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Diskutiere im Thema Wie wirkt Methylphenidat sich auf eurer Asperger Syndrom aus? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Asperger, Autismus
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  1. #11
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf AD(H)S
    Forum-Beiträge: 661

    AW: Wie wirkt Methylphenidat sich auf eurer Asperger Syndrom aus?

    Neji schreibt:
    oh heftig auch wegen asperger?
    Naja, ich fühlte mich nur noch gestresst. Nach dem Absetzen des Medikamtnts ging's mir wieder normal.

  2. #12
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 103

    AW: Wie wirkt Methylphenidat sich auf eurer Asperger Syndrom aus?

    MPH kann bei Asperger-Autismus laut meiner eigenen Erfahrung auch zu Psychosen führen. Ohne MPH gings dann wieder besser. Eine Freundin von mit hatte MPH verschrieben bekommen, von einem Asperger-Spezialisten. Aber wie gesagt, Anfangs klang es gut an und dann kam die totale Überforderung mit Meltdowns. MPH wurde dann abgesetzt und es ging wieder besser.

  3. #13
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 64

    AW: Wie wirkt Methylphenidat sich auf eurer Asperger Syndrom aus?

    Also bei mir wirkt sich das MPH auf den Autismus so aus, dass ich, sofern ich richtig eingestellt bin, generell etwas mehr Distanz zu meinen Emotionen bekomme, ich dadurch etwas entlastet werde weil mich die Meinung anderer weniger interessiert und ich dann in sozialen Situationen etwas weniger Druck und mehr Sicherheit gewinne. Ich bin dann auch generell weniger aggressiv und impulsiv, wenn etwas nicht so passiert, wie ich es für "richtig" halte, weil mir alles ein bisschen "egaler" ist.

    Wenn ich überdosiert bin kehrt sich das aber ins Gegenteil. Dann werde ich (verbal) extrem schnippisch und ich erachte alles als falsch. Man kanns mir dann quasi gar nicht mehr recht machen. Außerdem fühle ich mich dann wie getrieben und will nur noch sauber machen, meinen kompletten Haushalt sortieren und alles ordnen. Außerdem bin ich dann auch so vergesslich, dass ich im Satz vergesse, was ich gerade gedacht habe, teilweise bekomme ich dann auch "Wortfindungssörungen" und ich habe dann auch eine Neigung zu Panikattacken, weil ich den "Draht" zu mir selbst verliere.

    Leider ist bei mir schon das eine "Überdosis" was für einen "normalen" AD(H)S'ler meist nichtmal merkbar ist. Eine Medikinet Adult (5 mg) z.B. ist schon viel zu viel für mich und verschafft mir oben erwähnte Probleme und auch ein regelrechtes "Rauschgefühl" mit Schwindel. Am Anfang war es aber sehr schwer heraus zu finden, dass das überhaupt eine Überdosis war (da stand nämlich im Raum, dass ich das Medikament vielleicht einfach nur nicht vertrage).

    Weil ich aber auch histaminintolerant bin und das Adult da Bestandteile hat, die nicht gut dafür sind, bin ich auf das normale Medikinet gewechselt und habe mit einer Vierteltablette angefangen. Siehe da.. Kein Schwindel mehr, keine sonstigen Überdosierungserscheinungen und alles gut (bis auf ein paar zu vernachlässigende "Nebenerscheinungen" wie Bauchgrummeln und sowas).

    Für das Verständnis vielleicht wichtig zu erwähnen: Es gibt eben Autisten, die extrem stark auf Medikamente reagieren und welche, die auf nahezu gar nichts ansprechen. Ich gehöre zu ersterem. Meine Fachärztin spricht in meinem Fall auch immer gern von "Kinderdosierungen" und ist glaube ich, selbst erstaunt darüber, wie wenig "Substzanz" (An der "Norm" der AD(H)S'ler gemessen) eine positive Wirkung auf die Alltagsbewältigung bei mir erzielt -_-'

    Wenn ihr also autistisch seid und MPH keinen oder nicht den gewollten Effekt erzielt.. Macht es auch manchmal Sinn, die "Normdosis" nicht nach oben auszureizen, sondern sie auch mal massiv zu unterschreiten. Ich zum Beispiel komme mit einer Vierteltablette Medikinet 5 mg super durch den kompletten Tag.. sprich mit 1,25 MG und da würden mir hier vermutlich einige im Forum nen Vogel zeigen, wenn sie das hören.. weils für die nichtmal annähernd eine "Einzeldosis" is -_-

  4. #14
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.631

    AW: Wie wirkt Methylphenidat sich auf eurer Asperger Syndrom aus?

    Also, meine Erfahrung ist die, dass man Asperger mit Komorbidität ADHS (es gibt im Grunde genommen keine ADHSler mit Komorbidität Asperger...), heute eher mit Strattera füttert, da Stimulanzien den Asperger aspergerischer machen, d.h. noch in sich gekehrter, noch kontaktärmer, noch selbstbezogener. Von vielen Aspergern, die sich über die zugenommene Konzentration freuen, wird dies zunächst gar nicht als negativ wahrgenommen, da sie diese Eigenschaften ja gar nicht anders kennen. Erst das Umfeld bemerkt dann, dass der Asperger, der sich seither 4 Stunden am Tag mit seinem Spezialinteresse Mikroskopieren von Insekten oder Auswendiglernen von internationalen Flugverbindungen beschäftigt hat, dies nun 12 Stunden macht, ohne Ermüdungserscheinungen oder Wunsch nach Nahrungsaufnahme zu zeigen (Asperger finden Essen langweilig. Am liebsten ist ihnen immer das gleiche. Am allerliebsten wäre ihnen Astronautennahrung. Sie verstehen nicht den sozialen Aspekt von Essen, dass es nicht nur der Kallorienaufnahme dient, sondern ein soziales Event ist, wo die Familie zusammenkommt... Der Drang normaler Menschen, sich in ein überfülltes Restaurant zu setzen und darin eine Stunde lang auf ihren Teller zu warten, käme ihnen geradezu vollidiotisch vor...). Erst dann kommt man oft darauf, dass die Idee mit dem Amphetamin vielleicht doch nicht so dolle gewesen ist.

  5. #15
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.735

    AW: Wie wirkt Methylphenidat sich auf eurer Asperger Syndrom aus?

    Eiselein schreibt:
    Der Drang normaler Menschen, sich in ein überfülltes Restaurant zu setzen und darin eine Stunde lang auf ihren Teller zu warten, käme ihnen geradezu vollidiotisch vor.
    Na ja, dafür muss ich aber kein Asperger sein.

    Und dass Asperger den Genuss von Essen automatisch ausschließt, passt irgendwie auch nicht so ganz ...

  6. #16
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 64

    AW: Wie wirkt Methylphenidat sich auf eurer Asperger Syndrom aus?

    Eisilein da kann ich dir nicht ganz zustimmen.

    Mag sein, dass der "klassische männliche Asperger", von dem die Lehrbücher meist ausgehen, so reagiert aber ich tu es definitiv nicht.

    Ich mag keinen Kontrollverlust und ich muss mich regelmäßig "normal" spüren. Das geht mit einem Spiegelmedikament wie Straterra nicht und daher würde so etwas bei mir Ängste auslösen. Mit MPH hingegen, wo ich weiß, dass es nach einigen Stunden wieder abgebaut ist und ich dann wieder "ich" bin - komme ich sehr gut klar.

    Und auch meine Spezialinteressen verstärken sich nicht direkt. Genau genommen habe ich ohne Medis nicht einmal welche, weil bei mir permanent der Kampf "Überorganisiertheit" vs. "Chaotentum pur" herrscht und ich mir meine Interessen nach Stunden oder Tagen selbst zerstöre (auch weil ich chronische Angst vor Zwängen habe und ich gelernt hab, dass man so einfach "normaler" wirkt und man "besser" durchs Leben kommt - auch wenn der Preis dafür extrem hoch ist) und mir ohne Meids auch selbst Rituale etc. verbiete, was nicht gerade gesund is, da das ja genau genommen auch wieder Kompensationsstrategien sind, die ein Autist eigentlich braucht.

    MPH erlaubt es mir zumindest zeitweise meinem Drang nach überstärkter Ordnung nachzugehen und verschafft mir (kann man vermutlich nur verstehen, wenn man selbst weiß, wie sich so etwas überhaupt anfühlt) dadurch eine gewisse Auszeit, weil der innere Kampf endlich mal aufhört. Denn die autistische Seite ist immer da. Nur zerschießt mir das AD(H)S die Möglichkeit darauf, meine Sicherheit in gewohnten Stereotypien zu finden, weil ich sie wegen mangelndem Anreiz und Vermeidungshaltung recht bewusst nicht aufrecht erhalte. MPH verstärkt meine autistische Seite also nicht wirklich, sondern gibt mir lediglich die Möglichkeit sie mal etwas auszuleben. Vorhanden ist sie aber immer.

    Davon ab liebe ich Essen. Dass ich jeden Morgen immer zwei Marmeladentoast esse und einen Kaffee dazu trinke (sodenn meine Histaminintolleranz nicht wieder zu dem nächsten inneren Konflikt führt, weil es mir dadurch körperlich so schlecht geht, dass ich keinen Kaffee trinken kann und dann der ganze Tag im Arsch ist) liegt nicht daran, dass ich Essen als überflüssig empfinde, sondern daran, dass mir das einfach Sicherheit gibt und es mir außerdem auch tatsächlich nach Jahren noch schmeckt.

    Zu menschlichen Kontakten: Zwar bin ich mit MPH tatsächlich noch weniger daran interessiert; weil ich mich damit irgendwie "satt" fühle.. Allerdings empfinde ich damit soziale Situationen auch gleichzeitig als weniger anstrengend und so gleicht sich das beides so miteinander aus, dass ich weder mehr noch weniger Kontakte pflege.

    Fazit: Es gibt weder DEN AD(H)S'ler noch DEN Autisten.. Also vorsicht mit Verallgemeinerungen

  7. #17
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.631

    AW: Wie wirkt Methylphenidat sich auf eurer Asperger Syndrom aus?

    Ähm, hüstel, Guitary, bist Du denn ganz sicher, dass Du ein Asperger bist? Mir kommt das irgendwie spanisch vor... Ich meine, hast Du die Diagnose wirklich abgesichert?

  8. #18
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 64

    AW: Wie wirkt Methylphenidat sich auf eurer Asperger Syndrom aus?

    Darf dir ja auch spanisch vorkommen. Du kannst als Mann ja auch nicht nachempfinden, wie sich das als Frau anfühlt und auch nicht, wie es sich da nach außen hin auswirkt. Es gibt jedenfalls im Internet genug Berichte von autistischen Frauen darüber, dass die Diagnostik nicht leicht war, weil wir eben, dadurch, dass wir meist unauffälliger als Männer sind, oft am klassischen Diagnoseraster vorbei rutschen oder der Verdacht auf Autismus dadurch gar nicht erst aufkommt, dass wir zu "normal" wirken und Autismus dann eben gar nicht erst abgeklärt wird. Das kommt aber nicht durch "weniger Autismus" sondern durch einen anderen Umgang mit sich selbst, wodurch einige "klassische Merkmale" nach außen wegfallen können oder nur abgeschwächt vorhanden sind (wobei sich der Autismus innen trotzdem nicht besser anfühlt als bei Menschen, die ihn stärker "nach ausßen tragen" - könnte man vielleicht sogar mit ADHS zu ADS vergleichen). Wenn es dich interessiert google einfach mal "Diagnose Asperger Frauen". Da findest du das, was ich hier grob umrissen habe, um einiges ausführlicher.

    Und zu deiner Frage: Ich bin offiziell diagnostiziert.

    Bist du denn diagnostizierter Autist?

  9. #19


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 9.012

    AW: Wie wirkt Methylphenidat sich auf eurer Asperger Syndrom aus?

    Ich kenne jemanden, der seit Mph eindeutig besser lernen kann. Er ist
    viel klarer in seinen Aussagen und wirkt insgesamt strukturierter und wacher.
    Zu Beginn hatte ich den Eindruck, dass er zwar seine extreme körperliche
    Unruhe verloren hat, aber dafür robotig wirkte. Den Gedanken habe ich manchmal
    noch immer, aber ich habe eher das Gefühl, dass es seine Art ist, Dinge auszusprechen.
    Er muss noch lernen, richtig zu betonen.
    Mein Fazit für diesen Menschen ist auf jeden Fall, dass er seit dem viele kleine und
    größere Fortschritte erzielt hat.
    Letzte Woche war ich auf einem Autismuskongress und habe auf einem Vortrag einer
    Frau mit Autismus gehört: Kennst Du einen Autisten- kennst Du einen Autisten
    Sie selber ist eine Person, die Medikamente eher ablehnt. Sie will vor allem Akzeptanz.
    Aber ich denke, damit ist es nicht immer getan.

  10. #20
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 445

    AW: Wie wirkt Methylphenidat sich auf eurer Asperger Syndrom aus?

    Eiselein schreibt:
    Ähm, hüstel, Guitary, bist Du denn ganz sicher, dass Du ein Asperger bist? Mir kommt das irgendwie spanisch vor... Ich meine, hast Du die Diagnose wirklich abgesichert?
    Wie Guitary schon schrieb, sind auch Autisten individuelle Persönlichkeiten. Wo ein Autist tatsächlich die von dir aufgeführten Probleme mit Essen hat, hat ein anderer "Kochen und Essen" zu seinem Spezialinteresse gemacht.
    Bitte vorsicht mit Verallgemeinerungen. Vor allem dann bitte nicht einfach eine Diagnose anzweifeln, nur weil sie nicht in das Lehrbuchschema passt.

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