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Diskutiere im Thema Welche Unterschiede gibt es von Asperger und Adhs? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Asperger, Autismus
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  1. #21
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 445

    AW: Welche Unterschiede gibt es von Asperger und Adhs?

    Ich liebe es zum Beispiel in bildlicher Sprache zu reden. Habe ich kein Bild im Kopf, haben Worte weniger Bedeutung. Das macht es vor allem im Begreifen schwerer. In der Schule zum Beispiel, wenn man mir etwas nicht so erklärt hat, dass ich es bildlich vor Augen sehe, habe ich es nicht verstanden. Vor allem so Sachen wie "Auswendig lernen" haben da bei mir zu viel Frustration geführt...

    Ironie und Sarkasmus verwende ich auch liebend gerne Es kommt aber dennoch vor, dass ich es bei anderen nicht als solches erkenne :-/

    Eiselein schreibt:
    2 ADHSler können sich locker eine Stunde lang unterhalten, ohne das dabei ein greifbares Ergebnis herauskommt, das halten Asperger keine 2 Minuten durch. Sie würden denken, sie würden verarscht.
    Oh ja, das ist bei mir definitiv der Fall! Für mich hat eine Unterhaltung hauptsächlich ein Ziel: Wissen austauschen. Sei es Wissen über ein bestimmtes Fachgebiet oder über Erlebnisse. Man könnte dabei die Idee haben, dass ich rechthaberisch bin, das liegt jedoch nur daran, dass ich ein sachlicher Mensch bin und Aussagen, die nicht auf der eigenen Meinung basieren, eben wahrheitsgemäß mache (komisches Deutsch, Entschuldigung...)
    Meine Schwester hat schon früh zutreffend festgestellt, dass man mit mir nicht diskutieren kann. Kann man auch nicht. Wenn ich etwas weiß, wird das Gegenüber immer den kürzeren ziehen und mich als rechthaberisch betrachten. Wenn ich etwas nicht weiß, lass ich es mir gerne erzählen, aber ich klinke mich dann in die Diskussion an sich nicht ein, weil ich selber zu wenig weiß, um eine Aussage treffen zu können.

    Diskutieren nur zum Spaß an der Freude (Redewendung) finde ich genau so unnütz, wie small talk zu halten... und ich könnte es auch nicht. Mir würde da kein einziger Gedanke dazu einfallen. Absolute Leere im Kopf

  2. #22
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 234

    AW: Welche Unterschiede gibt es von Asperger und Adhs?

    Hotaru schreibt:
    Ich finde, die "Impulskontrolle" ist ein sehr schönes Beispiel für die Unterschiede zwischen ADS und Asperger.

    Wo ein ADHSler Dinge ausspricht ohne darüber nachzudenken, ob es unter Umständen verletzend ist, spricht der Asperger etwas impulsiv aus, ohne einschätzen zu können, ob es unter Umständen verletzend sein kann.

    Ein und das selbe Probleme, aber zwei unterschiedliche Ursachen.

    Gibt sicherlich noch einiges mehr dazu zu schreiben, aber mein Kopf ist gerade leer Ich glaub ich schlaf nochmal ne Runde
    Könnte ich sein. Ich kann beides.

    Davon mal abgesehen das ich das plapper wonach mir ist, ob dies verletzend war, wird mir oft hinterher gesagt. Ich bin meist verdutzt, weil ich es nicht verletzend meinte und noch weniger wollte.

    An guten Tagen merke ich an der Reaktion meines Gegenübers, dass ich etwas falsches gesagt, oder es wohl doof ausgedrückt habe. Dann reflektiere ich das gesagte, versuche Zusammenhänge zu finden und mich ggf. zu entschuldigen.


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  3. #23
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 234

    AW: Welche Unterschiede gibt es von Asperger und Adhs?

    Hotaru schreibt:
    Ich liebe es zum Beispiel in bildlicher Sprache zu reden. Habe ich kein Bild im Kopf, haben Worte weniger Bedeutung. Das macht es vor allem im Begreifen schwerer. In der Schule zum Beispiel, wenn man mir etwas nicht so erklärt hat, dass ich es bildlich vor Augen sehe, habe ich es nicht verstanden. Vor allem so Sachen wie "Auswendig lernen" haben da bei mir zu viel Frustration geführt...

    Ironie und Sarkasmus verwende ich auch liebend gerne Es kommt aber dennoch vor, dass ich es bei anderen nicht als solches erkenne :-/



    Oh ja, das ist bei mir definitiv der Fall! Für mich hat eine Unterhaltung hauptsächlich ein Ziel: Wissen austauschen. Sei es Wissen über ein bestimmtes Fachgebiet oder über Erlebnisse. Man könnte dabei die Idee haben, dass ich rechthaberisch bin, das liegt jedoch nur daran, dass ich ein sachlicher Mensch bin und Aussagen, die nicht auf der eigenen Meinung basieren, eben wahrheitsgemäß mache (komisches Deutsch, Entschuldigung...)
    Meine Schwester hat schon früh zutreffend festgestellt, dass man mit mir nicht diskutieren kann. Kann man auch nicht. Wenn ich etwas weiß, wird das Gegenüber immer den kürzeren ziehen und mich als rechthaberisch betrachten. Wenn ich etwas nicht weiß, lass ich es mir gerne erzählen, aber ich klinke mich dann in die Diskussion an sich nicht ein, weil ich selber zu wenig weiß, um eine Aussage treffen zu können.

    Diskutieren nur zum Spaß an der Freude (Redewendung) finde ich genau so unnütz, wie small talk zu halten... und ich könnte es auch nicht. Mir würde da kein einziger Gedanke dazu einfallen. Absolute Leere im Kopf
    Ich kicher hier gerade voll rum.

    Redest du etwa von mir?!
    😂


    Gesendet von iPhone mit Tapatalk

  4. #24
    Ehem. Mitglied

    Gast

    AW: Welche Unterschiede gibt es von Asperger und Adhs?

    Hotaru schreibt:
    Diskutieren nur zum Spaß an der Freude (Redewendung) finde ich genau so unnütz, wie small talk zu halten... und ich könnte es auch nicht. Mir würde da kein einziger Gedanke dazu einfallen. Absolute Leere im Kopf
    Ich bin jemand der gerne diskutiert, gerade bei technischen Themen kann es dann vorkommen, dass ich jede Einzelheit erfassen möchte. Insofern kann ich das nachvollziehen.

    Was ich mich allerdings bei dir frage: Diskutierst du wirklich niemals einfach nur um des Diskutierens Willen? Philosophierst du nicht gerne mit anderen? Spielst du keine Gedanken einfach nur so mit anderen durch?

    Ich frage deshalb, weil man mich mit reinem Small Talk jagen kann, ich aber trotzdem gerne mit anderen auch total unnütze Diskussionen führe, und nicht weiß, ob das möglicherweise an unterschiedlichen Definitionen von "unnütz" liegt oder hier tatsächlich ein qualitativer Unterschied besteht, den ich gerade nicht so ganz erfasse.

  5. #25
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 64

    AW: Welche Unterschiede gibt es von Asperger und Adhs?

    Pixel schreibt:
    Was ich festellen konnte ist dass ich durch das ADS in Kombination mit meiner Autismusspektrumsstörung wirklich typische autistische Wiederholungen praktiziere. Ich liebe Wiederholungen und gleiche Abläufe. Ich schaue schonmal einen Film 60mal oder Dokus 60mal am Band das hat für mich eine beruhigende Wirkung, typisch autistisch. Ich esse auch sehr gerne einmal am Tag immer das Gleiche. Ich will auch immer ziemlich genau wissen wer wie was wo und wann bevor ich je spontan etwas machen möchte.

    Meine ADHS Bekanntschaft unternimmt schonmal gerne einfach aus dem Nichts/Impuls heraus spontan Sachen ("komm wir gehen Eis essen") und entscheidet ich sage mal eher impulsiv oder spontan z.B. heute ist ein schöner Tag ich gehe Skifahren während das für mich sehr schwer ist etwas kurzfristig zu planen oder zu ändern. Sie mag auch immer neue Filme oder Dokus schauen während ich auch da Wiederholungen vor Neuem bevorzuge.

    Dass kann natürlich auch charakterliche Ursachen habe aber ich denke ich habe da einen Unterschied erkannt zwischen dem ADS mit Autismus und ADHS nemlich das ich meinen "Input" gerne wiederhole und plane während Sie immer etwas neues braucht und sucht und sehr spontan sein kann.

    Wir haben aber auch viele Gemeinsamkeiten wie z.B. wir mögen keine grossen Gruppen oder lärmige Umgebung und fühlen uns im Zug und Bus schnell mal bedrängt und gestresst. Meine Bekannte mit AHDS sagt immer öfters zu mir dass sie auch autistisch sei aber es gibt schon noch mehr Unterschiede wie auch grosse Gemeinsamkeiten.
    Geht mir etwas ähnlich.
    - Sehr spontane oder Impulsive Sachen mag ich nicht, es sollte Planbar sein.
    - Mit einem guten ADHS Freund eine Zugfahrt machen und über irgendwelche Dinge reden fällt mir leicht.
    - Mag auch keine grossen Gruppen (wenns bekannte Gesichter sind gehts) oder lärmige Umgebung
    Liegt wohl auch daran, dass es noch schwerer wird zuzuhören

    Mir wurde auch ein ADS in Kombination mit einer Autismus-Spektrum-Störung Diagnostiziert.
    Jedoch zweifle ich und ein Therapeut an der Diagnose von ASS....


    Hotaru schreibt:
    Ich liebe es zum Beispiel in bildlicher Sprache zu reden. Habe ich kein Bild im Kopf, haben Worte weniger Bedeutung. Das macht es vor allem im Begreifen schwerer. In der Schule zum Beispiel, wenn man mir etwas nicht so erklärt hat, dass ich es bildlich vor Augen sehe, habe ich es nicht verstanden. Vor allem so Sachen wie "Auswendig lernen" haben da bei mir zu viel Frustration geführt...
    Ironie und Sarkasmus verwende ich auch liebend gerne Es kommt aber dennoch vor, dass ich es bei anderen nicht als solches erkenne :-/
    Hast du "zufälligerweise" auch Legasthenie?

    Solche Dinge sich vorzustellen macht mir irgendwie Spass:
    Rollt 'ne Kugel um die Ecke und fällt um. ...!
    Dunkel war’s, der Mond schien helle,
    schneebedeckt die grüne Flur,
    als ein Wagen blitzesschnelle,
    langsam um die Ecke fuhr.

    Drinnen saßen stehend Leute,
    schweigend ins Gespräch vertieft,
    als ein totgeschoss’ner Hase
    auf der Sandbank Schlittschuh lief.

    Und ein blondgelockter Jüngling
    mit kohlrabenschwarzem Haar
    saß auf einer grünen Kiste,
    die rot angestrichen war.

    Neben ihm ’ne alte Schrulle,
    zählte kaum erst sechzehn Jahr,
    in der Hand ’ne Butterstulle,
    die mit Schmalz bestrichen war.
    In der Berufsschule habe ich mir den Stoff, einige (meist 1-2) Tage vor der Prüfung, im Kopf visualisiert und klappte meistens recht gut. - Für Kurzeitgedächtnis super, jedoch ohne Wiederholungen vom Stoff schlecht fürs Langzeitgedächtnis.

  6. #26
    Ehem. Mitglied

    Gast

    AW: Welche Unterschiede gibt es von Asperger und Adhs?

    Impulsivität ist bei ADHS und ADS ein sehr großes Thema. Die Impulskontrolle ist auch bei ADSlern “gestört“. Die Situationen sind eventuell bis wahrscheinlich andere, in denen “das“ passiert.

    Ich selber habe ADS und werde schon mein Leben lang von impulsiven Entscheidungen getrieben. Ehrlich gesagt treibt mich diese Tatsache am meisten in den Wahnsinn. Dagegen ist das Chaos im Kopf und dieses “in seiner eigenen Welt leben“ weniger belastend.

    Wo genau die Grenze zwischen Asperger und ADS verläuft, wüsste ich auch zu gerne...

  7. #27
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 453

    AW: Welche Unterschiede gibt es von Asperger und Adhs?

    Hotaru schreibt:
    Ich liebe es zum Beispiel in bildlicher Sprache zu reden. Habe ich kein Bild im Kopf, haben Worte weniger Bedeutung. Das macht es vor allem im Begreifen schwerer. In der Schule zum Beispiel, wenn man mir etwas nicht so erklärt hat, dass ich es bildlich vor Augen sehe, habe ich es nicht verstanden.
    Jo. Furcht-bar! Nö, eigentlich recht gut. Das Problem ist aber, wenn Du – etwa beruflich – in einer Runde mitmachen musst, in der sich alle solcher Abstrakte bedienen. Habe ich ab und an mal auch, zum Leidwesen aller, dieses zweifelhafte Vergnügen. Die alle reden über irgendson Zeugs dahin, das keine Gestalt hat, noch nicht mal (Achtung Bildsprache) um den heißen Brei herum, sondern um eine kalte, graue, gesichtslose Brühe. So etwas halte ich in etwa zwei bis drei Minuten noch stoisch durch, dann nehme ich stufenweise nur noch eine Art verbales weißes Rauschen wahr. Ein Glück, wenn ich im Konferenzraum mit freiem Blick zum Fenster sitze – noch besser, wenn am Himmel interessante Wolken aufziehen.

    In diesem Fall hilft im Übrigen definitiv kein Medikament – außer, dass ich eben auf Durchzug schalten kann; vor der Diagnose hätte ich die Runde eher mit Zwischenfragen gestört und die anwesenden durch Wackeln und Herumlaufen nervös gemacht.

    Andererseits wenn ich an der Reihe bin, trage ich meinen Part in wenigen Worten strukturiert vor. Da hilft übrigens das MPH wiederum immens – jedenfalls in Sachen Strukturierung. Die Leute nehmen so etwas aber nicht gerade ernst. So nach dem Motto: so einfach kann es doch nicht sein. Bin ich durch mit meinem Vortrag, wird das Thema aufgegriffen und so lange durcheinander geknetet, bis es wieder keine Sau versteht.

    Dazu fallen mir dann eigentlich nur noch ein paar Sprüche von Sherlock (der von Benedict Cumberbatch gespielt) ein. Aber ich behalte die doch für mich… (auch ein positiver MPH-Effekt).

    Das Problem hatte ich schon immer, zum Beispiel vor Ewigkeiten an der Uni im Philosophie-Seminar. Solange es um so "bildliche" Denker wie Platon, Kant oder Wittgenstein ging, war alles okay, aber das Meiste war so abstrakt, dass ich überhaupt keinen Anhaltspunkt hatte. Zum Glück hat es der Prof verstanden und erbarmte mich meiner beim Examen.

    P.S. Natürlich halte ich es durchaus für möglich, dass ich der Geisterfahrer bin und nicht alle anderen… So isses nicht…
    Geändert von Dalek ( 6.01.2017 um 09:35 Uhr)

  8. #28
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 827

    AW: Welche Unterschiede gibt es von Asperger und Adhs?

    Dalek schreibt:
    Jo. Furcht-bar! Nö, eigentlich recht gut. Das Problem ist aber, wenn Du – etwa beruflich – in einer Runde mitmachen musst, in der sich alle solcher Abstrakte bedienen. Habe ich ab und an mal auch, zum Leidwesen aller, dieses zweifelhafte Vergnügen. Die alle reden über irgendson Zeugs dahin, das keine Gestalt hat, noch nicht mal (Achtung Bildsprache) um den heißen Brei herum, sondern um eine kalte, graue, gesichtslose Brühe. So etwas halte ich in etwa zwei bis drei Minuten noch stoisch durch, dann nehme ich stufenweise nur noch eine Art verbales weißes Rauschen wahr.
    Ja! Ich sitze in Konferenzen etc. eigentlich immer nur herum und frage mich, warum die so reden, worüber die reden und wieso es scheinbar alle außer mir verstehen. Die könnten genau so gut auch "Bliblablubb" sagen. Ich bete immer nur, dass ich nicht mit in die Konversation hineingezogen werde. Für mich sprechen die eine Fremdsprache.

    Andererseits wenn ich an der Reihe bin, trage ich meinen Part in wenigen Worten strukturiert vor. Da hilft übrigens das MPH wiederum immens – jedenfalls in Sachen Strukturierung. Die Leute nehmen so etwas aber nicht gerade ernst. So nach dem Motto: so einfach kann es doch nicht sein. Bin ich durch mit meinem Vortrag, wird das Thema aufgegriffen und so lange durcheinander geknetet, bis es wieder keine Sau versteht.
    Nochmals ja! Ich kann nicht anders, als Dinge auf den Punkt zu bringen. Keine Verschnörkelungen. Oftmals sehe ich dann in verdutzte Gesichter, die mehr zu erwarten scheinen. Aber mehr habe ich einfach nicht zu sagen und wenn ich es versuche, dann wiederholt es sich einfach nur. Mit Bewerbungen habe ich auch Probleme. Im Grunde genommen würde ich einfach sagen: "Hallo, ich würde gerne bei Ihnen arbeiten, weil ich eine Arbeit brauche und mir der von Ihnen angebotene Arbeitsplatz als bestmögliche Option unter schlechten Optionen erscheint. Klaro hab ich was drauf, sonst würde ich mich ja nicht bewerben. Tschüß."
    Ich brauche Tage, um die im Allgemeinen angeforderten Verschnörkelungen in eine Bewerbung einzubauen, das ist soooo anstrengend.

    Smalltalk kann mit mir auch vergessen, ich brauche konkreten Inhalt. Wobei der auch durchaus in Smalltalkthemen liegen kann...wie baut man ein Haus, warum war früher alles besser...aber es muss etwas geben, worüber man sich austauschen kann, etwas Konkretes. Mit Männern kann ich mich im Allgemeinen auch besser unterhalten, da gibt es nicht so irgendeine versteckte zweite Ebene, die man neben dem real Gesagten auch noch verstehen muss (und passend drauf reagieren muss)...

    Also, ich habe nur die Diagnose ADS, bin aber auch sehr direkt und schweige deshalb oft, weil ich weiß, dass meine direkte Aussage gerade unpassend ist - mir fällt in dem Moment aber auch nichts Verschnörkeltes ein, was passender wäre.

  9. #29
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 445

    AW: Welche Unterschiede gibt es von Asperger und Adhs?

    Dreamwalker schreibt:
    Ich bin jemand der gerne diskutiert, gerade bei technischen Themen kann es dann vorkommen, dass ich jede Einzelheit erfassen möchte. Insofern kann ich das nachvollziehen.

    Was ich mich allerdings bei dir frage: Diskutierst du wirklich niemals einfach nur um des Diskutierens Willen? Philosophierst du nicht gerne mit anderen? Spielst du keine Gedanken einfach nur so mit anderen durch?

    Ich frage deshalb, weil man mich mit reinem Small Talk jagen kann, ich aber trotzdem gerne mit anderen auch total unnütze Diskussionen führe, und nicht weiß, ob das möglicherweise an unterschiedlichen Definitionen von "unnütz" liegt oder hier tatsächlich ein qualitativer Unterschied besteht, den ich gerade nicht so ganz erfasse.
    Uff, da muss ich jetzt gut überlegen, dass ich nichts falsches sage.
    Das klingt jetzt wahrscheinlich sehr egozentrisch, aber diskutieren kann und mag ich nur, wenn ich mit mir selber diskutiere. Ich weiß gerade nicht, wie ich es erklären soll, dass ich es wahrheitsgemäß rüber bringe.
    Wenn ich mit jemandem über etwas rede, denke ich schon auch darüber nach. Ich hab bestimmt auch schon philosophiert. Aber diskutieren ist ja eher wechselseitig. Und in so was bin ich eine absolute niete. Ich mache mir gerne Gedanken, aber das funktioniert in wechselseitiger Weise nicht.

    Anders ist es, wenn das Ziel einer Diskussion bekannt ist. Wenn man zum Beispiel eine Einigung über irgendwas herbeiführen will. Da geht's beim Diskutieren ja darum, einen Kompromiss zu finden, der alle Seiten zufriedenstellt.


    Ach so...
    Hast du "zufälligerweise" auch Legasthenie?
    Nein, definitiv nicht. Dyskalkulie wäre denkbar, weil ich sowohl beim Uhrzeit ablesen, als auch beim abschätzen von Distanzen, Mengenangaben von Backzutaten z.b. und Geometrie, Probleme habe
    Geändert von Hotaru ( 8.01.2017 um 21:25 Uhr)

  10. #30
    Ehem. Mitglied

    Gast

    AW: Welche Unterschiede gibt es von Asperger und Adhs?

    Hotaru schreibt:
    Das klingt jetzt wahrscheinlich sehr egozentrisch, aber diskutieren kann und mag ich nur, wenn ich mit mir selber diskutiere. Ich weiß gerade nicht, wie ich es erklären soll, dass ich es wahrheitsgemäß rüber bringe.
    Wenn ich mit jemandem über etwas rede, denke ich schon auch darüber nach. Ich hab bestimmt auch schon philosophiert. Aber diskutieren ist ja eher wechselseitig. Und in so was bin ich eine absolute niete. Ich mache mir gerne Gedanken, aber das funktioniert in wechselseitiger Weise nicht.
    Darf ich das so interpretieren, dass du eigentlich schon gerne diskutierst, evtl. auch philosophierst, aber es möglicherweise eher an der direkten verbalen Kommunikation liegt und bspw. bei textbasiertem Austausch weniger ein Problem/kein Problem darstellt?

    Oder denke ich da jetzt aus deiner Sicht komplett falsch?

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