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Diskutiere im Thema Autismus und Fehldiagnose im Forum ADS ADHS Erwachsene: Asperger, Autismus
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  1. #31
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 130

    AW: Autismus und Fehldiagnose

    Persephone schreibt:
    Vor allem lese ich grad, dass eine Anpassungsstörung nicht im Krankenhaus-Setting diagnostiziert werden sollte
    Es freut mich, dass meine Worte auch mal verstanden werden.

    Ja, es gibt Züge an jeder Persönlichkeit, die diese bilden.

    Man kann nicht alles an sich mögen oder lieben ausser man hat eine narzistische Persönlichkeitsstörung.

    Nicht alles was die Persönlichkeit bildet muss behandelt werden.

    Das Ziel eine Medikation soll keine "Persönlichkeitsoptimieru ng" sein, sondern ein menschenwürdiges Leben ermöglichen und wenn sich etwas "verrückt" hat, genau das "zurechtzurücken" oder Defizite ausgleichen.

    Auf der Basis des "Ja, das bin ich selbst, das Medikament trifft", kann man dann weiter an der Medikation arbeiten.

    Dazu müssen die innere Selbstwahrnehmung Deines Bruders sowie Eure äussere familiäre Wahrnehmung zusammengeführt werden.

    Wissenschaftliche statistische Betrachtungen und Behandlungen können leider auch kontraproduktiv sein.

    Der Arzt darf eine Persönlichkeit nicht nach seinen Vorstellungen ummodellieren.
    Geändert von C9H13N (21.06.2016 um 13:04 Uhr)

  2. #32
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 465

    AW: Autismus und Fehldiagnose

    Sofern ich dich richtig verstehe, würde ich dir voll zustimmen. Mir gehts nicht darum, meinen Bruder umzumodeln oder zu optimieren. Mir gehts darum, dass er zufrieden ist, von mit auch als Einzelgänger. Aber im Moment ist er das nicht. Er möchte Freunde.

    Ich würde mir wünschen, dass er etwas ähnliches erlebt wie ich. Meine ganze Schulzeit über wurde mir gesagt ich sei faul, intelligent und gleichzeitig dumm weil ich die einfachsten Sachen nicht hinbekam und dann doch plötzlich sehr gut in irgendwas war. Ich wusste überhaupt nicht, wer ich war, weil ständig Leute an mir rumnörgelten oder mich lobten, völlig widersprüchliche Aussagen über mich machten. Erst gab ich meiner Umwelt die Schuld („Die Lehrer und meine Mitschüler sind doof“), dann mir selbst (hallo Essstörung und Drogenproblem).

    Seit der Diagnose ADHS weiß ich, wer ich bin. Ich weiß, wo meine Schwächen und meine Stärken liegen, was ich verändern kann und was nicht. Ich weiß, dass ich nicht dumm bin nur weil ich Sachen vergesse, an die andere sich problemlos erinnern. Und die Medikamente helfen mir - sie machen mich aber nicht zu einem anderen Menschen, sondern sorgen dafür, dass aus meinen Schwächen mitunter Stärken werden.

    Ähnliches wünsche ich mir für meinen Bruder, nur dass seine Diagnose wahrscheinlich (!) Asperger und nicht ADHS ist.
    Im Moment ist er in der Phase wo er abwechselnd sich und anderen die Schuld gibt.

    Keine Freunde in der Grundschule? Er war in zu wenig Vereinen.
    Keine Freunde in der Unterstufe? Neue Schule, war schwierig.
    Keine Freunde in der Mittelstufe? Die Klasse war doof.
    Keine Freunde in der Oberstufe? Zu viel Stress, zu wenig Zeit.

    Er hofft immer noch darauf, dass wenn irgendwie die äußeren Umstände besser werden er plötzlich Freunde findet. So als wäre das eine Aufgabe, ein zu lösendes Problem.
    Mir wärs lieber, wenn er sich damit auseinandersetzt, wer er ist und was ihn ausmacht. Dann wird er bestimmt auch Menschen finden, die ähnlich ticken. Aber zwingen kann ich ihn dazu natürlich nicht.

    Selbstwahrnehmung ist ein riesiges Problem bei ihm. Er kommuniziert da nichts. Bzw. er kommuniziert nur das, was er für "normal" hält. Er ist sehr verschlossen. Oder eher in sich eingeschlossen. Und hat Probleme sich auszudrücken. Also er hat eine sehr elaborierte Sprache aber oft keine "Lust", grad wenns um Gefühle geht. Er fängt an etwas zu erklären und wenns beim ersten mal nicht klappt und man nachfragt bricht er ab und ist genervt. Ganz oft benutzt er Worte anders als sie gewöhnlich verwendet werden, was zu großen Missverständnissen führen kann.

    Irgendwie mag ich ihn aber auch gerne so. Ich würde mir nur wünschen, dass mehr von dem, was in seinem inneren vorgeht, es nach außen schafft weil da bestimmt ganz viel ist.

  3. #33
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 465

    AW: Autismus und Fehldiagnose

    Achso, und ich sollt vielleicht nochmal erwähnen, dass ich mittlerweile mit dem alten Klassenlehrer meines Bruders (kannte ihn von der 5. bis zur 10. Klasse) gesprochen hab und er auch völlig schockiert von dem Psychose-Verdacht war. Er hat auch immer vermutet, dass mein Bruder eine leichte Form von Asperger hat - ohne, dass ich das erwähnt habe. Also bin ich nicht die einzige Person, die ihn seit längerem kennt und diesen Verdacht hat.

  4. #34
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 130

    AW: Autismus und Fehldiagnose

    Persephone schreibt:
    Ich würde mir nur wünschen, dass mehr von dem, was in seinem inneren vorgeht, es nach außen schafft weil da bestimmt ganz viel ist.
    Vom Aussitzen wird sich nichts ändern, Selbstwahrnehmung ist wichtig für Akzeptanz und Toleranz von sich selbst und durch andere. Die Kommunikation der eigenen Welt, ein paar andere Dinge und die Beobachtung des Lehrers sprechen irgendwie für Autismus. Du bist im ADHS-Spektrum. Familiäre Überschneidungen von psychiatrischen Klassifikationen sehe ich als normal. Wir sind aber auch darin vielfältig und jeder ist anders. Vielleicht ist die grösste Schnittmenge bei ADHS und Autismus und das schwankende des ADHS lässt den anteiligen Autismus schwer greifen. Stimulanzien können öffnen und schliessen, je nachdem was eingesetzt wird.

    (Jeder Mensch hat aber auch mindestens ein Mikro-Anteil wenigstens leicht ausgeprägter Bipolarität, sonst gäbe es keine Freude und Trauer.)
    Geändert von C9H13N (21.06.2016 um 15:23 Uhr)

  5. #35
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 437

    AW: Autismus und Fehldiagnose

    Eine Möglichkeit Kontakte aufzubauen ist es, sich mit Menschen zu treffen, die zum Beispiel ein ähnliches Hobby haben, selbe Interessen.
    Ansonsten kannst du ihm auch gerne die Internetseite https://aspies.de/selbsthilfeforum/ "vorstellen". Ich selbst bin da angemeldet und auch OHNE Diagnose kann er sich da mit gleichgesinnten austauschen.

    Ganz wichtig ist es zu lernen, dass NIEMAND Schuld hat! Und die Schuld jemandem zu geben würde ihm auch nicht wirklich helfen. Dadurch schürt man nur mehr "Hass" in sich und das kann nie eine Lösung sein.

    Von wem aus geht die Initiative eine Diagnose zu erhalten? Manchmal ist es hilfreich, eine Diagnose zu bekommen, aber im Grunde kann man auch ohne lernen sich selbst so anzunehmen, wie man ist.
    Frag mich aber bitte nicht, wie das geht. Ich hab es erst im Nachhinein gemerkt, dass sich bei mir dahingehend etwas verändert hatte.

    Vielleicht würde ich auch einfach mal abwarten, wie ein Antidepressivum bei ihm wirkt. Manches kann sich auch allein durch den Wegfall der Depression und der Ängste verändern.

  6. #36
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 465

    AW: Autismus und Fehldiagnose

    Hotaru schreibt:

    Von wem aus geht die Initiative eine Diagnose zu erhalten? Manchmal ist es hilfreich, eine Diagnose zu bekommen, aber im Grunde kann man auch ohne lernen sich selbst so anzunehmen, wie man ist.
    Frag mich aber bitte nicht, wie das geht. Ich hab es erst im Nachhinein gemerkt, dass sich bei mir dahingehend etwas verändert hatte.

    Vielleicht würde ich auch einfach mal abwarten, wie ein Antidepressivum bei ihm wirkt. Manches kann sich auch allein durch den Wegfall der Depression und der Ängste verändern.
    Ehrlich gesagt geht die Initiative von mir aus - ist vielleicht ein Problem... Deswegen würde er sich auch nie in einem Forum anmelden - er interessiert sich dafür gar nicht.

    Er nimmt nur die äußeren Probleme wahr, also dass er keine Freunde hat, dass er Sachen in der Schule nicht schafft und hofft darauf, dass durch Änderung besagter äußerer Umstände plötzlich alles gut wird. Allerdings hat er nicht wirklich eine Idee, wie sich diese Umstände ändern sollen. Es ist sozuagen ein Prokrastinieren des Besserwerdens.

  7. #37
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 437

    AW: Autismus und Fehldiagnose

    Persephone schreibt:
    Ehrlich gesagt geht die Initiative von mir aus - ist vielleicht ein Problem... Deswegen würde er sich auch nie in einem Forum anmelden - er interessiert sich dafür gar nicht.

    Er nimmt nur die äußeren Probleme wahr, also dass er keine Freunde hat, dass er Sachen in der Schule nicht schafft und hofft darauf, dass durch Änderung besagter äußerer Umstände plötzlich alles gut wird. Allerdings hat er nicht wirklich eine Idee, wie sich diese Umstände ändern sollen. Es ist sozuagen ein Prokrastinieren des Besserwerdens.
    Problem würde ich es nicht nennen. Ich kann das sehr gut nachvollziehen. Ich habe auch eine ältere Schwester, die am Liebsten meine Therapie und "Genesung" in die Hand genommen hätte sozusagen.

    Es erklärt eher ein wenig den Verlauf der Dinge.

    Ich versuch mir da noch ein paar Gedanken dazu zu machen und komm dann evtl nochmal drauf zurück. Bis dahin kann ich nur ein Satz da lassen: dein Bruder braucht dann vermutlich erst noch etwas Zeit, bis er in der Lage ist, die Sache für sich einzuordnen. Bis dahin kann man nur versuchen "Schadensbegrenzung" zu betreiben, also dass er nicht noch tiefer in eine Depression etc pp hinein rutscht.

    Pass gut auf dich auf Liebe grüße und gute Nacht

  8. #38
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 465

    AW: Autismus und Fehldiagnose

    Hotaru schreibt:
    Problem würde ich es nicht nennen. Ich kann das sehr gut nachvollziehen. Ich habe auch eine ältere Schwester, die am Liebsten meine Therapie und "Genesung" in die Hand genommen hätte sozusagen.

    Es erklärt eher ein wenig den Verlauf der Dinge.

    Ich versuch mir da noch ein paar Gedanken dazu zu machen und komm dann evtl nochmal drauf zurück. Bis dahin kann ich nur ein Satz da lassen: dein Bruder braucht dann vermutlich erst noch etwas Zeit, bis er in der Lage ist, die Sache für sich einzuordnen. Bis dahin kann man nur versuchen "Schadensbegrenzung" zu betreiben, also dass er nicht noch tiefer in eine Depression etc pp hinein rutscht.

    Pass gut auf dich auf Liebe grüße und gute Nacht
    Das wäre sehr nett, wenn du das tust!

    Ich hab jetzt drei Arztbriefe von meinem Bruder vorliegen.

    2011: Ambulanz, Diagnose leichte Anpassungsstörung
    2016: Praxis-Pychiaterin 2016, Depression + leichte soziale Phobie
    2016: Staionär: Verdacht auf Psychose (Ärztin 1), nicht bestätigt, stattdessen jetzt "Adoleszentenkrise" und Depression (Arzt 2 der übrigens, sauviele Rechtschreibfehler gemacht hat und so wirkt, als hätte er sich beim Verfassen null Mühe gegeben.)

    2011 wurde ein Intelligenztext gemacht, da steht drin:

    Es zeigen sich signifikante und auch klinisch bedeutsame Differenzen zwischen dem Index Sprachverständnis und den Indizes Wahrnehmungsgebundenes Logisches Denken, Arbeitsgedächtnis und Verarbeitungsgeschwindigkeit, welche man nur in 0,5-4,4% der Normpopulation findet.
    Kann das wer erklären? Also ich verstehe schon, dass es bedeutet, dass die Differenz zwischen den einzelnen Teilbereichen des IQs groß ist, und zwar so groß, dass sie es als „klinisch relevant“ bezeichnen, dh. es variiert um mehr als 15 IQ-Punkte.

    Übrigens war nichts unterdurchschnittlich, das Sprachverständnis war überdurchschnittlich und der Rest normal. Ergab einen durchschnittlichen IQ.

    Ich hab versucht, mich darüber zu informieren und das Stichwort "Dissoziierte Intelligenz" ist aufgetaucht. Aber alle, die das beschreiben, sprechen von Personen, die einen unterdurchschnittlichen IQ haben und in einem Bereich durchschnittlich abgeschnitten haben. Dazu, was es bedeutet wenn ein Bereich überdurchschnittlich und der Rest durchschnittlich ist, finde ich gar nichts...

    Also mit bedeuten meine ich, was das für Probleme bereiten kann, ob es ein Indikator für irgendwas ist und so weiter.

  9. #39
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 437

    AW: Autismus und Fehldiagnose

    So, hab jetzt doch etwas lang gebraucht bei mir is grad einiges im Umbruch und mein Kopf will da ab und an nicht mehr viel anderes wissen

    Aber ich bin jetzt da und antworte mal.

    Es zeigen sich signifikante und auch klinisch bedeutsame Differenzen zwischen dem Index Sprachverständnis und den Indizes Wahrnehmungsgebundenes Logisches Denken, Arbeitsgedächtnis und Verarbeitungsgeschwindigkeit, welche man nur in 0,5-4,4% der Normpopulation findet.

    Kann das wer erklären? Also ich verstehe schon, dass es bedeutet, dass die Differenz zwischen den einzelnen Teilbereichen des IQs groß ist, und zwar so groß, dass sie es als „klinisch relevant“ bezeichnen, dh. es variiert um mehr als 15 IQ-Punkte.
    Was ich herausgefunden habe, ist eigentlich nichts erstmal eine Rückfrage: was heißt Differenz hier genau. Sind die Bereiche Wahrnehmungsgebundenes Logisches Denken, Arbeitsgedächtnis und Verarbeitungsgeschwindigkeit weniger stark oder stärker ausgeprägt als das Sprachverständnis?

    Das sagt Wikipedia:

    • Sprachverständnis
      • Gemeinsamkeiten finden
      • Wortschatztest
      • Allgemeines Verständnis
      • optional Allgemeines Wissen



    • Wahrnehmungsgebundenes logisches Denken
      • Mosaiktest
      • Bildkonzepte
      • Matrizentest
      • optional Bilderergänzen



    • Arbeitsgedächtnis
      • Zahlen nachsprechen
      • Buchstaben-Zahlen-Folgen
      • optional Rechnerisches Denken



    • Verarbeitungsgeschwindigkeit
      • Zahlen-Symbol-Test
      • Symbolsuche
      • optional Durchstreichtest


    https://de.wikipedia.org/wiki/Intelligenztest
    2011: Ambulanz, Diagnose leichte Anpassungsstörung
    2016: Praxis-Pychiaterin 2016, Depression + leichte soziale Phobie
    2016: Staionär: Verdacht auf Psychose (Ärztin 1), nicht bestätigt, stattdessen jetzt "Adoleszentenkrise" und Depression
    Ich hab jetzt mal alle verschiedenen Diagnosen hier oben ↑ durchgegoogelt und komme zu folgendem Fazit:

    Im Prinzip können alle oben stehenden Diagnosen Fehldiagnosen eines unerkannten Asperger Syndroms sein. Können, müssen aber nicht. Gibt noch einige andere Differentialdiagnosen, die man in Betracht ziehen könnte.

    Man muss wirklich im Hinterkopf behalten, dass Ärzte und dergleichen immer nur die Momentaufnahme sehen und dementsprechend auf Infos von Außen angewiesen sind. Es gibt aber genug Fachleute (gerade ub Psychiatrien etc), die sich nicht oder nur wenig Mühe machen die Infos von Außen einzuholen.
    Und selbst da muss man aufpassen.

    Wenn es zum Beispiel so ist, wie bei mir, findet meine Mutter mich "total normal". Vielleicht etwas anders und wenn man genauer hinschaut muss man doch zugeben, dass da was seltsames mit drin ist, aber im Grunde bin ich doch "wie jedes andere Kind auch gewesen".
    Also die Angaben von Außen sind auch nicht immer sooooooo hilfreich.

    Ein Indiz ist zum Beispiel die Antwort auf die Frage, ob der Mensch schon immer so war, oder ob es eine Wesensänderung gegeben hat.

    Ich z.B. war als Kind schon introvertiert und in meiner kleinen eigenen Welt, und bin es jetzt noch. Auch wenn ich rausgehe, Dinge unternehme, auch mal mit Menschen rede und je nach Thema auch mal wirklich viel reden kann, so bin ich doch im Groben noch so, wie ich früher war. Ich bewege mich hauptsächlich in meiner eigenen Welt und brauche da auch nicht viele Menschen mit dabei. Ich genieße es in meinem Zimmer zu puzzeln oder für mich irgendwo hinzugehen.

    Diese Konstante ist in meinen Augen ein Indiz dafür, dass ich mit dieser Art zu sein schon auf die Welt gekommen bin, es also kein durch äußere Einflüsse verändertes Störungsbild ist.

    Wie geht es euch denn mittlerweile?

  10. #40
    Gesperrt (Aufforderung zu Straftaten)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 77

    AW: Autismus und Fehldiagnose

    @Persephone

    Oha, das ist total krass, also psychot. Störungen haben rein gar nichts mit Autismus zutun (um Himmels Willen)!
    Und nun, depressiver Wahn, also schwere Depression mit psychot. Symptomen, beziehen sich oft auf Dinge wie Schuld, Hypochondrie, Nihilismus, evtl Verfolgungswahn... das sind dann keine Wahnvorstellungen wie man sie von Schizophrenie kennt mit bizarrem Inhalt usw. sondern bewegt sich noch auf nachvollziehbarem Grund (der von übermäßiger Verzweiflung geprägt ist). Die Depression ist so heftig, dass Gedanken, in die man sich hineinsteigert, wahnhaft werden zB glaubt man, egal was passiert, dass man auf jeden Fall schuld sei, dass man schlecht sei, dass man alles verliert, dass man ständig anderweitig erkrankt - obwohl die Realität eben nicht so aussieht.

    Es gibt auch x Gründe, weshalb man nicht so gut über seine Gefühle sprechen kann - und eine Depression unterstützt diese Fähigkeit schon gar nicht. Vielleicht ist das sogar ein Mitgrund, weshalb er in eine so tiefe Depression rutschte?

    Ich bin gespannt, wie es ihm mittlerweile geht... vielleicht kannst Du was erzählen.

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