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Diskutiere im Thema führerschein?! im Forum ADS ADHS Erwachsene: Asperger, Autismus
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Für alle Themen rund um ADS / ADHS und das Asperger-Syndrom oder Autismus bei Erwachsenen
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  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 305

    führerschein?!

    hallo,

    mein aspie-sohn hat jetzt mit dem führerschein angefangen und da er doch immer wieder ein problem damit hat mit unvorhersehbaren situationen umzugehen, würde es mich interessieren, ob hier auch aspies schreiben, die selber einen führerschein haben.
    war es euer wunsch den führerschein zu machen ( mein vater, der sehr sicher auch aspie war, ist zeitlebens mit dem öpnv unterwegs gewesen)? fahrt ihr gerne auto und wie sehr beeinflusst eure wahrnehmung euren fahrstil?

    liebe grüsse
    gina

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 243

    AW: führerschein?!

    Ich hab einen Führerschein.

    Mein Wunsch = nicht wirklich. Wurde halb gezwungen, bzw hab es mir nicht zugetraut, wollte es aber irgendwie doch.

    einmal mit 18 versucht, ging garnicht. hatte ständig Angst, alles war viel zu schnell, war hypernervös, hab nur Fehler gemacht, konnt enicht mehrere Sachen gleichzeitig machen. Habe z.b. an die 5 jahre gebraucht, bis ich beim schalten nicht mehr gucken muss, welcher Gang gerade drin liegt.

    Dann mit 24 mit Ach und Lrach b und T Führerschein bekommen.

    Ich kann Geschwindigkeiten manchmal nicht gut einschätzen, und entfernungen. Wenn einer im Auto ist, der mir Richtungen ansagt, muss derjenige ziemlich bestimmt und relaxt sein, sonst fahre ich nach links weil ich rechts und links verwechsele. In der Stadt verwirren mich die Striche auf dem Boden.

    Auf der Autobahn ist es sehr verwirrend gewesen, wenn sich autobahnen Trennen oder abzweigen oder zusammen kommen.

    Ich verfahre mich auch auf bekannten Wegen (Autobahn Raum Frankfurt) fast jedes Mal. Dann bin ich so hibelig daß ich 50 Kilometer zum Flughafen fahre, weil ich von da aus weiß, wie ich nach hause komme.

    Ich nehme oft leuten die vorfahrt, oder Bremse sie aus. Manchmal (wenn mich jemand volllabert) fahre ich über eine rote Ampel.

    Auf der anderen Seite fahre ich inzwischen sehr sehr sehr viel sicherer und selbstbewußter als vorher, manhcmal zu Risikobereit.

    Es ist alles eine Frage der Erfahrung. Die Erfahrung mach dann, daß man seine Schwächen kompensieren kann.

    Nachts fahre ich am liebsten, allerdings sehe ich manchmal aufgrund von Blendung GARNICHTS mehr, und fahre einfach ins Dunkle hinein. Die lichter in den neuen Autos blenden mich. deswegen fahre ich einen alten benz, da ist alles mit kleinen Birnchen beleuchtet, die blenden nicht.

    Ich fahre überaus gerne auto, und fahre manhcmal 15 Stunden am Stück. Ich war schon in den Alpen, in Schweden und in Afrika mit meinem Benz.

    Fahrstil: Unsicher.

    Wird aber zu einem sehr sicheren, mit der Erfahrung.

    Man darf keine Angst vor dem Bremsen haben.

    Ich mache jetzt einen lkw Führerschein. den habe ich auch schon mal versucht und nicht geschafft, das ist 4 Jahre oder 5 her.

    Jetzt probiere ich es noch mal. Ich kann sehr gut Radlader und Traktor fahren.

    mein Benzkombi hat 72 Ps, das hilft übrigens auch.

    Ein Fehler , den ich auf der autobahn hatte, war:

    Ich habe das Überholen nicht verstanden.

    Ich dachte, man muß den Lkw überholen, dann vor ihm abbremsen bis man etwa 90 fährt, dann beschleunigt man wieder um den nächsten lkw zu überholen, und fährt dann wieder 90-

    Heute fahre ich immer mit der gleichen Geschwindigkeit, meist 110, und ziehe einfach rechtzeigig auf die linke Spur, um die Lkws flüssig zu überholen.

    Dazu muss man sehr vorrausschauend fahren, was ich anfangs garnicht konnte. Ich konnte mich nur auf den EINEN lkw koncentrieren, und bin manhcmal lieber 3 Stunden hinter einem Lkw hergefahren, weil ich so unglaublich gestresst war, von den vielen Autos,

    Fahren am Berg usste ich dann auch erst lernen.

    zum Glück ist mir nie was passiert!
    Geändert von Paukipaul ( 8.12.2014 um 19:42 Uhr)

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 94

    AW: führerschein?!

    Edit: Beitrag gelöscht
    Geändert von Butterblume ( 3.05.2015 um 10:47 Uhr) Grund: siehe Edit

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 583

    AW: führerschein?!

    Ich habe meinen Führerschein klassisch mit 18 gemacht und dank eigenen Autos ("geerbt") bin ich die ersten 2 Jahre auch regelmäßig (ca. 1mal/Woche) gefahren.
    Führerschein machen war an sich nicht das Problem.
    Bin jedoch nie eine gute Fahrerin gewesen, war schnell gestresst und bin dann schnell "erstarrt", was zum Glück aber immer gut ausging.
    Abends hatte ich oft Probleme mit dem Sehen, weil die Lichter enorm blenden.

    Als ich studienbedingt umzog und das Auto zudem nicht über den TÜV kam, bin ich komplett auf Fahrrad+ÖPNV umgestiegen.
    Ich fahre eigentlich schon gerne Auto, aber eben mangels Möglichkeiten äußerst selten und vor allem ungerne mit Mitfahrern - die stressen mich sehr.
    Autobahn fahre ich gerne oder Landstraßen. Innenstadtverkehr ist hingegen grauenhaft.
    Am liebsten fahre ich jedoch mit dem Fahrrad.

  5. #5
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 197

    AW: führerschein?!

    Ein sehr akutes Thema bei mir. Ich hatte vorgestern einen Riesenstreit mit meiner Freundin und meiner Mutter, weil ich einen Kredit für einen Führerschein aufnehmen möchte und die erste Reaktion von beiden es war sich Sorgen zu machen und mir das ausreden zu wollen. Meine Freundin sagt ich bin zu impulsiv für den Straßenverkehr und meine Mutter hält mich für zu tollpatschig. In diesem Fall hätte ich mir wirklich männlichen Beistand gewünscht, da ich keine Lust habe mich von weibischem Gejammer in meiner persönlichen Entwicklung bremsen zu lassen.

    Ich bin übrigens 36 Jahre alt... ein Unding.

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 176

    AW: führerschein?!

    Ich wollte unbedingt den Führerschein, um autonom zu sein. Mit Öffis kam ich nie klar, teils wegen der vielen Leute, zum größten Teil, weil ich nie begriff, wie ich die Fahrpläne richtig lese, wo ich hinmuß und welches der richtige Bus/Strassenbahn, etc. ist. Ich brauchte für jede Änderung erstmal eine vernünftige Einweisung; mein Mann hatte es später übernommen (da hatte ich aber schon lange den FS und Auto), mich bei jeder neuen Fahrtroute in der Straßenbahn von Hannover zu begleiten und mir jeden Schritt einzeln zu erklären. War etwas außerplanmäßig, ging die Panik los...

    Die Fahrschule war furchtbar; jede noch so kleine Ablenkung brachte mir massiven Streß, niemand durfte im Auto reden oder sich bewegen. Ich begriff nicht, wie man soviele Knöpfe, Hebel, Anzeigen und gleichzeitig die Verkehrssituation verarbeiten sollte. Nach 5 Minuten war ich nassgeschwitzt, und jeder Muskel tat weh, weil ich mich so ans Lenkrad klammerte. Auf ruhigen Strassen, wo es nur um die Autobedienung ging, kam ich schnell klar, aber in Verkehrssituationen war ich schnell überfordert, weil ich es nicht so schnell verarbeiten konnte - und da andere keine solchen Probleme hatten, dachte ich, ich sei sehr blöde und langsam. Nach ca. 80 Stadtfahrstunden und im zweiten Anlauf bei der Praktischen hatte ich es geschafft, ich wollte unbedingt autark werden!

    Stadtfahrten in größeren Städten mied und meide ich immer noch nach Möglichkeit; aber alles andere ist kein Problem mehr.

    Ich hatte dann eher das Problem, häufig zu schnell unterwegs zu sein, ungeduldig mit anderen zu sein und mich schnell durch andere provozieren zu lassen, was mir den einen oder anderen Punkt in Flensburg einbrachte und zeitweise meine Fahrerlaubis gefährdete. Aber ich fuhr auch immer ca. 30.000 km im Jahr auf fast immer den gleichen, bekannten Strecken. Nachts fahren ging noch nie gut; nur auf sehr gut bekannten Strecken - eben wegen der Blendung und fehlerhafter Verarbeitung der Sinneseindrücke (kann nicht mehr erfassen, wie die Strasse verläuft).

    Für meine teils gravierenden Orientierungsprobleme wurde glücklicherweise das Navi erfunden, das meine Mobilität schlagartig erhöhte und ich endlich überall hinkonnte, wo ich wollte. Aus diesem Grunde nehme ich auch lieber das Auto als eine längere Fußstrecke in unbekanntem Terrain zurückzulegen (weil ich mein Autonavi kenne und mit den Fußgängernavis noch nicht klarkomme).

    Gerne autofahren tue ich auf keinen Fall, es ist für mich eine absolute Notwendigkeit! Es geht mir nur darum, an mein Ziel hinzukommen, und das mit sowenig Vorgaben und Leuten um mich herum wie möglich (Fahrpläne und Fahrgäste in den Öffis) und auch weil ich häufig meine Tauchsachen im Auto transportieren muß und kein Bus am Tauchsee Halt macht. Wenn möglich, müssen mein Mann oder meine Eltern fahren, ich fahre nur, wenn es garnicht anders geht (fürs Tauchen fahre ich aber eben viel, und andere kann ich da schlecht als Chauffeur einspannen). Das meiste, was mich am Autofahren nervt, sind inzwischen nicht mehr meine Unsicherheit oder gar Ängste, sondern nach meinem Ermessen häufig zu strenge Geschwindigkeitsgrenzen, Blitzer, mich verfahren und andere Fahrer, die entweder langsam vor einem herschleichen oder mich von hinten bedrängeln oder aggressiv sind. Und Stadtfahrten kommen bei meinen Fahrten so gut wie nie vor.

  7. #7
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 828

    AW: führerschein?!

    Hermine1977 schreibt:
    Nachts fahren ging noch nie gut; nur auf sehr gut bekannten Strecken - eben wegen der Blendung und fehlerhafter Verarbeitung der Sinneseindrücke (kann nicht mehr erfassen, wie die Strasse verläuft).
    Interessant, das hab ich auch mit der fehlerhaften Verarbeitung der Sinneseindrücke. Als ich das das erste Mal erlebte, hatte ich ganz schön Angst, weil ich ja nicht mehr wusste, ob die Straße eine Kurve nach links oder rechts macht oder wann sie überhaupt in die Kurve geht. Seltsamerweise hatte ich den Führerschein da schon ein paar Jahre.
    Tagsüber krieg ich das hin mit den Reizen, aber nachts wird´s schwierig.

    Den Führerschein zu machen, fand ich naja, ganz normal schwierig, also nicht besonders krass, hab aber auch zwei Anläufe bei der praktischen Prüfung gebraucht.

    Wirklich unsicher bin ich beim Fahren nicht, aber eher zurückhaltend. Ich gefährde den Verkehr aber nicht durch zu viel Lahmheit (die lahmen Leute regen mich eher auf). Zu lange Autofahrten stressen mich unheimlich, ich fahre ungern mehr als 1 Stunde. Es strengt schon sehr an, obwohl ich recht gerne Auto fahre. Quasselnde Mitfahrer gehen gar nicht, ruhig dahinplaudernde schon. Und nachts, wie gesagt, strengt es mich so sehr an, dass ich es tunlichst vermeide.
    Geändert von Chamaeleon (10.05.2015 um 00:03 Uhr)

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 14

    AW: führerschein?!

    FS seit ich 20 bin und auch immer gern gefahren.
    Fahre gern nachts, wobei mich nur meine Blendempfindlichkeit bremst.....

    Ich fahre eigentlich recht sicher, nur manchmal im Stress muss ich aufpassen das ich beim wenden o.ä. nicht irgendwo lang schramme....

    Was mich auch wahnsinnig macht sind Drängler und rücksichtlose Rowdys.

    Liebe Grüße Heike

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 34

    AW: führerschein?!

    den FS habe ich mit 23 J. gemacht- kurze Zeit gefahren. Dann gab es ein neues Auto mit mehr PS und ich war - so meine Worte- nicht mehr Herrin des Fahrzeuges.

    Meine Fahrpause war dann ca. 10 Jahre.

    Mit Kind Nr. 3 auf dem Rücksitz und einem alten Kadett von der Freundin für 800 Dm gekauft habe ich mich dann cm für cm vorwärts gekämpft. Als mein Mann mal mit dem Kadett fahren musste hatte er Mitleid mit mir (das Auto fuhr schrecklich) und ich bekam meinen geliebten weißen Golf.

    Mittlerweile ist der Golf schwarz und ich fahre mir bekannte Strecken im Umkreis von *lach* 10 (?) km

    So komme ich zum Einkaufen und in die Arbeit.

    Ich fahre nur mein Auto!

    Autobahn geht gar nicht- also nicht die Geschwindigkeit sondern das Auffahren und Spurwechsel (bei starkem Verkehr).

    Leider haben Sie bei uns nun die feinen kleinen Landstraßen ( ich nenne es immer Käfferjuckeln) durch halbe Autobahnen ersetzet wo auffahren und einfädeln nötig ist. Ich habs ja versucht, dass hat mich aber so gestresst, dass ich nun nicht mehr in diese Richtungen fahre :-(

    Ich ärgere über mich selber.

  10. #10
    Darius

    Gast

    AW: führerschein?!

    Bei mir gehts gar nicht gut. Bin Aspi ADHSler.

    Ich bin total überfordert mit dem Verkehr. Brauche viel zu viel Arbeitsspeicher. Jedes einzelne Fahrzeug in meinem Sichtfeld wird gescannt und zwar ohne Prioritäts-Filter. Bei Nacht, stören zusätzlich alle Lichtquellen. Ich habe einen überdurchschnittlich hohen IQ, aber bin zu "dumm" zum Auto fahren. Toll oder ?

    Bin 3x durchgefallen, werde es in 2 Jahren nochmal probieren....vielleicht.....

    Ich bin neidisch auf alle Menschen die Auto fahren dürfen, denn es ist ein Stück Freiheit, dass ich wahrscheinlich nie geniessen werde.
    Geändert von Darius (21.05.2015 um 14:21 Uhr)

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