafft habe, obwohl ich viel gelernt hatte.
    Letztenendes stand mir meine enorme Impulsivität aber im Wege diese Schine weiter zu gehen.

    ich mache also beruflich einen Neuanfang.
    Zur überbrückung habe ich als Hilfsarbeiter gearbeitet und sogar das war für mich schwer an der Grenze um mich richtig zu konzentrieren.

    Eigentlich hatte ich nur einmal wirklich die Fähigkeit mich richtig zu konzentrieren- in meinem letzten Schuljahr- der Grund: Ich habe gekifft. Irgendwie fiel es mir dabei viel leichter mich richtig zu konzentrieren- gut, die erstehalbe Stunde wenn ich gelernt hatte damals, fiel schwer, aber dann war ich richtig konzentriert, fixiert.

    Naja das mache ich längst nicht mehr und nun weiß ich nicht wie ich das richtig, nächsten Monat beim Arzt rüber bringen soll. Von dem was ich laß, sind Depressionen oft Begleiterscheinungen bei ADS.
    Ich will die Schulzeugnisse mitnhemen und ein Attest meines Hausarztes, der mich sehr lange kennt und mir für die Gesellenprüfung damals "Konzentrationsstörung" attestierte, damit ich eine Arbeitszeitverlängerung in der Prüfung bekomme.

    So, nun bin ich wirklich geschafft.

    Wäre super wenn Ihr was dazu schreiben könntet, z.B. ob Ihr ähnlich wart bevor man das bei Euch feststellte, oder ob ich auf dem völlig falschen Dampfer bin...


    Danke

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 7

    Aw: Help

    Hm also ob du auf dem Falschen dampfer oder genau richtig bist kann ich dir nicht sagen, was ich dir sagen kann ist wie es bei mir gewesen ist. Schultechnisch gesehen wird sich das vermutlich mit so ziemlich vielen gleichen ich hatte schon in der ersten klasse probleme, habe mich nicht konzentriert und hatte auch eigentlich keine lust dazu. Der effekt war ich wurde zuückgestuft auf eine damals noch existente Null-Klasse von dort aus habe ich dann ein Jahr später die erste klasse neu gestartet und war auf anhieb klassenbester notendurchschnitt 1,5 zur vierten klasse hin aber abfallend da ja auch die anforderungen stiegen. Mit mühe und not habe ich einen durchschnitt von 2,0 gehalten und bin dann aufs gymnasium gewechselt, bis dahin fühlte ich mich normal und auch mein umfeld hat eigentlich mich normal behandelt. Mit dem gymnasium wie konnte es anders sein fielen die Noten ins bodenlose da ist mir dann zum ersten mal wirklich bewusst geworden das wenn jemand etwas erzählte ich in gedanken über ein einzelnes wort des Erzählten nachdachte nicht mal unbedingt etwas wichtiges dazugehöriges aber es hatte eben meinen kopf gefangen. Recht schnell fiel auf das ich den Unterricht störte ich galt als unkonzentriert, launisch und unterschwellig aggressiv was ich sogar in Wort und tat freunden gegenüber war. Die Fünfte klasse schaffte ich mit ach und krach aber die Sechste war schon von beginn an zum scheitern verurteilt. Meine damalige Klassenlehrerin gab meinen Eltern dann den Rat ins spz zu gehen (SozialPädagogischesZentrum) dort hat ein Psychater sich meiner angenommen und war recht schnell bei der Diagnose Adhs die er belegte mit einer Hirnstrommessung (Irgendwas in der art ich hatte lustige elektroden am Kopf sehr genau erinner ich mich nicht mehr), damit kamen dann schnell die ersten handlungen auf zum einen ein Schulwechsel von Gymnasium auf eine Montessorimittelschule, blockunterricht so die meinung des psychologen war einfach nicht die richtige Methode mir etwas beizubringen, damit hatte er recht. Gleichzeitig wurde ich auf Ritalin eingestellt und bekam eine betreuung durch den psychater der mich Diagnostiziert hatte. Die Umstellung ins montessorisystem war schwer aber dadurch das die lehrer eher vertrauenspersonen waren und man sie respektierte weil man ihnen vertraute nicht weil sie mit regeln wetterten konnte ich dort zumindest mehr mit der ganzen sache anfangen. Was Ritalin und Psychatrische betreuung anging hat Ritalin nicht gewirkt und ich hab den psychater reden lassen selber nur das nötigste gesagt eben abgeblockt. Weiter ging es dann mit medikinet und Izh. Ersteres habe ich wieder abgesetzt da es zwar anschlug aber mich zu nem Zombie machte, zweiteres hat zumindest in sofern geholfen das ich erst mal verstanden habe was Adhs ist. Ich hab mich dann mehr schlecht als recht durch die Schule gequält und eine ausbildung gemacht die mir spaß machte, wichtig für mich denn ich lerne und verstehe nur was mich intressiert und was mich motiviert, ich bin physiotherapeut. Das war jetzt mal meine geschichte in Kurzform.

    Zum adhs an sich, es wirkt sich bei mir so aus das ich oft in gedanken bin und das wenn ich mich mit jemanden unterhalte meine Information quer schießen, sprich z.b. ich wechsel das thema manchmal etwas sprunghaft holprig oder kann mcih aus fremden gesprächen schwer raus halten.....das nervt natürlich andere. Weiterhin bin ich recht hyperkinetisch also ich bewege mich recht viel selbst im sitzen (beine wackeln, fingergymnastik etc.) ich muss allerdings sagen das das alles recht unbewusste sachen sind, also der übergang von konzentriert zu unkonzentriert ist oft schleichend ich merke es also nicht. Dazu kommt manchmal allgemeine verwirrtheit in der man sich fragt was man gerade tut und warum überhaupt. Die Aggressionen die ich ja schon erwähnt hatte treten auch auf, meistens dann wenn ich das gefühl habe jemand ist gegen mich oder hält mich für minderwertig für anders für nicht normal. Was nebenerscheinungen angeht wie die von dir erwähnte Depression so hat das besagter Psychologe auch mal über mich gesagt (versucht mit johanniskraut zu behandeln) aber ich selber glaub nicht recht dran. Was allerdings das kiffen angeht, kann ich bestätigen nach ner ziemlich seltsamen anfangsphase sind danach die gedanken für eine weile sternenklar, danach leider zeitweise noch chaotischer als vorher und ich kiff im moment eig nur in gesellschaft mit einj zwei freunden die ich maximal einmal im monat sehe wenn überhaupt.

    Alles im allen kann man aber sagen, das wurde mir im izh zumindest gesagt. jeder Adsler ist anders also was bei mir ist muss bei dir nicht sein und Paralellen können eher zufällig sein und was noch erschwerend hinzukommt selbstdiagnose ist immer kompliziert das sollte man anderen überlassen^^". Ich würd sagen wenn du schon einen psychater/Psychologen hast sprich ihn auf deinen verdacht an und frag ihn nach möglicher testung.

    So soviel von mir ich hoffe du kannst dir was nützliches raus fischen^^"

    lg MediSangria

    p.s. bitte entschuldige die rechtschreibung die is schon seid klein auf so und wird sich wohl nie ändern xD sei froh das es nicht handschriftlich is das wäre noch schlimmer, meine lehrerin meinte dank mir kann sie nun jede schrift lesen^^"

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 281

    AW: Help

    Hallo Snörre

    also ob du schlussendlich richtig oder falsch liegst kann dir immer nur ein Arzt sagen.
    Bei mir war dass aber ähnlich ich hatte früher Depressionen und war auch für zwei Monate Stationär in einer Kinder-und Jugendpsychiatrie untergebracht, die Struktur und die festen Regeln waren balsam für meine Seele.
    Als ich Jahre später einen Bericht von der überschneidung von Borderline und Adhs im Fernsehen sah, hab ich mich näher mit mir und dem gesamtem Thema (laepchens Psyche) auseinander gesetzt.

    Selbst in der Psychiatrie waren schon vereinzelt Adhs Verhaltensweisen aus dem Bericht heraus zu lesen, sowie in meinen Zeugnissen.

    Als meine Tochter positiv auf Adhs getestet wurde hab ich mir schnellstmöglich nen Termin geben lassen und habe danach die Diagnose bekommen.

    Also ich wusste es bzw vermutete es schon ne Weile aber ich kenn mich halt nicht anders als ich bin deshalb hab ich mir da keinen weiteren Kopf gemacht.

    Wobei die Vergesslichkeit und die anderen Begleiterscheinungen mittlerweile tierisch nerven (auch wenn ich schon einiges gut im Griff habe).

    Und ich muss sagen ich fühle mich seitdem ich weiß dass ich nicht allein bin besser

    Lg laepche

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