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Diskutiere im Thema Ausgebrannt durch Emotionen im Forum ADS ADHS Erwachsene: Asperger, Autismus
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  1. #1
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 57

    Ausgebrannt durch Emotionen

    Hallo,
    gibt es hier welche, die dieses Gefühl kennen durch Emotionen und aber auch durch die eigenen sich irgendwie ausgebrannt/erschöpft zu fühlen?

    Hier ein kleines Beispiel von vielen, welches mich auch irgendwie belastet:
    Heute auf der Arbeit (ich mache ein FSJ im Kindergarten) hatte ich ein Kind auf dem Arm und wenn ich ein Kind auf dem Arm habe, fummeln die mir immer in den Haaren rum. Ich bin an der Kopfhaut sehr empfindlich und leider ist es passiert, dass das Kind irgendwie ausversehen an meinen Haaren gezogen hat oder sich darin verfangen hat, das weiß ich nicht, und für mich fühlte es sich so schrecklich an, dass ich angefangen habe zu weinen. Die Erzieher haben das natürlich gesehen und haben mich gefragt, ob ich was zum kühlen brauche und mich auch in den Arm genommen. (Sie wissen von meiner Problematik).
    Der Schmerz an sich ist dann irgendwann weggegangen, bzw. habe ich diese Stelle noch später etwas gespürt, aber alles halb so wild. Das größere Problem für mich war das Weinen und dass ich dadurch auch im Mittelpunkt stand. Ich weiß auch nicht, ich fühlte mich dadurch plötzlich so erschöpft und ausgebrannt, sodass ich am liebsten schlafen wollte. Ich war irgendwie handlungsunfähig, kaum ansprechbar und konnte nicht mehr wirklich reden, also quasi apathisch saß ich da nur. Die Erzieher haben mir dann vorgeschlagen nach Hause zu gehen, aber ich wollte es zuerst nicht, weil ich ja nicht krank bin, doch später meinten die, dass ich es doch lieber tun sollte, weil ich mir und den Kindern keinen Gefallen tue. Letztendlich bin ich dann doch nach Hause gegangen und ich habe meine Umgebung nicht mehr wirklich wahrnehmen können und hatte quasi einen Tunnelblick. Als ich dann Zuhause war, bin ich sofort eingeschlafen für 2 Stunden. Nun bin ich wach, aber fühle mich immer noch so komisch und kann nur noch im abgedunkelten Zimmer sitzen.

    Das Problem habe ich ständig. Ich kann dann aber einfach nie benennen, welches Gefühl in mir vorgeht und es beschreiben. Gefühle überfordern so und das dümmste an der Sache ist, dass ich einfach nie wirklich beschreiben kann, was mich bedrückt und ob ich deswegen traurig, wütend ect. Meistens ist es so eine neutrale Stimmung oder ich bemerke nich sofort, ob ich gerade glücklich, traurig etc bin. Klingt komisch ich weiß...

    An sich klingt das ja irgendwie lächerlich, was ich schreibe, weil ja nur mit einem simplen Thema angefangen hat und dass icj davon so K.o. bin, ist mir sowas von unangenehm und auch gegenüber der Arbeit, aber naja, es ist nun mal passiert :S

    Meine eigentliche Frage war, ob jemand sowas ähnliches kennt oder wie man das sonst so bezeichnen könnte oder ob ich mich doch zu sehr hineingesteigert habe?

    LG
    Geändert von Dani_97 ( 7.04.2017 um 16:56 Uhr)

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Ausgebrannt durch Emotionen

    Ich denke mal das du nicht durch die Emotionen so erschöpft warst, sondern vorher schon. Das Weinen ist ja schon eine eher übermäßige Reaktion/Emotion auf das Haare ziehen. Wenn die "Nerven blank liegen" ist man wesentlich "empfindlicher", man kann weniger ertragen, weil man ja eigentlich schon am Limit ist.

    Ja, ich kenne das auch, zwar nicht mit körperlichen Schmerzen, aber diese Angespanntheit/Überreiztheit, wo Kleinigkeiten zu viel sind, weil sie einen noch ein Stück weiter über die eigenen Grenzen bringen.

  3. #3
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 57

    AW: Ausgebrannt durch Emotionen

    creatrice schreibt:
    Ich denke mal das du nicht durch die Emotionen so erschöpft warst, sondern vorher schon. Das Weinen ist ja schon eine eher übermäßige Reaktion/Emotion auf das Haare ziehen. Wenn die "Nerven blank liegen" ist man wesentlich "empfindlicher", man kann weniger ertragen, weil man ja eigentlich schon am Limit ist.

    Ja, ich kenne das auch, zwar nicht mit körperlichen Schmerzen, aber diese Angespanntheit/Überreiztheit, wo Kleinigkeiten zu viel sind, weil sie einen noch ein Stück weiter über die eigenen Grenzen bringen.
    Ja da hast du schon irgendwie Recht. Ich war davor schon etwas angeschlagen, vor allem, weil es davor von jemanden Kritik gab und es war keine schlimme Kritik, aber ich muss zugeben, dass ich nicht wirklich kritikfähig bin und ich mich davon auch sehr zurückziehe und auf "stur" schalte. Das Weinen hat es aber noch verschlimmert, vor allem weil ja Emotionen so plötzlich kommen. Man kann ja nicht planen, dass man z.B. am 10.04.2017 um 09:30 Uhr anfangen wird zu weinen, da sieht die Sache ja schon wieder anders aus, man kann sich drauf einstellen, aber leider ist es nicht so.
    Ich denke aber auch, dass dann die laute Umgebung dazu und der Körperkontakt, also das Umarmen der Erzieher auch dazu beigetragen haben, dass ich mich dann überfordert fühlte, halt akustisch und taktile Reize.

    Ich weiß auch nicht, ob man das Autismus oder eher ADHS zu schreibt oder keins vom beiden, aber, irgendwie ist es so schwierig seine Gefühle richtig zu regulieren, also damit meine ich auch, dass ich nicht so gut darin bin quasi die Gefühle abzuschalten und mich meinen Aufgaben weiter widme, so als ob nie was geschehen ist. Wenn ich z.B. schlecht drauf bin oder unmotiviert bin, dann bin ich so laut, unruhig, hyperaktiv und muss irgendwo reinschlagen, so dass ichh nicht mehr richtig arbeiten kann. Und wenn man mich fragt, was los ist, kann ich es nicht sagen oder ich weiß nicht warum.Vielleicht ist es ja so mit dem Weinen heute aich gewesen. Aber ich kann nicht mehr viel schreiben, es ist gerade anstrengend geworden und ich mahce hier mal cut.

    PS: wie man sieht, bin ich gerade in einer Selbsfindungphase und versuche mich besser zu verstehen
    Geändert von Dani_97 ( 7.04.2017 um 17:22 Uhr)

  4. #4
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.681

    AW: Ausgebrannt durch Emotionen

    mein erster Gedanke war auch: das Ziehen war nur der Auslöser bzw der Tropfen, der das Faß zum Überlaufen brachte. ich bin auch nah am Wasser gebaut und arbeite im sozialen Bereich und weiß noch, wie ich mich in meinem ersten Jahr gefühlt habe, ich war Ende des Jahres total ausgebrannt und überarbeitet, da war dann ein kleiner Vorfall Auslöser für ein Heulkrampf, peinlicherweise vor meinem Chef, der vermutlich auch nicht kapierte, dass ich einfach nur "durch" war.

    Jahre später war ich mal "durch", weil ich einen furchtbar anstrengenden Studentenjob hatte und dann eines Tages auch noch den ganzen Tag über hoher Lärm hinzu kam, ich hab die ganze Nacht durchgeheult und mich am nächsten Tag krank gemeldet. Über uns hatte 10,12 stunden lang eine laute Maschine gewummert, das hat mich mürbe gemacht, aber auch die war letztendlich nur der letzte auslöser

    ich kenne diese Zeiten auch heute noch, wenn auch nicht so starr, wie du dich beschreibst. Besonders nach stressigen Zeiten und wnen ich dringend überfällig bin für Urlaub.

    ich kenne deinen Lebensweg nicht, aber er klingt sehr nach anstrengendem Schulabshcluss und danach erster Beruf und dann vielleicht gleich noch ein sehr anstrengender und emotional belastender. lastnotleast kann auch die Ganztagsbeschäftigung eine gr0ße Rolle spielen.. eine Normalo-Freundin, die shcon ein Dutzend neue Stellen hatte und gerade wieder was Neues anfing, berichtet wie erschöpft sie nach einem halben, dreiviertel Jahr sie noch immer abends ist, obwohl sich die Arbeitsbedinungen wesentlich gebessert hatten. Ihr geht gerade auf, dass einfach eine neue Stelle im ersten Jahr sehr anstrengend sein kann. dann auch noch für Adhsler. dann noch für Berufsanfänger.

    und: mit lauter Kleinen Kindern kann einfach superanstrengend und streßig sein. allein schon der ständige Lärm.

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    hat sich überschnitten, daher habe ich dienen Beitrag erst danach gelesen

    ein Buch über Frauen mit Adhs heisst nicht umsonst: "Adhs-Frauen. den Gefühlen (hilflos) ausgeliefert"

    ich hab oft das Problem, dass ich meine Gefühle nicht verbergen kann.

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    argh; zusammenfassend glaube ich also nicht, dass du durch die Emotionen ausgebrannt bist sondern wegen deines Ausgebranntseins so emotional. Ursache- Wirkung ergo umgedreht

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht
    Forum-Beiträge: 8

    AW: Ausgebrannt durch Emotionen

    Hey, du hast ja gefragt wie man so ein verhalten bezeichnen könnte und von deiner Beschreibung her vermute ich das es Hochsensibilität ist.
    Ich habe mich ein bisschen mit dem Zusammenhang zwischen Hochsensibilität (HSP) und ADS beschäftigt. Viele Symptome wie z.B. eine intensivere Wahrnehmung von Details und "unwichtigen Nebensächlichkeiten", ein stark ausgeprägter Gerechtigkeitssinn, viel Fantasie, aber halt auch Introvertiertheit und Überforderung in stressigen oder sehr emotionalen Situationen kommen bei HSP und AD(H)S vor und es gibt zahlreiche Fälle bei denen beide Besonderheiten nebeneinander vorliegen. In dem Artikel den ich gelesen habe wurde sogar vermutet das Hochsensibilität eine Ursache von AD(H)S ist...
    Vielleicht gehörst du auch zu den "hochsensiblen ADHS'lern", die Situation die du beschrieben hast würde sich auf jeden fall dadurch erklären lassen: Hochsensible Menschen sind meistens schmerz- und Stress-empfindlicher und nehmen sich negative Erlebnisse viel stärker und vorallem viel länger zu Herzen, was zu starker Erschöpfung führen kann.

    Und das ist auch überhaupt nicht lächerlich oder doof, wir nehmen bestimmte Situationen halt einfach viel stärker wahr, als die meisten Menschen und dann braucht man sich auch nicht dafür zu schämen, dass man heftiger reagiert.
    Diese Situation die du beschreibst: man ist total aufgelöst aber kann nichtmal genau sagen wieso, das kenn ich nur zu gut: und wenn dann noch die Frage kommt: aber wieso weinst du denn jetzt? kann ich meistens auch nur ein genervtes: "das weiß ich doch selber nicht!!" schluchzen. Irgendwie einfach WEGEN ALLEM!!, aber eigentlich auch wegen nix...Und wenn es bei dir so ähnlich ist wie bei mir, dann hast du ja auch nicht wegen des Haare ziehens geweint, das ist nur der Auslöser der plötzlich alle möglichen Emotionen und Gefühle auf einen Schlag raus lässt, die man vielleicht sonst versucht zu unterdrücken. Und dann ist es auch nicht seltsam, wenn man danach komplett fertig und erstmal irgendwie "leer" ist. Mir geht es dann nach ein paar stunden schlaf auch wieder besser und dann bin ich auch ganz "froh" oder "erleichtert", dass ich mal wieder "alles rausgelassen" habe....

    Liebe Grüße

  6. #6
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 445

    AW: Ausgebrannt durch Emotionen

    Oh ja, ich kenne das auch!
    In den Zeiten, in denen ich in sozialen Einrichtungen gearbeitet habe, FSJ, Erzieherausbildung,... War ich auch immer total erschöpft. Und gleichzeitig sind meine Ängste gestiegen weswegen ich es denn auch letztendlich abbrechen musste.

    Mich haben damals die ganzen sozialen Interaktionen, die Nähe,... überfordert. Gegen Ende meines Vorpraktikums hatte ich auch Panikattacken wegen nichts. Das schlaucht ganz schön und dementsprechend kann ich verstehen, dass du nach dem Tag heute so erschöpft warst.



    ------ sent by my Smartphone

  7. #7
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 57

    AW: Ausgebrannt durch Emotionen

    Ich habe das Thema erstmal sacken lassen, weil ich gestern auch nach 10,5 Stunden Schlaf irgendwie noch total fertig war, aber danach ging es, sodass ich mit meiner Mutter noch 3 Stunden in der Stadt war, aber auch danach musste ich mich erstmal wieder hinlegen, weil es in der Stadt immer so trubelig ist. ^^

    Ich glaube auch, dass ich einfach eine Auszeit brauche. Am Donnerstag habe ich endlich für eine Woche Ferien seit 4 Monaten. Okay, 4 Monate arbeiten klingt jetzt nicht so viel, aber für mich ist es schon viel...

    Hotaru schreibt:
    Oh ja, ich kenne das auch!
    In den Zeiten, in denen ich in sozialen Einrichtungen gearbeitet habe, FSJ, Erzieherausbildung,... War ich auch immer total erschöpft. Und gleichzeitig sind meine Ängste gestiegen weswegen ich es denn auch letztendlich abbrechen musste.

    Mich haben damals die ganzen sozialen Interaktionen, die Nähe,... überfordert. Gegen Ende meines Vorpraktikums hatte ich auch Panikattacken wegen nichts. Das schlaucht ganz schön und dementsprechend kann ich verstehen, dass du nach dem Tag heute so erschöpft warst.



    ------ sent by my Smartphone
    Hotaru, du hast auch das Asperger Syndrom oder? Wie ist es denn für dich so mit der sozialen Arbeit, arbeitest du noch im sozialen Bereich?
    Ich persönlich bin froh, dass das Jahr am 31.07.17 beendet ist. So schön die Arbeit noch sein mag, denn ich verstehe mich gut mit Kindern und früher habe ich mich eher wesentlich jüngeren hingezogen gefühlt als zu gleichaltrigen (also jetzt im spielerischen Sinne und nicht beziehungsmäßig ) , aber der soziale Bereich ist einfach nix für mich und ich kann froh sein, dass ich nur Praktikantin bin und ich nicht deswegen noch zu den Eltern eine Beziehung pflegen muss, was man ja als richtige Erzieher/in tun muss, das bedeutet ja wieder Interaktion und so doof es klingt, finde ich es auch schon anstrengend "Hallo" und "Tschüß" zu sagen und denen auch kurz in die Augen zu gucken und dabei zu lächeln, da ich mich ständig daran erinnern muss, dass ich das machen soll. Ich schätze mich mal so ein, dass ich kein unfreundlicher Mensch bin, aber irgendwie sind diese Kleinigkeiten auf Dauer auch so anstrengend. Ich bin auch immer von den Erziehern beeindruckt, dass sie ihre Emotionen zu Seite schieben können und trotzdem nett auf ihre Mitmenschen eingehen. Da hat einmal eine Mutter geweint und meine Kollegin hatte einen schlechten Tag und trotzdem ist sie stark geblieben und war empathisch und ist auf die Mutter eingegangen und hat sie getröstet. Ich könnte das nicht, deswegen sind solche Berufe nix für mich. Und es ist mir auch immer vorgekommen, dass ich die Kinder quasi wie Maschinen behandelt habe, also in Bezug auf Regeln, denn Kinder sind ja nunmal unberechenbar und man muss meistens spontan handeln und die Regeln bleiben nun mal nicht konstant gleich, doch ich verstehe das nie und es wirft mich jedes mal aus der Bahn, wenn bestimmte Regeln sich etwas umändern, weil man diese der jeweiligen Situation anpassen muss, echt schwierig. Ich bin so froh, dass ich mal eine Woche Zuhause bleiben kann. Ich habe eigentlich schon Minusstunden, anstatt Überstunden, da ich manchmal 10 Minuten früher gehe (bei uns ist es nicht so, dass man zwingend bis 15:18 Uhr (offziell Arbeitsschluss) bleiben muss, sondern man kann auch etwas früher gehen, wenn man mit seinen Aufgaben durch ist, sofern die Kinder alle abgeholt wurden) , weil ich einfach nicht mehr so die Kraft habe meine Aufgaben richtig zu machen, obwohl ich einfach Routine brauche und wenn ich dies nicht tue, mich noch schlechter drauf sein lässt, obwohl ich trotzdem einerseits Monotonie auf Dauer langweilig finde, tja Mischtyp halt :S

    Ich möchte eigentlich auch nicht so rummeckern, weil ich in einer guten Gruppe mit guten Kollegen bin. Es ist eine Autistengruppe zu der ich gewechselt bin, weil ich in der anderen Gruppe nicht so klar kam und die Kollegen wissen, dass ich auch von Autismus und ADHS betroffen bin und sie nehmen so Rücksicht auf mich und ich darf manchmal auch 10 Minuten länger Pause machen, darf auch in einen seperaten Raum alleine Pause machen, wenn nix mehr geht, schlagen mir vor, dass ich mal Trampolin springen darf, wenn ich wieder geladen und hyper bin, die kümmern sich so toll drum und trotzdem bin ich so schnell kaputt und kann nicht mehr so viel machen, obwohl ich bestimmt mehr Potenzial hätte, das macht mir einfach so etwas Gewissensbisse. Ich darf endlich so sein wie ich bin und muss mich nicht dauerhaft verstellen, das entlastet mich enorm, aber trotzdem...

    Ich sehe schon, der Text wird lang und ich bin nicht der Typ, der sich alles von der Seele redet, aber irgendwie hat es mich doch gepackt mit dem Schreiben, wenn ich schon so dabei bin.

  8. #8
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 57

    AW: Ausgebrannt durch Emotionen

    Moselpirat schreibt:
    ich kenne deinen Lebensweg nicht, aber er klingt sehr nach anstrengendem Schulabshcluss und danach erster Beruf und dann vielleicht gleich noch ein sehr anstrengender und emotional belastender. lastnotleast kann auch die Ganztagsbeschäftigung eine gr0ße Rolle spielen.. eine Normalo-Freundin, die shcon ein Dutzend neue Stellen hatte und gerade wieder was Neues anfing, berichtet wie erschöpft sie nach einem halben, dreiviertel Jahr sie noch immer abends ist, obwohl sich die Arbeitsbedinungen wesentlich gebessert hatten. Ihr geht gerade auf, dass einfach eine neue Stelle im ersten Jahr sehr anstrengend sein kann. dann auch noch für Adhsler. dann noch für Berufsanfänger.
    Ja vielleicht habe ich mich mit dem FSJ doch etwas überschätzt, obwohl ich es trotzdem nicht bereue, aber ich kannte keinen anderen Weg, weil ich die 11. Klasse abgebrochen habe und ich weiß halt immer noch nicht, welche Ausbildung ich nehme. Es war auch keine gute Idee nach der Realschule aufs Gymi zu gehen, wenn ich mich schon für einen guten Realschulabschluss anstrengen musste und dass habe ich auch geschafft, weil ich dann eine Klasse wiederholt habe.

    Ich habe mich für Ausbildungen vor kurzem beworben, aber wurde nirgendswo genommen, auch als ich ein Vorstellungsgespräch hatte nicht und vielleicht kennt ihr: Ihr wollte gerne weiter Bewerbungen schreiben, aber für euch sind Bewerbungen so komplex, also richtig konzentriert dran zu bleiben, es durchzuziehen und Ideen zu verknüpfen, deswegen habe ich mich seit 2 Monaten nicht mehr weitergemacht, naja da bin ich selber Schuld. Meine Mutter und ich haben uns auch eine Schule angeguckt, wo ich 2 mal die Woche in in die Schule gehe und der Rest im Betrieb. Das nennt sich Fachabitur. Ich wollte eigentlich so gerne Abitur haben, aber es ging leider in die Hose und jetzt wo ich weiß, was los ist mit mir, kann ich Hilfen in Ansprcuh nehmen und es besser durchziehen, aber die Angst bleibt trotzdem...

  9. #9
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 445

    AW: Ausgebrannt durch Emotionen

    Dein Geschriebenes erinnert mich gerade so sehr an mich

    Ich hab nach der 12. Klasse (Wirtschaftsgymnasium) abgebrochen, hab aber dadurch den theoretischen Teil der Fachhoschulreife. Zwar auch nur mit 3,4 aber naja Könnte auch schlimmer sein... Außerdem hab ich den "Schei**" eh nicht gebraucht bisher, bzw er hätte mir nichts genützt

    Ich hab danach erstmal ein FSJ in ner Seniorengruppe für geistig behinderte Menschen gemacht. War ganz nett und ich hab mich auch sehr wohl gefühlt (so bescheuert das auch klingen mag, aber ich hab mich beinahe "angekommen" gefühlt, weil das alles Menschen waren, die mich nicht als andersartig wahrgenommen haben und ich mich super mit ihnen verstanden habe).
    Doch damals hatte ich schon Probleme beim "Anleiten", also, wie motiviert man andere, wie leitet man eine Gruppe oder ein Individuum an,...

    Das hat sich dann während der Ausbildung zur Erzieherin nicht geändert. Ich hatte wie ein Brett vor dem Kopf (RW), hatte zwar Ideen, wusste aber nicht, wie ich meine Ideen in die Köpfe der Kinder bekomme (metaphorisch gemeint), wie ich sie motiviere und wie ich sie (Zitat) "dort abhole, wo sie sind" (RW). Mein Lehrer hat da auch mit mir darüber geredet und damals gingen alle (ich, die Lehrer) davon aus, dass es nur mit meinen Ängsten zu tun hat. Als dann im Halbjahr des 2. Jahres mein Lehrer zu mir sagte: "Sie müssen sich entscheiden. Entweder sie stellen sich hinten an und sind nur für die Kinder da, oder sie brechen lieber jetzt ab und kümmern sich erstmal um sich."
    Damals war das wie ein Schlag in die Fresse, mittlerweile glaube ich zu verstehen, wieso mein Lehrer das damals so geäußert hat.

    Fazit: Ich bin nichts für soziale Berufe. Ich komme mit der Nähe nicht klar (Kinder wollen mal geknuddelt werden), hab zu sehr Ekel vor "menschlichen Ausdünstungen" (von Nasensekret bis zum "Popo abputzen helfen") und hab MASSIVE Probleme damit wirklich eine "Erzieherin" und "Anleiterin" zu sein. Und darum geht's ja hauptsächlich in dem Beruf. Auf die Kinder eingehen zu können, sie anleiten und ihnen beim Aufwachsen helfen.

    Ansonsten geht es mir da, wie dir. Ich passe super in eine Kindergruppe hinein Ich kann mit ihnen puzzlen oder spielen, beobachte auch gerne, wie sie ihrer Fantasie freien Lauf lassen, komm auch bei Kindern ganz gut an.
    Aber da bin ich mehr Kind, als Erwachsene

    Ich hab übrigens NOCH keine Diagnose. Hatte leider nicht so viel Glück mit kompetenten Ärzten in Kontakt zu kommen und hab dementsprechend mehr Falschdiagnosen, als alles andere Aber wir sind dran geblieben. Hab einige Leute, die mich da unterstützen und auch sehen, dass da was tiefgreifendes vorhanden sein muss...

    Alles Liebe und guten Urlaub

  10. #10
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 237

    AW: Ausgebrannt durch Emotionen

    Das habe ich auch. Wenn Dinge geschehen, die ich nicht vorhergesehen kann und mich emotional angreifen, dann fängt mein Kopf an zu drücken und ich werde extrem müde.


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