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Diskutiere im Thema Diagnose ADHS im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 661

    Diagnose ADHS

    Hallo,

    seit Freitag weiß ich jetzt, das ich mittelstarkes ADHS habe. Mit 37 Jahren, etwas spät diese Diagnose.

    Zu mir: Ich bin eigentlich ein Arbeitstier, was das arbeiten angeht. Trotzdem herscht bei mir Zuhause, immer etwas Chaos...nie ist es wirklich aufgeräumt. Bin oft unkonzentriert und leicht ablenkbar. Hasse es abgelenkt zu werden und werd auch dann manchmal etwas aufbrausend, was ich dann gleich wieder runterdrücke in mir. Dazu bin überaus vergesslich, was mich auch immer mal wieder, in Probleme bringt. Am liebsten arbeitete ich alleine und dies funktionierte auch am besten. Die Pflichten erledige ich meist immer auf den letzten Drücker, was eigentlich nicht Not tut. Aber immerhin erledige sie gerade noch rechtzeitig.

    Seit 2 Jahren bin ich leider Arbeitslos, was mich natürlich belastet. Von extremen Überstunden, auf nichts. Dazu finanziel immer knapp bei Kasse. Nur mein 400 Euro Job, gibt mir etwas halt. Ohne würd ich wohl finanziel kaputt gehen bzw. psyisch eingehen. In meinem Beruf werd ich nicht mehr arbeiten können. Und auch Zeitfirmen haben kein Interesse an mir. Zu viele Einschränkungen. Hab Probleme im Nackenbereich, Ischias, Lendenwirbel, 1,8 cm kürzeres linkes Bein, Neurodermitis, Schuppenflechte, Heuschnupfen, Asthma, hohe Lichtempfindlichkeit....und jetzt auch noch ADHS.

    Beruflich bzw. damit auch finanziel, sehe ich die Zukunft eher düster. Ich denke aber auch, so würd es auch jeder normalo sehen. Das dies ganze an mir nicht spurlos vorbei geht, ist wohl natürlich. Bin oft frustriert und unzufrieden, mit der ganzen Situation. Kann seit 1 Jahr immer sehr schlecht einschlafen und wenn ich einschlafe, ist es ein sehr unruhiger Schlaf...mit viel rumwälzen, wühlen, im Schlaf aufsetzen. Manchmal werd ich auch in 7 Stunden schlafen, 3 bis 4 mal wach.

    Der Facharzt für ADHS meinte, das es bei mir mit Medikamenten, eine Kannsache ist. Empfehlen tut er mir Venlafaxin Sandoz 37,5 mg.

    Bin generell Medikamenten skeptisch gegenüber eingestellt. Besonders Medikamenten die in meinem Kopf eingreifen. Nehme selbst Kopfschmerztabletten nur dann, wenn es nicht mehr geht. Und jetzt soll ich dieses Venlafaxin nehmen...oder soll ich es besser sein lassen

    Eigentlich wäre die beste Medizin, eine neue Vollzeitbeschäftigung....denk e ich zumindest.
    Geändert von Einstein ( 3.04.2011 um 18:18 Uhr)

  2. #2
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 371

    AW: Diagnose ADHS

    und was für einen beruf hast du mal gelernt`

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 661

    AW: Diagnose ADHS

    Bäcker (nur Lehre), Fackraft - Brief - und Frachtverkehr.

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 59
    Forum-Beiträge: 141

    AW: Diagnose ADHS

    Hallo Einstein

    Mir ist es ähnlich wie dir ergangen. Späte Diagnosestellung, berufliche Auszeit usw. Ich war bereits 50 Jahre und litt zu dem Zeitpunkt unheimlich unter den Komorbilitäten, bevor jemand auf die Idee kam.Leider findet man das immer wieder. Viele von uns Chaoten machen eine regelrechte Odysse durch.

    Auch ich denke, daß ein neuer Job die optimalste Lösung deiner Probleme darstellt. Am besten einer der dich ausfüllt!!!. Grad wegen deiner Diagnose ADHS wäre es wichtig, zumal diese Charakteren aktiver sind. Allerdings - in der heutigen Wirtschaftslage absolut schwer.

    Wie du hier im Forum lesen kannst gibt es etliche die keine Medis nehmen.

    Bezüglich des Venlafaxins ist es schwer dir zu raten. Du weißt, daß es sich um ein Antidepressivum handelt? Aus deinem Brief geht nicht klar hervor ob du von dieser Komorbilität betroffen bist. Oder ob eine lavierte Depression - d.h. eine Depression die sich nur durch körperlichen Beschwerden äußert - vorliegt. Ich würde diese Frage auf alle Fälle mit einem Facharzt erörtern.

    Ich persönlich nehme es, aber ich war auch in einer langen tiefen Depression. Ich bin sogar freiwillig stationär deswegen gegangen. Es lief absolut nichts mehr.

    Auf alle Fälle solltest du regelmäßig Sport treiben. Es baut Adrenalin ab, gibt dir einen Ausgleich, hilft dir aus der Isolation, verbessert soziale Kontakte u.a. Hab irgendwo gelesen, Sport sei 1/3 der Therapie.

    Ich weiß, du wirst über meinen nächsten Vorschlag lachen. ABER - ich versuche es trotzdem.
    Wenn du keinen Job/ Arbeitsstelle findest solltest du dir - gerade deshalb - ein zusätzliches Ziel/Aufgabe setzen. Z.B. ehrenamtlich oder sich für irgendeine Gruppe angagieren, z.B. Tierheim, Pflege, Kirche, Betreuung alleinstehender Menschen, andere Mitbetreuung, usw.

    Auf keinen Fall darfst du den Mut verlieren. Bildlich gesprochen "trotz hinfallen, immer wieder aufstehen und neu versuchen"

    Meine Spontanideen nur als Tipp - Vorschlag verstehen!!!
    Alles liebe und gute für deine weitere Zukunft.

    Karla

  5. #5
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 122

    AW: Diagnose ADHS

    Einstein schreibt:
    Der Facharzt für ADHS meinte, das es bei mir mit Medikamenten, eine Kannsache ist. Empfehlen tut er mir Venlafaxin Sandoz 37,5 mg.
    Ich kann nur sagen, dass Venlafaxin mir vor einigen Jahren sehr gut geholfen hat. Ich glaube, wenn ich nicht ein sehr seltens Blutgerinnungsproblem hätte, würde ich es heute noch nehmen.
    Es wirkt sehr gut, vor allem wenn ADHS nicht Dein einziges Problem ist, sondern Depressionen und Ängste mit im Spiel sind - da hat es besonders bei mir geholfen.

    Nimm es doch einfach. Wenn es Dich etwas neu sortiert, stehst Du bei Bewerbungen besser da und dann kommt der ersehnte Job vielleicht auch leichter.

    LG Petrocelli

  6. #6
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 371

    AW: Diagnose ADHS

    So, ich habe endlich die schriftlichtliche diagnose bekommen und mußte paar sachen rätseln ...

    - Aufmerksamkeitsdefizit./Hyperaktivitäts-Störung, voranging unaufmerksamer Typus mit Persistenz in das Erwachsenenalter (ICD-10 F98.
    -mittelgrade depressive Episode
    -V.a. zwanghafte Persönlichkeitsakentuierung (eigene Anmerkung: Grübelzwang)

    Dann gibt es zum Schluß noch ein Scoring , das ich mir noch nicht übersetzen konnte:
    ADHS-SB;
    WURS-K;
    Brown-ADD-Scale;
    Beck-depressions-Inventar (BDI)

    Diagnose wurde in der LWL Münster gestellt

    Nun Muss ich mich mal um eine behandlung kümmern, die wartelisten sind ja extrem lang.

    dat bär

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 137

    AW: Diagnose ADHS

    datBÄR, was ist denn genau deine Frage zu der Diagnose?

    Die Scorings haben alle einen sogenannten Cut-Off-Wert, der bei Unter- oder Überschreiten einen Hinweis oder einen Widerspruch zu einer angenommenen Diagnose liefert. Stehen bei dir keine Cut-Off- oder Durchschnittswerte dabei?

  8. #8
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 371

    AW: Diagnose ADHS

    Doch, es stehen da werte.

    Eigentlich keine konkrete frage. Fand das nur mit den grübelzwang ungewöhnlich, weil das ja eigentlich etwas ads typisches ist (wenn auch ggf. mit anderer ausprägung)

  9. #9
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.316

    AW: Diagnose ADHS

    Hallo Einstein,

    ich bin auch neu hier so wie du. Toll, so bin ich nicht alleine.

    Bevor ich die ADHS Diagnse bekam, wurde ich wegen Depressionen per Zufall mit Venlafaxin eingestellt. Ich hatte bis vor kurzen 300mg.
    Venlafaxine war bei mir das erste Medikament, das mir irgendwie geholfen hat.
    Venlafaxine hilft sicher. Aber es ist keine Wunderdroge.
    Du musst davon recht hoch dosieren, bis du von der Dopaminwiederaufnahmehemmung profitieren kannst und das Medi hat den Nachteil, dass du es sehr regelmässig einnehmen musst, sonst bekommst du Entzugserscheinungen.

    So wie du deine Situation schreibst, kann dir Venlafaxine sicher helfen, da es auch gegen die depressive Symptomatik hilft.
    Also ein Versuch ist es Wert.
    Mir jedenfalls hat es sehr geholfen.

    Lg Nicci

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 135

    AW: Diagnose ADHS

    Venlafaxin war auch das erste Mittel, das ich empfohlen bekam und ich hatte nix davon außer Nebenwirkungen, die dafür aber heftig!
    Und auch alles andere, was danach kam, hat nicht gewirkt. Zum Schluß bekam ich Nortrilen, das hat, in höherer Dosierung, ein bißchen geholfen, hatte dann aber auch leichte Nebenwirkungen.

    Du siehst also, nix muß helfen, aber wenn Du Glück hast, ist was dabei.
    Meine Daumen hast Du!

    Übrigens, ich bin auch 37 und habe die Diagnose ADHS vor ca nem halben Jahr bekommen. Lieber zu spät als nie!

    Und für mich klingt es auch so, als wäre ne passende Vollzeit-Beschäftigung die beste Lösung für Dich.

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