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Diskutiere im Thema In wieweit heilen bzw. lindern Medikamente und Therapie im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2

    In wieweit heilen bzw. lindern Medikamente und Therapie

    Also ich hoffe, dass mir jemand helfen kann... irgendwie weiß ich auch nicht mehr weiter.

    Also ich habe ADHS und fange bald mit einem dualen Studium an. Das ich ADHS habe wusste ich schon, dass es so schlimm ist bei mir wusste ich nicht... mein arzt hatte mir als Kind angeboten gehabt Medikamente zunehmen. Meine Eltern lehnten das strengstens ab und ging dann immer für ein paar Wochen in die Ergotherapie...

    So nun hatte ich ein paar Einstellungstest und im Berreich Konzentration habe ich oft schlecht abgeschnitten.Dafür in der Kreativität überdurchschnittlich abgeschnitten. So dass ich mir Gedanken gemacht habe und jetzt einen Termin beim Hausarzt gemacht habe und der mich wieder zum Psychater geschickt hat.

    Bei meiner Recherche zu ADHS habe ich festgestellt, dass mein handeln und verhalten, mit dem ich immer unzufrieden bin mit adhs zusammenhängen könnte.

    - Ich vergesse Kleinigkeiten, weil meistens alles hektisch abläuft
    - Ich lese manchmal n paar Seiten und weiß nicht was ich gelesen habe
    Ich hab zwar ein 2,3 abi schnitt..aber für den Aufwand, den ich erbracht habe ist
    das schlecht! Ich hatte auch oft Probleme, in so fächer wie wirtschaft, ethik mir
    sachen zu merken..mathe, physik alles kein problem, wenn ich da keine guten noten
    hatte, dann wegen Dokumentationsfehler oder iwas vergessen(Unachtsamkeit)

    - Unordnung.. bei mir zu Hause siehts immer aus, als wäre ne Bombe eingeschlagen
    ich muss dann immer wieder aufräumen, aber das ist wirklich ein anhäufen von
    Klamotten und papieren im ganzen zimmer.. und müll liegt auch manchmal auf dem
    Boden. Ich will ordentlich sein..aber es fällt mir schwer.
    - Umgang mit Geld, ich kaufe mir gerne sachen, die ich nicht unbedingt brauche
    und mein Geld ist vor Mitte des Monats weg.
    - Sogut wie kein Durchhaltevermögen (Faul/ oft keine Motivation)
    - innere Unruhe
    - Kann unterhaltungen nie lange folgen
    - tagträumerei (das ist bei mir nicht normal!! )

    - vermindertes Selbstwertgefühl
    - was mich am meisten stört, mein Verhalten meinen Eltern gegenüber...
    ich bin da sehr impulsiv..verliere oft die Kontrolle, ich steiger mich schnell in
    Sachen rein, selbst, wenn ich mir vornehme einen kühlen Kopf zu behalten.
    Ich kann nie nachgeben bei Streitigkeiten.. Ich MUSS das letzte Wort haben.
    Danach traue ich mich meistens nicht mich zu entschuldiegen.

    Ich mache mir ernsthaft Sorgen, ob ich so jemals ein erfülltes Leben mit einer Partnerin haben kann, ob Menschen mit mir Leben können.Ich denk so ein Verhalten kann schon echt anstregend sein.
    Manchmal sage ich Dinge, die ich nicht so meine. Aber es kommt falsch rüber

    Es gibt auch positive Sachen

    Dafür bin ich nach außen hin, sehr gelassen und entspannt und gebe nach außen
    nicht das Gefühl, dass ich hyperaktiv bin... Aber innerlich bin ich halt sehr angespannt jedenTagKopfschmerzen ein verspannter nacken... usw.
    Ich mache auch sehr viel Sport.

    Kreativ bin ich aufjedenfall, mein Lehrer nannte mich Picasso in Kunst
    Ich mache gerne Fotos bearbeite die und schneide auch gerne Videos..und das sogar professionell.

    hilfsbereit bin ich in der Regel schon, ich sag auch oft "ja" und hatte bereits ein Burn-out syndrom und schon mit 19Jahren , aber das Problem, dabei ist
    irgendwie fällt es mir plötzlich doch manchmal schwer was für andere zu erlediegen vorallem zu hause..schule freunde, alles kein Problem, da bekomme ich das auf die reihe, aber zu hause, wenn es darum geht hausarbeit zu elrediegen..könnt ihr das vergessen selbst wenn ich es WILL.weil mein Kopf sagt dann mach es, aber mein Körper sagt mir immer "bleib noch sitzen oder liegen".

    also charactermäßig würde ich sagen, dass ich ganz in Ordnung bin.. aber es kommt manchmal vllt falsch rüber,so wie ich mich verhalte...
    manchmal denken manche ich wäre selbstverliebt und arrogant, weil ich immer von mir rede..ich kann das aber nicht kontrollieren. Das bin ich nicht, ich halte mich auch nicht für was besonderes!

    Planen kann ich gut... nur es fällt mir schwer den plan einzuhalten...

    Naja ich schreibe gerade viel..komme jetzt zu meiner Frage....
    kann ich alle diese Symptome irgendwie beheben oder Lindern, helfen da Medikamente oder eine Behandlung. Wenn ja, wie lange halten die Wirkungen an. gibt es noch jemanden mit solchen Erfahrungen? Kann ich irgendwann auch selbstständig leben..Meine Eltern haben immer schon gesagt, wenn du so weiter machst... wirst du nie alleine leben können und irgendwo auf der Straße landen.
    Ich will das nicht nur für mich machen, auch für meine Mitmenschen, weil ich denke, dass auch meine Eltern zum Beispiel darunter leiden.

    Bitte helft mir

    Euer Bantuman =)

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 83

    AW: In wieweit heilen bzw. lindern Medikamente und Therapie

    Echt harter Tobak, Bantuman....

    Langer Bericht. Übliche Problematiken, auch meine eigenen.

    Deine/unsere "Fehler"

    - zu hohe Erwartungen an uns selbst
    - harsche Selbstkritik
    - kein Selbstwertgefühl, Schuldgefühle
    - schlechte Konzentrationsfähigkeit
    .....
    Die guten Seiten:

    Unkonventionell, "kreativ"...jeder ist glaube ich, anders kreativ....neue Theorie heute: Könnte die mangelnde Konzentrationsfähigkeit vielleicht die Unkonventionalität oder Kreativität erzeugen?. Sich gängige Muster nicht einprägen, und deshalb neue Muster und Wege erfinden? (Gedankenspinnerei).
    Ich muss zugeben, die Dinge, die ich nicht "WILL", die mach ich auch nicht wirklich so flüssig und die Sachen, die mich nicht interessieren, die merke ich mir noch schwerer, als andere Sachen. Bin halt, ein fauler und schlechter Mensch, wie die Spießer da draussen behaupten - doch komischerweise hab ich für meinen Lebensunterhalt immer selbst gesorgt, bisher.

    Für Dich ist das zur Zeit schwierig, weil Du eben extreme Stärken und Schwächen hast, was sich auf Deinen Notendurchschnitt auswirkt. Du musst für manche Fächer extrem viel ackern, und für andere fast gast nicht (ich kenn das von mir, korrigier mich wenn ich da was falsch verstanden habe). Das ist während der Schulzeit belastend, ich versteh das. Ich selbst habe kein Abi deshalb, weil meine Matheschwäche ne Dyskalkulie ist. Ich hätte, um in Mathe durchschnittlich zu sein, einen exorbitanten Aufwand betreiben müssen, da ich die Zahlenwelt nicht verstehe...in Metaphern gesprochen, wäre das, als würde ein Einzeller einen Dreitausender besteigen...ich glaube, der Einzeller würde nicht lange genug leben für die "Expedition".

    Ich werde IMMER unterschätzt, im ersten Augenblick. Ist mir aber ziemlich egal. Wenn Du Deinen Weg gefunden hast, und irgendwann Deine Stärken einsetzen darfst wird es Dir sicher besser gehen. Schule ist hart, aber nicht, weil allzuviel von uns schlichtweg nur dumm wären.

    Viele Leute hier werden Dir sicher zu Medikamenten raten - ist bisher nicht mein Weg, aber vielleicht auch der Deinige?

    Gruß, Lisa

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 10

    AW: In wieweit heilen bzw. lindern Medikamente und Therapie

    Hallo bantuman
    in deinem Bericht finde ich mich wieder.Bin schon etwas Älter und bis vor 10Jahren bekam ich mein Leben irgend wie hin.Habe zwei Kinder groß gezogen bin Arbeiten gegangen.Aber jetzt geht nichts mehr so richtig.Nehme Methylpheni TAD in niedriger Dodies.Ich kann nicht mal sagen ob es mir hilft.Meine Ärztin sagt ich solle mal erhöhen .Aber ich habe Angst davor.Also was mache ich?Ich kann dir nicht sagen ob du Medis nehmen sollst das muß du selber entscheiden oder aus probieren wo mit du besser Leben kannst
    Gruß Lottemotte

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 85

    AW: In wieweit heilen bzw. lindern Medikamente und Therapie

    Hallo bantuman,
    also ich nehme seit Januar Medikinet, mein 11 jähriger Sohn seit ca. 1 Jahr.

    Ich war mir unsicher, ob ich meinem Sohn die Medis geben soll. Seit ich sie selbst nehme und sehe wie mein Sohn sich entwickelt hat, bin ich gerade bei Kindern sehr für die Medis.

    Ich habe heute einen riesen Berg Psycho- Scheiße aufzuarbeiten, sweil das ADS immer unreflektieet und unerkannt war. Ich habe mein Leben darauf ausgerichtet, mir Zwänge auferlegt und miese Erfahrungen gemacht. Vieles hätte man sich vielleicht sparen können.

    Und so bin ich froh, das es bei meinem Sohn erkannt wurde. Okay, man kann das bestimmt auch ohne Medis hinbekommen, wenn man sich dem ADS bewußt ist, aber ich merke ja jetzt selbst. wie anders, einfacher, geordneter man denken und komunizieren kann, wenn die Medis stimmen.

    Ich will das auch nicht mein lebenlang nehmen, aber um sich zu entwickeln ist es eine grosse Hilfe.

    LG sychotante

  5. #5
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 115

    AW: In wieweit heilen bzw. lindern Medikamente und Therapie

    Die Medi. ist ein Begleiter finde ich, es nimmt einem nicht die Arbeit an sich selbst ab, es erleichtert.

    Ich muss sycho mind. darin zustimmen das auch ich jetzt langsam das Gefühl habe, dass es vor allem mit der Kommunikation besser wird bei mir.
    ich konnte so auch einer Familie die gerade ein Kind mit ADS großzieht zeigen das es sich wenigstens mal lohnen würde es zu probieren.
    Die vorurteile gegenüber "Medikament" an sich finde ich schade.
    Bei Kopfweh nehmen die meißten auch gerne mal Paracetamol o.ä einfach so, ohe groß nachzudenken.

    Und, meine Eltern litten auch jahrelang unter meinem Verhalten, sowie Bekannte.
    Es kann, nein es ist nicht nur gut für dich, sondern auch für Dein Umfeld.
    Das gibt sich dann die Hand.

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 419

    AW: In wieweit heilen bzw. lindern Medikamente und Therapie

    Also ich würde schon behaupten, dass das MPH mehr ist als nur die Summe seiner Teile
    Ich denke, dass es auch über die eigentliche Beeinflussung meines Zustands hinaus dazu beiträgt, mein Verhalten und Selbstbild nachhaltig zu verändern. Deshalb würde ich auch sagen, dass es länger wirkt, als es an sich physiologisch messbar ist. Ich fänd es auch etwas eigenartig, wenn ich quasi 3 stunden "gut" bin und danach nicht mehr davon profitieren könnte.
    Ne Verhaltenstherapie bekomm ich allerdings erst in der nächsten Zeit, dann wird man weiter_sehen

  7. #7
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 115

    AW: In wieweit heilen bzw. lindern Medikamente und Therapie

    Ich habe heute mal morgens und mittags keins genommen und ich merke es schon das ich "zurückfalle".
    ein bischen Angst macht mir das schon, aber es es ist auch noch zu früh das zu beurteilen.

    Ein Wechsel ab und zu muss aber nichts schlechtes sein. So habe ich die Möglichkeit zu vergleichen, zu analysieren.
    Das merke und schreibe ich mir auch auf.
    Nur so kann ich am Ende vielleicht vergleichen, und draus lernen wie es auch ohne gehen kann.
    Denn auf Dauer möchte ich nicht drauf angewiesen sein.

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