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Diskutiere im Thema Doch kein ADHS? Asperger-Syndrom? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Asperger, Autismus
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  1. #1
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf AD(H)S
    Forum-Beiträge: 656

    Doch kein ADHS? Asperger-Syndrom?

    Hallo zusammen!

    Nachdem ich mich auf die weite Reise vom Niederrhein bis nach Berlin begeben habe, habe ich mich am Montag in die Praxis von Frau Dr. W. begeben, zwecks Diagnose Asperger, ja oder nein, da ich auf dem Gebiet ADS/ADHS irgendwie nicht weiterkam und auch Medikation nicht wirklich spürbar angeschlagen hat.

    Diese frug mich zuerst, wie ich auf darauf komme, das Asperger-Syndrom zu haben und woher ich überhaupt darüber weiß.

    Nachdem ich diese Frage beantwortet habe, begann sie damit, mich über meine Kindheit zu befragen. Ich hatte ihr gesagt, dass ich nur noch sehr wenige Erinnerungen an diese Zeit habe, ihre Fragen aber versucht, so gut wie es ging, zu beantworten. Ich hatte ihr auch gesagt, dass ich vieles nur vom Hörensagen weiß.

    Dann stellte sie mir Fragen zur Schule, ob ich ganz normal eingeschult wurde. Ich bejate und sagte aber gleich, dass ich die erste Klasse gleich zweimal machen durfte. Frage: "Warum?" Antwort: "Hab ich schriftlich." Ich händigte ihr Kopien meiner Grundschulzeugnisse aus, zusammen mit einem von mir verfassten ausführlichen Lebenslauf, den einige von Euch auch kennen, nur, dass ich die Anonymisierungen, die mit denen er hier im Forum steht, entsprechend geändert wurden, also mein Klar-Name und auch die Örtlichkeiten benannt.

    Nach ca. 45 min. kam Frau Doktor zu dem Ergebniss, dass ich das Asperger-Syndrom habe und dass sie mir empfiehlt, einen SBA zu beantragen. Ich erwähnte noch kurz meine ADHS-diagnostizierten Neffen, worauf sie sagte, dass auch sie möglicher Weise das Asperger-Syndrom haben statt AD(H)S und ich meine Schwester ggf. darauf hinweisen sollte.

    Ich bat sie noch um ein Attest und bezahlte es gleich bei ihr, das wird mir dann per Post zugeschickt.

    Ich bin also ein offiziell diagnostizierter Autist.

    Gruß
    icke!
    Geändert von Alex (30.04.2010 um 17:43 Uhr) Grund: Nachname gekürzt

  2. #2


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 19.834
    Blog-Einträge: 39

    AW: Doch kein ADHS? Asperger-Syndrom?

    Hallo

    Die Diagnose steht erst mal, jedoch würd ich persönlich in so einem Fall (in 45 Minuten! ambulant gestellte Diagnose) eine Zweitmeinung (z.B. in einer Autismus-Ambulanz für Erwachsene in einer Uniklinik) einholen. Wäre auch bei einer AD(H)S Diagnose in jedem Fall so, soweit diese ambulant erfolgt ist.

    Speziell in Bezug auf eine AD(H)S gehört das Asperger-Syndrom sowohl zu den häufigsten Differenzialdiagnosen, wie auch zu den häufigsten Komorbiditäten (siehe z.B.: Deutsches Ärzteblatt: Archiv "Das Asperger-Syndrom im Erwachsenenalter" (30.01.2009) , Asperger-Online )

    Dass dein Neffe (immerhin genetisch betrachtet nicht gerade dein eineiiger Zwilling) ebenfalls möglicherweise das Asperger-Syndrom haben soll, find ich angesichts der Tatsache, dass besagte Ärztin ihn noch nie zu Gesicht bekommen hat, persönlich etwas weit her geholt.

    Generell besteht bei jedem Menschen, der eine als solche diagnostizierte AD(H)S hat, die Möglichkeit, dass entweder ein Asperger-Syndrom zusätzlich vorhanden ist, wie auch, dass die AD(H)S-Diagnose tatsächlich falsch ist und Asperger vorliegt, da man beides nicht mit 100%-iger Sicherheit diagnostizieren kann und es zahlreiche Überschneidungen betreffs der Symptomatiken gibt.

    Selbiges jedoch auch anders herum.

    Da beide Diagnosen gravierende Bedeutung haben, würd ich in jedem Fall, wie gesagt, eine entsprechend qualifizierte Zweitmeinung einholen.



    Liebe Grüße,
    Alex

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 235

    AW: Doch kein ADHS? Asperger-Syndrom?

    Hallo Icke !

    Das interessiert mich.
    Ich habe auch bei mir den Verdacht, dass ich ein Aspie bin, aber es gibt ja auch parallele Symtome bei ADHS und Asperger.
    Ich habe diese probleme mit der Kommunikation, das heisst, ich kann meine Mitmenschen meistens nicht durchschauen, was sie meinen, wenn sie etwas sagen. Ich lerne diesbezüglich auch nicht dazu.
    Ich interpretiere das, was Menschen zu mir sagen meist ganz falsch, oder ich versteh gar nichts.( Buchstabensalat, Deutsch wie Fremdsprache ) Oder ich kippe mit der Aufmerksamkeit ganz weg, ich höre sie reden, aber der Sinn dessen, was sie sagen, bleibt mir ein Rätsel. Die Psychiaterin ordnet das dem ADS zu. Ich selbst weiss nicht, warum ich so bin.
    Kennst du als offizieller Asperger Autist so etwas auch?

    Schusslig bin ich auch.

    Ich erwarte von dir keine diagnose, aber ich möche nur wissen, ob du ähnliche Symptome hast.

    LG

    Schneeflocke

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 10

    AW: Doch kein ADHS? Asperger-Syndrom?

    @ Zappel

    Hallo Schneeflocke,

    Das was du gerade beschreibst, betrifft mich auch , aber ich habe eine ADHS Diagnostik bekommen, Das interpretieren zum Beispiel ist mir ,oder anders gesagt wenn ich was ge sagt habe, wird es meist anders verstanden.


    Eine wichtige Frage an dich, hast du dieses Probleme schon immer,


    oder ist es erst später aufgetaucht, da ich so alt bin wie du kann es auch an etwas anderem liegen,

    Lg Zappel

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 541

    AW: Doch kein ADHS? Asperger-Syndrom?

    Hallo Zappel, Schneeflocke,

    mir geht es oft ähnlich, dass ich einen Menschen erst kennen und scannen muss, um ihn zu verstehen bzw. das ich voher den Sinn nicht ganz verstehe, denn Sinn nicht zuordnen kann.

    Allerdings hat es Alex schon angesprochen, bei AD(H)S (vor allem mit Hochbegabung/gut ist bei mir nicht der Fall) zu Asperger sind viele Symptome gleich bzw. fließend und bedürfen einer aufsfühlichen Diagnostik.

    @Icke
    bitte hole dir unbedingt eine zweite Meinung, in 45-Minuten zum Aspi diagnostiziert zu werden, halte ich nicht für verantwortungsvoll.

    LG,Anja

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 235

    AW: Doch kein ADHS? Asperger-Syndrom?

    Danke anja!
    Danke Zappel!!


    Ich galube ich hatte das schon immer, aber habe immer versucht es zu kompensieren. Gut zu machen.
    tatsache ist, dass schon früher, wie ich etwa 25 alt war, Menschen zu mir gesagt haben, ich sei wie durch Milchglas, also schemenhaft wahrnehmbar.
    Ich konnte einfach nie direkt kommunizieren.

    Oder glaubst du(@Zappel), dass ich schon dement bin, in meinem Alter?

    Vielleicht habe ich ein Syndrom, das noch gar nicht erkannt wurde?
    Ich bin 54, im Juli werde ich 55, aber viele sagen, dass ich aussähe wie ein Kind. Man nennt mich Babyface. Dick bin ich nicht, aber mein Gesicht ist so anders, als das von 54 jährigen. Mein Geist ist auch so anders als der von durchschnittlichen 54 jährigen.



    Schneeflocke

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 732

    AW: Doch kein ADHS? Asperger-Syndrom?


  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 541

    AW: Doch kein ADHS? Asperger-Syndrom?

    Hallo,

    ich habe jetzt mal aus Spass an der Freude den obigen Test gemacht - und danach sei ich ein Aspi -> was ich mit Sicherheit nicht bin!!! Ich habe bei den EQ-Test 22 Punkte erreicht, selbst da hieß es, könnte daraufhinweisen, und bei SQ und ich bin alles andere als Struckturiert habe ich dann 55 Punkte ergattert -> da hieß, manche Frauen mit diesem Wert könnten einen Aspi haben.

    Selenia -> sei mir bitte nicht böse, aber an diesen Test glaube ich nicht.

    Wenn ich davon schreibe, dass ich Menschen scanne, dann um deren Gefühle zu erfassen und diese kommen sehr nah an mich heran, viel zu nah. Ich denke, zumindest ist bei mir so, für mich ist es "Normal" anhand von Mimik, Gestik, Stimmfarbe meine Mitmenschen wahrzunehmen und einzuordnen, dass hat nichts mit Asperger zu tun.

    LG, Anja

  9. #9
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf AD(H)S
    Forum-Beiträge: 656

    AW: Doch kein ADHS? Asperger-Syndrom?

    Hallo zusammen!

    Ich danke Euch für Eure Antworten, möchte auf Zweien näher eingehen:

    Alex schreibt:
    Hallo

    Die Diagnose steht erst mal, jedoch würd ich persönlich in so einem Fall (in 45 Minuten! ambulant gestellte Diagnose) eine Zweitmeinung (z.B. in einer Autismus-Ambulanz für Erwachsene in einer Uniklinik) einholen. Wäre auch bei einer AD(H)S Diagnose in jedem Fall so, soweit diese ambulant erfolgt ist.
    Eine zweite Meinung einzuholen, das habe ich auch vor. Nur leider glaube ich fast, dass ich schneller einen Platz im Altenheim bekomme als einen Termin in einer Klinik. Deshalb habe ich ja diesen Termin wahrgenommen.


    schneeflocke schreibt:
    Ich habe diese probleme mit der Kommunikation, das heisst, ich kann meine Mitmenschen meistens nicht durchschauen, was sie meinen, wenn sie etwas sagen. Ich lerne diesbezüglich auch nicht dazu.
    Ja, diese Probleme habe ich auch und die haben mich auch schon viel Geld und Nerven gekostet.

    Gruß
    icke!

  10. #10
    Fühlt sich hier wohl

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    Forum-Beiträge: 656

    AW: Doch kein ADHS? Asperger-Syndrom?

    Hallo zusammen!

    Ich war jetzt innerhalb von etwa 18 Monaten bei 5 Ärzten. Dabei habe ich zwei identische Diagnosen erhalten. Diese im Einzelnen:

    1. Klinik, mehrere Besuche, Diagnose ADS, wurde erst mit Streattera, später dann kurzzeitig mit MPH behandelt, keine erwünschte Wirkung erziehlt, Abfertigung nach dem zweiten Besuch, seit ich Medis bekam, nur noch zwischen Tür und Angel.

    2. Niedergelassene Psychiaterin, ein einzelner Besuch, Dauer 45 min, Diagnose Asperger Syndrom, keine weiteren Empfehlungen, was Therapie angeht, Nur Epfehlung, Schwerbehinderten-Ausweis zu beantragen.

    3. Niedergelassener Psychiater, ein einzelner Besuch, Diagnose nichts von Beidem, Meine Beschwerden rühren irgendwo aus meiner Biografie her. Keine weiteren Einladungen, keine weiteren Empfehlungen.

    4. Klinik, mehrere Besuche, Dioagnose Einzelne ADS-Symptome, aber keine handfeste Diagnose möglich (Symptome für ADS-Diagnose nicht ausreichend), möglicher Weise Asperger, Weiterleitung an seinen Kollegen, dem Arzt Nr.
    5. gleiche Klinik, einzelner Besuch, Dauer ca. 40 min, Diagnose Asperger. Keine großartigen Empfehlungen, ich habe selbst gesagt, was ich will, Therapie im ATZ, ambulant betreutes Wohnen und Schwerbehindertenausweis.

    Die Ärzte Nr. 2 - 5 wissen Alle von der Diagnose von Dr. Nr. 1, Die Doktoren Nr. 4 und 5 sind Arbeitskollegen und arbeiten, was meiner Person angeht, zusammen. So hat Dr. Nr. 5 bereits alle Infos über mich vorgefunden, die Dr. Nr. 4 zusammengetragen haben.

    Im Übrigen hatten alle Ärzte von mir einen ausführlichen und weitestgehend gleichlautenden Lebenslauf von mir erhalten.

    Da zwei Ärzte, die rein garnichts voneinander wissen, unabhängig gesagt haben, ich habe das Asperger Syndrom, gehe ich davon aus, dass das jetzt auch stimmt, zumal 2 von drei Ärzten ADS bei mir mehr oder weniger ausgeschlossen haben.

    Gruß
    icke!

    P.S.: Wenn ich darf, würde ich aber trotzdem gern hier im Forum bleiben.

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