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Diskutiere im Thema Autismus und Fehldiagnose im Forum ADS ADHS Erwachsene: Asperger, Autismus
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  1. #11
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 465

    AW: Autismus und Fehldiagnose

    Eiselein schreibt:
    Der Lauf der Dinge steht auf meinem Profil (damit ich`s nich ständig wiederholen muss).

    Wenn ich das richtig sehe, steht da nur eine Chronologie der Diagnosen, nicht wie du dich dabei Gefühlt hast, was dich dazu gebracht hat zu anderen Ärzten zu gehen, wie schwierig es war... oder übersehe ich da was? Aber ist auch verständlich, wenn du nicht drüber reden willst.

  2. #12
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 42
    Forum-Beiträge: 2.556

    AW: Autismus und Fehldiagnose

    Nun, da müsste ich ja einen Roman erzählen.

    Das vorherrschende Gefühl war dasjenige des Komplettverarschtwerdens von vorne bis hinten, von oben bis unten und nach Strich und Faden.

    Die jahrzehntelange Diagnose-Odysee ist allerdings typisch für ADHSler, insofern wäre es falsch sich da besonders hervorzuheben.

    Sicherlich denkt man die meiste Zeit, man sei der einzige "Volldepp" der Nation. Aber wie sich - u.a. durch dieses Forum - immer wieder herausstellt, ist das - gelinde gesprochen - unzutreffend.

  3. #13
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 465

    AW: Autismus und Fehldiagnose

    Kleines Update: Mein Bruder nimmt jetzt den fünften Tag in Folge Abilify und ist extrem müde, schläft nachmittags und hat das Gefühl, er könnte jeder Zeit umkippen.

    Es fällt mir echt sehr schwer, die Füße still zu halten aber ich hab ihm gesagt, er soll den Ärzten vertrauen.

    Am Freitag fahre ich in meine Heimatstadt um ihn zu besuchen. Leide hat die behandelnde Ärztin in der Woche keine Zeit, deswegen werde ich mit eine anderen Ärztin sprechen.

    Er bleibt wohl in jedem Fall noch diese Woche auf Station.

    Alles irgendwie nicht so doll…

  4. #14
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 465

    AW: Autismus und Fehldiagnose

    Mein Bruder hat sich jetzt selbstständig (ohne mein Zutun) entschieden, das Medikament abzusetzen.

    sorry, dass ich jetzt so blogge, aber irgendwo muss ich den Kram loswerden

  5. #15
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 465

    AW: Autismus und Fehldiagnose

    Meine Mutter hat mich grad heulend angerufen. Sie will meinen Bruder jetzt sofort mit nachhause nehmen. Ich hab jetzt erst erfahren, dass ihm und ihr eigentlich versprochen wurde, dass er direkt auf die psychosomatische Station kommt und dann auch bald nachhause kann. Stattdessen ist er jetzt schon seit einer Woche auf der geschlossenen (obwohl er selbst freiwillig dort ist) mit völlig apathischen Patienten.

    Der Umstand, dass er seine Medikamente nicht nehmen will, hatte keine direkten Folgen. Niemand hat sich groß drum gekümmert. Eine Ärztin würde er erst am Donnerstag sehen. „Vielleicht“.
    Ich versteh nicht, warum er überhaupt auf einer Station sein soll wenn sich niemand um ihn kümmert und er nur Zeit totschlägt.

    Die erste Psychiaterin wollte ihm nicht mal Citaopram ohne EEG verschreiben und auf der Station pumpen sie ihn mit Antipsychotika voll ohne EEG.

    Ich könnt grad echt so abkotzen... Meine Mutter ist selbst Krankenschwester und meinte, sie hätte nie so empathielose und desinteressierte Ärzte gesehen.

    Kann jemand gute Psychiater, Kliniken oder Beratungsstellen in Hamburg empfehlen?

  6. #16
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 416

    AW: Autismus und Fehldiagnose

    Ich versuch mich in meiner Antwort kurz zu halten:

    Es ist in Psychiatrien oft gang und gäbe (und meistens auch sinnvoll), erstmal "Beruhigungsmittel" zu geben.
    Ganz einfach, weil, wer akut in eine solche Institution geht/geschickt wird, ist in einem Zustand, wo man erstmal "runtergeholt" werden muss.
    Dem Gedankenkreisen muss ein Stopp-Schild vorgesetzt werden, dazu sind Zyprexa z.B. auch da. Die werden nicht nur bei Schizophrenie und konsorten gegeben.
    Ich mag das medi selbst zwar nicht, aber hab es vor vielen Jahren auch mal genommen, gerade wegen des vielen Gedankenkreisens.

    Antidepressiva wirken in der regel erst nach 2-3 Wochen ein wenig und erst nach ca 6 Wochen voll. Daher wahrscheinlich auch etwas anderes, damit sein Jetzt-Zustand verbessert wird.

    So lange die Fachleute noch der Meinung sind, er ist nicht stabil genug für das volle Therapieprogramm auf der psychosomatik, wird er wohl nicht verlegt werden.

    Das soll jetzt nicht heißen, dass die Klinik alles richtig macht. um das zu beurteilen müsste ich selber mal dort gewesen sein

    Ich kann nur von den Erfahrungen sprechen, die ich bei meinem letzten Klinikaufenthalt hier bei mir sammeln konnte.

    Auch, dass die meisten Patienten unzufrieden sind und am liebsten wieder raus wollen, ist "alltag"... wer ist schon gern in einer geschlossenen?

    Was die Pfleger etc angeht, so ist es leider so, dass die sich nicht viel um die Patienten kümmern können.

    Hat aber auch ein Stückweit den Nebeneffekt, dass man sagt, man wird sozusagen dazu verdonnert sich erstmal Zeit für sich zu nehmen und sich auf sich selbst konzentrieren. diese ruhe dient also auch dazu, sich mit den eigenen gedanken und gefühlen auseinanderzusetzen.

    In der Regel kann man aber auch auf die Pfleger zugehen, wenn es einem schlecht geht und man ein gespräch braucht.


    Fazit: Es wird nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird... Erstmal versuchen auf dem Teppich zu bleiben, emotionen etwas runterschrauben. Was für Außenstehende nicht unbedingt sinnvoll wirkt, kann aber dennoch einen nutzen für den Patienten haben.

    Was Fehldiagnosen angeht: In einer Psychiatrie sind zig-verschieden-erkrankte Menschen auf einem Haufen. Leider sind die Ärzte dort oft nicht kompetent genug, um eine spezielle Erkrankung erkennen zu können. Sofern dabei dennoch die Symptome/Probleme des Patienten therapiert werden, ist es Jacke wie Hose, welchen Namen die Diagnose trägt.

    Mein Oberarzt damals hat mir auch die falsche Diagnose gegeben, dabei hat er (vor 30 Jahren oder so) mal über Asperger eine Doktorarbeit geschrieben gehabt. Sowas ist halt leider nicht beweis dafür, ob man was davon versteht oder nicht...

    Egal, Diagnosen sind eh so ne Sache. Jeder Arzt sieht etwas anders und von daher können sich die Diagnosen u.U. schon mal sehr... stapeln

    Viele Grüße, und bitte, setzt euch nicht so unter Druck, dass dein Bruder nach 2-3 Wochen wieder aus der Klinik kommt...

  7. #17
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 465

    AW: Autismus und Fehldiagnose

    Vielen vielen Dank für den ausführlichen Beitrag Hotaru, das hat mir wirklich sehr geholfen. Würde mich freuen, wenn du weitere Erfahrungen teilst.

    Ich war am Freitag bei einem Gespräch mit der Ärztin. Was sie mir gesagt hat, klang soweit sinnvoll.
    Die Diagnose von meinem Bruder gestaltet sich schwer weil a) sie erstmal entknoten müssen, was er hat und vor allem auch, in welcher Reihenfolge/ Konstellation.

    Der aktuelle Verdacht besteht auf Anfangsstadium einer psychotischen Episode. Das sei aber total schwer von einer „normalen“ Depression zu trennen. Und dann könnte es sein, dass eine Verhaltens- oder Persönlichkeitsstörung mit rein spielt. Da stehen ADHS, Autismus oder eine paranoide Persönlichkeitsstörung im Raum.

    Die Medikamente haben sie deswegen gegeben, weil die Behandlung bei Psychosen umso erfolgreiche ist, umso früher Medikamente gegeben werden. Und da Zyprexa und Abilify in niedrigen Dosen keinen großen Schaden anrichten können, wurde drauf los behandelt.

    Ich hab die konkrete Angabe bekommen, dass mein Bruder wahrscheinlich noch ein bis zwei Wochen, also insgesamt 4 Wochen dort bleiben muss. Es dauert so lange, weil normale Fragebögen bei ihm nicht funktionieren da er entweder sehr verschlossen ist oder aber keinen guten Zugang zu seinem Innern hat. Deswegen war er jetzt nochmal bei nem Gespräch und soll einen MRT bekommen. Was wiederum lange dauert, weil er ja kein Notfall ist…

    Was mir nicht gefällt:

    Genau an dem Tag, an dem ich da war, wurde mein Bruder auf eine andere Station verlegt. Für Patienten mit Psychosen. Das heißt, die Ärztin, mit der ich gesprochen hab, behandelt ihn jetzt gar nicht mehr und wir müssen wieder jemand neuem vertrauen.

    Ich war kurz auf der Station und hab einen richtigen Schrecken bekommen. Die Patienten dort haben (natürlich) schwere Psychosen, sind schizophren und entsprechend ist die Atmosphäre. Es hat mich teilweise wirklich an so Klischee-Filme über Psychiatrien erinnert.
    Ich frag mich - falls mein Bruder eine psychotische Episode im Anfangsstadium hat - in wie weit diese Atmosphäre seinem Zustand förderlich ist. Das gilt übrigens auch für die anderen Patienten, also ich halte meinen Bruder nicht für etwas besonders. Da ich selbst mal eine Psychose hatte, weiß ich, dass andere Leute, die ängstlich/paranoid sind einen noch wahnsinniger machen können. Das ist natürlich kein Fehler der Ärzte sondern des Systems.

    Mein Bruder kriegt jetzt wieder Abilify mit der Begründung, dass die starken Nebenwirkungen beim letzten mal vielleicht vom Zyprexa und gar nicht vom Abilify kamen weil letzteres einen gar nicht müde machen soll.

    Die Pfleger auf der neuen Station scheinen insgesamt netter und erklären mehr. Das ist schön.

  8. #18
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 465

    AW: Autismus und Fehldiagnose

    2. Tag Abilify, mein Bruder meint er ist wieder sehr müde und es geht ihm insgesamt schlechter als ohne. Der Pfleger hat ihm gesagt, dass er mal einen ähnlichen Fall hatte, bei dem das gut geholfen hat. Was auch immer das heißt...

    Gott, ich hoffe in den nächsten 14 Tagen gibts so was wie eine Diagnose und einen ungefähren Plan.

  9. #19
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 416

    AW: Autismus und Fehldiagnose

    Zyprexa kann wirklich seeeeeehr müde machen...das ist dann eben die Dämpfende wirkung.

    Abilify kenn ich nur vom hören sagen. Ich weiß halt, dass Medis gegen Psychosen und Co eben dämpfend wirken und sowohl Müdigkeit, als auch Gewichtszunahme als mögliche Nebenwirkungen haben. Andererseits ist es auch oft so, dass diese extreme Müdigkeit ein bisschen abnimmt, desto länger man ein Medikament nimmt und sich der Körper an den Stoff gewöhnt hat.

    Ich würde jetzt "einfach" mal abwarten, wie es sich entwickelt. Bei Psychosen gibt es noch andere Medis, die man durchtesten kann und natürlich kann man auch mit der Dosis versuchen was an den NWs zu verändern.

    Ich war damals in einer gemischten Akut-Psychiatrie-Station. Kann mir daher vorstellen, was du mit Psychotischen Menschen und deren Wirkung auf andere meinst.
    Ich sags mal so, es kann Vorteile sowie Nachteile haben mit Patienten auf einer Station zu sein, die eine ähnliche Diagnose haben.

    Vorteile sind: das Personal dort ist geschulter im Umgang mit Menschen eben dieses "Krankheitsbildes" (wie dir ja selbst schon aufgefallen ist), die Patienten können sich gegenseitig Halt geben und verstehen einander besser, weil sie ja alle im selben Boot sitzen, sozusagen, man kann sich besser austauschen und verliert vielleicht eher Hemmungen, weil man ja weiß, dass die anderen genau die selben Probleme haben.

    Nachteil ist natürlich, dass man sich dadurch auch gegenseitig runterziehen KANN und sich gegenseitig auf die Nerven gehen kann...

    Die Ärzte stehen in der Regel untereinander gut in Kontakt und tauschen sich über die Patienten aus.
    An meiner Diagnosestellung damals waren auch Ärzte und Psychologen aus anderen Stationen beteiligt, wobei das natürlich auch die Gefahr beinhaltet, eine falsche Diagnose zu stellen...


    Naja, ich würde einfach mal abwarten und mir auch keinen Stress machen, dass in 14 Tagen eine Diagnose stehen muss und genau klar ist, wie es weiter geht. Ich finde es eh besser, wenn der Patient nicht dann schon entlassen wird, wenn nur die gröbste Gefahr gebannt ist, sondern wenn er schon ein paar Anfangswerkzeuge mitbekommen hat, an denen man dann weiterfeilen kann.

    Ist aber nur meine Empfindung

  10. #20
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 465

    AW: Autismus und Fehldiagnose

    Liebe Hotraru (und alle anderen),

    ich hab versucht mich an deinen Rat zu halten und abgewartet. Leider bin ich bzw. meine ganze Familie und vor allem mein Bruder jetzt bitter enttäuscht worden. Mein Bruder ist heute entlassen worden. OHNE Diagnose. OHNE irgendeinen Rat außer "das nächste mal früher bescheid sagen, wenns ihm schlecht geht" und OHNE Nachbetreuung, ambulante Versorgung oder IRGENDWAS. Ich bin immer noch völlig fassungslos. Drei Wochen lang hatten wir wahnsinnige Angst, dass es was ernstes ist, haben uns drauf eingestellt und waren einverstanden damit, dass er Neuroleptika bekommt und drei Wochen Schule verpasst weil uns versichert wurde, dass es das wert ist.

    Und jetzt? NICHTS. Nur ein Schulterzucken.

    Nicht mal der MRT, der uns in der ERSTEN Woche versprochen wurde, wurde gemacht.

    Im Grunde hat mein Bruder dort drei Wochen mit schwer kranken Menschen verbracht und Neuroleptika geschluckt. Mehr nicht.

    Ich bin völlig fassungslos. Am liebsten würde ich mich irgendwie dagegen wehren, die Klinik spüren lassen, wie mies das ist- aber ich weiß nicht wie.

    Ich hoffe sehr, dass die Erfahrung meinen Bruder nicht nachhaltig geschädigt hat.

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