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Diskutiere im Thema Zweifel an der Diagnose im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 148

    AW: Zweifel an der Diagnose

    @Maggy
    Man muss auch ein bisschen Glück mit den Umständen haben, unter denen man die Promotion macht. Sehr viele Menschen steigen vorher aus, das ist schon normal. Ich hatte halt einen superlieben, kompetenten und hilfsbereiten Doktorvater, ein Thema, was mich schon immer faszinierte und den Ergeiz, nach dem missglückten Schulleben es mir selbst zu zeigen. Ich kenne die Beschreibungen der meisten Doktoranden - etwa "Prof hat nie Zeit", "Ich hatte einfach zu viel Stress", "Ich kam mit meiner Forschung nicht mehr weiter" - überhaupt nicht. Ich habe immer nur soviel jeden Tag für die Promotion gemacht, wie ich Lust hatte, meist zwischen 10 Minuten und ein zwei Stunden.

    @Sandra
    Habe die Methode schon mal in einem anderen Thread beschrieben: http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-stu...studium-2.html

    So habe ich auch die Promotion gemacht.

    Schönen Tag zusammen!

  2. #12
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.649

    AW: Zweifel an der Diagnose

    Hallo zusammen,

    kann mich Scarlatti nur anschließen:
    Mit diesen sehr kurzen Lerneinheiten und dem schnellen wechseln dazwischen habe ich auch Abitur und Studium geschafft. Habe den Tip schon sehr früh von einem Psychiater erhalten, lange bevor ich wusste was genau los ist. Für eine Diss hätte das aber nie gereicht- von daher Hut ab! (allein die Tatsache, sich monatelang mit einem Thema zu beschäftigen...das hat mir schon bei der Diplomarbeit vollends gereicht, obwohl mich das Thema sehr interessiert hat, habe ich schon nach der Hälfte der Zeit abgegeben)

    @Maggy,das ist ja ein sehr spannender Lebenslauf!!

    @Scarlatti, was machst du nun mit der Diagnose? Willst du dich behandeln lassen?
    (Eigentlich zwingt der Erhalt der Diagnose ja nicht zum handeln, kommt ja eher auf die individuelle Beeinträchtigung an)

    Ich habe auch anfangs gehadert, ob ich nun Medikamente nehmen soll oder nicht.Aber ich hab mich dann ziemlich schnell dazu entschlossen und das beseitigt zwar längst nicht alle Probleme, aber erleichtert einiges.

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 148

    AW: Zweifel an der Diagnose

    Hallo hypie1,

    eigentlich ging es mir ursprünglich nur um die Diagnose. Es ist einfach schön, eine Erklärung für alles zu haben - die Beiträge anderer Betroffener hier im Forum bestätigen mir das. Nachdem ich gestern noch Zweifel an der Diagnose hatte, habe ich mal durch das ADS u. HB-Forum gewühlt, was mich ein bisschen beruhigt hat. Ich akzeptiere die Diagnose jetzt einfach mal.
    Eine Therapie brauche ich eigentlich nicht, da ich im Laufe meines Lebens genügend Kompensationsstrategien entwickelt habe, die mir einen vernünftigen Alltag ermöglichen. Die Therapeutin hat mir nur ein paar zusätzliche Tipps gegeben und gesagt, ich hätte das wichtigste schon alles in die Tat umgesetzt.
    Mein Doc hatte mir angeboten, MPH zu verschreiben, um die Situationen zu meistern, in denen ich meine Kompensationsstrategien nicht anwenden kann, z.B. Meetings, Teamarbeit usw.. Ich habe vor drei Tagen mit 5mg angefangen (3 Tage mit 5mg, 3 Tage mit 2x5mg..). Heute war die erste 2x5mg-Einnahme. Es ist schon ein deutlicher Unterschied zu bemerken. Insbesondere sitze ich jetzt nicht mehr auf heißen Kohlen in den Meetings. Ich glaube, ich bin jetzt mehr oder weniger bei der Sache wie die anderen Mitarbeiter. So könnte es bleiben..

    Viele Grüße,

    Scarlatti

  4. #14
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.649

    AW: Zweifel an der Diagnose

    Hi Scarlatti,

    hört sich gut an.

    In Meetings merke ich den Unterschied auch enorm,wenn ich das Ritalin genommen habe; meine Trinkzufuhr verringert sich mind.um die Hälfte (sonst trinke ich die ganze Zeit um dauernd auf die Toilette rennen zu können...) Und ich bin vor allem friedlicher und fange weniger Streit an- was auf die soziale Verträglichkeit positive Auswirkungen hat.

    Vg

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 23

    AW: Zweifel an der Diagnose

    Hallo zusammen
    Bin ganz neu im Forum und per Zufall auf diesen Artikel gestossen. Ich bin momentan in der ADHS Abklärung. Bei mir ist es gerade umgekehrt. Ich bin mir zimlich sicher, dass bei mir eine ADHS besteht, meine Ärztin allerdingst nicht. Sie zieht auch noch ein Trauma, eine Depression oder eine Hochbegabung in Betracht. Beim Trauma und bei der Depression kann schon was Wahres dran sein, aber das schliesst ja das ADHS nicht aus, oder? Und bei der Hochbegabung geht es mir ähnlich wie teilweise auch von euch beschrieben: Ich weiss zwar, dass ich in Intelligenztests meistens sehr gut abgeschnitten habe - genaue Ergebnisse habe ich aber keine - aber irgenwie fühle ich mich nicht unbedingt sooo intelligent. Schon seit Kind denke ich über viele Dinge ganz anders als andere und begreife zum Teil auch nicht, warum mich andere nicht verstehen.... (Was mich dann extrem wütend machen kann). Weiss nicht, ob ich einen HB-Test machen soll, hab irgendwie Angst vor dem Ergebniss - egal was dabei raus kommt.
    Nehme seit 2 Wochen Ritalin, allerdings nur sehr wenig, da sich meine Herzfrequenz zimlich stark erhöht hat, vorallem bei Anstrengung. Von der Wirkung her, kann ich nicht wirklich sagen, was sich genau verändert hat. Bin immer noch sehr unkonzentriert und unaufmerksam, allerdings ist die Impusivität zimlich zurückgegangen. Finde diese Ungewissheit sehr schwierig, würde gerne mal wissen, was mit mir los ist...
    Ach ja, zum Thema Schule und Studium. Ich war eine miserable Schülerin, vorallem in der Oberstufe. Diese Erfahrungen hat bei mir den Eindruck entstehen lassen, ich wäre dumm - was von meinen Lehrern auch bestätigt worden ist. Nach einigen Auf und Ab's in meinem Leben bin ich jetzt mit 30 Jahren doch noch am studieren und schreibe mit wenig Aufwand gute Noten. Allerdings wäre ich froh, wenn ich mir nicht kurz vor den Prüfungen noch den Stoff vom ganzen Semester reinziehen müsste, weil ich während den Vorlesungen nämlich überhaupt nichts mitgekriegt habe

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 23

    AW: Zweifel an der Diagnose

    Ach ja, noch zu dieser Lernstrategie mit den 20min pro Tag: Hört sich gut an, aber wie bringt ihr euch dazu, dass dann auch wirklich zu machen? Ich habe immer sehr viele Ideen, Pläne, Strategien usw. das Problem ist allerdings, dass ich diese dann nicht umsetze Entweder vergess ich's, habe bereits wieder neue Ideen oder hab einfach keine Lust dazu. Und das schlimmste ist wohl der letzte Punkt, denn wenn ich kein Bock habe etwas zu tun, bringen mich keine zehn Pferde dazu

  7. #17
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.649

    AW: Zweifel an der Diagnose

    Hallo Mahara,

    wenn mich was nicht interessiert klappt es nur, indem ich mir direkt danach ne Belohnung in Aussicht stelle und ich fange meistens mit dem unangenehmen an um das wegzuhaben.

    Und natürlich mit HIlfsmitteln wie Kaffee,jetzt Ritalin, aber ich kenne natürlich antriebsarme Tage, auch mit Ritalin, wo ich einfach nicht motiviert bin zu gar nichts. Und das nehme ich mittlerweile auch so hin und zwinge mich nicht. Meistens geht`s am nächsten Tag dann wieder.

    Aber ich hab grundsätzlich fast immer nur Arbeiten bzw. Studienthemen gewählt (in der Schule spezielle LK`s, das ging ja früher noch, bin schon etwas älter), die mich sehr interessiert haben.Sonst hätte diese Methode bei mir nicht funktioniert.

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 148

    AW: Zweifel an der Diagnose

    Also zunächst mal: geh zum ADHS-Experten und lass dich ordentlich diagnostizieren. Der Blick eines Arztes reicht nicht, um das zu entscheiden. Dabei wird auch ein IQ-Test gemacht werden. Du kannst dem Tester ja sagen, dass du das Ergebnis nicht wissen willst.

    Das mit dem fehlenden Antrieb habe ich so geregelt, dass ich präventiv die kurzen Lerneinheiten immer noch mehr gekürzt habe bzw. Pausentage eingelegt habe, bevor mich das Thema ankotze. Denn wenn das einmal passiert ist, dann hat man gar keine Lust mehr und kann sich nicht mehr aufraffen. Beim Schreiben der Dissertation z.B. habe ich einfach mal eine Woche pausiert, um bloß nie in die Falle zu kommen, keinen Spaß mehr zu haben.

    Das ganze funktioniert natürlich nur, wenn man keinen Termindruck hat. Deswegen habe ich in dem anderen Thread geschrieben, dass man möglichst frühzeitig anfangen sollte, um am Ende nicht in die Bredouille zu kommen.

    Immer nur ein kleines bisschen, Schritt für Schritt. Und immer alles parallel lernen. Dann hast du am Ende genauso viel gelernt wie die anderen.

    Gruß und viel Erfolg

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 59
    Forum-Beiträge: 141

    AW: Zweifel an der Diagnose

    Hallo Scarlatti, hallo Maggy

    @ Scarlatti
    Mir ist es mit dem Zweifel an der Diagnose ähnlich wie dir ergangen. Ich hab sogar die Diagnose als völlig absurt abgetan. Ich war eigentlich wegen einer anderen "vordergründigen" Erkrankung beim Neurologen. Auf den Arzt, der ADHS zum ersten Mal in Erwägung zog, auf den war ich 4 Wochen lang wütend, hab getobt, ihn als "psychologischen Stümper" abgetan, dabei hatte er es nur als Denkanstoß in den Raum gestellt.
    Ich hab mit aller Macht versucht zu beweisen - vor mir selbst und dem Arzt - daß es nicht sein kann. Dafür habe ich auch Argumentationen wie, gute Leistungen, abgeschlossenes Studium, relativ erfolgreich, u.a. ins Feld geführt. Aber irgendwann hab ich mich selbst gefragt "warum reagierst du so empfindlich und kindisch darauf?" Sollte es doch des "Puddels Kern" für all deine Probleme sein?
    Da ich eigentlich keine große Ahnung von ADS besaß, beschloss ich der Sache auf den Grund zu gehen. Bereits nach dem ersten Buch wußte ich, es stimmt. Die Verdachtsdiagnose war ein Volltreffer.
    Ich hatte im Lauf meines Lebens viele Verhaltensstrategien entwickelt. Und durch den Hyperfokus fällt uns das, was uns interessiert nicht schwer.
    Und wenn man was unbedingt will.......

    Vielleicht hast du die Diagnose auch aus diesem Grund zunächst abgelehnt.


    @ Maggy
    In deinem Beitrag kann auch ich mich ein Stück weit wiederfinden. Wie viel Energie, Kraft, wieviel Wirrungen sind notwendig bis man seine wirklichen Lebensbestimmungen erreicht. Auch mir hat der psychische Stress, die ständigen Kraftaufreibungen, Wirrungen in unterschiedlichen Lebensabschnitten sehr zugesetzt. Umsomehr denke ich, gerade deshalb erfordert es viel Mut die berufliche Karriere aufzugeben.

    Deshalb ich finde es toll, daß du deinen Weg für dich gefunden und erkannt hast, und daß du ihn unbeirrbar weitergegangen bist. Sicherlich, vieles hängt vom Zufall ab. Aber könnte es nicht sein, daß sich irgendwas in unserem Inneren gegen den alten eingeschlagenen Weg sträubt, daß eine innere Intuition uns unbewußt sagt, kehre um? Vielleicht ist es auch nicht nur "Glück im Unglück" sondern unbewußtes handeln was uns leitet.

    Liebe Grüße
    Karla

  10. #20
    Kreativchaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 584

    AW: Zweifel an der Diagnose

    Nein, es ist nicht nur "Glück im Unglück". Ich habe ja das "H" in meiner Diagnose und versuche mal, einen Hypie von seinen Überzeugungen abzubringen . Und eine ganz zentrale war bei mir, dass sich was ändern muss, wenn monate- und jahrelang meine perlende Lebensfreude trotz aller Alltags-Schmerzen ganz verschwindet. Das schaue ich mir lange an, aus Angst, zu impulsiv das Handtuch zu schmeißen. Aber wenn ich alle Argumente zusammen getragen habe, dann kommt die notwendige Entscheidung, auch wenn die wieder sehr weh tut.
    Ich habe an allem in meinem Leben wegen meiner hohen ADHS-Emotionalität gelitten. Sehr Schönes überreizt mich nicht schöner als sehr Schlechtes. Aber Lebensfreude und Übermut, wenn die ganz verschwinden, dann muss ich handeln.

    LG Maggy

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