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Diskutiere im Thema Erblichkeit von ADS/ADHS im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
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  1. #11
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 92

    AW: Erblichkeit von ADS/ADHS

    Also zum Thema möchte ich auch sagen ,ich bin, was die allgemeine Lehrmeinung angeht auch davon überzeugt,dass das ADS/ADHS vererbbar ist.
    Man geht davon aus,das sowohl vom Vater,als auch von der Mutter 25 verschiedene Gene dran beteiligt sein können-aber nicht zwangsläufig alle beteiligt sein müssen.
    Es ist wie eine Lottoziehung.
    Das erklärt auch die Unterschiede auftreten . ADS /ADHS ist niemals gleich und trotzdem immer änlich.
    Mein Arzt hat gesagt, die chance, das mein Sohn ADS/ADHS bekommt / hat liegt bei ca.75%.
    Das ist nicht niedrig aber auch keine Garantie. Meine Schwester hat z.B. kein ADS. Bei uns ist aber auch nur unser Mutter betroffen. Und die hatte es von Ihrem Vater,... der von seiner Mutter ( also meiner Großmutter usw...) Zumindest ist das ,nach dem Erzählungen meiner Verwandschaft zu urteilen, einfach passend.

    Wenn beide Eltern ADS/ADHS diagnostiziert haben, dann liegt die warscheinlichkeit, das es alle Kinder bekommen bei 99% -so sagt das zumindest mein Psychater.

    Klingt logisch,wenn auch erschreckend.

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 362

    AW: Erblichkeit von ADS/ADHS

    Hallo

    Ich bin überzeugt davon dass es zumindest in meiner Familie vererbt ist.

    Mein Vater war sein leben lang ein Choleriker, der wegen der kleinsten Sache an die Decke ging. Eine Autofahrt ohne derbste Flucherei war undenkbar. Auch er war extrem unorganisiert, sein Schreibtisch dass reinste Chaos. Ein sehr kreativer Schriftsteller, immer auf der Suche nach neuem Wissen.
    Wenn er etwas las oder mit etwas beschäftigt war, konnte man ihn nicht ansprechen, null reaktion. Als Kind war er wohl ein richtiger Lausebengel, angeblich faul und verträumt, was so manchen Hieb mit dem Rohrstock einbrachte.
    Mit sechzig Jahren erkrankte er dann an Parkinson.

    Mehrere Personen haben ADS und Asperger in meiner Familie.

    Meine beiden Kinder, von zwei Vätern, haben auch ADS.

    Seit heute habe ich meine Diagnose ADS.

    Also bei uns sieht es doch klar nach Vererbung aus.

    lg
    Lillemoor

  3. #13
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.267

    AW: Erblichkeit von ADS/ADHS

    Hallo,

    von ADHS spricht man medizinisch erst, wenn seit der Kindheit und fortdauernd Schwierigkeiten in einem belastenden Ausmass vorhanden sind. Da spielen neben der Genetik auch noch andere Faktoren mit hinein.

    Genetisch bedingt ist eine gewissen Prädisposition, also eine Neigung oder ein Risiko, ADHS zu bekommen. Kann passieren, muss aber nicht. Die meisten hier werden bei genauer Beobachtung ihrer erweiterten Familie Menschen mit vertrauten Macken finden, das ist aber noch lange kein ADHS. Unter günstigen Umständen kann ein Träger von ADHS-Genen ja eine ganz normale Entwicklung nehmen oder sogar besonders erfolgreich werden.

    Ich vergleiche es gerne mit der seit X Jahren laufenden Diskussion über das Alkoholikergen. Ich kann mir gut vorstellen, dass so ein Gen existiert - in dem Fall ein erhöhtes Risiko für eine Suchterkrankung. Damit ist aber noch lange nicht gesagt, dass jeder Genträger ein Säufer oder Giftler werden muss. Familienstudien beweisen das.

    Aus einem bewusst positiven Blickwinkel kann man auch sagen, dass gewisse Gene ein Potential bergen. Ein Mensch mit dieser Ausstattung kann also ganz besonders kreativ oder innovativ sein. Wenn es dumm läuft, kann der selbe Mensch aber schon als Kind in der Sonderschule landen und gar nichts werden. Also Gene + Umfeld + Lebensgeschichte.

    DASS es bei ADHS eine genetische Komponente gibt, ist nach dem Stand der Wissenschaft als erwiesen anzusehen. Um das abzustreiten muss man schon gezielt viele Jahre Forschung ignorieren.

    lg
    lola

    P.S.: in meiner Familie wimmelt es von ziemlich eigenwilligen Charakteren und teilweise sehr ausgeprägten Zügen von ADHS, eine Diagnose habe aber nur ich.
    Geändert von lola (12.04.2011 um 14:30 Uhr) Grund: P.S.

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