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Diskutiere im Thema Zweifel an der Diagnose im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
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Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #31
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 59

    AW: Zweifel an der Diagnose

    Scarlatti schreibt:
    Als vollständig subjektiv würde ich die Diagnostik auch nicht bezeichnen, da schon auch einige halbwegs objektive Tests miteingeschlossen sind - ob die wirklich aussagekräftig sind, ist allerdings wieder ein anderes Thema.
    Vollständig subjektiv möchte ich die Diagnostik auch nicht bezeichnen.
    Hinter der Diagnostik steckt sicher viel seriöse Forschungsarbeit und das Diagnose-Verfahren führt wohl in den allermeisten Fällen zu einer eindeutigen Diagnose.
    Meine Zweifel betreffen die Eindeutigkeit in Ausnahmefällen.
    Und auch hier bezweifle ich lediglich die Eindeutigkeit, nicht aber eine hohe Wahrscheinlichkeit einer zutreffenden (positiven) Diagnose.
    Und ich finde es schade, dass es für diese Fälle (noch) keine ausreichenden neurobiologischen Beweismittel gibt.

  2. #32
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 59

    AW: Zweifel an der Diagnose

    hypie1 schreibt:
    Die Kunst bei der Diagnosestellung ist, finde ich, dahinter zu gucken, den roten Faden zu erarbeiten und zu unterscheiden, was sind Techniken, für die man sich total verausgabt, damit man was geregelt kriegt und was ist Veranlagung.
    Um den roten Faden zu finden, muss man sich halt auch gut daran erinnern, wann man wo mit welchen Techniken Erfolg gehabt hat.

    Meine Erinnerung ist auch subjektiv gefärbt. Selbst bei kürzer zurückliegenden Ereingnissen fällt mir eine Einschätzung oft schwer.

    Was die Kindheit betrifft, denke ich, hab ich auch einiges verdrängt und für mich so gedeutet, dass ich gut damit leben kann.

    So meine These: Erinnerung und subjektive Gefühle des Getesteten beeinflussen die Diagnose.

  3. #33
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 148

    AW: Zweifel an der Diagnose

    Mirela schreibt:
    Meine Erinnerung ist auch subjektiv gefärbt. Selbst bei kürzer zurückliegenden Ereingnissen fällt mir eine Einschätzung oft schwer.

    Was die Kindheit betrifft, denke ich, hab ich auch einiges verdrängt und für mich so gedeutet, dass ich gut damit leben kann.

    So meine These: Erinnerung und subjektive Gefühle des Getesteten beeinflussen die Diagnose.
    Die Gedächtnisforschung hat deine These vielfach belegt. Es kann mit recht simplen Methoden festgestellt werden, dass Erinnerungen selbst nach kurzer Zeit (im Bereich von Stunden bis Tagen) hochgradig verzerrt sein können (besonders erschreckend sind hierbei Studien über die niedrige Korrektheit von Zeugenaussagen). Die Verzerrungen sind hierbei oft systematisch - Psychologen sagen "Schema geleitet", d.h. Erinnerungen werden in Richtung eines passenden Klischees (des Schemas) hin verändert.

    Wenn Person A glaubt, AD(H)Sler zu sein, dann werden ihre Erinnerungen, die diesen Verdacht belegen oder wiederlegen sollen, mehr oder weniger stark vom ADHS-Schema beeinflusst sein ("Ja, ich war als Kind immer unruhig.."). Andersherum werden As Eltern, wenn sie nicht glauben, dass A ADHS hat, unabsichtlich ihre Erinnerungen an das Verhalten von A in der Kindheit an diese Gegenhypothese anpassen ("Nee, der A war immer ganz ruhig..") => solche Retrospektiven sind ziemlich sinnlos, da der Wahrheitsgehalt nicht festgestellt werden kann.

    Es ist gut, Mirela, dass du dir dieser Sache voll bewusst bist. Man kann sich auf sein eigenes Gedächtnis, zumindest was Details angeht, nicht verlassen.

    LG,

    Scarlatti

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