Seite 3 von 4 Erste 1234 Letzte
Zeige Ergebnis 21 bis 30 von 38

Diskutiere im Thema Mangel in der kognitiven Empathie? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Asperger, Autismus
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Für alle Themen rund um ADS / ADHS und das Asperger-Syndrom oder Autismus bei Erwachsenen
Neues Forum!
  1. #21
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Mangel in der kognitiven Empathie?

    Wenn der Hamster von jmd nahestehendem gestorben ist, der auch schrecklich leidet, einen selbst das aber nicht berührt, dann bekundet man auch mal Beileid, das heisst ja nicht, das man nicht das Leid des anderen anerkennt, versucht zu trösten, Kraft zu geben etc..... Das ist für mich schon emotional gehaltvoll, halt nur nicht (mit)leidend gehaltvoll.

    Ich glaube das Mitleiden, sich anstecken lassen, hat viel damit zu tun, was man selbst erlebt hat, wofür man empfänglich ist. Wie du selbst ja an dir merkst, ist es nicht immer so, das dich nichts berührt, davon würde ich bei anderen auch nicht ausgehen (alle immer nur Mitgefühl heucheln), die vllt. bei einem speziellen Thema nicht so starke Emotionen haben.

  2. #22
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 828

    AW: Mangel in der kognitiven Empathie?

    Ja, angemessen verhalten kann man sich auch ohne direktes Mitfühlen und das ist auch nicht schlecht und kann dem Betroffenen Trost spenden.
    Joar stimmt wohl mit dem speziellen Thema...ich meinte auch nicht "alle" und "immer" Mitgefühl heucheln, ich drück mich da manchmal etwas zu absolut aus.
    Ich find´s einfach interessant, dieses Thema mit der Empathie. Wann und wieso man es erlebt oder nicht...

  3. #23
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.197

    AW: Mangel in der kognitiven Empathie?

    wenn jemand weint, wie mal eine bei uns, kann ich kein Mitgefühl so richtig spüren. Ich denke dann einfach nur "oh man warum heult die jetzt?" mich nervt es irgendwie. Und auch wenn jemand weint wenn die einfach so anfängt, nur weil sie evtl einen kleinen Fehler machte. Trösten kann ich da auch nicht. In der Klinik in der ich mal war, da weinte auch ständig eine Frau aber mich nervte das und hätte am liebsten den Raum verlassen. Vielleicht sind das auch nur frühere Erfahrungen.

  4. #24
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Mangel in der kognitiven Empathie?

    ReRegenbogen schreibt:
    A
    (Die Unterteilung in affektive und kognitive Empathie ist übrigens geläufig, lass dich von superman da nicht verwirren. Der deutsche Begriff "Empathie" ist einfach zu schwammig.)
    Danke!!

    Das ist mir auch gerade, als ich den Thread zu lesen begann, gleich aufgefallen.

    Nur zur Info:
    Man unterscheidet Empathie in kognitive und affektive Empathie.

    Letzteres bedeutet einfach, dass wir Empfindungen anderer, egal aus welchem Grund, plötzlich mitempfinden, ebem, wenn so sagen will "im Affekt".
    Wir sehen einen Film, der sehr traurig ist, und heulen, weil wir die Emotionen, die dort gezeigt werden, "mitfühlen".
    Wir sind in diesem Fall affektiv empathisch.

    Dagegen versteht man unter kognitiver Empathie eher einen Vorgang, in dem man sich in einen anderen Menschen hineinversetzt und so nachvollziehen kann, was er gerade denken oder fühlen und wie er daraufhin auf etwas reagieren könnte.
    Wir versetzen uns sozusagen in seine Lage.

    Das kann man auch durchaus testen.
    Im Rahmen von Testungen auf Autismus bei Kindern, gibt es da ein schönes Beispiel, wie sowas geht, das man auch ganz gut nachvollziehen kann.
    (Das ist ein Test aus einer ganzen Reihe und wie gesagt, für Kinder gedacht, ich habe das schon öfter mal gepostet, und zitiere das hier daher einfach.)

    Fliegerlein schreibt:
    Ein schönes Beispiel ist einer der Tests, welche man mit Kindern macht, bei denen der Verdacht auf Asperger Syndrom besteht:

    Da sitzt das Kind mit der testenden Person in einem Raum.
    Die Mutter des Kindes sitzt im Nebenraum und kann nicht sehen und hören, was hier gerade passiert.
    Der Tester nimmt eine Pralinenschachtel, leert diese vor den Augen des Kindes und legt stattdessen Bleistifte in die Schachtel und verschließt sie wieder.
    Der Tester fragt nun das Kind, dass alles aufmerksam beobachtet hat:
    "Wenn ich mit dieser Schachtel nun zu Deiner Mutter gehe und sie frage, was darin ist, ... was glaubst Du, wird sie sagen?"
    Von einem Kind im entsprechenden Alter wird man erwarten, dass es sich darüber im Klaren ist, dass die Mutter von dem Tausch nichts wissen kann und es wird daher antworten, dass die Mutter "Pralinen" sagen würde.
    Ein autistisches Kind dagegen antwortet:
    "Na Bleistifte".
    Aufgrund seiner geringeren kognitiven Empathie kann es sich nicht in die Perspektive der Mutter versetzen und sich aus ihrer Sicht der Dinge vorstellen, dass sie diesen Tausch nicht mitbekommen hat, während ein Mensch mit einer normal ausgeprägten Empathie dies altersentsprechend jedoch kann.

    Das Kind sieht und versteht die Welt nur aus seinen Augen und es kann sich nicht vorstellen, dass die Mutter nichts von den Bleistiften weiß, denn das Kind weiß das ja auch.
    So können viele Menschen mit geringer ausgeprägter Empathie auch nicht die Position Anderer einnehmen und sich vorstellen, dass ein von ihnen geschriebener Text bei dem Gegenüber anders ankommt, als man das selber sieht.
    Mit Deiner Reaktion auf das Lächeln bin ich allerdings unschlüssig.

    ReRegenbogens Erklärung klingt für mich plausibel.
    Ich könnte mir andererseits aber auch genauso vorstellen, dass es sich im Bereich der Kognitiven E. abspielt, weil man gerade versucht sich in die Person, die einen anlächelt, hineinzuversetztn und zu verstehen, warum sie lächelt, was einem dann aber nicht gelingt.
    Aber auch das ist nur eine Möglichkeit, ein Gedanke, ... mehr kann ich da auch nicht weiterhelfen.

    Mir gings nur darum, nochmal in bezug auf die Unterscheidung zwischen affektiver und kognitiver E. nachzuhaken.

    Liebe Grüße
    Fliegerlein
    (PS: bin erstmal wieder raus aus dem Thread, großer Zeitmangel)

  5. #25
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 828

    AW: Mangel in der kognitiven Empathie?

    Ich will mal was klarstellen: Ich denke auch, dass die Unterscheidung in kognitive und affektive Empathie geläufig ist und ich werde das auch weiterhin so händeln. Nur, weil jemand das Gegenteil behauptet, ändere ich nicht schnurstracks meine Meinung. Ich habe mich ausführlich mit dem Thema Empathie beschäftigt, durchblicke aber auch nicht alles und suche deshalb hier den Austausch.

  6. #26
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Mangel in der kognitiven Empathie?

    Ich hoffe, ich habe mit meinem Posting nicht für Missverständnisse, Verwirrung o.ä. gesorgt ...

    Ich bezog mich auch nur auf das Posting von superman und habe gerade eben erst bemerkt, wie alt das überhaupt ist.
    Der Thread ist ja schon älter und das besagte Posting stammt aus Februar, das hatte ich gar nicht wahrgenommen.
    sorry dafür.

    ich weiß gar nicht, wie das entstanden ist, ich hab das letzte Posting vom 26.09. gesehen und mich ein wenig durch den Thread gescrollt und bin dabei auf das besagte Posting gestoßen.
    Wie alt das schon war, hab ich gar nicht bemerkt.
    Tschuldigung dafür.
    Bin im Moment reichlich durch den Wind und sollte eigentlich gar nicht posten, ... womit hier auch der Beweis erbracht ist, warum und dass das durchaus richtig so ist, die Finger still zu halten.
    ADHS-Affekthandlungen mal wieder ....


  7. #27
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 828

    AW: Mangel in der kognitiven Empathie?

    Kein Problem, ich dachte nur, dass ich es mal klarstellen sollte, weil zuerst ReRegenbogen mich darauf hinwies, dass der Unterschied kognitive und affektive Empathie geläufig ist und dann du und bevor noch jemand kommt und noch ein Posting in der Art erstellt, dachte ich mir, ich weis mal darauf hin, dass ich es weiß.

    Und entschuldigen musst du dich nicht, ich zumindest kann die ADHS-Affekthandlungen gut nachvollziehen (dank kognitiver Empathie ) und finde sie nicht schlimm.

  8. #28
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.197

    AW: Mangel in der kognitiven Empathie?

    viele sagen ja immer das Asperger keine Gefühle haben, das habe ich schon so oft gehört was völliger Unsinn ist. Ich habe zwar noch keine Diagnose aber ich habe zb Probleme wenn sich jemand freut weil jemand für seinen Geburtstag was vorbereitet hat wie Luftballons oder etliches,und dieser Mensch freut sich riesig und viele Menschen würden sich mitfreuen und lachen und sagen "schööön" ich nicht weil ich von mir ausgehe, weil mir sowas nicht gefällt. Ich habe gemerkt, das ich viel von mir ausgehe. Wenn ein Film kommt von einer Oma die sehr krank ist weine ich weil ich an meine denke die gestorben ist und habe es vor den Augen oder wenn jemand anderes stirbt denke ich auch an sie.


    wir saßen auf Arbeit halt mal draußen und da meinte einer "hier an der Wand ist es sehr schön warm" daraufhin berührte ich die Wand und meinte "ne die ist aber kalt" dabei meinte er allgemein an der Wand zu sitzen ist schön warm, und nicht die Wand selbst . Ich konnte mich sozusagen nicht hineinversetzen in den anderen? und habe es wortwörtlich verstanden. Mir war das so peinlich.

    ich habe mich früher immer gewundert, das ich nie Freude hatte wenn Silvester war , ich war so gefühlslos irgendwie dabei. Ich mag bis heute kein Silvester, obwohl ich keine negativen Erfahrungen machte, aber mich nervt das geknalle, und allgemein das laute an Silvester, ich hasse dementsprechend auch Partys. Mich interessieren auch keine Weihnachtssachen und stelle meist auch keine weiter hin. Ichj habe auch so überhaupt manchmal das Gefühl das ich zu wenig Gefühle besitze. Aber wenn ich welche habe sind sie intensiv irgendwie. Gerade wenn ich einen Menschen mag, ich zeige es ihm aber nicht direkt. Ich kann das irgendwie nicht.

    Ich versuche Bemerkungen zu machen die dann aber nicht so angebracht sind denke ich, keine Ahnung die kommen einfach so raus. Ich mache das aber schon immer. Ich mache dann sicher genau das falsche weil die dann meinen das es frech war und sowas. ich denke dann es ist einfach witzig und kommt an. Ich zeige es denke ich falsch. Ich kann aber nicht anders. Wenn ich versuche liebevoll zu der Person zu sein, kommt es eher so wie übertrieben vor und wirkt eben nicht echt. ich muss das auf jeden Fall noch üben..Gefühle zeigen ist eben nicht mein Ding.....das meinte auch eine bei uns das man noch an mir feilen müsste und ich verstand es nicht und da meinte eine andere "an der Kommunikation" und ich überlegte eben was sie damit meinte "habe ich Probleme damit?" aber anscheinend ja.
    Geändert von sourcream ( 3.10.2015 um 21:28 Uhr)

  9. #29
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.982

    AW: Mangel in der kognitiven Empathie?

    Ich kenne einige Menschen mit HFA-Diagnose und ich würde von keinem sagen,er/sie hätte keine Gefühle. Absolut nicht. Nur ist wohl oft der Zugang/Zugriff erschwert(was allerdings auch andere Ursachen,wie eine komplexe PTBS etc. haben kann,also kann man da auch nicht direkt drauf schließen ) und dann ist das Gefühlserleben oftmals wiederum so heftig,dass selbst ich einen Schreck kriege-und wer mich nur ein bisschen kennt weiß: Das will was heißen!

    Wenn ich als "Normalverrückter"ohne Autismusspektrum einmal Deine Beispiele aufgreifen darf:

    Freuen könnte ich mich durchaus mit der anderen Person,die gern Geburtstag feiert. Ich mag das nicht,und dieses Gefühl wirkt in solchen Momenten auch in mir. Nur verhindert es nicht so sehr das "Mitschwingen".

    Bei der gestorbenen Oma...ehrlich gesagt glaube ich,dass bei jedem Menschen in solchen Augenblicken eigene Erfahrungen ins Bewusstsein treten,die dann die emotionale Reaktion nochmal intensivieren. Auch hier kommt es vermutlich auf das Ausmaß an.

    Kann mich aber auch irren.

    p.s.und um Missverständnissen vorzubeugen: Ich möchte Deine Erfahrungen nicht relativieren,oder irgendwie verharmlosen. Nichts läge mir ferner.

    Sollte etwas nicht ganz klar ausgedrückt sein,einfach nachfragen.Ich neige zu einem eher impulsiv-flüchtigen Schreibstil und muss mich da sehr zügeln.

  10. #30
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.197

    AW: Mangel in der kognitiven Empathie?

    ich habe ja auch nicht gesagt, das ich Autismus habe


    aber mich macht es stutzig weil ich auch die Probleme (mit den Kontakten und den Reizfilter etc) schon hatte als ich Kind war.


    als ich 12 war, ich sah es im Video, war der "Weihnachtsmann" da, naja mein kleiner Bruder war da erst so 7 Jahre. Da drehte ich mich so um und starrte auf irgendwas und dann verzog ich mein Gesicht komisch und grinste und guckte weg, ob ich das bemerkte? Ka? Ich sah aus wie nicht von dieser Welt, richtig unheimlich. Auch als ich zur Tür rein kam, guckte ich total verträumt und stierte in die Kamera und hatte meinen Arm so komisch nach oben, die Hand nach unten, und nach paar sek war es vorbei und guckte weg ohne ein Wort zu sagen, das machte mir Angst als ich das sah. Wenn ich das jetzt sehe, sehe ich ein Kind was irgendwie leicht behindert ist Auch als wir am Strand waren hatte ich immer meine Hand geschüttelt und meine Arme nach oben angewinkelt als ich stand. Was echt merkwürdig aussah. Auch heute geht es mir so, wenn ich laufe weiß ich nicht wohin mit den Armen. Ich musste in meiner Vergangenheit soviel leiden, eben weil die sich über meinen Gang lustig gemacht haben, wie auf Federn, und die Tics und eben wie ich war, ich glaub kaum, das ich eben als Kind so "normal" war, dann hätten die nicht nicht gehänselt. Und in meinem jetzigen leben habe ich auch Probleme. irgendwie will man dann als Erwachsene auch forschen und gucken wieso weshalb warum.

Seite 3 von 4 Erste 1234 Letzte

Ähnliche Themen

  1. Empathie
    Von Shila im Forum ADS ADHS Allgemeines
    Antworten: 15
    Letzter Beitrag: 30.09.2014, 16:58
  2. Zuviel Empathie
    Von Kitty Katz im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 25.01.2013, 13:19
  3. perspektivwechsel und empathie
    Von IonTichy im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 10
    Letzter Beitrag: 9.12.2012, 22:26
  4. Wenn die Empathie und das Soziale Überhand nehmen....
    Von jetztaber im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 13
    Letzter Beitrag: 2.10.2012, 21:03

Stichworte

Thema: Mangel in der kognitiven Empathie? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Asperger, Autismus bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Für alle Themen rund um ADS / ADHS und das Asperger-Syndrom oder Autismus bei Erwachsenen
Neues Forum!
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum