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Diskutiere im Thema Dinge immer auf die selbe Art und Weise machen? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Asperger, Autismus
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  1. #21
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.977

    AW: Dinge immer auf die selbe Art und Weise machen?

    Äh,sourcream? Das hier ist Dein Thread!
    Wenn hier jmd.aufhören müsste,dann wohl eher so schreibimpulsive Leut wie meine Wenigkeit.

    Deshalb hatte ich ja am Anfang schon gefragt,wg.passendem Ort undso...

  2. #22
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Dinge immer auf die selbe Art und Weise machen?

    Ich glaube, wie ReRegenbogen schon versuchte zu erklären es kommt auf das Ausmaß an. Es wird sich mit Sicherheit jeder Mensch in sämtlichen psychiatrischen DIagnosen wiederfinden, wenn er das Ausmaß und die Intensität nicht beachtet. Viele Diagnosen sind krankhaft stark ausgeprägte Persönlichkeitsmerkmale.

    In der Psychiatrie, oft Psychosomatik, gibt es Fragebögen um die Persönlichkeit zu ermitteln. Dabei gibt es bestimmte Punkte, z.B. bei dem Fragebogen PSSI ist der "cut-off" bei T-Werten von über 60. Das heisst oft keine Störung in die Richtung, also meistens sogar, aber eine starke Tendenz dieses Verhaltens.

    Schizoid heisst in dem Zusammenhang zurückhaltend/ schüchtern. Wenn du das bist, dann ist dein T-Wert bei schizoid erhöht.

    Das klingt alles sehr dramatisch und klinisch relevant, aber vllt beruhigt dich ein Teil der Übersetzung:
    paranoid= eigenwillig
    depressiv= still
    negativistisch = kritisch
    zwanghaft = sorgfältig

    Selbst wenn du dir bei einem Skiunfall den Rücken verrenkt hast dann kann es sein, das eine somatisierende Persönlichkeit in dem Fragebogen ermittelt wird, obwohl der Skiunfall und die daraus folgenden Schmerzen wirklich nichts mit deiner Psyche zu tun haben.

    Es passiert sehr leicht, das man bei sich selbst sämtliche Diagnosen feststellt, mit denen man sich intensiver beschäftigt. Das passiert sogar zuhauf Medizinstudenten. Aber bevor man zum wandelnden Wunder der Psychiatrie und/oder Psychosomatik wird, lieber erst mal durchatmen und ganz genau erörtern wie krankhaft/beeinträchtigend die Probleme sind, und seit wann.

  3. #23
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 583

    AW: Dinge immer auf die selbe Art und Weise machen?

    sourcream schreibt:
    da ich immer meine festen Einkaufszeiten habe bedeutet es aber nicht das ich hochfunktionalen Autismus habe
    Oh, sorry, da habe ich mich etwas unglücklich ausgedrückt.
    Ich meinte natürlich nicht, dass jeder mit festen Einkaufszeiten hochfunktionaler Autist ist
    Jedoch ist dieses "starre Routinen haben" ja etwas, was man Autisten gerne zuschreibt (auch zurecht) und ich wollte damit sagen, dass für mich gerade diese Einkaufsroutinen z.B. eher ein Zeichen dafür sind, dass sie Person sehr gut "funktioniert" (das heißt jedoch nicht, dass es nicht auch weniger gut funktionierende Autisten gibt mit Routinen dieser Art!).

    Mit einem festen Job (vgl. zu Studium) ist es sicherlich einfacher bis zu einem gewissen Grad, aber ich persönlich könnte mir z.B. nicht vorstellen, zu sagen: ich gehe jeden Montag einkaufen.
    Als ich mal ein Praktikum gemacht habe, gab es so viele Tage, wo ich nur noch nach Hause wollte und keinen Einkauf mehr überlebt hätte (nun, überlebt wohl schon noch, aber so ein Meltdown im Supermarkt kann schnell darin enden, dass man einen Krankenwagen ruft, sowas in der Art passierte letztens erst...) - zum Glück hatte ich meinen Partner, der das übernommen hat.
    In der Hinsicht beneide ich auch die Menschen, die so feste Termine einhalten können, ich sage andauernd Termine ab wegen Migräneattacke, Overload, Panik, Müdigkeit u.s.w.

    creatrice schreibt:
    Es passiert sehr leicht, das man bei sich selbst sämtliche Diagnosen feststellt, mit denen man sich intensiver beschäftigt. Das passiert sogar zuhauf Medizinstudenten. Aber bevor man zum wandelnden Wunder der Psychiatrie und/oder Psychosomatik wird, lieber erst mal durchatmen und ganz genau erörtern wie krankhaft/beeinträchtigend die Probleme sind, und seit wann.
    Das kann ich mir gut vorstellen

    Wobei der Schritt von ADHS zu Autismus nicht soooo weit ist, daher fände ich es jetzt nicht unrealistisch, wenn jemand mit (Verdachts-)Diagnose im Bereich ADS/ADHS bei sich viele autistische Züge feststellt. Oder sogar rauskommt, wie es bei mir der Fall war, dass die Probleme eher vom Autismus herrühren anstatt vom ADHS.
    Andersrum ist es natürlich auch schwierig, diese beiden Störungen klar voneinander abzugrenzen, das geht gar nicht, so dass es wohl von Natur aus einige AD(H)Sler gibt, die auch viel "autistisches" an sich entdecken, was einen wiederum verunsichert.

    Daher finde ich den letzten Punkt sehr wichtig: wie beeinträchtigend sind die Probleme und seit wann.

    Bei mir ist der Punkt z.B. nicht so stark ausgeprägt (daher habe ich auch, wie schon geschrieben, in der Diagnostik angegeben, dass ich keine Routinen habe, was sich jedoch als unwahr rausstellte*g* - mir war es schlicht nicht bewusst, was alles unter Routinen zählt) - aber trotzdem passierte es schon häufig, dass ich aufgrund nicht nachgehens einer Routine im besten Falle unruhig werden oder erstarre, im schlimmsten Falle ausraste.
    Das war als Kind aber viel schlimmer. Wenn jemand meine Ordnung zerstört hat, mein Morgenritual gestört wurde o.ä., dann habe ich geschrien, Kopf gegen die Wand geschlagen, Dinge durch die Gegend geschmissen etc.
    Da bin ich froh drum, dass das heute nicht mehr so arg ist. Nur mein Partner findet das alles immer sehr amüsant, weil man mich so gut damit ärgern kann.

  4. #24
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.977

    AW: Dinge immer auf die selbe Art und Weise machen?

    Hm,ich weiß nicht. Als ich mir letztens mal die verfügbaren Listen und Kriterien für Asperger/HFA angeschaut habe,war ich ehrlich gesagt eher entsetzt als alles andere.
    Was ich von der recht offensiven Spektrumserweiterung halten soll,weiß ich noch nicht.

    Das ist in weiten Teilen im Grunde so schwammig,dass da kaum noch überhaupt eine saubere Differentialdiagnose möglich sein dürfte-in meinen Augen.

    Das nur dazu.

    Zu den Routinen:

    Ich hoffe sehr,dass die meisten Menschen mit festgelegten Einkaufstagen keine Autisten sind. Wenn,wären das sehr viele.

    Wie genau werden den "starre Routinen" definiert?
    Spielt da-wie vor einigen Jahren noch-die Funktionalität eine Rolle? Die Sinnhaftigkeit?

    Mist,jetzt hab ich mal wieder den Faden verloren-ich werde hoffentlich noch lernen,nicht so früh morgens komplexe Texte verfassen zu wollen.

    Ach,mir fällt noch ein:
    Wenn ich dann mal einen Ablauf ein paar Tage lang durchgehalten habe,z.B.eine minimale Morgenroutine,die dafür sorgen soll,dass ich mich nicht im Kreis drehe und/oder irgendwo hängenbleibe,um dann um 11 Uhr festzustellen,dass ich weder geduscht,noch gefrühstückt habe,bin ich auch nicht begeistert(sehr vorsichtig formuliert),wenn das unterbrochen wird.

    Ich fände es auch eher ungewöhnlich,wenn das nicht der Fall wäre. Ich muss viel Energie in solche Dinge stecken und irgendwie versuchen,das Ganze am Laufen zu halten-nachdem ich durch mehrfaches Ausprobieren endlich eine funktionierende Reihenfolge gefunden und die Schritte ergänzt habe,die ich beim Zusammenstellen vergessen hatte.

  5. #25
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 583

    AW: Dinge immer auf die selbe Art und Weise machen?

    luftkopf33 schreibt:
    Ich hoffe sehr,dass die meisten Menschen mit festgelegten Einkaufstagen keine Autisten sind. Wenn,wären das sehr viele.
    Hehe, ne, sicherlich nicht und da wäre ich auch nicht allzu besorgt, Fachärzte können das in der Regel doch recht gut unterscheiden.


    luftkopf33 schreibt:
    Wie genau werden den "starre Routinen" definiert?
    Spielt da-wie vor einigen Jahren noch-die Funktionalität eine Rolle? Die Sinnhaftigkeit?
    Unter anderem, wobei das auch irgendwo subjektiv ist. Was für den einen Sinn macht, ist für den anderen vielleicht völlig unsinnig.

    Das "starr" bedeutet erstmal, dass man davon kaum oder gar nicht abweichen kann.
    Bei autistischen Kindern kann man das noch gut beobachten oder auch bei (schwerer beinträchtigten) erwachsenen Autisten.
    Wenn man da die Routine ein bisschen ändert, warum auch immer, dann kann das ziemlich übel enden.
    Mit selbstverletzendem Verhalten, Aggressionen, rumschreien, aber auch verstecken, wegrennen u.s.w.
    Das ist sicherlich nicht mehr vergleichbar mit festen Einkaufstagen

    Ansonsten spielt die Funktionalität eine Rolle, nicht umsonst redet man von "nicht-funktionalen Routinen oder Rituale".
    Das sind dann Dinge, die gerne auch mit Zwanghaftigkeit verwechselt werden können bzw. wo die Abgrenzung tatsächlich auch schwer ist.

    Ein Bekannter lässt z.B. das Kranwasser im erst 7 Sekunden laufen, bevor er es ins Glas füllt. Es ist nicht vollkommen sinnlos (Keime etc. vermeiden), aber dass es wirklich IMMER genau 7 Sekunden sein müssen, nun, das fällt wohl in den Bereicht des nicht-funktionellen.
    Oder ich selber räume meine frisch gewaschene Wäsche immer in gleicher Reihenfolge ein. An sich könnte es egal sein, ob ich erst die Socken einräume und dann die Unterhosen oder andersrum. Aber für mich ist es wichtig, dass erst die Unterhosen, dann die Socken eingeräumt werden.
    Auch habe ich noch eine ganze Menge anderer kleiner Routinen, die jeglichen Sinn entbehren, also nicht-funktional sind - aber ich benötige sie und werde unruhig, gar wütend, wenns nicht so ist, wie es immer ist. Meine Mutter verglich mich früher nicht ganz unberechtigt mit Monk. *g*

    Das ist wohl der kleine Unterschied. Das ich meinen Schlüssel immer direkt an die gleiche Stelle hänge, wenn ich nach Hause komme, dass ich zwar ebenfalls eine Routine, aber sie hat eine Funktion, die auch für andere Menschen ersichtlich ist.
    Auch regelmäßige Einkaufstage, feste Essenszeiten etc. sind funktionale Routinen. Solche haben sehr viele Menschen, sie sind sehr wichtig und oft ist eher die Abwesenheit dieser Routinen ein Problem und nicht die Existenz solcher.

    Auch funktionale Routinen können auch nicht-funktional werden. Um beim hiesigen Beispiel zu bleiben:
    Jeden Montag einkaufen zu gehen ist erstmal eine normale, gesunde Routine. Wenn man aber keinerlei Abweichungen zulässt und z.B. nach einem Feiertag (z.B. Pfingstmontag oder Ostermontag) nicht in der Lage ist, stattdessen am folgenden Dienstag einkaufen zu gehen, einzig weil es ja Dienstag ist und nicht Montag, und man stattdessen eine Woche wartet bis zum nächsten Einkauf, dann verliert diese Routine ihre Funktion und wird nicht-funktional.

    Im Endeffekt ist es bei Autismus genauso wie bei allen anderen pychiatrischen Störungen:
    Symptome davon zeigt jeder(!) Mensch. So wie auch jeder Mensch mal unkonzentriert ist, mal was vergisst, mal unruhig ist u.s.w.
    Es kommt also, wie immer, auf die Ausprägung an. Daher auch ein ganz wichtiger Punkt in den Diagnosekriterien:
    Die Störung verursacht eine klinisch signifikante Beeinträchtigung in sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Bereichen.

  6. #26
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.977

    AW: Dinge immer auf die selbe Art und Weise machen?

    Vielen Dank,das klärt's.
    Nachdem ich da so viel auf einmal gelesen hatte,hab ich irgendwie ein wenig die Orientierung verloren.

  7. #27
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Dinge immer auf die selbe Art und Weise machen?

    Hallo und kurz einklink

    luftkopf33 schreibt:
    Spielt da-wie vor einigen Jahren noch-die Funktionalität eine Rolle? Die Sinnhaftigkeit?
    Ohne jetzt bezug auf Diagnosekriterien etc. oder den ganzen Thread zu nehmen (hab nur die letzten drei Postings gelesen), sehe ich da noch einen weiteren Punkt, nämlich, was es beim Betroffenen bewirkt, wenn diese Routinen unterbrochen werden.

    Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, das ist Teil des Lebens und jeder Mensch hat Routinen und Abläufe und wenn man die unterbricht oder er sie ändern soll, dann kann ihn das schon mal durcheinander bringen.

    Es wirft ihn aber nicht um!

    Wenn man einen Autisten (unangekündigt) aus seiner Routine holt, dann kann es leicht sein, dass er "aus dem Ruder läuft".
    Das bringt ihn komplett durcheinander, aus dem Takt und er ist über die Maßen verwirrt und irritiert und es fällt ihm deutlich schwerer, als Nichtbetroffenen, sich wieder zu fangen und zu seiner Routine zurückzukehren.

    Dazu kommt, dass das Abweichen von bestimmten Dingen, ihn permanent beunruhigt, er kann damit nicht umgehen, es bereitet ihm "Unbehagen", vielleicht passt sogar besser der Begriff "Angst".

    Wenn in meinem Tassenschrank nicht alle Henkel nach recht ausgerichtet sind, dann irritiert mich das.
    Mir ist klar, dass das vollkommen wurscht ist und keinerlei Sinn oder Zweck erfüllt, aber allein das zu sehen erzeugt eine Art Angstgefühl, das nicht logisch oder sonstwie zu erklären ist.
    Mir ist sogar klar, wie paradox das ist, so wie einem Flugängstler klar ist, dass seine Flugangst irreal ist.
    Aber ich kann das nicht abstellen und das Gefühl bleibt dauerhaft bestehen, auch wenn ich aus der Küche in Wohn- oder Arbeitzimmer gehe und mich anderen Dingen zuwenden will.
    Es geht mir nicht aus dem Kopf und wird erst beendet, wenn ich das korrigiert habe.

    Das ist (bei mir) aber nicht immer und in allen Situationen so.

    Einiges ist auch, aber das ist normal und trifft auch auf nichtautistische Menschen zu, stress-/ anspannungsabhängig.

    Je höher der Stresspegel, je höher die Anspannung, desto schwieriger wird es für mich, die Kontrolle zu behalten.

    Das bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass man als Betroffener nicht in der Lage wäre, gewisse Routinen zu ändern, zumindest temporär.

    Ich frühstücke jeden Morgen genau zwei Scheiben Harry Vollkorn-Sonnenblumenbrot, eine Scheibe mit Buko Blance und Orangenmarmelade und eine Scheibe mit Milka Philadelphia.
    Dazu gibt es einen Becher Milchkaffee zubereitet aus meiner Bialetti.

    Das ist fester Bestandteil meines Morgens.
    Aber Sonntags und manchmal auch Samstags frühstücken meine Frau und ich schön in Ruhe im Wohnzimmer am Tisch mit Brötchen (allerdings immer nur die C&W-Tiefkühlbrötchen) und da gibt es dann auch ein Frühstücksei und andere Aufstriche, Aufschnitt etc. auf die Brötchen.

    Das funktioniert prima und macht mir auch Spaß.
    Es würde mich aber aus der Bahn werfen, wenn plötzlich in der Woche meine Frau ankäme und gerne solch ein Frühstück haben wollte ....
    Das wirft mich aus meiner Routine und stehe da wie ein kleines Kind, das völlig die Orientierung verloren hat.

    Es sei denn, wir hätten das am Vortag abgesprochen.
    Der Unterschied ist, dass ich es vorher weiß und mich darauf vorbereiten/ einrichten konnte.
    Dann kann ich gut mit Veränderungen umgehen.
    Nur wenn sie plötzlich und unangekündigt kommen, dann bin ich etwas ... na sagen wir "deutlicher umstellungserschwert" .

    Wenn etwas dauerhaft jeden Tag anders wäre, würde mir der daraus resultierende Stress dann aber weder, trotz Vorankündidung, den Garaus machen, das ginge widerum nicht.

    Worauf ich hinaus will ist:
    Wichtig ist auch, egal ob die Routine funktional ist oder nicht, ob der Bruch der Routine bei mir eine dysfunktionale Reaktion auslöst, die bei anderen in dieser Form nicht zu erwarten ist.

    Liebe Grüße
    Fliegerlein
    Geändert von Fliegerlein (15.09.2015 um 20:37 Uhr) Grund: Fehlerkorrektur

  8. #28
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.977

    AW: Dinge immer auf die selbe Art und Weise machen?

    Hi Fliegerlein,

    vielen Dank für die zusätzliche Erklärung.

    Ich persönlich hatte die Betonung auf die Funktionalität gelegt,um erstmal ein deutlicheres Bild zu erhalten. Auf dem Hintergrund,dass ich selbst,sagen wir mal "Routinegehandicapt" bin,d.h.ich muss jetzt mit Medis wirklich beim regelmäßigen Zähneputzen zu einem halbwegs festen Zeitpunkt anfangen,kann es nämlich schon sein,dass man nicht gerade eine freundliche Reaktion von mir bekommt,wenn ich es mal geschafft habe,ein paar Tage immer das Gleiche zu tun und man mir dazwischenfunkt.

    Und,mein Gehirn nutzt jede Gelegenheit,sich wieder auszuklinken,ergo kostet es mich dann auch viel Kraft,wieder anzufangen. Es stört mich aber nicht,dass die Routine unterbrochen wurde(so widersprüchlich das jetzt klingt ),sondern das Chaos erobert sich einfach seinen Raum zurück.

    Da ich das nun weiß,es aber nicht will-weil kontraproduktiv,so auf Dauer-stört es mich eben "vom Kopf her".

    Herrje! Ich befürchte,das wird jetzt mal wieder ein Fall von unverständlichem Geschreibsel sein.

    Auf jeden Fall nochmal Danke.

    LG v.leicht abgelenkten Luftkopf

  9. #29
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Dinge immer auf die selbe Art und Weise machen?

    luftkopf33 schreibt:
    Herrje! Ich befürchte,das wird jetzt mal wieder ein Fall von unverständlichem Geschreibsel sein.
    Alles gut, don't panic ....

    Hab das schon verstanden und wollt auch nicht konkret auf Dein Posting bezug nehmen.

    Die eine zitierte Textstelle fand ich nur einen schönen Aufhänger/ eine schöne Überleitung, um meine plötzlich damit erschienenen Gedanken kurz niederzuschreiben .

    Anhand der Textstelle und den drei Postings kam mir das überhaupt erstmal so in den Sinn, als ich meine Situationen mal so Revue passieren ließ und dabei reflektierte.
    Naja, ... und bevor ich's vergess, gleich niederschreiben und die Satzstelle, die mir diese "Erleuchtung" ermöglicht hat, gleich mitzitieren, sonst weiß ich morgen nicht mehr, wie ich drauf gekommen bin

  10. #30
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 828

    AW: Dinge immer auf die selbe Art und Weise machen?

    @Fliegerlein: Das Beispiel mit den Henkeln nach rechts könnte man aber auch zwanghaften Zügen zuschreiben, oder nicht? Dagegen das Beispiel mit dem Frühstück würde ich auch dem Autismus zuschreiben. Ich habe das Gefühl, dass es die Zwanghaftigkeit eher auf kleinere Aktionen ausgerichtet ist (Tassen richtig stellen, Hände waschen, am Kopf kratzen) und die Routine bei Autismus sich eher auf größere (Zeit-) Abschnitte bezieht. Ist aber nur so ne Idee...

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