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Diskutiere im Thema Ungewissheit vor Diagnosegespräch im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 14

    Unglücklich Ungewissheit vor Diagnosegespräch

    Hallo zusammen,

    habe am Freitag ein Diagnosegespräch mit einem Psychiater. Zuvor hatte ich einige Tests und Gespräche über mich ergehen lassen. Auch wenn das Krankenhaus scheinbar auf ADHS spezialisiert ist, war ich zunächst in der normalen Sprechstunde, da meine Probleme sehr akut waren und ich sonst hätte bis September warten müssen.

    Im ersten Gespräch mit dem Psychiater hatte ich ihm meine komplette Lebensgeschichte (Schulabbruch, etc.) erzählt und mit welchen Einschränkungen ich derzeit und seit meiner Kindheit zu kämpfen habe:

    - massive Konzentrationsschwierigkeiten
    - Gedächtnisausfälle
    - innere Unruhe
    - ständige Gedankenwechsel
    - bei kleinster geistigen Anstrengung sehr häufige Müdigkeit
    - kaum Selbstwertgefühl
    - Unsicherheit
    - Ängste vor Alltagssituationen, Menschen, etc
    - Depressionen

    Während dieser Anamnese ist der Psychiater dann noch auf Themen wie Suchtverhalten, Zwänge, etc. eingegangen und hat mir Fragen dazu gestellt.

    Anschließend wurden beim mir anatomische Ursachen für die Probleme untersucht. Hierzu wurde ein EEG und CT durchgeführt sowie mein Blutbild überprüft.

    Es folgte anschließend eine testpsychologische Untersuchung, die mich dann ins grübeln brachte. Diese Untersuchung wurde von einem Psychologen durchgeführt. Ich schilderte ihm wieder meine Situation. Nach einer halben Stunde ging dann der Test los. Es wurden mir Bilder vorgelegt an denen etwas falsch war (Bsp. Es fehlte in einem Gesicht die Nase). Darüber hinaus wurde die Zeit gestoppt. Dann musste ich Zahlen miteinander verbinden. Es wurde mir eine sehr kurze Geschichte vorgelesen und ich musste diese wiedergeben. Dann musste ich auf einem Blatt mit den Buchstaben "b", "d" alle "b" mit zwei zusätzlichen Strichen markieren. Abschließend habe ich noch einen Fragenkatalog von 120 Fragen vorgelegt bekommen. Danach meinte der Psychologe bei mir sei alles soweit normal und ich befinde mich wohl in einer Lebenskrise. Ich bin mir auch nicht wirklich sicher, ob diese Tests für meine Symptomatik richtig waren.

    Kann jetzt überhaupt nicht abschätzen, wie die Diagnose des Psychiaters ausfallen wird. Ich habe wirklich Angst als Drückeberger oder Faulenzer, wie so oft, abgestempelt zu werden. Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht und wie seid ihr damit umgegangen?

    Grüße
    Zoom
    Geändert von zoom (13.04.2011 um 14:23 Uhr)

  2. #2
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: Ungewissheit vor Diagnosegespräch

    Hallo zoom,

    hört sich nicht nach einem vollständigen Test an, für mich... hast du Zeugnisse vorgelegt? Wurde für die Eltern ein Fragebogen mitgegeben?( ich weiß jetzt nicht wie alt du bist...)
    Und ich glaube mich auch an viel mehr Tests zu erinnern, ist bei mir aber schon länger her und ich hab mich 2x testen lassen... vllt. "verschwimmt da auch manches.

    Ich musste zB. nach dem b-d-Suchtest sofort noch mal des Gleiche mit q-p machen.... zum wahnsinnig werden... beim b-p.Suchen bin ich noch recht weit gekommen... beim q-p-Test hätte ich am liebsten gesagt, sie soll das jetzt selbst raus suchen. Bin aber ehrgeizig und habe es selbst versucht... nur noch mit mäßigem Erfolg...
    Ich musste auch zB Synonyme für Fremdworte nennen. Und ich glaube ich musste auch gezeigten Gesichtern ein Gefühl zu ordnen.... und immer alles in affenartiger Geschwindigkeit.

    Hast du das nur abgekürzt oder war sowas bei dir nicht dabei?


    Aber selbst wenn raus kommt, du hättest kein ADS, heißt das noch lange nicht das du nur zu faul bist...
    Ich fürchte, du musst jetzt erst mal warten, was der Arzt sagt...uU. hat er ja noch andere Ideen, was mit dir los sein könnte...

    Erstmal ruhig bleiben. Ändern kannst du ja im Moment eh nichts.
    Alles Gute und toi toi toi...

    L.G.
    happypill

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 92

    AW: Ungewissheit vor Diagnosegespräch

    Hallo Zoom!

    Also diese Tests sind Standart Tests für Konzentration,Aufmerksamkeint und Auffassung.
    Jede Praxis macht diese Tests,damit sie was für Ihre Unterlagen haben, aber wirklich Aussagekräftig sind sie nicht und ein ADS/ADHS kann man niemals nur anhand von irgendwelchen Tests festmachen.

    Wenn der Test an diesem Tag gut ausgefallen ist,dann hat das noch lange nichts zu bedeuten. Es kann nämlich sein,das du Aufgrund der Situation hyperfokussiert hast und dann fallen solche Tests nunmal gut oder besser als normal aus.Nur nicht Jeder Arzt beachtet dies- da nicht jeder Arzt wirklich versteht,was in so einem Kopf vor sich geht-wenn er nicht zufällig selber betroffen ist.

    Du hast sehr typische ADS/ADHS Symptome geschildert, die Du momnetan hast.
    Was bei der Diagnosestellung sehr wichtig ist, das man das komplette Leben beleuchten muß.
    Bei einer Person mit ADS/ADHS sind diese Symptome von Kindheit an regelmäßig vorhanden gewesen.


    Es gibt aber Erkrankungen oder Zustände,wie z.B beim Burnout oder bei einer Depression,da treten diese Symptome auf, ohne das ein ADS/ADHS dahinter stehen muss.
    Und auch darunter fallen viele Formen.Daher auch die Fragen zu evtl. Zwänge, Süchte usw.
    Wenn aber ein ADS/ADHS vorliegt und zusätzlich solche belastenden Ereignisse dazu kommen,dann treten diese Symptome logischer weise verstärkt auf.

    Was würde Dir denn Dein pesönliches Gefühl sagen, passt du ins Bild oder nicht?
    Und bedenke,alle Angaben in Büchern darüber sind nur Leitriterien und können ganz ,ganz unterschiedlich auftreten.
    Das ADS/ADHS ist nie gleich und trotzdem immer änlich.

    Bin mal gespannt was bei Dir raus kommt.
    LG Irrlciht

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 14

    AW: Ungewissheit vor Diagnosegespräch

    Sorry, dass ich erst so spät antworte. Also bei mir wurde eine ängstliche Persönlichkeitsstörung, die sich aus einer starken Selbstunsicherheit ergibt, diagnostiziert. Darüber hinaus scheine ich eine leichte bis mittlere Depression zu haben. Es wurde mir nun angeraten eine Verhaltenstheraphie zu beginnen.

    @Irrlich80: Ehrlich gesagt kann ich schon mit der Diagnose leben, da sich viele Symptome mit den beschriebenen decken. Allerdings glaube ich trotzdem, dass noch etwas anderes in mir schlummert, da Konzentrationsprobleme, innere Unruhe, ständige Gedankenwechsel und Gedächtnisausfälle seit meiner Kindheit auftreten.

    @happypill: Ja, Zeugnisse hatte ich unaufgefordert mitgebracht. Allerdings scheinen die wohl wenig aussagekräftig gewesen zu sein. Ansonsten habe ich nichts abgekürzt, es wurde nur die oben genannten Punkte abgefragt. Fragebögen für Angehörige hatte ich nicht erhalten. Daraus hätte sich bestimmt mehr ergeben.

    Meine Erinnerungen an meine Kindheit sind sehr eingeschränkt. Vieles hat mir meine Mutter im Nachhinein erzählt. Sie musste immer hinter mir her sein, da ich nie meine Hausaufgaben machte. Im Unterricht war ich sehr unaufmerksam, allerdings störte ich erst auf dem Gymnasium. In den Pausen war ich immer sehr wild. Mir viel es z.B. extrem schwer Gedichte auswendig zu lernen. Lies mich sehr leicht ablenken. Kann und konnte mich nur einigermaßen bei absoluter Stille konzentrieren. Wenn mich ein Thema interessierte kann und konnte ich mich regelrecht festbeissen.
    Geändert von zoom (18.04.2011 um 20:43 Uhr)

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 92

    AW: Ungewissheit vor Diagnosegespräch

    Was die anderen Diagnosen angeht, es kommt sehr sehr häufig von, dass das ADS/ADHS mit Komorbiditäten (Begleiterkrankungen) auftritt.
    Entscheident ist es aber trotzdem zu wissen, ob und das Du ADS/ADHS hast.
    Damit wird man schließlich gebohren und der Rest wächst da einfach drauf- wie auf einem guten Nährboden.
    Das Du zusätzlich die ein oder andere Therapie machen mußt/ solltest, das steht außer zweifel.
    Man sollte nur bedenken, das die beste Therapie bei einer Parson mit ADS/ADHS nur dann wirklich gut ansetzten kann, wenn zusätzlich Med. verabreicht werden.Diese machen eine Therapie oftmals erst möglich.
    Sonst ist das Hirn nicht oder nur sehr eingeschränkt Aufnahmebereit für derartige Veränderungen.
    Ich wünsch Dir daher viel Kraft, Du wirst das schon schaffen.

    LG Irrlicht

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 27

    AW: Ungewissheit vor Diagnosegespräch

    hallo zoom!
    die frage ist glaube ich nicht wie es dir als kind erging sondern in erster linie welche symptome hast du jetzt, denn das ist ausschlaggebend dafür warum man dich überhaupt auf ADHS testen sollte. z.b. war/ist es bei mir: das ständige wechseln von tätigkeiten, unfähigkeit anzufangen und zu beenden, innere unruhe, motorische unruhe, unfähigkeit sich zu konzentrieren mit ausnahmen des hyperfokus, totale verträumtheit, impulsivität und agression etc. ich könnte ewig weiter schreiben. meine kindheit an die ich mich kaum erinnern kann spielte erst später eine rolle. auch meine zeugnisse waren nicht ausschlaggebend, man muss nicht zwangsläufig schlecht sein in der schule etc.
    im zweifelsfall solltest du dich in einer anderen einrichtung testen lasen, ich habe trotz eines "bestandenen" ADHS tests auch noch mal eine zweite klinik aufgesucht.

    lg,
    flash

  7. #7
    Mistvieh

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 575

    AW: Ungewissheit vor Diagnosegespräch

    Hallo zoom,

    hast Du mal einen ADOS Test gemacht? Es kommt wohl sehr häufig vor daß Autismus und ADHS ineinander übergehen können.

    Viele Grüße

    Lumpi

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 14

    AW: Ungewissheit vor Diagnosegespräch

    Hi Flash,

    vielen Dank für deinen Beitrag. Ja, in der Tat habe ich alle Symptome die mich derzeit betreffen geschildert. Wie ich schon in meinen ersten Beitrag beschrieben habe, plagen mich verschiedene Dinge:

    - fange ständig neue Dinge an und kann nichts zu Ende bringen
    - permanente Gedankenwechsel
    - innere Unruhe
    - Füße sind ständig in Bewegung
    - Lasse mich extrem leicht ablenken durch Lärm, Radio, etc.

    Problem ist das die Symptome auch bei anderen psychischen Krankheiten auftreten können und sich nicht immer so leicht abgrenzen lassen. Leider bin ich derzeit nicht arbeitsfähig, da es mir aufgrund der Depressionen und den Angststörungen sehr schlecht geht. Das Warten auf einen Termin bei Psychiater frisst mich auf. Hätte echt nicht gedacht, dass man so lange auf einen Termin warten muss, bis man endlich die Hilfe bekommt, die man so dringend benötigt.

    Meine schulischen Leistungen waren in der Grundschule durchschnittlich, da meine Mutter sich mit mir ständig beschäftigt hat, damit meine Hausaufgaben korrekt waren. Auf dem Gymnasium war es dann eine Katastrophe (Noten und Verhalten). Bin dann in der 10 auf Empfehlung der Lehrer auf ein technischen Gymnasium gewechselt und dort habe ich die Schule in der 12. Klasse abgebrochen.

    @Lumpi: Mit dem Thema Autismus habe ich mich noch nicht beschäftigt. Vielleicht bin ich etwas naiv aber ich versuche mir nicht unbedingt die Symptome zusammenzusuchen die auf ein bestimmtes Krankheitsbild passen, sondern vertraue den Ärzten, die sich damit auskennen.

    Gruß
    zoom

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 39

    AW: Ungewissheit vor Diagnosegespräch

    Hallo ersteinmal

    Ich würde mir da nicht so den Kopf machen.
    Mein Test war negativ und der Arzt hat trotzdessen gesagt, dass er glaubt das Ich ADS habe.
    Natürlich bin ich froh das er die Dinge " richtig" gesehen hat und mich jetzt behandelt. Ich wüsste auch nicht was ich machen sollte wenn er gesagt hätte." Nein, Sie haben kein ADS und sie bekommen kein Rithalin!!!"
    Als Ich den Test gmacht hatte, kam ich von der Uni und war voll konzentriert und das war mein "Fehler".
    Ich halte auch nicht viel von den Tests, da sie nur einen Ausschnitt aus unserem Leben betrachten. Also ruhig Blut und abwarten. Lg

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 12

    AW: Ungewissheit vor Diagnosegespräch

    Hallo,

    gerade eben habe ich die Fragebögen für ein Vorscreening aus der Eschenallee bekommen. Telefonisch dort angemeldet hatte ich mich Mitte Februar, da wurde ich auf eine Wartezeit von etwa einem halben Jahr oder länger bis zu einem Vorort-Termin vorbereitet, das wäre dann also wahrscheinlich so im August, September... Ich bin sehr gespannt, auch aufgeregt, und würde mich von daher über noch mehr Erfahrungsberichte freuen, um zu wissen, was mich dort in etwa erwartet. Aber es liest sich hier ja schon mal beruhigend, dass die dort jedenfalls ganz nett und kompetent sind.

    Liebe Grüße
    Annwie

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