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Diskutiere im Thema Stationäre Behandlung!?! HILFE !?!?!?!? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #11
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 49

    AW: Stationäre Behandlung!?! HILFE !?!?!?!?

    Okay Danke! Die Eier habe ich allemale!

    Ich hab gerade gesucht, was ich in meinem Umkreis noch für Kliniken habe aus der einen. Und siehe da: Ich habe eine gefunden, die sich auf Depressionen und ADHS (bei Erwachsenen) spezialisiert. Nur wie soll ich nun da anrufen? Oder direkt einfach hinfahren? Wenn ich denen sage, dass es ein Notfall ist, was wollen die dann entsprechend von mir hören? Bin nicht suizidgefährdet. Ich neige -glaube ich- in solchen Gesprächen zu untertreiben und kann prinzipiell in solchen Gesprächen nicht mehr logisch denken und so hau' ich mich meist selbst in die Pfanne und lass mich abwimmeln oder so.

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 204

    AW: Stationäre Behandlung!?! HILFE !?!?!?!?

    Hi Pfiff,
    also bricklayer hat recht was er so sagt!
    Also deine Welt ist zusammengebrochen als du fertig warst mit der Lehre und warum hast du nach deiner Ausbildung nicht weitergearbeitet wenn sie dir so gut getan hat?
    Was hast du eigentlich gelernt wenn ich fragen darf?
    Vielleicht würde es dir ja wirklich gut tun wenn du nach Berlin ziehst wenn du dort einen Job gefunden hast!?
    wir Adsler haben das Problem das wir einen geregelten Ablauf gerne haben und das brauchst du glaube ich wieder;-)!

    Lieben Gruß
    Neytiri

  3. #13
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 49

    AW: Stationäre Behandlung!?! HILFE !?!?!?!?

    Exakt Neytiri!
    Nur so sehr ich mich auch bemühe ich schaff es einfach nicht mit der Umsetzung für Berlin.

    Konnte in sofern nicht weitermachen, weil ich lediglich eine schulische Ausbildung (Bereich Grafik/Design) gemacht hatte. Meine beste Freundin versucht mich ja schon so gut zu unterstützen wie sie nur kann, aber da sie ja meine Gefühlswelt nicht nachempfinden kann, packt sie's manchmal an der falschen Stelle an oder ist dann wieder übereifrig.

    Mein Problem sind die ewigen Vorwürfe in meinem Kopf, dadurch kann ich nicht ruhig arbeiten und mein Bewerbungskram fertig machen, weil ich an einer digitalen Bewerbungsmappe arbeite. In der WG ging das gar nicht, weil ich mich da 0% wohlgefühlt habe und bei den Eltern des Freundes nun auch nicht mehr, weil ich inzwischen diesen Erwartungsdruck habe, dass die sehen wollen, dass es bei mir vorran geht.

    Das blöde ist: ich brauche Berlin um nach Berlin zu kommen. Teufelskreis. In Berlin hätte ich die Distanz zu meinem gesamten Umfeld, dass ich mich für keiner meiner taten schämen würde und freiheraus mein Leben ordnen könnte. Aber dieses Fundament kann ich hier einfach nicht schaffen.

    Noch dazu kommt das ewige Pech. So wie nun mit meinem Doc. Hatte gehofft wenigstens eine Diagnose gestellt zu bekommen.

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 204

    AW: Stationäre Behandlung!?! HILFE !?!?!?!?

    Hi Pfiff,
    wieso hattest du Pech mit deinem Doc und was für eine Diagnose möchtest du denn hören?
    wie wäre es denn wenn du einfach mal für ein paar Tage nach Berlin fahren würdest, damit du siehst wofür du kämpfen möchtest! Nimm deine beste Freundin oder deinen besten Freund mit und schau dir Berlin an! Erstmal kommst du auf andere Gedanken und weiß endlich wofür du kämpfen möchtest! Wie ich oben schon erwähnt habe!
    Ich weiß dich interessiert es bestimmt jetzt nicht meine Geschichte zu hören, aber ich bin auch schon tierisch gefrustet!

    Vor 3 Jahren fing ich eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau fachrichtung Textil an und wurde ohne Grund in der Probezeit gekündigt! Schulisch war ich top, die Kunden wollten von mir bedient werden und ich habe mir nichts zu Schulden kommen lassen! Wahrscheinlich haben die Ausbilder gemerkt das was mit mir nicht so stimmt. Wahrscheinlich haben sie gemerkt das ich Ads habe oder so und hatten einfach keinen bock drauf (ich war ein bisschen schusselig und vergesslich).
    Auf jedenfall durfte ich noch die volle Probezeit durcharbeiten und danach ging ich auf Suche nach einem Ausbilder der mich übernehmen würde. Keine Chance ich hatte Pech.
    Ich fing dann im Sommer vorletztes Jahr das Berufskolleg an und das ging total in die Hose, weil es nicht so meine Richtung war. In der Zeit hatte ich soviele Vorstellunsgespräche und Probearbeiten und nie hatte ich Glück. Am Ende des Schuljahres fing ich einfach mal ne Restaurantfachlehre an, wo ich Gott sei Dank den Vertrag noch nicht unterschrieben hatte. Nach zwei Monaten Quälerei sagte ich, dass ist nicht dein Bereich. Du machst dich hiermit kaputt.
    Ich hatte fast einen Nervenzusammenbruch.
    Durch die ganze scheiße habe ich eine leichte depressive Phase und nehme zur Zeit Antidepressiva, damit ich wieder auf den Damm komme.
    Letztes Jahr im November war ich für 2 1/2 Wochen auf der Ostfriesischen Insel Wangerooge und habe dort Ehrenamtlich mit meinem Vater im Caritas Gästehaus gearbeitet und das hat gut getan.
    Und nun arbeite ich bis ich eine Ausbildung habe als Promoterin für zwei Tageszeitungen.
    Klar das mit meiner despressiven Phase finde ich auch nicht so toll und hoffe das alles wieder in Ordnung wird. Vor allem weil ich meinen lieben Schatz auch nicht mehr damit so belasten will.

    Also naja jetzt habe dich mal zugejammert. *rot werds*

    Lieben Gruß
    Neytiri

  5. #15
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 49

    AW: Stationäre Behandlung!?! HILFE !?!?!?!?

    Ich hätte gerne meine ADS-Diagnose, weil mit der könnte ich dann in Berlin schon viel mehr anfangen. Pech - Insofern, dass ich den letzten Termin nicht wahrnehmen konnte, dann drei Wochen versucht habe einen neuen zu machen und nun endlich einen habe für in 4 Wochen. =/
    Ich nehme seit dem letzten Termin Elontril täglich und merke keine Veränderungen. Habe dem Doc eine Mail geschrieben wie ich mich diesbezüglich bis zum nächsten Termin verhalten soll, aber habe keine Antwort bekommen.
    Alles läuft immer so schlecht es irgendwie nur geht.

    Danke für deinen Vorschlag. Denn mit diesem bestätigst du mich nur in meinem Handeln. Ich war schon zu genüge in Berlin und ich weiß oder habe meine Vorstellung was mich erwartet. Und normaler Weise würde ich solche Flucht-Ausflüge unternehmen, wenn mir die Decke auf den Kopf fällt; nur zur Zeit ist es mit dem Geld echt so mies, dass ich mir gar nichts leisten kann.
    Naja bekomm zum Glück bald noch Gehalt.
    Aber bei den Bemühungen Hartz4 vorübergehend zu beantragen läuft es ebenso mühselig. Ich geh' irgendwie immer den längstmöglichen Weg. =(

    Wow, deine Geschichte ist super interessant. Finde es immer interessant, wenn man schon verschiedene Jobs ausprobiert hat. Habe auch schon mal hier, mal da gejobbt. Ich hoffe, dass es wirklich nur eine depressive Phase ist und dass du das nun gut durchstehst. Achte immer auf dich, dass sowas niemals Überhand gewinnt.

  6. #16
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 49

    AW: Stationäre Behandlung!?! HILFE !?!?!?!?

    Piff schreibt:
    Alles läuft immer so schlecht es irgendwie nur geht.
    So habe ich auch hier im Forum das Gefühl, keine klaren Antworten zu bekommen.

    Aber egal, ich versuch's einfach nochmal. Gebe schließlich nicht auf.

    Wollte mich evtl morgen hier einweisen lassen: Evangelisches Krankenhaus Bergisch Gladbach
    In der Institutsambulanz (PIA) werden neben allgemein psychiatrisch- psychotherapeutischen Sprechstunden auch Spezialsprechstunden angeboten (Angststörungen, Persönlichkeitsstörungen, ADHS bei Erwachsenen, psychische Erkrankungen im Alter).
    Auch wenn sich das Krankenhaus nicht auf ADHS-Spezialisiert, dachte ich es wäre ganz gut, mich dort in stationäre Behandlung zu begeben, weil es zumindest die ADHS-Sprechstunden gibt, d.h. dort gibt es jemanden der sich zumindest damit besser auskennt.

    Kann mir da vielleicht jemand sein Urteil zu nennen? Ich leide halt unter meinem ADS und den daraus resultierenden Depressionen.

    Zu dem trage ich große Sorge abgelehnt zu werden, weil ich mich vielleicht nicht richtig ausdrücke. Wie gesagt: Bei mir geht wirklich so gut wie alles schief und verläuft auf dem umständlichsten Weg. Wenn ich mir versuche vorzustellen, wie ich dort erscheine und mich erläutere, weiß ich einfach nicht was ich sagen soll bzw wie ich mein Problem schildern soll.

    Darüber hinaus frage ich mich wie das allgemein abläuft? Geh ich da einfach mit gepackter Tasche (???) an die Information und sage, dass ich mich einweisen lassen will?

    BITTE GEBT MIR RAT!

  7. #17
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 49

    AW: Stationäre Behandlung!?! HILFE !?!?!?!?

    Kann mir niemand helfen ???

  8. #18
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: Stationäre Behandlung!?! HILFE !?!?!?!?

    Oh mann, Piff,

    das tut mir sehr leid!
    Ich war noch nie in einer Klinik, hatte nur mal ein Erstgespräch wegen eines evt. Tagesklinikaufenthalts...


    Ich habe aber gehört, dass wenn einer mit gepackten Koffern vor der Tür steht und sagt, dass er nicht mehr kann, und aufgenommen werden möchte...er nicht tatenlos weggeschickt werden kann.
    Schon weil sie das Risiko eingehen würden, dass der Verbannte sich etwas antun könnte...

    Ich denke schlimmstenfalls werden sie dich schon nach kurzer Zeit wieder entlassen, wenn sie das Gefühl haben, es könne ambulant gelöst werden.
    Aber selbst das könnte dir ja weiter helfen, wenn du vllt. Adressen bekommst, an die du dich wenden kannst.

    Zur Klinik kann ich garnix sagen. Hört sich aber gut an, wenn wenigstens irgendeiner im Hause tätig zu sein scheint, der sich mit ADS auskennen könnte.

    Ich würde sagen.. mache es einfach und sag, was dich quält... nur nicht immer gleich alles selbst klein reden (zB. ... ich weiß ja, das hört sich nicht so schlimm an..)
    Dir geht es mieserabel, du brauchst Hilfe und zwar sofort!!
    Versuche es doch einfach. Du hast ja nichts zu verlieren, in dem Sinn.

    Alles Gute
    happypill

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 204

    AW: Stationäre Behandlung!?! HILFE !?!?!?!?

    Hi Pfif,
    du hörst dich Tag zu Tag immer verzweifelter an:!Das ist ja nicht gerade schön!
    Ich weiß ja nicht was dein hauptsächliches Problem ist,dass du gerade völlig down bist!?
    Es tut mir leid das ich dir auch nicht großartig weiterhelfen kann,außer mitl ein paar tröstende oder auf munternde Worte.
    Ich kenne mich leider auch nicht damit aus wie es ist wenn man sich selbst einliefert.
    Hast du denn jemanden der dich zur Zeit unterstützt in deiner Situation?

    Lieben Gruß
    Neytiri

  10. #20
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 49

    AW: Stationäre Behandlung!?! HILFE !?!?!?!?

    Zu nächst mal: DANKE! Eure Antworten sind auf alle Fälle besser als das Gefühl zu bekommen, ignoriert zu werden oder zumindest nicht beachtet.

    Entschuldigt den Umfang. Damit habe ich selber nicht gerechnet. Ich werde versuchen, dass wichtigeste hervorzuheben. Vielleicht findet jemand die Motivation, den Text dann zu überfliegen.

    Es sind genau diese äußerst subtilen Umstände, die erst alle aufeinander treffen müssen, dass ich mir auf einmal dessen Allem bewusst werde und es so auf einmal niederschreiben kann. Danke Neytiri für die auslösende Frage. Die späte Stunde und vermutlich Millionen andere kleinere Faktoren konnte das nun für mich erst möglich machen.


    Ich weiß ja nicht was dein hauptsächliches Problem ist,dass du gerade völlig down bist!?
    Poah! Ich muss sagen, damit machst du mir gerade erstmal so richtig diese Leere klar. Mein eigentliches Problem? Entweder bin ich es selber oder (mehr oder weniger wie ich hoffe) eben einfach ALLE ANDEREN.
    Seit ich mich vor ca. 6 Jahren von einem hyperaktiven Menschen in einer eher hypoaktiven verändert habe, rasen bei mir tagtäglich die Gedanken wie wild. Und ich hab mir diesbezüglich auch schon viele Forenbeiträge durchgelesen. Aber nie bekam ich das Gefühl, dass es vergleichbar mit meinem Fall wäre. Inzwischen sind es nicht irgendwelche Gedanken, die fließen, sondern ich denke äußerst bewusst. Ich philosophiere in meinem Kopf den ganzen Tag - führe mir alles vor Augen. Ganz schlimm sind die ganzen Lügen meiner Mitmenschen, weshalb ich nun seit fast einem Jahr versuche aus dem Rheinland zu fliehen. Ich will und werde alles hinter mit lassen und KOMPLETT neu anfangen.
    Mein Leben lang war ich äußerst stolz auf meinen Freundeskreis. War nie eine Person, die irgendwas an sich selber glorifiziert hat, aber wenn es um meine Freunde ging, habe ich immer gedacht, mehr Glück könne man nicht haben.
    Klar, dass man auch mit Freunden irgendwann mal Rückschläge kassiert, aber, dass ich nun innerhalb von zwei Tagen mit meinem besten Freund und schließlich noch mit meiner besten Freundin mich so zoffe, dass ich nun ernsthaft denke, ich muss das alles beenden, weil ich mir sonst nur selbst den Kopf zerstöre.
    Ich bin kein Mensch der schnell aufgibt, ganz im Gegenteil, ich verzeihe so oft und so schwerwiegende Sachen, dass ich mich lange und oft über mich selber aufrege, dass ich dass alles einfach durchgehen lasse. Aber nun geht es einfach nicht mehr. Bei jeder weiteren Auseinandersetzung bekomme ich zunehmend das Gefühl mich selbst betrogen zu haben.
    Dazu kommt, dass meine beste Freundin so viel für mich tut und es rücksichtslos wäre, sie einfach so zurück zu lassen. Noch dazu klammert sie so sehr, wobei ich ihr immer versucht habe so viel meiner Erfahrungen zu vermitteln, dass sie ein eigenständiger Mensch wird.

    Des Weiteren bin ich wahrlich kein Mensch, der sich mehr anvertrauen müsste. Ich suche ständig den Kontakt zu meinen Freunden und erzähle denen aus offenem Herzen meine Sorgen und Probleme. Das geht soweit, dass ich mich auch diesbezüglich manchmal schon über mich selbst aufrege, weil ich mir denke, dem hättest du das nun nicht unbedingt anvertrauen müssen.

    Die ganzen Hilferufe scheint niemand zu hören. Ich merke immer wieder, wenn ich nicht in Tränen vor jemandem ausbreche, kommt auch keine Hilfe. Ich berichte so äußerst rational über mein Leben, meine Erfahrungen und mein Leid, doch die Menschen tuen nur ihr Beileid kund und das war's.

    Ich kann leider einfach nicht weinen. Nur wenn ich allein bin und dann auch nur sehr notdürftig. Wie oft ich denke, würde ich jedes Mal weinen, wenn der Schmerz so groß ist, so dass die meisten anderen weinen würde, dann würde ich 24/7 heulen.

    Ich fühle mich wie ein verlassenes Tier, dass seine Herde verloren hat. Ich habe mich in den letzten sechs Jahren durch meine Gedanken so enorm entwickelt, aber habe leider keinen Platz um mich zu entfalten zwischen den ganzen Klonen. Manchmal denke ich, wäre ich in einem anderen Umfeld, könne man mir keinerlei Krankheiten diagnostizieren. Es ist mein Umfeld, was mich krank macht und mich zu aufgestauten Aggressionen treibt, dass ich bald Angst habe zum Psychopathen zu werden. Dabei bin ich der liebevollste Mensch. Immer wieder versuche ich nur das beste für meine Mitmenschen zu machen. Schlägt man mir auf die eine Wange, so halte ich auch noch die andere hin.

    Meine Familie kann mir leider auch keinen großen Rückhalt bieten, was ich ihr aber auch nicht verüble, weil sie alle selbst ihr Strapatzen durchlaufen (mussten). Doch es kann nicht sein, dass der Kontakt zu meiner Mutter zu einer weiteren Belastung wird, weshalb ich nur noch in größeren Wochenabständen mit ihr rede. Es kann nicht sein, dass ich das Handy ignorieren muss, wobei ich mich verabscheue, weil es eine Tat ist, die ich nicht gerne tue, weil ich jemanden nicht gerne ignoriere und es mir ein zutiefst schlechtes Gefühl gibt, aber es trotzdem tun muss, weil ich weiß, dass das daraus resultierende Gefühl ein viel größeres Leid wäre. Somit komme ich zu dem Punkt, dass sie es ist, die mich dazu bringt SIE zu ignorieren, obwohl ICH es nicht will. Ist das paradox?

    Auch meine Depressionen sind nur so ausgeprägt, wenn tatsächliches vorgefallen ist. Keine unbegründete Verstimmungen. Seit über einem Jahr leide ich unter verschiedensten Stressymptomen. Seit einigen Jahren plagen mich Zwangsgedanken. Das ADS selber ist mir erst seit letzten Oktober bewusst und auch dessen Ausmaß, denke ich, ist ausgeprägter als bei den meisten Anderen. Das entnehme ich allerdings rein meinem Gefühl, was ich habe, wenn ich Beiträge über Probleme anderer lese.
    Außerdem bin ich mir sicher, dass ich unter einer Hypomanie leide. Schon seit Monaten versuche ich meinen Mitmenschen meine Situation zu verdeutlichen, in dem ich ihnen immer wieder Sage, dass ich mehr Stimmungsschwankungen täglich durchlaufe als eine hochschwangere Frau.

    Wie bereits in einem anderen Thread erwähnt versuche ich nach Berlin zu ziehen, mein großer Traum, von dem ich weiß, dass ich ihn erreichen werde. Nur es zieht sich immer weiter und wird immer schlimmer.
    Ich bin einfach nicht in der Lage die Voraussetzungen zu schaffen: Mein Pflichtbewusstsein macht mir da einen gewaltigen Strich durch die Rechnung, weil ich ständig meinen Vater oder andere Mitmenschen in meinem Kopf habe, die mir (nicht vorwurfsvoll aber erwartungsvoll) sagen: "Mensch Junge, wieso arbeitest du nicht an deiner Bewerbung". Aber meine Motivationslosigkeit und diese Erwartungshaltung drängen mich dermaßen von meinem Voranschreiten ab, dass ich einfach nicht mein Portfolio fertiggestellt bekomme. Außerdem: Wie soll ich kreativ sein, wenn ich doch von Kopf bis Fuß unglücklich bin und mich auch in keinem harmonischen Umfeld befinde. Das ist der Punkt, an dem ich gerne sage: Ich brauche Berlin um nach Berlin zu kommen.

    Meine Tabletten helfen mir gar nicht. Hatte gehofft, dass die mir eine künstliche Stabilität geben könnten, dass ich meinen Kram fertig bekomme und in mein neues Leben starten kann. Das einzige, was mir seit 6 Jahren stets treue erwies - und ich bin inzwischen wirklich soweit (und glaubt mir auch darüber habe ich mir so viele Gedanken gemacht) und glaube, dass es mir gar "das Leben gerettet" hat - ist das Kiffen gewesen. Weil ich damit wenigsten immer meinen Kopf abstellen konnte. Inzwischen klappt das mit dem Kopfabstellen nicht mehr ganz so gut, aber zumindest sind dann meine Emotionen etwas neutralisierter und ich kann beruhigt schlafen gehen. Ich wüsste nicht, wo ich heute wäre, hätte ich mich nicht immer wieder mit dem Kiffen aus den depressiven Episoden gezogen.

    Bei all den Gedanken, die ich mir mache, habe ich auch immer darauf geachtet, - seit dem ersten Tag - dass ich verantwortungsvoll mit Kiffen umgehe und ich kann mir reinen Gewissens sagen, dass ich das getan habe. Aber auch diesbezüglich habe ich mir den Mund fusselig geredet, aber habe trotzdem noch das Gefühl mich rechtfertigen zu müssen.


    Als ein Mensch mit unendlichem Gedankengut könnte ich unendlich weiterschreiben. Fast schon keine Übertreibung. Aber meine Motivation ist durch diese Anstrengung nun auch wieder verpuffert. Ich merke, wie mich das nun wieder Energie gekostet hat. Aber es hat gut getan.

    Danke!
    Geändert von Piff (21.03.2011 um 03:03 Uhr)

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