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Diskutiere im Thema Zweifel an der Diagnose im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #21
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 59
    Forum-Beiträge: 141

    AW: Zweifel an der Diagnose

    Hallo Maggy

    Das hast du wunderschön formuliert.

    Ich hab sehr wohl verstanden wie du es gemeint hast. Mir ergeht es zur Zeit ähnlich, auch ich stehe vor einer absoluten Kehrtwende meines Lebens, stelle Studium, Beruf, und vieles in Frage, da ich merke, daß ich mich zu sehr von mir selbst entfernt habe. Deshalb bewundere ich deinen Mut und deine Entschlossenheit um so mehr.

    Aber wie du so schön sagst, "bring mal einen Hypie von seinen Überzeugungen ab".

    Liebe Grüße
    Karla

  2. #22
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 23

    AW: Zweifel an der Diagnose

    Hallo Scarlatti

    Die Ärztin ist eine Psychiaterin, die mir von elpos vermittelt wurde. Das ist ein Verein für Kinder und Erwachsene mit AD(H)S aus der Schweiz. Sie ist spezialisiert auf ADHS-Abklärungen bei Erwachsenen. So viel ich weiss, gibt es auch verschiedene Arten, um ADHS abzuklären. Sie meinte, dass Konzentrationstests bei mir vermutlich nicht unbedingt viel bringen, da ich mich kurzzeitig sehr gut konzentrieren kann und vorallem wenn mich etwas interessiert und anscheinend sei es so, dass viele ADHS-ler Spass an solchen Tests hätten... Auf alle Fälle ist bis jetzt noch nichts entschieden!

    In meinem Studium muss ich vorallem sehr viel lesen und dabei habe ich extreme Schwierigkeiten mich zu konzentrieren. Es muss absolute Stille sein und am Besten befinde ich mich in einem Raum, in dem mich nicht zuviel ablenkt. Leider ist aber an meinem Arbeitsplatz zu Hause immer das totale Chaos, also muss ich zuerst aufräumen und dabei kommen mir wieder hundert Gedanken, was ich sonst noch erledigen sollte und wenn ich dann mal zum Lesen komme, bin ich extrem langsam, weil ich sonst beginne den Text nur zu überfliegen und mir dabei gar nicht richtig zuhöre. Ich komme also bei einem Text von 20 Seiten locker mal auf 4 Stunden, wenn ich dann diesen in Etappen von 20min lese, habe ich erstens zu lange und zweitens verliere ich die Zusammenhänge. Wenigstens habe ich das Glück, dass ich mir alles merken kann und dann nicht mehr gross lernen muss, wenns an die Semesterprüfungen geht. Ist aber mein letztes Modul, dann steht nur doch die Bachelorarbeit an. Schreiben bereitet mir nicht so grosse Mühe, muss mich dann einfach an den Zeitplan halten, dass ich gegen Ende nicht in Stress gerate... Aber ich kriegs schon irgendwie hin, ging ja bis jetzt auch immer

  3. #23
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 148

    AW: Zweifel an der Diagnose

    Hallo Mahara,

    also auch ein erfahrener Therapeut sollte dich mit objektiven und geeichten Tests untersuchen, die persönliche Beurteilung oder ein Konzentrationstest reicht da nicht aus. Mein Arzt hat mir am Anfang auch gesagt, dass er sich sicher sei, dass ich betroffen bin, aber mich dann trotzdem nochmal unahängig testen lassen.

    Deine Beschreibung der Leseprobleme deckt sich mit meinen Erfahrungen, es geht mir genauso wie dir. Wenn du sehr viel lesen musst, ist dass natürlich schwierig. Ich selbst musste und muss als Forscher auch oft schwierige Fachliteratur lesen, nehme mir aber bewusst nur 2-4 Seiten pro Tag vor, auch wenn der Aufsatz 60 Seiten hat. Es hilft einfach nichts, wenn es nicht in den Kopf will, dann will es nicht. Ich mache mir sehr viele Notizen und versuche, jeden Absatz noch einmal in einem eigenen Satz zu formulieren. Auch das ist eine Lerntechnik, die unabhängig von ADS oder Nicht-ADS sehr zu empfehlen ist.

    Wenn du in deinem Studium wirklich sehr viel lesen musst, dann solltest du wirklich über Medikation nachdenken, oder darüber, den Studiengang zu wechseln, falls im Beruf ähnliche Anforderungen bestehen. Aber mach am besten zuerst mal die Diagnostik.

    Viel Erfolg und alles Gute bei der Bekämpfung deiner Alltagsprobleme!!

    Scarlatti

  4. #24
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 23

    AW: Zweifel an der Diagnose

    Hallo Scalatti

    Habe mir auch schon überlegt, noch eine Zweitmeinung zu holen...

    Mach mir auch immer sehr viele Notizen, streiche Wichtiges an und gehe so oft drüber bis ich alles in eigenen Worten wiedergeben kann. Oft muss dann noch mein Partner herhalten, weil ich ihm dann nochmals erzähle, was ich gelesen habe. Das hilft meistens, um richtig zu verstehen und auch alles behalten zu können.

    Nehme bereits MPH, allerdings eine eher geringe Dosis: 4 mal täglich 5mg. Hilft schon etwas, aber eine riesen Veränderung hat's bis jetzt noch nicht gegeben. Bin halt auch etwas ungeduldig. Würde am liebsten eine Pille schlucken und alle Probleme wären verflogen - ist utopisch, ist mir schon klar

    Ein Studium ist ja auch ohne ADHS kein Schleck...

    Den Studiengang werde ich wohl nicht mehr wechseln, bin ja schon fast fertig... Und beruflich stehen mir nachher sehr viele Möglichkeiten offen, muss dann nur noch rausfinden, was zu mir passt

  5. #25
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 59

    AW: Zweifel an der Diagnose

    Ich denke mir mal, wenn die Testung gewissenhaft durchgeführt worden ist und dir die Medikamente helfen, ist es ja kein Fehler diagnostizeirt zu sein.
    Es sei denn, dich stört die Diagnose.

    Für mich wäre eine Diagnose eine Erleichterung.

    Was den Zweifel an der Diagnose betrifft (der ja inzwischen - und ich wünsche es dir- verflogen ist),
    muss ich diese Skepsis (zum jetzigen Zeitpunkt) teilen.

    In Sachen ADHS bin ich persönlich zu dem Punkt gekommen, objektiv kann man nicht zu einer eindeutigen Diagnose kommen.

    Ich halte es zwar gut möglich, dass man durch geeignete Coping-Strategien die Symptome mildern kann und durch günstige Umstände und ein günstiges Umfeld auf eingie Probleme gar nicht stößt oder sie umschiffen kann,
    doch je besser das AD(H)S kachiert ist, desto schwieriger wird die Diagnose.

    Kann es tatsächlich sein, dass überdurchschnittliche Intelligenz einen Menschen mit ADHS erfolgreicher macht.?

    Wo es doch andererseits heißt, dass ADHS NICHT bedeutet man sei dumm, sondern dass Menschen mit diesem Leiden nicht anders können?

    ich hoffe, ich äußerde mich hier nicht zu kritisch, das ist nicht meine Absicht...nur ist das mein innerer Kritiker, der einfach gern diskutieren würde, da mich bei ADHS folgende Diskrepanz stört:
    einerseits soll es eine neurologische Krankheit sein, andererseits scheint ADHS doch stark subjektiv zu sein, man stützt sich auf Fragebögen.


    liebe Grüße



  6. #26
    hirnbeiß

    Gast

    AW: Zweifel an der Diagnose

    Naja. Es sind doch nicht nur die Fragebögen auf die man sich stützt.
    Da ist schon eine ganze Litanei an Kriterien zu erfüllen, um eine Diagnose zu bekommen.
    Sicherlich sieht ein Betroffener seine Situation oft anders, als ein anderer, der auch betroffen ist.
    Wenn man aber so an die Sache herangeht, daß man die Ungereimtheiten und Schlaglöcher der Vergangenheit
    schonungslos aufs Tablett bringt und betrachtet,
    dann sieht es doch schon ganz anders aus.
    Das ist dann schon ein Berg an diagnostischen Beweismitteln.
    Zusammen genommen, mit einer akribisch korrekten Besichtigung des Probanden und seinem Umfeld,
    kann man durch aus zu einer zielsicheren Diagnose kommen.
    Ob dann der Patient die Diagnose annimmt oder nicht...na ja

  7. #27
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 148

    AW: Zweifel an der Diagnose

    Hallo zusammen,

    nachdem ich mich die letzten Wochen genauer in die Thematik einlesen konnte, ist mir klar geworden, dass es grundsätzlich schwer ist, ein eindeutig neurobiologisch verursachtes "Störungsbild" in einem Muster von menschlichen Verhaltensweisen auszumachen. Vermutlich gibt es wohl nicht mal ein "Haben" oder "Nicht-Haben" von ADHS, sondern eher verschiedene starke Ausprägungen, deren Auswirkungen auf das Verhalten von sehr vielen weiteren Faktoren (z.B. Intelligenz, Umgebung etc.) abhängen.

    Die Diagnostik versucht, ganz am Ende dieses langen Rattenschwanzes von Einflussfaktoren - nämlich bei dem menschlichen Verhalten - durch verschiedene Beobachtungen eine Wahrscheinlichkeit anzugeben, mit der das ganze tatsächlich neurobiologisch verursacht wird. Eine ziemliche schwierige Sache - und daher rührten auch meine Zweifel.

    Mirela schreibt:
    einerseits soll es eine neurologische Krankheit sein, andererseits scheint ADHS doch stark subjektiv zu sein, man stützt sich auf Fragebögen.

    Das Thema "Krankheit oder nicht Krankheit" ist schon ein schwieriges, wurde aber und wird noch an anderer Stelle diskutiert. Als vollständig subjektiv würde ich die Diagnostik auch nicht bezeichnen, da schon auch einige halbwegs objektive Tests miteingeschlossen sind - ob die wirklich aussagekräftig sind, ist allerdings wieder ein anderes Thema. Mich störte bei der Diagnostik vielmehr, dass mit die Psychologin ständig Suggestivfragen gestellt hat (z.B. "Ihnen rutscht ständig was heraus, was sie später bereuhen, oder?" ) sowie das Bearbeiten mancher Fragebögen beeinflusst hat. Damit kann das Ergebnis der Diagnostik erheblich verändert werden.

    LG,

    Scarlatti

  8. #28
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 148

    AW: Zweifel an der Diagnose

    Mirela schreibt:

    Ich halte es zwar gut möglich, dass man durch geeignete Coping-Strategien die Symptome mildern kann und durch günstige Umstände und ein günstiges Umfeld auf eingie Probleme gar nicht stößt oder sie umschiffen kann, doch je besser das AD(H)S kachiert ist, desto schwieriger wird die Diagnose.
    Kann es tatsächlich sein, dass überdurchschnittliche Intelligenz einen Menschen mit ADHS erfolgreicher macht.?
    Zu deinem Beitrag ist mir noch eingefallen: Ich wurde auch als HB diagnostiziert und kann durchaus deine obigen Gedanken bestätigen. Ich war ständig auf der Suche nach Methoden, wie ich erfolgreich sein kann. Dabei habe ich - ohne überhaupt zu wissen, woher meine Macken kommen - ne Menge Strategien herausgefunden, die auch von ADHS-Coaches vertreten werden. Somit ist es im Prinzip nie jemandem aufgefallen, dass ich alles ganz anders machen muss. In den Momenten, wo man mal gut drauf ist, beeindruckt man dann die Leute mit überdurchschnittlichen Leistungen. Das Problem daran ist, dass die dann erwarten, dass das immer so läuft und "dass man es ja eigentlich kann, wenn man sich anstrengt". Wie oft habe ich diesen Spruch gehört..

    LG,

    Scarlatti

  9. #29
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.650

    AW: Zweifel an der Diagnose

    Ich denke auch, dass all die Kompensationsstrategien die man sich angeeignet hat (sofern die Möglichkeit bestand) immer mal wieder zum Erfolg führen können. Die Kunst bei der Diagnosestellung ist, finde ich, dahinter zu gucken, den roten Faden zu erarbeiten und zu unterscheiden, was sind Techniken, für die man sich total verausgabt, damit man was geregelt kriegt und was ist Veranlagung.

    @Scarlatti, In Sachen Fragetechniken sollte die Psychologin sich in der Tat zurückhalten- suggerieren kann man ja, vor allem wenn`s vom "Experten" ist eine Menge.
    Inwiefern hat sie das bearbeiten von Fragebögen beeinflusst? Ich musste diese in Ruhe zu Hause ausfüllen, da konnte der Arzt nichts dran beeinflussen.

  10. #30
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 148

    AW: Zweifel an der Diagnose

    Ich musste die auch alleine ausfüllen, allerdings wurde ständig die Symptomatik von ADHS während der Diagnostik diskutiert (z.B. meinte die Psychologin beim IQ-Test an bestimmter Stelle: "Das können ADHSler häufig nicht so gut..".). Das hat zu dem komischen Zustand geführt, dass ich mich ständig selber fragen musste, ob ich nicht gerade die Antwort gebe, die zur Diagnose von ADHS führt (was ich ja dachte zu haben), oder ob ich wirklich so ankreuzen muss.

    Edit: Rechtschreibfehler

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