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Diskutiere im Thema Autismus und Fehldiagnose im Forum ADS ADHS Erwachsene: Asperger, Autismus
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  1. #21
    cocolores

    Gast

    AW: Autismus und Fehldiagnose

    Das tut mir echt leid ...
    Es gibt doch aber sicherlich Arztbriefe, die dem behandelnden Arzt mitgegeben werden. Oftmals lassen sie sich darin noch mal etwas darüber aus; sie müssen ja irgendwas schreiben, wenn sie entlassen.

  2. #22
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 465

    AW: Autismus und Fehldiagnose

    Ja ich warte noch drauf, dass meine Mutter anruft und mir den Inhalt mitteilt...

  3. #23
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 403

    AW: Autismus und Fehldiagnose

    Oh, das ist aber eine doofe Situation für alle.

    Hast du schon mit deinem Bruder geredet, wie es seiner Meinung nach zu der schnellen Entlassung kam? Unter Umständen kann es auch möglich sein, dass ein Patient entlassen wird, weil er die dortig angebotene "Hilfe" nicht annehmen möchte und sie dann deswegen sagen, es ist für ihn selbst nicht von nutzen, länger in der Klinik zu bleiben.

    Wie alt ist dein Bruder eigentlich? Gibt es noch eine andere Klinik in der Nähe? Vielleicht auch eine mit Wartezeit, so dass er bis zu den Sommerferien noch voll zur Schule gehen kann?

    Ich musste mir nach meinem Klinikaufenthalt selbstständig eine ambulante Therapeutin suchen. Hatte großes Glück und musste nicht lange auf einen ersten Termin warten.
    Wenn es bei euch eine PIA gibt (Psychiatrische Institutsambulanz), wäre das auch eine mögliche erste Anlaufstelle. Da sind auch verschiedene Therapiemöglichkeiten auf einem Haufen (Redewendung).

    Ich wünsche euch weiterhin alles Gute und hoffe mit, dass dein Bruder dadurch nicht noch einen zusätzlichen Knacks mitbekommen hat

  4. #24
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 278

    AW: Autismus und Fehldiagnose

    Hallo Persphone,

    bin nur durch Zufall auf deinen thread gestoßen. Schade, dass es so lief für deinen Bruder und euch Angehörige, v.a. die geringe Transparenz finde ich schwierig. Auch wenn all das, was die Ärztin, mit der du gesprochen hast, sehr nachvollzihbar klingt und eigentlich auch recht umsichtig.

    Für das weitere Vorgehen kann ich auch eine Anbindung an eine PIA empfehlen, oder eine Früherkennungseinrichtung, in der jüngere, nicht chronifizierte Patienten mit Psychosen oder Psychose-Verdacht behandelt werden, vor allem auch mit differentialdiagnostischem Auftrag. Weiß nicht, ob es das in der Nähe bei euch gibt, aber Hamburg (?)... sollte vielleicht schon. Wenn du/ihr das unterstützen könnte, v.a. falls dein Bruder das gerade nicht so gut selbst kann, ist das sicher gut.
    Eine gründliche Differentialdiagnostik hat große Vorteile, da können dann frühzeitig die richtigen Wege eingeschlagen werden, aber die braucht eben etwas Zeit. Hört sich irgendwie nicht so an, als sei das bis jetzt schon gemacht worden? Es werden dann verschiedene Möglchkeiten erwogen und geprüft und das mit Zeit, so dass Akutereignisse und Tagesform oder auch (zu) starke oder ungeeignete Medikamentenwirkung nicht den Eindruck verfälschen. So könnte eine genauere Einschätzung zustande kommen, ob es eine schizophrene Frühphase ist (Prodromalphase) oder was Depressives, was wirklich schwer zu unterscheiden ist und sicher nicht innerhalb weniger Gespäche/Beobachtungen oder eine Mischform (schizoaffektiv), oder was eben sonst noch mit von der Partie sein kann.

    Ich wünsch euch allen viel Glück!

  5. #25
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 465

    AW: Autismus und Fehldiagnose

    Hotaru und Alice, vielen lieben Dank für eure Antworten. Und danke nochmal an alle, die sich meine langatmigen Ausfälle hier durchlesen.

    Also so wies aussieht, hatte die erste Ärztin auf der Station, auf der er eingewiesen wurde den Verdacht auf Psychose. Dann wurde er auf eine Station für Personen mit Psychosen und Schizophrenie verlegt. Dort konnte die Diagnose nicht bestätigt werden. Deswegen ist er jetzt raus.

    Ich versteh nicht, warum es keine Zusammenarbeit zwischen psychosomatischer und psychiatrischer Abteilung gibt. Jetzt heißt es: Er hat keine akute psychische Störungen, Verhaltens- oder Entwicklungsstörungen sind denen total schnuppe.

    18-Jähriger Junge ohne einen einzigen Freund, der keinen Augenkontakt hält und eine extrem gleichgültige Mimik hat, nach und nach seine Lebenslust verliert? Egal, er hat keine Psychose also kann er nachhause nachdem wir ihm drei Wochen lang für nichts und wiedernichts Antipsychotika gegeben haben.
    Ich bin gleichzeitig so sauer und so traurig. Ich möchte, dass meinem Bruder ein schönes Leben ermöglicht wird…

    Das Hauptproblem ist jetzt, dass meine Mutter und mein Bruder durch diese Erfahrung keine Lust mehr auf Psychiatrie haben. Meine Mutter meinte, es war schon schwer meinen Bruder dazu zu kriegen zu seinem normalen Psychiatertermin zu gehen.

    Vor ein paar Tagen habe ich mich heftig mit meiner Mutter darüber gestritten, dass sie jetzt nichts neues in die Wege leiten sondern lieber Gras über die Sache wachsen lassen wollen. Mein Bruder soll wieder zur Schule, die Krise ist überwunden. Auf der einen Seite kann ich dieses Bedürfnis verstehen und ich hab mich danach sehr schlecht für meine Reaktion gefühlt. Auf der anderen Seite finde ich, dass wir jetzt nicht einfach aufgeben und so tun können, als wär das alles nie passiert.

    Mein Bruder wird jetzt wegen leichter Depression behandelt, geht ab August/September einmal wöchentlich zur Verhaltenstherapie und kriegt wahrscheinlich ab Mitte Juli Citalopram. Das wars.

    Von Autismus oder dergleichen kein Wort. Ein User hat grad diesen Artikel aus dem Ärzteblatt zur Spätdiagnostik von Autismus gepostet und alles darin passt. Es gibt sogar einen eigenen Absatz darüber, warum autistische Sozialverhaltensstörungen bei umdiagnostizierten Erwachsenen häufig mit Psychosen verwechselt werden.

    http://www.aerzteblatt.de/archiv/148614

  6. #26
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 42
    Forum-Beiträge: 2.540

    AW: Autismus und Fehldiagnose

    Tja, da gibt`s nur eins: auf zur Autismus-Ambulanz für Erwachsene der Universitätsklinik Köln.

    Sicherlich gibt es noch andere Anlaufstellen in Deutschland; aber Prof. Vogeley ist nunmal hierzulande der "Oberguru" beim Thema Autismus. Deshalb solltest Du mal zu einem Profi gehen; nachdem Du ja mit den Dilettanten jetzt schon ausgiebige Erfahrungen gesammelt hast.

    Ich selbst bin dort auch schon aufgeschlagen, die Autismus-Verdachtsdiagnose hat sich aber (Gott sei Dank) nicht bestätigt.

    Autismus im Erwachsenenalter — Neurologie und Psychiatrie Uniklinik Köln

  7. #27
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 130

    AW: Autismus und Fehldiagnose

    Liebe Persephone,


    ich weiss, dass der Link bei einigen zu Unbehagen führen kann, weil eine Cannbinoid-Medikation bei Autismus als sanftere Stimulanz anstelle von Amphetamin empfohlen wird, falls ein Stimulanz helfen kann.

    Wenn Dein Bruder auf das Standard-Repertoire im Sinne der Medikation nicht anspricht oder darunter leidet, dann müsst Ihr von Euch selbst heraus eine Off-Label-Behandlung mit Amphetamin, etc vorschlagen.

    Wenn die Ärzte Bedenken haben, dann sollen sie die Medikation "verdammt nochmal" stationär einstellen, beobachten und beurteilen.

    Das verlangt die Menschenwürde.

    Amphetamin kann bei Autismus helfen und Elvanse ist zB sanfter als MPH.

    Ob es Deinem Bruder damit gut geht, sollte sich sehr schnell zeigen.
    Geändert von C9H13N (21.06.2016 um 12:00 Uhr)

  8. #28
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 465

    AW: Autismus und Fehldiagnose

    @Eiselein Danke sehr! Wartezeit 12-14 Monate, puh....

    @C9H13N Bevor er Medikamente wegen des Autismus (sofern vorhanden) bekommt, braucht er überhaupt eine Diagnose. Bisher hat er nur - ich hab endlich den Arztbrief gelesen - eine "Anpassungsstörung" mit Depression

    Drei Wochen Krankenhaus für diese geniale Erkenntnis (welche die behandelnde Psychiaterin schon nach zwei Gesprächen hatte).

    Ich hab der Psychiaterin jetzt mal ne Mail geschrieben und den Artikel beigefügt. Ist wahrscheinlich total übergriffig von mir, aber ist mir grad egal...
    Ein gutes hat der Krankenhausaufenthalt: Eine Psychose/schizoide Persönlichkeitsstörung ist jetzt ausgeschlossen, was wohl zur Differenzialdiagnose von Autismus gehört.

  9. #29
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 130

    AW: Autismus und Fehldiagnose

    In einer geschlossenen Psychiatrie hätte ich sicherlich auch eine "Anpassungsstörung" und ich würde unter Garantie auch depressiv.

    Es scheint sich in dem Fall um die versammelte Fachkompetenz zu handeln.

  10. #30
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 465

    AW: Autismus und Fehldiagnose

    Vor allem lese ich grad, dass eine Anpassungsstörung nicht im Krankenhaus-Setting diagnostiziert werden sollte

    Ich finds auch so großartig, wie Aussagen von Angehörigen ignoriert werden. Ich meine ja, depressiv und ängstlich ist mein Bruder erst seit er 16 ist. Das ist offensichtlich nicht Teil seiner Persönlichkeit.

    Aber wie bei Ärzten, wenn ihnen bei Erzählungen von einem 6-jährigem, der auf keinen Fall, NIEMANDEN zu seinem Geburtstag einladen wollte und meistens nichtmal wusste, was er sich wünscht, der sein Taschengeld immer „gespart“ hat (für keinen bestimmten Zweck) und der in jeder Gummibärenpackung genau einen Gummibären übrig lässt nicht die Alarmglocken läuten, werd ich in diesem Leben nicht verstehen.

    Ich mein ok, scheiß auf die Gummibären und das Taschengeld. Aber ein 18-Jähriger, der niemanden in seinem Leben als „Freund“ bezeichnen kann und konnte. Das ist doch nicht nur eine Anpassungsstörung. Selbst die seltsamsten, abgedrehtesten Kinder in meinem Jahrgang hatten irgendeinen Freund. Sie wurden gemobbt, ja, aber sie hatten auch Freunde. Mein Bruder ist nichtmal besonders auffällig und nach konventionellen Maßstäben „hübsch“. Kinde haben Kontakt zu ihm gesucht. Er wollt ihn nicht oder konnte ihn nicht aufrecht erhalten.

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