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Diskutiere im Thema Inkompatibel mit den meisten Mitmenschen, Verdacht auf Asperger-Anteile im Forum ADS ADHS Erwachsene: Asperger, Autismus
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  1. #51
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.739

    AW: Inkompatibel mit den meisten Mitmenschen, Verdacht auf Asperger-Anteile

    Danke für die Antworten.

    Also wir leben ja in einer mittlerweilen zu großen Wohnung. Er bewohnt das größere Zimmer (es gibt noch ein kleines, da schlafe ich). Ich laße ihn soweit ihn Ruhe und schreibe jetzt immer dick mit Edding auf Zettel wenn ich abends nochmal weggehe oder wenn ich bei meinem Freund übernachte.

    Das ich mit ihm weniger und sachlicher Rede daran versuche ich immer zu denken. Die Wohnung ist groß und ich habe viel Papierkram und es kommt immer mehr (was mit ihm zu tun hat, die Famileinkasse will ein Gutachten weil er schon so lange krankgeschrieben ist). Ich informiere ihn immer kurz und knapp über Solche Briefe und lege sie auf den Tisch damit er sie auch lesen kann.

    Er hat einen Zwillingsbruder und wenn ich früher Gutachten, Familienhelferberichte und auch von der Waldorfschule Beurteilungen lese, ging daraus immer hervor, das der Zwillingsbruder (er hat ADS hypoaktiv) ihn oft beschützt oder unterstützt hat. Dadurch ist das Asperger-Syndrom erst so spät aufgefallen denke ich mir. Den z.B. werden Zwillinge fast immer überall zusammen eingeladen und sie waren meistens in den gleichen Gruppen.

    Ich sage immer zu mir selber, der Bruder war eine Art lebenslanger Therapeut, den somit konnte der Asperger ja schon vieles lernen. Aufgefallen ist mir als mein ADS-Sohn mit 12 oder 13 in einer Kinderkurklinik in der Nähe hier war. Da ist mir aufgefallen, das mein Asperger-Sohn plötzlich den ADS-Sohn irgendwie imitierte.

    Er saß in dem Zimmer wo der Computer war, beschimpfte mich plötzlich mit den gleichen Sätzen wie der ADS-Sohn und noch ein paar Kleinigkeiten. Doch damals wußte ich noch nichts von Asperger, hatte nur mal von gehört. Im Nachhinein kann ich mir das jetzt erklären, er hat sich vieles von dem Bruder abgeguckt und wie ein Schauspieler etwas nachgespielt.

    Zurück zum Thema. Also er hatte immer eine starke Person um sich bis mein ADS-Sohn in eine Wohngruppe kam vorübergehend (die war in der Nähe und er kam oft nach Hause auch am Wochenende. Da waren sie beide 16 Jahre. Mein Asperger-Sohn ging auf einen heilpädagoischen Bauernhof bis zum 18 Lebensjahr. Dort hat er sich mit einem anderen Asperger oder ich glaube es war ein High-Functionion-Autist (ihr wißt schon was das ist) befreundet.

    Ich wollte am schreiben, er hatte noch Kontakte in der Schule und auf der Betreuung nach der Schule.

    Mit 18 Jahren ist er in die Matrix gegangen (Gothic,Metal,Rock-Disco), die ist hier bei uns in der Nähe und ich habe schon vorher immer gewußt, das er da mal hingeht.
    Dann hat er dort seine damalige Freundin kennengelernt, das war für mich und für alle die R. kennen wie ein Wunder.

    Er hat immer öfter dort übernachtet (im Hause ihrer Eltern in einer Stadt neben meiner), die Eltern sind sehr nett und er durfte dort mitwohnen. Mein Sohn und die Freundin wohnten oben in einem kleinen Zimmer zusammen, davor war ein Vorraum das war das Meerschweinchenzimmer. Das waren zwei sehr beruhigende Jahre für mich. Ich wußte das mein Sohn gut versorgt war und die Freundin ist eine Powerfrau und ich vermute eine ADSlerrin. Sie ist eine sehr starke Persönlichkeit und hat meinen Sohn wohl mit Energie versorgt. Da er damals nichts mehr machte, hat er aber auf Druck der Eltern und Freundin mit einem Kolleg angefangen, da hat er in zwei Jahren den Realschulabschluß geschafft.

    Leider haben die beiden sich getrennt, obwohl ich bis heute nicht weiß, ob es von meinem Sohn oder von der Freundin ausging. Darüber spricht keiner von den beiden richtig.Ich vermute, die Freundin fing ein Studium an, wiederum in einer anderen Stadt und mußte dann ja umziehen und in der Zeit haben sie sich getrennt. Mein Sohn fragte, ob er wieder zurück nach Hause könne. Mein Sohn konnte oder wollte dann nicht bei den Eltern alleine wohnen bleiben, er sagte auch mal zu mir:

    Die sind nicht so nett und tolerant wie du denkst. Damit meint er, alle meine Bekannten und Freunde sind irgendwie ADSler, Asperger oder sonstwie haben sie eine Macke, viele die Vegetarier sind oder Ökos. Diesen Unterschied hat er dann bemerkt.

    Dann kann ich mir noch vorstellen, die Freundin und die Eltern hatten einen sehr schwierigen Hund einen Eurasier, der hat mich sogar mal beißen wollen und war sehr eigensinnig. Doch mein Sohn konnte mit ihm umgehen und ist damals immer mit dem Hund in den Park gegangen. Manchmal denke ich, ist er solange dageblieben wegen dem Hund (also im positiven Sinne).

    In der Zeit als mein Sohn dann wieder nach Hause kam ist der andere Sohn von einer Reha aus in eine eigene Wohnung gezogen. Die beiden haben keinen richtigen Kontakt. Früher kamen eben immer viele tu uns nach Hause und das waren auch Waldorfschüler die mein Asperger-Sohn dann auch kannte. Doch jetzt kommt keiner mehr und mein Partner der früher auch kam, kommt seit langen auch nicht mehr.

    Ich glaube das vermißt mein Sohn. Jetzt habe ich viel geschrieben und hoffe es ist verständlich. Meine Vermutung ist, mein Sohn hatte durch den Bruder und danach durch die Freundin immer einen starken (und guten) Menschen um sich. Das fehlt jetzt und er merkt, ich bin selber überfordert und nicht so wie andere Eltern, doch er weiß auch das ich nichts dafür kann.

    Ich war bei einer Autismus-Therapie-Stelle, dort hatte ich ein Vorgespräch und die haben wirklich Ahnung. Am Dienstag soll er dann selber hin. Ich habe ihm schon eine Kopie der Einladung gegeben, das Original hängt an der PIN-Wand. Dann werde ich ihm am Montag darauf hinweisen und sagen, das er hingehen muß. Kurz, knapp und streng. Soll ich ihm sagen, das er somit eine Chance auf einen Coach oder Helfer bekommt um selbständiger zu werden oder das er dort Gespräche führen kann was er beruflich oder schulisch noch machen möchte.

    Wenn er Depressionen hat, kann er wahrscheinlich erstmal nur Gespräche führen. Ich habe keine Ahnung. Wenn diese Therapie bewilligt wird, dann bekomme ich auch von dort aus Gespräche wie ich am besten mit ihm umgehe.

    Soll ich einen extra Thread eröffnen oder kann das hier so geschrieben bleiben.

    Oder wenn ich hier so chaotisch schreibe, könnt ihr ruhig bestimmte Fragen stellen in Tabellenform wenn ihr Lust hab die ich dann beantworten kann.

    Früher habe ich oft zu allen möglichen Anläßen gefeiert und Leute eingeladen. Da hat sich mein Sohn immer dazugesetzt und gut unterhalten (meistens politische Sachen). Doch jetzt habe ich keine Freund und Bekannten mehr und dadurch das es mir finanziell schlecht geht, hab ich auch keine Lust mehr zu feiern.

    P.S. Sylvester sind wir zusammen zum Mittelaltermarkt gefahren und haben dort mit meinem Freund Sylvester gefeiert. Mein Sohn geht dann aber meistens mit meinem Freund zusammen und ich alleine (weil ich sie beide sonst nerve). Ich finde ich nehme schon viel Rücksicht auf Asperger und auch meinen Freund der eine ähnliche Persönlichkeitsstörung hat.

    Es wäre gut wenn Asperger selber etwas schriftliches verfassen würden wie man sich am besten als ADSler oder Normalo verhält. Wäre das eine Idee? Ihr stellt hier etwas zusammen und dann wird es zu einem Heft gestaltet. All die Bücher und diese Zeitungen helfen ja auch nicht weiter, da stehen Sachen drin, die ich im Alltag nicht übernehmen kann.

  2. #52
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Inkompatibel mit den meisten Mitmenschen, Verdacht auf Asperger-Anteile

    Hallo Paula,

    ich antworte mal nur kurz auf diese Frage, auch wenn ich selbst Aspie bin, passe ich nicht mehr so ganz in die hier diskutierte Alterklasse .

    Paula schreibt:
    Soll ich einen extra Thread eröffnen oder kann das hier so geschrieben bleiben.
    Wegen meiner kann das hier bleiben, denn es passt schon auch thematisch hier rein.

    Aber möglicherweise findest Du noch einige Leser und Mitdiskutierer mehr, wenn es ein eigener Thread wäre.

    In dem Fall können wir dann die bisherigen Postings von diesem Thread abtrennen und daraus einen neuen machen, so müsstest Du auch nicht alles neu schreiben.

    Gib kurz bescheid, dann gebe ich das gerne weiter (selber kann ich das nicht, das muss ein Mod oder Admin machen)

    Eine kurze Anmerkung wollte ich noch dalassen, weil es mir wichtig erscheint:
    In Deiner ersten Frage schriebst Du, dass Dein Sohn auch Depressionen hat..

    Das sollte auch entsprechend mit berücksichtigt werden, denn egal ob Aspie oder "Normalo", mit Depression ist sowieso vieles anderes.
    Das schreibe ich deshalb, weil auch die Frage aufkam, ob Du mit ihm mal was unternehmen solltest.
    Das ist gewiss nicht falsch, kann aber gerade bei Menschen mit Depressionen nach hinten losgehen, weil sie selber davon zum einen nicht profitieren, sondern zum anderen noch eiter runtergezogen werden können, weil sie sehen, wie das, was man unternimmt, anderen gut tut und einem selber nicht.

    Das ist nicht allgemeingültig!
    Aber es ist auch nicht falsch, das im Hinterkopf zu behalten.

    Liebe Grüße
    Fliegerlein

  3. #53
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.739

    AW: Inkompatibel mit den meisten Mitmenschen, Verdacht auf Asperger-Anteile

    Lieber Fliegerlein,

    ja ich überlege mir mal was.
    Wie verstehe und helfe ich meinem Aspie-Sohn/Tochter als jungem Erwachsenen ......

    Mal sehen. Ich selber kenne viele Eltern die Asperger-Kinder haben und selber Asperger sind und dann kenne ich noch privat zwei die ADS haben und Asperger-Kinder oder junge Erwachsene. Doch da alle so sehr mit sich selber beschäftigt sind, ich vielleicht auch, ist es fast unmöglich sich mal auszutauschen oder zu treffen oder ähnliches.

    Bei der Asperger-Elterngruppe höre ich dann auch oft (früher bei der ADS-Elterngruppe), das die Kinder aggressiv waren oder sind und sich in der Schule teilweise geschlagen oder gewehrt haben. Da wundere ich mich immer, meine beiden Söhne sind immer ruhig und ausgeglichen in der Schule gewesen bis auf lächerliche Kleinigkeiten.

    Sie wurden von sich aus nie aggressiv oder haben sich geschlagen, im Gegenteil wenn jemand sie provoziert oder so, haben sie sich abgewandt. Ich weiß nicht ob das an meiner Erziehung liegt oder woran. Beide waren immer bei den Mitschülern sehr bliebt und galten als sozial und gerecht (auch der Asperger). Immerhin, sie haben keinen Realabschluß dort gemacht, doch wenn es ein Zeugnis von Schülern für Schüler gäbe, würden meine Söhne beide sehr gut abschneiden.

    Wenn ich heute Lehrer treffe, reden sie auch nur positiv über meine Söhne. Ich glaube die Lehrer fanden mich damals als Mutter nerviger und anstrengender als meine Söhne.

    Das gehört jetzt nicht zum Thema. Also ich überlege mal wie ich den Thread nennen könnte. Vielleicht auch gleichzeitig für Eltern mit ADS-Kindern.

    Das mit den Depressionen verstehe ich. Ich kenne ja viele Erwachsene, die dann sagen, sie gehen überhaupt nicht raus.

    Gruß Paula

  4. #54
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 56

    Frage AW: Inkompatibel mit den meisten Mitmenschen, Verdacht auf Asperger-Anteile

    Hallo,

    ich habe mehrfach schon die Verdachtsdiagnose Asperger bekommen.

    Dieser und andere Tests weisen auch daraufhin.


    Anhang 21481
    Bisher habe ich ein hypaktives ADS attestiert bekommen.

    Meine Kernproblem liegen auch hauptsächlich in sozialen interaktionen und speziell emotionsbehafteten Konversation.

    Die Diagnose steht aber noch aus.

    Kennt hier jmd. ein gutes Forum für Autismus?
    Ich kenne nur den Blog
    Denkmomente
    und die Facebookseite
    https://www.facebook.com/Denkmomente/?fref=ts&_fb_noscript=1


    Beide sind sehr gut, nur dass ich Facebook ablehne und ein Blog irgenbdwann überfrachtet ist.
    Ein Forum mit authentifizierten Usern wie bei ADHS-chaoten wäre mir lieber.

    Gruß

    watchdog
    Geändert von Sunshine (13.12.2016 um 10:41 Uhr) Grund: Grafik entfernt/Copyright

  5. #55
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.739

    AW: Inkompatibel mit den meisten Mitmenschen, Verdacht auf Asperger-Anteile

    Hallo,

    wenn mir was einfällt sende ich dir das mal zu. Gruß Paula

  6. #56
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Inkompatibel mit den meisten Mitmenschen, Verdacht auf Asperger-Anteile

    watchdog schreibt:

    Kennt hier jmd. ein gutes Forum für Autismus?

    Aspies.de.
    Gutes Forum zum Thema und die haben zudem auch reichlich viele und gute Informationsseiten über das Autismusspektrum .

  7. #57
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 423

    AW: Inkompatibel mit den meisten Mitmenschen, Verdacht auf Asperger-Anteile

    Ich hab den Test nochmal gemacht,
    diesmal hab ich mich intensiver mit den einzelnen fragen beschäftigt.


    Dein Aspie-Wert: 149 von 200
    Dein neurotypischer (nicht-autistischer) Wert: 56 von 200
    Du bist sehr wahrscheinlich ein Aspie

    Anhang 21487




    Geändert von Sunshine (13.12.2016 um 10:42 Uhr) Grund: Grafik entfernt/Copyright

  8. #58
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.739

    AW: Inkompatibel mit den meisten Mitmenschen, Verdacht auf Asperger-Anteile

    Hier ein Vortrag:

    Familienforum :: Veranstaltung Einzelansicht

    und es gibt noch eine Gruppe die sich Autera nennt oder so ähnlich.

    Gruß Paula

  9. #59
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 423

    AW: Inkompatibel mit den meisten Mitmenschen, Verdacht auf Asperger-Anteile

    Ich würde gerne mal wissen wie sich eine ADHS und Asperger Mischform bei Menschen äußert,
    hat damit jemand Erfahrungen, vor allem ohne diese typischen Asperger Klischees wie besondere
    Interessen oder Talente, wie sähe so etwas den genau jetzt aus?

    Hat MPH überhaupt einen nutzen bei Mischformen, da ich oft gelesen habe das sich
    bestimmte Eigenschaften von ADHS und/oder Asperger überschneiden bzw. nicht vorhanden sind.


    Und wo testet man sowas, wenn schon eine ADHS Diagnose schwer zu erhalten ist?

  10. #60
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Inkompatibel mit den meisten Mitmenschen, Verdacht auf Asperger-Anteile

    Hi ,

    jetzt kommen wir an die Stelle, an der es anfängt, richtig kompliziert zu werden ...

    Mistwalker schreibt:
    Ich würde gerne mal wissen wie sich eine ADHS und Asperger Mischform bei Menschen äußert,
    hat damit jemand Erfahrungen, vor allem ohne diese typischen Asperger Klischees wie besondere
    Interessen oder Talente, wie sähe so etwas den genau jetzt aus?
    Wenn man bedenkt, dass eine ADHS eben eine Spektrumsstörung ist und sich somit ohnehin schon bei jedem Betroffenen mehr oder weniger einzigartig zeigt (was aber immer noch beeutet, dass es gewisse Gemeinsamkeiten gibt, anhand derer man es festmachen kann) und das selbe auch bei ASS (Autismus Spektrums Störung) gilt, ... dann kann es im Kombination von Beidem eigentlich nur noch schlimmer werden.
    Dazu kommt, dass sich gezeigt hat, dass die Symptome nicht einfach nur koexistieren, sondern sich gegenseitig beeinflussen, meistens können sie sich verstärken.

    Man muss genauestens auf die Hintergründe der einzelnen Symptome schauen.
    Es gibt ja viele Ähnlichkeiten in den äußeren Symptomen, die aber unterschiedliche Ursachen haben

    Das Paradebeispiel ist da ja die Empathie.
    ADHS-Betroffene wirken schnell empathielos, weil sie oftmals bestimmte Gesten und Mimiken oder Aussagen aufgrund ihrer Ablenkbarkeit nicht mitbekommen und daher falsch reagieren.
    Sie würden aber die Zeichen erkennen und auch verstehen, wenn sie sie gesehen und wahrgenommen hätten.
    Der Asperger-Betroffene wirkt nach außen hin genauso, versteht aber die Zeichen nicht, sondern sieht eher so etwas wie eine Fremdsprache, noch dazu in fremdartiger Schrift geschrieben.
    Wer von beidem betroffen ist, hat beides und das ist schon ein bisschen eine Megaarschkarte, wenn ich das so ausdrücken will.

    An dieser Stelle kann man dann aber auch schon auf die Medikation schwenken:

    Mistwalker schreibt:
    Hat MPH überhaupt einen nutzen bei Mischformen, da ich oft gelesen habe das sich
    bestimmte Eigenschaften von ADHS und/oder Asperger überschneiden bzw. nicht vorhanden sind.
    Das ist korrekt aber ja, es hat einen Nutzen, wenngleich vielleicht nicht den gleichen, wie bei einem ADHS-Betroffenen.
    Man kann sagen, dass die Fähigkeit der Fremdwahrnehmung besser wird und man immerhin die Zeichen anderer Menschen sieht und wahrnimmt.
    Das ist der erste Schritt.
    Jetzt muss man "nur noch" lernen, diese Zeichen zu deuten und zu verstehen...


    Was mich betrifft (ich bin einer davon), so kann ich das bestätigen.

    Ich könnte da jetzt etliche Beispiele nennen, aber ich fürchte, dann würde ich meinen eigenen Postinglängenrekord brechen und das dürfte wohl keiner mehr lesen wollen ....

    Es ist schwer zu erklären .... wenn man sich den Betroffenen und die einzelnen Symptome ansieht, dann ist es so, als würde da "irgendwie etwas nicht stimmen, nicht passen" ...
    Wenn man nur auf ADHS schaut, dann passt das zwar, aber es erklärt einfach nicht alles und umgekehrt genauso, wenn man nur auf Asperger schaut.

    Erst wenn man beide Störungen zusammen betrachtet, ergibt sich ein stimmiges (Gesamt-) Bild.

    Das setzt allerdings voraus, dass man es mit jemandem zu tun hat, der das auch erkennt, ansonsten landet man in einem Diagnosechaos, weil die Behandler einfach völlig überfordert sinjd und dann kommen gerne an sich wirre Kombinationen von Persönlichkeitsstörungen zusammen, die eigentlich gar nicht zusammen passen, aber irgendwie muss man das alles ja unterkriegen.
    Daran erkennt man dann schnell Fachleute, die weder von ADHS, noch von ASS ausreichend Fachkenntis besitzen ...

    Gerade gestern hat Russell Barkley auf seinem FB-Account einen Artikel gepostet, in dem es darum ging, dass ADHS und ASS miteinander existieren können (was seit dem DSM V zwar ja auch offiziell, aber bei vielen Fachleuten wohl noch nicht angekommen ist ....)
    Dort hat er auch weitere Verweise gepostet.
    Ich habe noch nicht weiter reingeschaut und kann daher nicht sagen, ob es dort Info'sd arüber gibt, wie das Erscheinungsbild ist, wenn beide Störngen aufeinander treffen.

    Klar ist aber, und das habe ich auch schon an mehreren Stellen gelesen, dass auch Autismus-Betroffene von MPH profitieren.
    Allerdings sicherlich anders, wenn nicht gar weniger.
    Wobei das "weniger" etwas unglücklich formuliert ist ... es behandelt halt nur den ADHS-Anteil.

    Barkley schreibt in seinem Posting:
    Russel Barkley schreibt:
    Fortunately, the treatments used for ADHD, medications in particular, have been found in research to be helpful in managing the disorder when it coexists with ASD. That is good news because in prior decades clinicians feared using stimulant medications believing they might worsen some ASD symptoms.
    Bei mir ist es auch so, dass mich das Medikament, ... wie soll ich das ausdrücken .... ein bisschen mehr in meine "innere Welt" zieht.
    Das empfinde ich nicht als unangenehm, aber es macht es mir mitunter schwerer, in der "äußeren Welt" zu sein...
    Ich weiß nicht, ob jemand, der nicht autistisch ist, das verstehen kann, wie ich es meine ....


    Mistwalker schreibt:
    Und wo testet man sowas, wenn schon eine ADHS Diagnose schwer zu erhalten ist?
    Gute Frage.
    Da gibt es natürlich genauso auch Autismus Ambulanzen, bei denen man sich untersuchen lassen kann.
    Allerdings kann man da mit den gleichen Wartezeiten rechnen...

    Es hängt da aber eben auch viel von dem Diagnostiker ab und es muss genau hingeschaut werden.
    Anamnese und Einzelfallbeocachtung im Gespräch ist sehr wichtig, die Testung allein bringt da nicht viel würde ich sagen...
    Ich denke, ein guter Diagnostiker erkennt, was er vor sich hat ...
    Geändert von Fliegerlein (21.03.2016 um 15:20 Uhr) Grund: Link und Zitat nachgetragen ...

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