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Diskutiere im Thema Zweifel an der Diagnose im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 148

    Zweifel an der Diagnose

    Hallo zusammen,

    ich bin 30 Jahre alt und seit einigen Monaten diagnostizierter ADSler. Bei der Diagnose wurden ein Wechsler-Intelligenztest, ein Konzentrationstest, viele viele Fragebögen, und ein etwa zwei Stunden langes Gespräch durchgeführt. Nach Aussagen der Therapeutin und des Arztes (es diagnostizieren zwei Leute dort) ist bei mir der Fall eindeutig.

    Allerdings bin ich schon seit dem ersten Mal, als ich dort vorstellig wurde, ein bisschen unsicher, ob die Diagnose wirklich stimmt. Ursprünglich bin ich überhaupt darauf gekommen, möglicherweise ADS zu haben, weil ich auf der Suche nach Konzentrationstests auf eine ADS-Fragebogen stieß und ich verblüfft, wie viele Sachen da zutrafen. Plötzlich war sie da - die Erklärung für alles komische in meinem Leben. Diese Lage dürfte den meisten hier bekannt vorkommen.

    Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob die Diagnose wirklich stimmt. Aus folgenden Gründen habe ich Zweifel:

    1) Meine Symptome sind nicht so stark ausgeprägt (nichts im Vergleich zu den Geschichten, die ich hier und an anderer Stelle lese). Mein Leidensdruck ist auf Situationen beschränkt, wo ich mir die Situation nicht selbst einrichten kann - also z.B. bei der Arbeit (Meetings etc.) - oder konnte (Schule war schrecklich).
    Wo ich es einrichten kann, ist es meist nicht so schlimm. Im Studium konnte ich z.B. mit meiner Taktik, einfach alle Fächer jeden Tag für 20 Minuten zu lernen, wunderbar durchkommen. Ich habe dort immer nur solange etwas gemacht, wie ich mich konzentrieren konnte und dann eben etwas anderes. Nächtelanges Durchlernen vor Prüfungen, wie bei meinen Kommilitonen, kenne ich nicht und wäre mir niemals möglich.
    2) Mein Hauptproblem ist die Monotonie. Ich finde immer alles sofort monoton und möchte etwas anderes machen - und zwar im kurzfristigen Bereich (Minuten), als auch im Langfristigen. Ich habe z.B. mehrfach das Studienfach gewechselt, weil ich es nach kurzer Zeit langweilig fand. Das legt eine alternative Hypothese nahe, nämlich Hochintelligenz. Ich habe in meinem Leben zwei echte IQ-Tests gemacht, von denen einer ein Ergebnis >130 ergab (war auf den obigen Bereich geeicht), sowie während der ADS-Diagnostik den Wechsler-Test, bei dem ich irgendwo zwischen 120 und 125 lag - allerdings bei einer - wie die Therapeutin meinte - ungewöhnlich starken Streuung (einige Tests volle Punktzahl, einige nur mittelmäßig, einer sogar unterdurchschnittlich). Ich kenne einige hochintelligente Menschen, fühle mich selbst aber überhaupt nicht so schlau wie die.

    Fazit: die ADS-Diagnostik sagt, ich sei ADSler, aber ich finde meine Symptome lange nicht so "schlimm" wie die der meisten ADSler, die ich kenne. Ein IQ-Test sagt, ich sei ein Genie, ein zweiter sagt, ich sei sehr zumindest in bestimmten Bereichen einer, aber ich fühle mich nicht schlauer als ein durchschnittlicher Akademiker.

    Daher habe ich Angst, dass die Symptomatik nur eingebildet sein könnte?

    Entschuldigt den langen Text (er ist allerdings schon um die Hälfte gekürzt worden). Bin froh über jeden Kommentar.

    Gruß,

    Scarlatti

  2. #2
    hirnbeiß

    Gast

    AW: Zweifel an der Diagnose

    Hallo
    Scarlatti

    Erst einmal ein herzliches Willkommen...
    Was du da schreibst, da oben, das klingt doch sehr nach ADHS mit Hochbegabung.
    Mir erging es mit Prüfungen nicht anders. Ich habe nur das Nötigste gelernt und bin überall damit durchgekommen.
    In meinem Leben habe ich nie eine Prüfung in den Sand gesetzt. (außer das Leben selbst...)
    Du schreibst nicht, wie alt du bist. Oh, doch jetzt sehe ich es. *schwurbel*
    Ich gehe davon aus, daß du noch recht jung bist.
    Bei mir war das mit dem erleben des Leidendrucks so, daß ich mir gar nicht im klaren war, wie sehr ich unter ADHS
    gelitten habe.
    Ich wußte es nicht anders und so war mein Leben als "erleben" fast normal.
    Mein Vater betitelte mich als Versager und so latschte ich halt auch durchs Leben.
    Mit allen Höhen und Tiefen die ein Mensch halt so erlebt.
    Aber da war noch etwas! Eine Ahnung von "da stimmt doch etwas nicht!?"
    Jetzt habe ich meine Diagnose und schwimme auch der Erkenntnis hinterher, ob diese denn auch zutreffend sei.
    Nun gut. Ich habe meine Frau und wenn ich wieder einmal mit Pauken und Trompeten wie eine wild gewordene
    Hummel "durch die Kirche fetze", dann sagt sie mir: "ADHS" und lächelt...
    Geändert von hirnbeiß (11.04.2011 um 21:47 Uhr) Grund: Ergänzung

  3. #3
    Kreativchaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 584

    AW: Zweifel an der Diagnose

    Hallo Scarlatti (bist du eigentlich Musiker?) Herzlich Willkommen! Deine Fragen kommen mir sehr bekannt vor, aber wenn du Probleme hast, gehe sie an. Lass dich nicht verwirren. Denn das Thema Hochbegabung und ADS ist meiner Ansicht nach ein chaotisches wie die Betroffenen halt auch oft. Da ist auch viel elitärer Unsinn meiner Meinung nach dabei.
    Erstmal gilt alles ab 130 IQ-Punkte als hochbegabt und überdurchschnittlich viele ADSler sind "nur" überdurchschnittlich intelligent knapp drunter. Von daher, wenn du dich wie ein "normaler Akademiker" , der einen IQ von z.B. 128 hat, fühlst....ja mei, wie der Bayer sagt. Wo ist der Unterschied? Warum sind die ADS-Symptome bei Hochbegabten auf einmal kein ADS? Kommen die da besser mit klar oder ist das mal nur eine "akademische Unterteilung", die wieder mal zeigt, dass IQ nicht alles ist?

    Also, ich bin lieber mit meinen Problemen hier im Forum als im HB-Forum, wo gar nicht vorkommt, dass viele aus ihrer HB gar nichts machen können wegen all der Aussetzer, die sie nicht ADS nennen sollen.

    Vor allem, wenn man mal überlegt, was Hochbegabung eigentlich hirnorganisch ist. Zumindest weiß ich das für einzelne Hochbegabungen wie musikalische. Sie sind hirnorganisch nämlich nicht ein "Viel" an irgendwas, sondern eine Filterschwäche. So haben Forscher ja gezeigt, dass Tumoren oder Schädigungen in den zuständigen Hirnarealen plötzlich musikalische Genies aus Normalbürgern machten. Ebenso wie zu bestimmten genetisch bedingten Behinderungen musikalische Hochbegabung gehört. Die können dann nicht selbständig leben, aber komponieren.

    AHAAAAAAAA, denke ich da nur. Filterschwäche=Hochbegabung? Aber nichts ist bekanntlich ohne Nebenwirkungen und so wird die Filterschwäche wie bei ADS gleich mitgeliefert.

    Und wenn nun einer hochbegabt ist und bekommt wegen ADS-Symptomen nichts gebacken, soll er dann wegen der Diagnose-Korrektheit unbehandelt scheitern und dann auf seinen Grabstein schreiben lassen: "Er starb hochbegabt?"

    Ich gelte auch als nur leicht von ADHS betroffen, habe in allen Lebenbereichen letztendlich meine Ziele doch irgendwie erreicht, aber meine liebe Güte, wieviele Lebensbereiche hat das nachhaltig durchquält bei mir, nachdem ich anfing, mal genauer hinzuschauen? Welche Umwege und Störungen! Muss ich erst total scheitern, damit ich auch wirklich ADHS genug habe? Und sollte ich hochbegabt sein, soll ich dann alles auf sich beruhen lassen? Bestimmt nicht.

    LG Maggy
    Geändert von Maggy (11.04.2011 um 21:56 Uhr)

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 148

    AW: Zweifel an der Diagnose

    Zunächst mal vielen Dank für eure Antworten.

    Herausragende Persönlichkeiten mit ADS verdächtigen Lebensläufen gibt es tatsächlich so einige. In der Tat klingt es einleuchtend, dass ADS-Symptomatik und Hochbegabung sich vielleicht gegenseitig so überlagern, dass sie - unter bestimmten Umständen - jeweils in unserer modernen Gesellschaft nicht so sehr auffallen. Was wäre wohl aus einem Mozart mit einem Bürojob und täglichen Team-Besprechungen, PC-Arbeit etc. geworden?

    @Maggy
    Ist bei dir auch beides diagnostiziert worden? Hattest du auch ein ungewöhnliches Profil im IQ-Test?

  5. #5
    Kreativchaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 584

    AW: Zweifel an der Diagnose

    Ja, ich hab völlig durch den Wind 128 Punkte erreicht. Mit guten und schlechteren Teilen.

    An der Schule hatte ich immer eine 6 in Mathe, wenn ich mich nicht anstrengte und im nächsten Halbjahr gleich mehrere Noten höher, um die Versetzung zu schaffen. Hab´ mal einmal eine 6 ohne Lernen und eine 1 mit Lernen hintereinander geschrieben. Wenn ich mich nicht anstrenge, komme ich mir vor wie mit Dyskalkulie, spontan kommt da nur Mist raus und dann habe ich an der Uni PC-Programme in der Forschung geschrieben. Und auch mein Uniexamen mit glatt 1 in allen Fächern gemacht....aber mit was für Ängsten und rätselhaften Problemen und Extrawegen Und wenn ich irgend was ganz Neues beginne, lande ich über kurz oder lang immer unter der Elite in diesem Bereich....halt den Stress aber nicht aus. Und mein ADHS-Doc hat gleich nach meinen Tests gesagt, wenn ich nicht so intelligent wäre, hätte ich viel viel viel mehr Probleme gehabt. Also, wierum wird denn jetzt ein Schuh daraus?
    Geändert von Maggy (11.04.2011 um 22:21 Uhr)

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 148

    AW: Zweifel an der Diagnose

    Mein Doc hat mir so ziemlich dasselbe gesagt. Auch dieses "früher oder später unter der Elite sein" kenne ich. Und ein ähnliches Mathe-Erlebnis hatte ich auch mal (drei 5en, dann die 1 als Klassenbester).

    Was mich nur wirklich nervt ist, dass ich immer irgendwann mit den Sachen aufhöre und was neues anfange. Dann ist der Enthusiasmus da, der erst ermöglicht, gut zu sein. Aber selbst die banalsten Sachen kriege ich nicht auf die Reihe, wenn sie mich nicht interessieren. Ich kanne es z.B. nicht verstehen, wie Menschen stundenlang vor Excel oder Powerpoint sitzen können, ohne wahnsinnig zu werden.

    Was hast du in deinem Leben schon so alles gemacht?

  7. #7
    Kreativchaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 584

    AW: Zweifel an der Diagnose

    Das ist ganz klar ADS-Antriebsschwäche, was nicht zu können, was öde wird. Und damit kann man scheitern oder ein Burnout bekommen. Mein klar hochbegabter Mann und ich hatten mein ein interessantes Gespräch. Ich meinte: Wenn ich manchmal mich im Spiegel sehe, sage ich mir: Mann, für deine Begabungen hast du es ganz schön schwer im Leben." Er sagte: "Wenn ich in den Spiegel gucke, denke ich oft: Für deine ganzen Macken hast du es ganz schön leicht im Leben."

    Zwei hochbegabte Bekannte von mir sind so durch den Wind, dass sie nicht mal berufstätig sein können. Naja, und meine Irrungen und Wirrungen, auch wenn ich nicht im Abseits gelandet bin:

    Ich habe ewig lange studiert wegen all meiner Panik, Antriebsschwäche, meinem Chaos, meinen Ängsten und meinem schlechten Leistungsselbstbild. Aber dennoch bin ich schon als Studentin in der Forschung angstellt worden. Mein Prof meinte bei einem Kolloquium: "Wenn man Maggy eine Aufgabe stellt, hat sie sie schon fertig." Hä? Von wem redete der? Ich war so erstaunt.

    Dann bin ich nach meinem 1er Examen in die Forschung gegangen. Ich dachte, wenn ich so ein Examen hat, hat das Jeder, aber dann bekam ich viel BaFög erlassen als bundesweit eine der Besten und sowas. Das konnte ich alles gar nicht fassen und dachte, naja, irgendwann werden die ja entdecken, dass das alles ein Bluff ist.

    Und wie kam es? Ich bekam ein Hochbegabtenstipendium und all sowas und brach meine Dissertation ab, weil ich den Stress nicht aushielt. Das habe ich lange überlegt, aber es war nicht zu ertragen, obwohl ich die Forschung geliebt habe und gut konnte. Aber all die Begleitnöte, schrecklich.

    Dann habe ich ganz dem akademischen Bereich ade´ gesagt, weil ich dachte, der ist mir zu stressig. Und habe zur Ergotherapeutin umgeschult, wozu du nicht mal ein Abitur brauchtest. Da bekam ich den nächsten Schock. Zwar konnte ich alle theoretischen Fächer, aber die praktischen fielen mir total schwer, denn ich habe 2 linke Hände. Als nun das Examen kam, dachte ich, ich wäre durchgefallen, dabei war ich auch da die Beste.

    Als ich dann in dem Bereich anfing, zu arbeiten, fand ich es auch unendlich stressig, bekam aber sehr bald dauernd neue Stellen angeboten, auch gleich eine Praxisleitung. Ich hatte ein total sicheres Gespür für die Diagnosen der Patienten, meine Kollegen ließen mich immer raten bei neuen Patienten. Und ich hatte riesige Therapieerfolge wegen meiner Intuition.

    Aber ich wurde Mutter und da wir ein behindertes Adoptivkind haben, wurde ich Familienfrau. Da bekam ich schon wieder einen Schock, denn die leichtesten Routineaufgaben fielen mir schwerer als eine Forschungsarbeit. Ich verstand die Welt nicht mehr. Die komplizierte und vielschichtige Erziehung meines Sohnes, das jahrelange völlige Tippen im Dunkel und trotzdem erzieherisch/therapeutisch das Richtige zu machen, gelang mir wieder sehr gut. Die ganzen Klinikberichte zu meinem Sohn schwärmen in höchsten Tönen davon. Aber diese Arbeit hat mich in ein Burnout katapultiert.

    Mittlerweile hat sich da Vieles geklärt und stabilisiert. Und ich fing an, über meinen Sohn zu schreiben. Das wurde mir auch aus den Händen gerissen vor lauter Interesse, auch wenn ich das bisher nur ehrenamtlich mache. Meine Artikel werden von anderen Fachmagazinen nachgedruckt und ich werde ständig drauf angesprochen.

    So bin ich fachlich letztendlich zufrieden, aber ist doch alles schräg, oder?

    LG Maggy

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 148

    AW: Zweifel an der Diagnose

    Deine Leidenschaft für Forschung teile ich und finde es Schade, dass dich das ADS so beeinträchtigt hat. Ich habe selbst auch promoviert, allerdings als Einzelkämpfer, d.h. in keiner Forschungsgruppe, sondern Thema selbst gewählt und selbst bearbeitet. Im Prinzip habe ich nur mit meinem Prof telefoniert, wenn was war. Diese maximale Freiheit hat mir in all den Jahren das ganze nie langweilig oder stressig werden lassen. Nur das Diss-Schreiben war halt nervig und ich habe über ein Jahr dafür gebraucht.

  9. #9
    Kreativchaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 584

    AW: Zweifel an der Diagnose

    Meinen dicksten fettesten Glückwunsch dazu!!!!!! Wenn das eine zu schätzen weiß, dann ich! Im Alleingang wäre das ja nie was geworden bei mir, da komme ich ja schon gar nicht aus dem Quark! Ich habe erst mein Diss-Projekt neben meiner Arbeit an der Uni gemacht und mir gedacht, ist vielleicht zuviel. Dann habe ich eben das Promotions-Stipendium genommen. Aber da wurde alles nur viel schlimmer. Vor allem war das in einem Graduiertenkolleg und da haben uns die Profs behandelt wie kleine Studis, dabei waren wir doch alle schon berufstätige Akademiker mit 1er Examen.
    Naja, und da kam natürlich zu allem Elend auch noch meine hyperaktive Impulsivität dazu und ich habe so jedem Einzelnen erklärt, wie er zu seiner Zeit in seine Position gehoben wurde ohne Examen und Habliitation, sondern einfach nur mit Promotion. Vor allem hatte ich von meinem Bereich mehr Ahnung als die meisten von denen.

    Aber in der Scientific Community geht es ja eben auch nicht an erster Stelle um Leistung, die wird selbstverständlich vorausgesetzt, sondern nun kommen die überfachlichen Kompetenzen zum Tragen wie Eitelkeit, Frustrationstoleranz, Langeweiletoleranz, Ungerechtigkeitstoleranz, all die Dinge, die ADHSler nicht ausstehen können. Und die dann die Hypies auch gleich glasklar und unmissverständich und nie wieder gut zu machend aus ihrem Mund fallen lassen.

    Soviel nur dazu, dass Intelligenz bei mir nicht wirklich weiter half. Also hatte ich natürlich meine Förderer auch durch meine rebellische Art verloren.

    Ich habe lange gebraucht, den Schmerz zu verwinden, aus der Forschung ausgestiegen zu sein. Aber das war keine impulsive, sondern durchdachte und richtige Entscheidung, denn sonst wäre ich heute womöglich arbeitslos und ohne Ehe und Familie und mein erfülltes heutiges Leben, auch wenn es zu anstrengend ist.

    Oder wenn im Gutfall ich doch meine Unikarriere geschafft hätte, dann einsam und privat leblos, denn beides prallel hätte ich nie geschafft.

    Was machst du jetzt nach der Promotion? Eins ist klar: Motivieren kannst du dich!

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 409

    AW: Zweifel an der Diagnose

    Ja, da kann ich mich mit anschließen. Nur das mit dem jeden Tag 20 min. für jedes Fach lernen muss ich mal testen. Habe nämlich für die uni noch nicht so die richtige strategie gefunden zum lernen und daher probleme mit klausuren :-( in der schule musste ich nie lernen...

    Und was du am Anfang dieses Themas geschrieben hast, ich glaube so geht es allgemeins vielen Studenten mit ADHS^^ Aber das hört sich alles ganz typisch an und keineswegs nach Dingen die mich an der Diagnose zweifeln lassen würden. Also mach dir da mal keine Sorgen.

    lg Sandra

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