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Diskutiere im Thema Was meint ihr- ASS/Asperger oder "nur" mein ADHS? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Asperger, Autismus
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  1. #1
    Zappelphillipp!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 459

    Was meint ihr- ASS/Asperger oder "nur" mein ADHS?

    Hallo liebe Mit Chaoten,
    Vielleicht kennt ihr mich noch, ich war bis vor ca. einem halben Jahr einige Zeit ziemlich aktiv auf diesem Forum und es hat mir immer sehr sehr gut getan... Ich hatte mich zu Anfang und auch längere zeit nach meiner ADHS Diagnose mit 30 wirklich sehr intensiv mit dem Thema ADHS beschäftigt... Nun habe ich mich seit einiger Zeit ziemlich auf meine Probleme konzentriert. Die ADHS Diagnose hat viel in meinem Leben geändert und ich bin so dankbar dafür, auch die Medikation mit Methylphenidat hat viel für mich bewirkt, wenn es auch nicht alles einfach so ausheilt... Nun ja, wie es ja oft so ist, kommt ein ADHS selten alleine, ich habe schnell gemerkt, das da noch was ist, es hat sehr lange gedauert es zu formulieren, in Worte zu fassen, es überhaupt klar zu sehen, versuchen zu erklären was mein Problem ist.... Wo soll ich anfangen... es wird wohl ein längerer Text werden....
    Erst sah es so aus, als wäre ich sehr zwanghaft, das stimmt auch wohl, also lautete meine Diagnose zunächst Zwangsstörung, doch das ist es letztendlich auch nicht, denn Zwänge, die sich mir aufdrängen, die ich eigentlich gar nicht will, (ich-dyston) habe ich gar nicht, auch noch nie gehabt, es ist so, das ich das was ich so "zwanghaft" tue gerbe tue, ja sogar tun will, sogar unbedingt, ein Drang, der mich aber nicht stört, aber von aussen betrachtet (Umwelt) stark behindert (im Bezug auf Mitmenschen, Beruf...) und mich sonderbar macht... Wenn ich das was ich immer gerne tun will, jeden Tag -"zwanghaft" für - am liebsten von halb 8 bis abends halb 10, dann geht es mir richtig gut, so gut, wie ich sonst nirgendwo mit nichts anderem fühlen könnte.... Ich habe das Gefühl, dabei handelt es sich um eine richtige Spezialintresse, die ich hatte schon bevor ich lesen konnte...
    Diese Spezialintresse füllt mein ganzes Leben aus, ich kenne es gar nicht anders, ich könnte auch nicht, niemals ohne....
    Hinzu kommt ein Problem, das zumindest, von aussen betrachtet ein ziemliches, behinderndes Problem ist und mir eigentlich nur ein Leben in meinen eigenen 4 Wänden erlaubt, da wenigstens aber dann in Ordnung und Struktur...

    Ich habe jeden Tag -24 Stunden, 7 Tage die Woche den gleichen Tagesablauf, alles um die selbe Uhrzeit, alles am allerliebsten nach der Reihe, eines nach dem anderen.
    ich habe einen Tagesplan, der so am besten läuft, geht alles glatt und kommt nichts dazwischen geht es mir ganz gut damit und ich bin zufrieden, aber sobald eine kleine Kleinigkeit dazwischen kommt oder jemand stört, habe ich oft ein riesen Problem damit, es fällt mir nitunter schon irgendwo schwer etwas aus der gewohnten Reihenfolge zu ändern und zu einem anderen Zeitpunkt zu machen.. Wenn da etwas nicht stimmt, dazwischen kommt, meine Gewohnheit durchbricht, dann merke ich das körperlich wie psychisch...

    Genau die 2 grade genannten Ding brachten mich letztendlich auf das Asperger Syndrom, welches ich bei mir nie vermutet hätte, weil ich es einfach gar nicht kannte oder überhaupt wusste, was es eigentlich ist.... Seit dem denke ich immer wie an Autismus/ASS/Asperger...
    Es wundert mich, das mein Arzt noch mich noch nie direkt darauf hingewiesen hat, nur am Rande, aber höchstwahrscheinlich hat mit ASS weniger Erfahrung, und ich muss gestehen, bei mir würde man an so etwas anfangs vielleicht eher nicht denken, denn ich kann über die doch recht massiven Probleme die ich immer schon im Zwischenmenschlichen Bereich hatte zumindest so lange man unter 2 Augen ist und nicht grade länger als 45 min ab und an zusammen verbringt...

    Ich habe es ziemlich lange für mich behalten als ich auf das Asperger Syndrom stieß, plötzlich hatte ich aber wie damals bei der ADHS Diagnose das Gefühl ein noch bedeutender Teil meines Lebens, der im Dunklen lag beginnt sich zu erklären... Es gibt auch immer wieder Momente dazwischen wo ich zweifle ob ich ein Autist sein kann... Dann denke ich wieder , sei ehrlich zu dir selbst das wird es sein, es erklärt mindestens 3 gravierende "Probleme" (wie Neurotypische es nennen würden) in meinem Leben, die immer schon bestanden haben...

    Ich möchte nun mal kurz etwas aus meinem Leben von der Kindheit an erzählen, was möglicherweise zu dem Autismus Spektrum zählen könnte, aber auch Dinge erwähnen, welche mich daran zweifeln lassen oder welche ich nicht selbst beurteilen kann. Mich würde sehr eure ehrliche Meinung interessieren. Ich habe mich nun schon etwas länger mit Asperger/ASS beschäftigt, aber es ist alles Internet Wissen, welches sich zum Teil widerspricht, ich kann mir im Moment aus finanziellen Gründen grade keine Literatur kaufen (dennoch wäre ich gegebenenfalls wirklich dankbar für gute Buchvorschläge, falls ihr welche hättet) Ich hoffe also, ich komme hier nicht mit irgendwelchen Vorurteilen, die ich halt irgendwo im Netz oder sonst irgendwo aufgeschnappt habe... wenn nehmt es mir nicht übel, ich will nur die Wahrheit wissen und herausfinden ob es sich lohnt über eine mögliche ASS weiterhin so viele Gedanken zu machen...

    Also gut...
    Als Säugling habe ich scheinbar sehr schlecht getrunken... Angeblich habe ich früh sprechen gelernt, ob das wirklich so zutrifft weis ich nicht, meine Oma erwähnt immer wieder, dass ich als kleines Kind, ungewöhnlich früh, was sie scheinbar sehr beachtlich fand, alle Mögllichen Bauwerke, vor allem Kirchen auf Bildern aus Büchern fehlerfrei wiedererkennen und beim Namen nennen konnte... Im Kindergarten habe ich nur geweint, Möbel angenagt und überhaupt keinen Kontakt zu anderen Kindern oder Erzieherinnen aufgenommen. Zum Spielen mit Gleichaltrigen mussten sie mich zwingen, es gab nur wenige Ausnahmen, in Turnvereine mussten sie mich ebenfalls zwingen, obwohl ich in manchen Sportlichen Aktivitäten überdurchschnittlich gut war. Ich habe nie Probleme gehabt alleine zu spielen, ich war von klein auf auffallend hyperaktiv und bin immer noch sehr sehr hyperaktiv. Immer sehr sehr viel und schnell geredet auch mit mir selbst, bis heute noch... Habe immer gerne rum getanzt, Bewegungen gemacht mit den Armen, heute tanze ich immer noch für mein Leben gerne, mache sogar viele viele Tanzvideos und verarbeite meinen Tag damit, das ist wie Tagebuch schreiben für mich, eigentlich ist es immer wieder dasselbe irgendwo, ich habe mit den Tanzivdeos überhaupt erst ein Gefühl dafür bekommen wer und was ich bin, auch wie ich eigentlich aussehe zum Beispiel... Diese Art zu Tanzen, diese Videos, das hat mit der normalen Welt nichts mehr zu tun, jeder bezeichnet das als "Behindert". Ich kann mich zwar sehr schnell und vor allem kraftvoll und wendig bewegen, aber ich bin ein "Spast", wie man so sagt; Und das ist auch Ok so für mich, weil es einfach so ist, keine Koordination, 20 sinnlose Grimassen usw. (ich habe ein Motto für die Tanzvideos, die ich mache, das ganze läuft unter dem Namen "Spaz-Tastic", es hilft mir mich selbst und das ganze Drumherum mit Humor zu nehmen und das mit Erfolg, ich habe das in den letzten 3 Jahren tuasende male gemacht und ich muss sagen ich komme mit mir selbst klar... )#

    Ich bin sehr eigen und empfindlich was Stoffe betrifft, ich trage immer die selben T Shirts, immer das gleiche Model, immer die gleiche Marke, immer der gleiche Schnitt, in mehrfacher Ausführung, wo ic h mich wohl fühle drin, was ic h gewohnt bin, wenn ein T Shirt vom Schnit nicht so ist wie ich es gewohnt bin, kann es im Extremfall so sein, das ich das Gefühl habe schlechter Luft zu kriegen.

    Was Essen betrifft bin ich auch sehr eigen, das war immer schon so. Ich esse nur was mir auch wirklic h schmeckt. Am liebsten eigentlich immer Nudeln. das könnte ich jeden Tag essen Sauer, teils auch scharf und vorallem süß wie Marmelade bekomme ich nicht runter. Keiner versteht das und ich werde gerne mal missverstanden, da ich recht schmächtig bin und leider auch schon schlimme Erfahrungen mit der Falsch Diagnose Atypische Magersucht gemacht habe.

    Ich bin etwas abgedriftet... laut Aussagen meiner Oma bin ich immer auf Zehenspitzen gelaufen und war unsagbar frech, wenn man mir nette Komplimente gemacht hat, gab es bestimmt nichts der gleichen zurück

    In der Grundschule wurde ich früh zum Aussenseiter, die Lehrer hatten teils Probleme mit mir teils auch nicht, galt als behindert dumm und zurückgeblieben, kontaktscheu, introvertiert (obwohl ich mich als solches nicht empfinde, unter 2 Leuten bin ich ein sehr gesprächiger Mensch, der einem sogar sehr schnell auf die Nerven geht und wirklich nur über typisches redet und das ohne andere zu Wort kommen zu lassen, das ist der Punkt wo andere sich schon von mir zurückziehen, aber in einer größeren Gruppe von Menschen, das kann sogar in der Familie sein, da werde ich wortlos und schalte ab, so auch in der Klasse

    Später auf der weiterführenden Schule wurde das Mobbing sehr sehr schlimm, ich hatte manchmal das Gefühl die sprechen eine andere Sprache, die haben mich nicht verstanden, ich die aber auch nicht, die Pubertät war sehr schwierig für mich, erstens ich fühlte mich noch nie als MÄdchen und ich konnte mit dem "Wer geht mit wem Zeug" und Co bis heute nichts anfangen, teilte keine intressen der anderen, schon gar nicht für Jungs. Alles was bei mir Intresse bewirkte wurde extrem, richtig extrem und konnte schon mal 2 Jahre Tag für Tag 24 Stunden anhalten -bereits mit 12 Jahren

    Ich hatte im Teenageralter Spass daran mir besondere Frisuren zu machen, Hochfrisuren, ich habe mich an meinen Haaren so verkünstelt, einzelne feine Haarsträhnen so hingebogen und mit Haarspray festgeklebt, und war so fixiert auf diese einzelnen Haarsträhnen, das am Ende das Gesamtergebnis auf andere Schrecklich gewirkt haben muss, ich wurde schrecklich gemobbt, eigentlich war diese Sache mit den Hochfrisuren nur eine Art Ersatz für mich, damit kein langes Haar herunterhängt denn ich habe mich eher als Junge gefühlt, war wie ein Junge und hätte kurze Haare haben sollen....
    Sogar schminken habe ich versucht, aber nur um nicht noch mehr gemobbt zu werden, meine Eltern drängten es mir lange genug eindringlich auf, ich konnte es nicht, das Schminken, ich habe dann immer zu hören bekommen was für Apfelbäckchen mit Rouge ich habe, sähe aus als hätte ich hohes Fieber und solche Sachen, ich habe mich damals ganz furchtbar gefühlt. Eigentlich hatte ich lange nie eine Ahnung wer oder was ich eigentlich bin, wie ich aussehe (ich habe es erst mit meinen zig tausend Videos gelernt mit 28 Jahren) ich habe mich ja auch immer so von den anderen unterschieden. Ich wusste nur ich habe meine Dinge die ich wirklich gut kann und ein paar besondere Fähigkeiten und die sind mir immer geblieben.

    Ich habe Abitur gemacht, obwohl damals alles fast genauso war wie heute, mein Arzt sagt heute zu mir, ich habe eine starke Reifungsverzögerung (das ist mein Gehirn), bin so reif wie ein Teenager von 13-15 Jahren, demnach sehe ich auch optisch aus und bin psychisch so, dennoch intelligent genug um trotz allem; damals undiagnostiziert und unbehandelt, Abitur zu machen...



    Ich hatte nur wenige Freunde, nichts wirklich tiefes, außer einmal, ein Mädchen, hochintelligent, wo ich heute denke sie könnte vielleicht autistische Züge gehabt haben, wir hatten die gleichen Intressen und Erfahrungen.
    Ich hatte nie den richtigen Wunsch nach einer Beziehung (zwar den planlosen Versuch, der am Ende gescheitert ist...); bin dafür auch nicht gemacht, es geht nicht und es wäre sogar das schlimmste was ich mir vorstellen könnte, immer einen Menschen um mir zu haben (ich habe es erlebt, ich wohnte mit dieser einen Freundin 3 Monate zusammen für das Studium, es ging nicht, weil ich nicht ich sein konnte, Dinge die ich tun wollte nicht tun konnte, auch weil ich nicht in meiner gewohnten Umgebung war, mich nicht zurückziehen konnte, sie nicht immer um mich haben konnte.. ich wurde depressiv und kam nach Hause zurück, das ist schon Jahre her und bin seit dem arbeitsunfähig geschrieben (anfangs noch mit Falschdiagnosen) lebe von Sozialhilfe...

    Es gab vielleicht mal Zeiten wo ich mal eine Freundschaft hätte haben wollen, es gab auch vielleicht Zeiten wo ich einen Vater hätte haben wollen, aber ich glaube so etwas wäre bei mir OK für 45 min alle 3 Wochen, ich mache mir da nichts mehr vor. Heut zu Tage habe ich überhaupt keinen Wunsch nach Kontakt zu anderen Menschen, nicht einmal Familie, ich kann mir eigentlich nichts schlimmeres vorstellen, als immer jemanden um mich zu haben. Es war schon immer so, das ich mich auch zu Hause zurück in mein Zimmer gezogen habe, oder als wir noch einen großen Garten hatten, war ich nur dort unterwegs. Mein Zimmer war und ist mein Rückzugsort, ich kann es eignetlich gar nicht haben, wenn jemand menschliches dort mit drin ist, es stört mich schon, wenn jemand nur vor der Zimmer Tür ist und dort Geräusche macht. Nur meine zahlreichen Vögel (19 Singvögel- Kanarien, Reisfinken, Zebrafinken) in deren bunter Gruppe fühle ich mich mehr als nur wohl und glücklich, da ist Leben, es interessiert mich extrem was sie alles machen, den ganzen Tag, mein Zimmer (ich wohne noch immer seit meinem 12. Lebnsjahr bei meiner Oma) gleicht einer riesigen Vogel Oase, es ist ein ganz Tages Freiflug Zimmer mit Volieren Anlage und einer Gitter -Tür vor der eigentlichen Zimmer-Tür (ich nenne es "Fort Wilderness"), dort leben alle Vögel und ich. Und ich verbringe dort jede freie Minute mit den Tieren und da will ich einfach nur alleine sein nur mit den Tieren, wir leben dort und da ist ein Gerede, auch ich rede ständig mit den Vögeln (ich kann einfach nicht schweigen und rede immerzu, verstehe sie und ihre Laute und weis was sie wollen oder wie sie sich artgenosssen mitteilen. Als Jungendlicher wurde ich regelmäßig aggressiv, wenn jemand (zum Beispiel Geschwister und Eltern) in mein Zimmer, mein Rückzugsort einbrachen. Dort fühle ich mich so wohl wie nirgendwo sonst und könnte auch nicht glücklicher sein. Es ist nicht immer alles einfach, auch wenn ich mir mit meiner Tagesordnung Ordnung und Gewohnheit verschaffe, ich habe sehr viel Stress und halse mir selbst zu viel auf, ich bin dort sogar wie ein Workaholic bei meinen Vögeln und dem Zimmer, mein Tag ist komplett vollgepackt mit Dingen die ich tue, da ist keine Zeit für was anderes, es fällt mir schwer Dingen nachzugehen, die meine Oma mir aufgetragen hat, obwohl ich weis, das sie alt ist und schmerzen hat, aber wahrscheinlich wirke ich nach aussen sehr egozentrisch obwohl ich das meiner Meinung nach nicht bin, aber wenn meine Oma zum Beispiel mehr als einmal in der Woche mit mir einkaufen will, weil ihr das Wasser im gewohnten Kaufladen zu teuer war und sie noch mal woanders extra los gehen will wo es billiger ist, an einem anderen Tag, dann verstehe ich es einfach nicht warum sie das Wasser nicht dort kauft, der Sprit, den sie zum anderen Kaufladen verbraucht macht den Preisunterschied sowieso Wett und protestiere, weil es für mcih wieder bedeutet, dass da schon wieder ein Tag ist, wo ich meinen Tagesplan so nicht fortführen kann wie ich es gerne würde, ich konnte meinen speziellen Intressen sowieso in letzter Zeit aus anderen Gründen nicht wie gewohnt nach gehen und das habe ic h mir auch selber aufgehalst (ich glaube das ist typisch ADHS, aber verträgt sich nicht immer gut mit den hier erwähnten problemen) aber dennoch bedeutet es für mich einfach Stress, den ich psychisch und körperlich merke.

    Ich hatte eigentlich nie wirklich irgendwie Familie, wir sind eine gestörte Familie, ich kann nicht sagen wie sehr diese Problematik, die von mir kommt dort mit hineinwirkt, wirklich einen Bezug zu meiner Oma habe ich eigentlich nicht, ich meine ich mag sie, ich habe sie sehr gerne und ich finde sie ist ein toller Mensch, sie hat viel gutes getan auch für mich, aber eine richtige Beziehung zu überhaupt irgend einem Menschen habe ich nie gehabt und ich glaube ich bin dazu nicht fähig.
    Da ist ein dumme Frage die ich mir manchmal stelle: "Wenn du wählen müsstest, Oma zieht weg, du hast die Wahl willst du mit ihr ziehen oder willst du alleine hier in Haus bleiben? Dann wäre es mir klar, ich würde in meiner gewohnten Umgebung bleiben wollen,... Ich weis nicht ob ihr verstanden habt was ich mit der Frage meine... Es ist nur, jeder, auch Therapeuten haben mich nie, wirklich nie verstanden, die denken immer ich wäre abhängig von meiner Oma (ich hatte mal die Falschdiagnose Borderline); als ob ich nur bei ihr lebe weil ich sie als Mensch brauchen würde, mit all dem wofür ein "Gesunder Mensch ohne solche Probleme andere Menschen braucht", aber das stimmt nicht, ich lebe nur bei ihr weil ich erstens. seit dem ich 12 bin bei ihr lebe, und zweitens nun mal eben arbeitsunfähig geschrieben bin und vor allem reif bin wie ein Teenager mit 13 oder15, was das größte Problem darstellt, und ich lebe noch dort, weil es einfach meine gewohnte Umgebung ist, die mir wichtig ist. Ich habe auch keine Probleme mit meiner Oma, oder gar ein schlechtes Verhältnis, oder irgendeinen Groll oder Hass, sie akzeptiert mich sogar und nimmt mich so wie ich bin, vor allem seit dem sie langsam mehr weis von mir und das was mich eben von dem Rest der Welt unterscheidet. Dafür bin ich ihr auch sehr dankbar. Aber wir lebten immer schon nebeneinander her, alles worrüber wir reden sind entweder meine typischen Themem, teils längere Monologe über Vögel oder das was sie immer von mir im Haus erwartet.... Ich habe mir schon oft gewünscht alleine zu leben, ganz alleine, wo ich laut sein kann, Tics haben kann wie ich will.... Ich dachte mal ich hätte so etwas wie ein Tourette Syndrom, ich habe immer schon von Zeit zu zeit über den Tag verteilt einzelne Worte oder Kurze Sätze vor mir hergesagt, oft in einer Sprache, die ich erfunden habe, oder eigenkreirte Worte in einer ganz anderen Tonhöhe, manchmal wird das laut und schrill, UND OFT LAUFE ICH NOCH IMMER AUF Zehenspitzen DAZU HERUM, oder etwas ähnliches, es gibt kein Tag ohne ,ich mache das meistens mit meinen Tieren, aber auch oft alleine, sogar noch bevor ich ins Bett gehe, ich kann es unterdrücken, es lässt mit Methylphenidat weitestgehendst nach, ich glaube nicht, das es Tics sind, denn wie gesagt, es lässt sich unterdrücken, aber ich fühle mich sehr, wirklich sehr wohl wenn ich es mache, machen kann, es kann manchmal den ganzen Tag lang so sein, ich habe es nie beahchtet, mein Umfeld auhc schon nicht mehr, auch nie erzählt, aber wenn ich es jetzt, da ich mit Methylphenidat so viel realisiert habe, so betrachte, denke ich, "JUNGE DEIN HIRN IST SCHROTT!!!" Und so was wie ich ist intelligent und hat Abitur, keiner versteht das! Jeder denkt ich wäre, ich weis nicht was die denken, aber jeder hegt einen Groll auf mich und ich verstehe nicht warum. Es geht auf jeden Fall nicht ohne diese Tics, )(ich bin mir jetzt nicht sicher, aber wären das was ich hier als "Tics" bezeichne, mögliche Symptome aus dem autistischen Bereich?).... im Gegenzug steht, dann das wo ich stundenlang jemanden wie zum Beispiel meine Oma mit Wissen belehren kann ohne sie zu Wort kommen zu lassen über Vögel bis hin zu Psychologie und Medizin, Wolken, Astronomie....

    Im Zwischenmenschlichen Bereich hatte ich immer schon große Probleme, ich kenne es nicht anders, dennoch glaube ich merkt man mir das im Anfang gar nicht so an.
    Dadurch, das ich wirklich immer sehr viel rede, eigentlich ständig nur rede und normal intellingent bin, komme ich mit dem einzelnen sogar, wenn es sein muss recht schnell in kontakt, ich glaube, erst mal werden mich die Menschen vielleicht als nett und freundlich oder witzig bezeichenen, ich kenne nur wenige Menschen und wenn, dann schon lange und im Zooladen kann ich witzige Geschichten über meine Vögel erzählen, das geht ganz gut, kurz, obwohl ich zu viel rede und die sicher längst gemerkt haben , das was nicht stimmt, das ADHS merkt man und es kommt nicht immer schlecht, deshalb versteht man mich umso weniger, wenn ich dieses Probleme versuche zu erklären, ich glaube sogar ich rede irgendwo mehr für mich als für irgendwen in so einem zwischenmenschlichen Gespräch
    Ich habe glaube ich ziemlich Probleme mit dem Augenkontakt halten beim Gespräch, ich kann mir Gesichter schlecht merken, teils sogar Namen, ich hätte meinen ADHS Arzt monatelang nicht auf der Strasse erkannt, jetzt würde ich ihn mittlerweile erkennnen, ich habe sogar Probleme meine Kusinen auf der Strasse zu erkennen, die erzählen mir jedes Mal, ich hätte sie nicht gesehen.
    Aber ich glaube durchaus, was Zweifel hervorruft, das ich die Gesichtsausdrücke der Menschen mehr oder weniger gut erkennen kann, ich denke ich merke auf jeden Fall wenn mich jemand anlächelt auf der Strasse, ich kann es auch erwidern, wenn ich auch nicht unbedingt versteh warum die das tun und ich es selbst nicht von selbst tun würde, ich glaube auch, das ich zumindest einfache Gesichtsausdrücke wie Wut erkennen kann, ich denke auch sexuelle Blicke auf Werbeplakaten kann ich als solche erkennen, jedoch weis ich nicht, ob ich das überhaupt beurteilen kann ,denn ich weis noch ohne Mph hatte ich nicht gewusst wie sehr ablenkbar ich bin und wie viel ich nebenher mitkriege und das in meinem Kopf 19 Kanäle gleichzeitig laufen...
    Ich kann durchaus dem ein oder anderen Menschen Sympathie entgegenbringen und denjenigen mögen wie meinen Arzt oder die nette Frau aus dem Zooladen, die ich schon so lange kenne und ich finde, das sie hübsch aussieht, entschuldigt die Frage, aber nachdem, was man beim Asperger Syndrom so hört, müsste genau dass ja ein Problem sein
    Und noch eines weiter, es gibt Momente wo ich eine Frau attraktiv finden kann, ich weis nur nicht, ob ich das Gesamtbild betrachte oder nur einen Teil (da ich ein stark begrentzen Fetisch habe), ich weis auch nicht, ob ich das nicht vielleicht auch nur tue bzw dafrauf achte, weil Jungs es eben so tun, da bin ich mir im Moment gar nicht mal Mehr so sicher! Ich hoffe es ist OK, das ich so offen bin
    Ich war immer schon, sehr früh, etwas hypersexuell, viel masturbiert ohne jemals wirklich ernsthaftes Intresse an eine real sexuelle Beziehung zu jemandem zu haben

    Ich habe mich immer schon irgendwo männlich gefühlt, mitlerweile ist d für mich kein Zweifel, das ich mich männlich fühle, es besteht auch noch die Möglichkeit, das eine Intersexualität vorliegt, was noch abgeklärt wird. jedoch ist es mir sogar egal ob ich einen männlichen Namen habe, ich will mich für die Gesellschaft nicht entscheiden müssen ob ich Mann oder Frau bin, das ist für mich alles andere als leicht, ich bin sowieso anders als sie anderen und das werde ich immer sein, aber ich mag mich sogar so wie ich bin, ich bin nicht traurig, depressiv oder fühle mich minderwertig weil ich anders bin, ich will ich sein. Ich sehe meine Art zu sein aiuch nicht als Krankheit an, auch wenn es nicht immer leicht ist , aber der Punkt ist nur, diese Art zu sein ist in der neurotypisch- dominierenden Gesellschaft eine Behinderung

    Was mich auch noch teils verunsichert ist die Sache mit der Spezialintresse. Man hört immer das Autisten auf Dinge fixiert sind, Obijekte und dergleichen, oder, das ein nauturwissenschaftliches Gebiet oft zur Spezialintresse wird. Mein Spezialintresse gilt Vögeln, Es fing bei mir schon mit 5 Jahren an, vielleicht sogar schon seit ich denken kann, noch bevor ich überhaupt lesen konnte, besaß ich mein erstes Vogelbuch und setzte mich damit ans Fenster um Vögel zu beobachten und so lernte ic h bald alle Vogelarten kennen. Mit 11 Jahren bekam ich dann meinen ersten eigenen Vogel, den ich selbst versorgen durfte, worin ich mir meine bestmöglliche Mühe gab. Er wurde zu meinem besten und innigsten Freund und ich redete stundenlang mit ihm und behütete ihn sehr. er war sehr zutraulich. Ich verbrachte alle freie Zeit mit ihm. Heut zu Tage habe ich 19 Vögel, alles Singvögel Kanarein Reisfinken und Zebrafinken, sie leben sehr wild in einem Ganz Tages Freiflug Zimmer, das einer Oase in der Natur gleicht mit vielen wilden Ästen für die Vögel und geräumigen Käfiganlägen mit einer Gitter Tür vor der eigentlichen Zimmertür. Ich habe das Freiflugzimmer "Fort Wilderness" genannt; ich verbringe jede freie Minute dort und da fühle ich mich am wohlsten, ic hbeschäftige mich intensiv mit Vogelmedizin, arbeite Medizin Fachbücher für angehende Vogelfachtierärtzte durch und ähnliches.
    Ich finde für die Sache mit meinen Vögeln wäre der Ausdruck Spezialintresse wirklich nicht übertrieben, weil es wirklich extrem ist.
    Kann es sein, das für ein Autistisch veranlagter Mensch auch lebendige Tiere zu einer "Spezialintresse" wird?
    Jedenfalls sind meine Tiere keine Sache für mich, sondern sehr wertvolle Lebewesen mit ihrer eigenen Persönlichkeit, nicht zu ersetzen, gleich auf mit Menschlichen Lebewesen, sie werden nicht nach Äußerlichkeiten ausgewählt, wenn eines meiner Tiere stirbt weine ich stundenlang. Ich liebe diese Tiere sehr. Ich kann allerdings (noch) nicht sagen wie es beim Tod eines Menschen innerhalb der nahen Familie sein würde.


    Ich habe definitiv ein Tierhelfersyndrom. Irgendwo habe ich gelesen oder gehört, Autisten würden niemals ein Helfersyndrom entwickeln, beim Durchstöbern vom Internet zu diesem Thema habe ich Beiträge von Asperger Autisten gelesen, die von ihrer Tierliebe und ihrem Tierhelfersyndrom berichteten. Ich nehme Vögel mit Behinderungen bei mir auf, ich habe sehr viel Platz und Möglichkeiten und eine sehr große Käfiganlage von Zimmerlänge behinderten gerecht eingerichtet. Das ist etwas was mich sehr erfüllt. Kann es sein, das ein der Umgang , bzw Kontkt und Beziehungsaufbau autistisch veranlagten Menschen um einiges Leichter fällt, bzw, das dieser Bereich nicht behindert ist.
    Was meint ihr?
    Neben all dem Helfersyndrom finde ich erinnert die Sache mit meinem Vögeln und mir auch wirklich an einem Beispiel, das ich von einer Asperger Autisten laß, die immer wieder stundenlang am Flughafen sitzt und den Flugzeugen nach sieht, so sehe ich den Vögeln zu, was sie machen ,ich bin davon nicht wegzubekommen und ohne das auch nicht glücklich neben all dem


    Es geht mir eigentlich weniger darum ob der geschilderte Symptomkomplex nun dem ASPERGER Syndrom /ASS zugeordnet wird oder unter dem Begriff Autistische Tendenzen fällt oder ganz etwas anderes ist, ich will nur verstanden werden, was nur all zu oft leider nie der Fall war und vor allem wissen was für Therapieoptionen/Möglichkeiten ich gegebenenfalls hätte, denn mein Ziel ist es irgendwann mein eigenes Geld verdienen zu können und unabhängig , selbstständig zu sein. Ich will mit meinen Vögeln bis ans Ende der Tage leben, sei es in einem Zimmer das einem Wildpark gleicht
    Neben dem ADHS und der Unreife sind die hier beschriebenen Tatsachen mein größtes Hindernis, zumindest was das Leben in einer neurotypischen Gesellschaft betrifft.

    Mir ist aufgefallen, dass sich ADHS und das Asperger Syndrom symptomatisch überlappen das eine an das andere erinnert. Könnte es nicht auch im GeGEnzug sein, dasS ein schweres ADHS eine Solche wie von MIR BESCHRIEBENE Symptomatik hervorbringen kann, wie zum Beispiel ZU versuchen "Zwanghaft" eine Strucktur und Ordnung in den Tag zu bringen, als Kompensationsstrategie, eben weil man so ein Chaot ist?

    Danke für das durchlesen meines langen Textes.

    LG CANARY
    Geändert von Canary ( 2.05.2016 um 05:40 Uhr)

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 109

    AW: Was meint ihr- ASS/Asperger oder "nur" mein ADHS?

    Wilkommen zurück Canary,

    schlechte Nachrichten zuerst:

    - ich habe es nicht geschafft alles zu lesen
    - mit Asperger kenne ich mich überhaupt nicht aus

    Ich werde deinen Text definitiv durchlesen, will aber trotzdem schonmal ein wenig Feedback geben, weil mir die Länge und die Uhrzeit als Signale dafür dienen, dass du da echt einen dicken Brocken von deiner Seele geschrieben hast. Auch wenn ich nicht helfen kann, zumindest hast du schonmal Gehör gefunden.

    Ich kenne dich natürlich noch, ungefähr zur gleichen Zeit waren wir damals aktiv, vllt. wurden wir auch zur gleichen Zeit inaktiv, wer weiß. Aber jetzt sind wir fast wieder zur gleichen Zeit reaktiviert ;-) Weil wir zur gleichen Zeit wieder vermehrt Probleme sehen.

    Ich konnte mich in manchen Passagen wiedererkennen, dann hast du allerdings ein paar Besonderheiten herausgefiltert, sodass es sich nur um ähnliche Züge handelt, aber andere Ursachen haben. Ich will mal weg von dem Wort Zwang, zwar gibt es Tätigkeiten die ich gerne will und letztendlich auch tue (Tennisarm trainieren vor dem PC z.B.), aber ich glaube dass liegt an der Umgebung, an Langeweile, innere Leere und dem einfachen Gefühl, sonst nicht wirklich was tun zu können.
    Das sind dann meine Handlungsalternativen und manchmal könnte ich diese auch von 8 bis 22 Uhr durchhalten, aber danach fühle ich mich NIE gut. Eher schuldig und voller Scham, weil ich alles andere vernachlässigt habe.


    Du schreibst von regelmäßiger Routine. Das muss kein Anzeichen sein, sondern eine sinnvolle Aneignung von z.B. produktiven Alltagsritualen. Was spricht du hier an? Zähneputzen --> Händewaschen --> Pipi --> Frühstück --> lecker Aa ......
    Vllt. kannst du kurz erklären, worum es sich genau handelt.

    Dinge laut vor sich her zu sagen, kenne ich auch von mir. Aber immer im Kontext mit sozialer Interaktion, genauer: soziale Interaktion mit Menschen die ich kenne = damals meine Mitbewohner. In meiner alten WG ertönte manchmal aus heiterem Himmel: ZWIEBELMETTWURSTBRÖTCHEN und andere sinnlose Sachen. Aber ich erhalte eine Reaktion, erschaffe damit eine absurde Situation, das ist meine "Motivation" dahinter. Ich finde die Textstelle nicht mehr, aber du machst es für dich alleine oder?

    Iwo in diesem Unterforum gab es einen Post mit einem Link zu einem ASS-Test den ich nicht gemacht habe, weil es 120 Fragen waren und ich mich eh nicht angesprochen fühle. Vielleicht finde ich diesen noch, dann schreib ich ihn dir.


    PS:
    PS: http://www.rdos.net/de/
    Geändert von Hodor ( 4.05.2016 um 11:24 Uhr) Grund: Link eingefügt

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