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Diskutiere im Thema AD(H)S und Autistmus gleichzeitig möglich??? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Asperger, Autismus
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Für alle Themen rund um ADS / ADHS und das Asperger-Syndrom oder Autismus bei Erwachsenen
Neues Forum!
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 7

    AD(H)S und Autistmus gleichzeitig möglich???

    Hallo zusammen, ich bin neu hier im Forum und hoffe, dass ich hier Informationen und Hilfe bekomme.
    Ich habe im Internet sowohl schon über AD(H)S als auch über Asperger/Autismus gelesen und bin aufgrund dessen total unsicher geworden. Der Grund warum ich mich auf Informationen nach diesen Krankheiten machte ist der, weil ich selbst merke dass mir mir irgendwas nicht stimmt und dieses "irgendwas" möchte ich herausfinden. So gab ich halt über Suchmaschinen meine Symptome und Verhaltensweisen ein und kam teils zum thema ADHS und zum teil auch wieder zu Asperger.
    Was laut meinen Beschwerden eher zu AD(H)S deuten würde ist folgendes:
    Ich habe immer häufiger Probleme mich auf etwas zu konzentrieren, habe z.b. in der Ausbildung einen Text vor mir liegen und soll den laut vorlesen wobei ich mich dabei dann immer von Wort zu Wort hangele, oft verhaspel und wenn ich später gefragt werde was ich laut vorgelesen habe weiss ich über den Inhalt so gut wie gar nichts weil ich beim lautlesen eigentlich nicht wirklich was vom Text aufnehme. Soll ich es leise für mich durchlesen überspringe ich oft Wörter, oder überfliege allgemein nur den Text, verwechsle dabei Wörter (z.b. steht dort "denn" ich seh das im überfliegen als "dann" usw...) und habe dann auch wieder Probleme beim Wiedergeben des Textes mit eigenen Worten. Ein weiterer Punkt beim Thema Konzentration ist, wenn mir jemand einen Vortrag hält, mir was erzählt oder so, dass es mir wirklich schwer fällt demjenigen zuzuhören und auch da die Aufnahme des gesagten nicht komplett bei mir ankommt und ich nachher oft nicht mehr genau weiss was mir alles gesagt wurde. Hinzu kommt dass wenn mir ein Ausbildungsleiter in der Praxis grad was erklärt oder zeigt und z.b. jemand ins Büro kommt um mit dem anderen Sachbearbeiter was zu besprechen, dann bin ich bei meinen Gedanken eigentlich dass ich da mithöre. Also kurz gesagt ich lass mich wirklich auch schnell und leicht durch andere Sachen ablenken.
    Ein weiteres Anzeichen was mich immer wieder zum Thema AD(H)S geführt hat war das Thema Aggression und Wutanfälle. Diese habe ich mal mehr, mal weniger und auch in verschiedenen Situationen. Manchmal ist es weil ich mich über etwas ärgere, was auch einfach nur eine Kleinigkeit sein kann die mich aber dann wirklich zum explodieren bringt und ich fange gegen meine Tür zu treten, Türen zuknallen zu lassen und sogar auch Dinge einfach in die nächste Ecke zu feuern. Manchmal äußert es sich aber auch so dass ich mich einfach hinsetze oder aufs Bett werfe und dann losheule als ob sonst was passiert ist und diese Heulattacke auch gut mal 15-20 Minuten ohne Pause dauern kann. Oft wenn ich eine Wutattacke in Form von Aggression oder auch Weinen bekomme, und eigentlich kein Grund dafür da ist oder wirklich nur ne Lapalie, ärgere ich mich dann eigentlich total dass ich so ausgeflippt bin, was mich dann gleich wieder auf 180 bringt.
    Ja dann aber gibt es auch Symptome bzw. Verhalten die mich jedoch zum Thema Asperger bzw. Autismus führten.
    Ich bin, wenn ich nicht grad einen Aggressionsanfall habe, ein total ruhiger Mensch. Ich fühl mich in Gruppen nicht wirklich wohl, bin lieber für mich selbst. Auf den Lehrgängen habe ich immer wenn meine Klassenkameraden etwas planten mich mit Ausreden davor gedrückt da teilzunehmen und es ging sogar soweit dass ich mich regelrecht versteckt habe. Ich bin dort zum Unterricht bzw. in die Abteilung gegangen, hab meine Zeit dort gemacht, aber nach Feierabend hab ich mich wieder in meine 4 Wände zurückgezogen oder wenn hab ich alleine etwas unternommen. Dies war aber schon in der Schule so, dass ich mich in Gruppen immer unwohl fühlte und auch nicht wirklich Freunde hatte. Ich hatte in meiner ganzen Schulzeit eine richtige Freundin, die ich aber auch nur daher hatte weil unsere Eltern befreundet sind und wir sozusagen zusammen aufgewachsen sind und sie daher zu meinem Umfeld gehört. Leider hat sich die Freundschaft etwas verlaufen auch weil sie nun selbst schon Familie hat. Ich habe zwar ein paar Bekannte und davon auch wieder eine wo ich schon sagen könnte dass ich sie als meine momentanige beste Freundin bezeichnen würde, auch weil ich bei ihrem Sohn Taufpatin bin und es dadurch auch wieder so ein familienähnliches Gefühl ist. Aber auch wenn sie mich mal fragt ob wir mal ins Kino gehen oder wohin versuch ich mich immer davon zu drücken weil in mir einfach etwas sagt dass ich mich zuhause doch am wohlsten fühle. Wenn Sie zu mir zu Besuch kommt ist alles in Ordnung und geniess es dann auch sie und die beiden Jungs um mich zu haben aber sobald ich z.b. zu ihr kommen soll oder weggehen soll blockiert sich irgendwas in mir. Ich kann es nicht wirklich genau beschreiben, aber irgendwie ist es wie eine Angst vor fremden Leuten die man unterwegs sieht. So gehts mir z.b. auch wenn ich einkaufen gehe. Schon die Menschenmassen die dort sind (ich geh meistens Freitag nachmittag oder Samstag einkaufen weils halt von der Arbeit her nicht anders zu machen ist und da gehen nun mal auch die meisten einkaufen, das ist eine Tatsache die leider halt niemand ändern kann). Zudem stehen dann auch immer, und da ist es ganz egal wann man einkaufen geht, Paletten mit Lieferungen rum die immer eingeräumt werden, was ich auch beengend finde. Ich mache es daher eigentlich schon immer so, dass ich mir aufschreib was ich kauf und den Einkaufszettel dann auch so schreib wie die Sachen im Laden vorkommen, dass ich eigentlich so ne Art roten Faden habe und mein Ding durchziehe und mich dann wirklich nur auf die Strecke im Laden versuche zu konzentriere. Wenn dann aber mal wieder etwas umgestellt wurde und ich dann suchen muss komm ich mir sogar manchmal richtig hilflos und überfordert vor. Es dauert dann auch sehr lange bis ich mich dran gewöhne wenn etwas verändert wurde. Ich muss dazu sagen dass ich bei mir zuhause auch wirklich für alles einen bestimmten Platz habe und wenn es jemand mal umstellt oder falsch einräumt dass ich dann so einen Wutanfall kriege der sich da aber eher äußert dass ich mich hinhock und heule und mich keiner wirklich beruhigen kann und ich dann meine 20 Minuten am Stück heule. Wenn ich in so einer Phase drin bin, krieg ich auch nicht wirklich was von meinem Umfeld mit, es fühlt sich so an als "stecke ich in dem Moment in meiner eigenen Welt fest". Diese Phasen mit der gewohnter Umgebung betrifft aber auch meinen Tagesablauf. Wenn ich in einer gut laufenden Tagesroutine bin und diese sich auch nicht verändert dann komme ich sehr gut durch den Tag aber wehe es ändert sich etwas, komme ich komplett raus. Oft braucht es auch nur sein, dass ich nicht um 12 Pause machen soll sondern halt schon um 11 oder erst um 13 Uhr und in mir brodelt es wie wild.
    Es ist jedoch so, dass ich diese Heulattacken oder auch aggresiven Anfälle nicht unter Leuten habe, ich kann unter anderen Leuten keine Emotionen zeigen, zumindest keine Tränen oder Ärger, da unterdrücke ich es total, dafür kommt es dann aber zuhause umso heftiger raus. Aber ich denke das liegt wohl daran dass unter Menschen einfach sehr zurückhaltend, schüchtern bin und mich eh unwohl fühle und es daher nicht zeigen kann.

    Nun bin ich mal gespannt was ihr dazu sagt, immerhin habt ihr da mehr erfahrungen wie ich. Wie würdet ihr das bei mir einschätzen? Könnte es sich bei mir um AD(H)S handeln oder eher um Autismus/Asperger oder doch beides? Ist das überhaupt möglich beide Krankheiten gleichzeitig zu haben? Was würdet ihr mir raten? Mir ist klar dass nur ein Arzt eine sichere Diagnose machen kann und nicht ein Forum. Ich bin bei einer Neurlogin in Behandlung seit kurzem, allerdings gab mir mein Hausarzt die Überweisung dazu aufgrund von einem Verdacht einer depressiven Persönlichkeitsstimmung oder wie das nochmal hiess. Ich hatte noch nicht viele Termine bei ihr, aber bei den 2 oder 3 die ich bis jetzt hatte war es so, dass sie ein EEG machte und sonst mit mir geredet hat. Es ging bei den Gesprächen einfach um alltägliche Sachen und Probleme aber um nichts konkretes bis jetzt. Sie fragte mich dann z.b. nur was ich glaube warum mich die oder jene Situation so geärgert hat und ich weiss darauf aber meistens nie eine Antwort. Wie geht man sowas genau an wenn man bei sich selbst diesen Verdacht hat, ich kann doch nicht einfach hingehen und sagen "Frau Doktor ich glaube ich habe ADHS oder bin Autist".....

    Ich hoffe ihr könnt mir helfen.
    LG
    wildcat

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 4.770

    AW: AD(H)S und Autistmus gleichzeitig möglich???

    Hallo Wildcat

    Erstmal herzlich willkommen hier im Forum

    Leider habe ich gerade nicht die Zeit mir Deinen Beitrag ganz durch zu lesen (das hole ich aber nachher nach),desswegen fällt meine Antwort auch eher kurz aus.

    Ja es ist möglich beide Diagnosen zu haben,ich habe auch ADHS + Asperger Autismus,dazu gibt es hier in dem Bereich auch schon diverse Themen wie diesen Artikel z.B. https://adhs-chaoten.net/ads-adhs-er...r-artikel.html
    lese Dich mal in Ruhe ein,es gibt einige die beides haben.


    Gruß Matze

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 7

    AW: AD(H)S und Autistmus gleichzeitig möglich???

    Hallo Matze,
    danke für die Begrüßung und auch die schnelle Antwort. Bei so einem langen Beitrag den ich geschrieben hab, ist es klar dass man den nicht so schnell komplett durchlesen kann, daher freue ich mich dann später auf eine Antwort von dir (und hoffentlich auch noch von anderen).

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 1.910

    AW: AD(H)S und Autistmus gleichzeitig möglich???

    Nur schnell ein Link: ADHS-Deutschland - Das Asperger-Syndrom im Spektrum zwischen Autismus und AD(H)S

    Bin auch so eine…
    Herzlich willkommen!

  5. #5
    Matatabi

    Gast

    AW: AD(H)S und Autistmus gleichzeitig möglich???

    Hallo wildcat

    Es wäre sehr lieb wenn du diesen langen Beitrag doch mal etwas gliedern würdest. Ein einziger Absatz in diesem langen Text macht es mir fast unmöglich das zu lesen ohne Kopfschmerzen dabei zu bekommen. Nicht böse gemeint, ich habs echt versucht aber aufgegeben. Geht vielleicht anderen dann auch noch so

    LG
    Matatabi

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 15

    AW: AD(H)S und Autistmus gleichzeitig möglich???

    "Ist das überhaupt möglich beide Krankheiten gleichzeitig zu haben?" Klar - wer Schnupfen hat kann auch ´ne Allergie haben. Ich kann mir das bei mir auch vorstellen, Anteile von beidem zu haben. Vielleicht sind es aber auch nur Parallelen in der Symptomliste oder in den Unbewusst ausgebildeten Bewältigungsstrategien. Die entscheidende Frage ist für mich nicht was ich habe, sondern wie ich mit den kranken Kollegen klarkomme, die nicht aufhören mich zu provozieren.

  7. #7
    AlteEiche

    Gast

    AW: AD(H)S und Autistmus gleichzeitig möglich???

    Huhu Wildcat!


    Ich sag auch Hallo und steuere einen einführenden Text zur ADHD/ADD bzw. ADHS/ADS bei.


    Fordere bitte von deiner Neurologin ohne weitere Verzögerungen entsprechende Untersuchungen ein. Das ist wichtig für dich selbst und geradezu eine Pflicht dir Selbst gegenüber.


    https://www.adhs-zentrum.de/ADHS/Asperger_Syndrom.php

    Überhaupt hätte ich Probleme, zu sagen, "wo mein ASperger Syndrom aufhört und wo mein ADD anfängt" - viel zu eng ist dies alles miteinander verwoben.
    Ach nee, da muss ich grad trotz des ernsten Themas schmunzeln, ich hab das auch schon festgestellt. Ich frag mich immer wo meine ADS aufhört, ADHS anfängt, eventuelle Komorbiditäten mich an der Nase rumführen ...

    Ich hoffe dir bringt der Artikel etwas!

    Mach deine Untersuchungen um die Diagnostik sicher zu stellen und lass dich nicht davon abbringen! Bleib da stur und am Ball. Ignoriere alle, die dir das ausreden wollen! Das ist jedenfalls meine Meinung.


    Schönen Abend und viel Erfolg dir Wildcat

  8. #8
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.214

    AW: AD(H)S und Autistmus gleichzeitig möglich???

    Dr. Helga Simchen möchte ich gerne empfehlen (Danke Gretel für den Link)!

    Hier im Forum sind ihre Bücher nicht bekannt, weil sie ja Kinder und Jugendliche behandelt hat (und so weit ich
    weiß, Privatversicherte immer noch), aber sie hat viele bis ins Erwachsenenalter hinein begleitet.

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 260

    AW: AD(H)S und Autistmus gleichzeitig möglich???

    ich hoffe du nimmst es mir nicht übel aber ich habe mal absätze in deinen text gemacht damit man ihn besser lesen kann... sorry (hab es in word gemacht und denke andere können es so evtl auch besser lesen)

    wenn es dich stört dann sag es bitte.

    wildcat1984 schreibt:
    Hallo zusammen, ich bin neu hier im Forum und hoffe, dass ich hier Informationen und Hilfe bekomme.



    Ich habe im Internet sowohl schon über AD(H)S als auch über Asperger/Autismus gelesen und bin aufgrund dessen total unsicher geworden.

    Der Grund warum ich mich auf Informationen nach diesen Krankheiten machte ist der, weil ich selbst merke dass mir mir irgendwas nicht stimmt und dieses "irgendwas" möchte ich herausfinden.
    So gab ich halt über Suchmaschinen meine Symptome und Verhaltensweisen ein und kam teils zum thema ADHS und zum teil auch wieder zu Asperger.

    Was laut meinen Beschwerden eher zu AD(H)S deuten würde ist folgendes:

    Ich habe immer häufiger Probleme mich auf etwas zu konzentrieren, habe z.b. in der Ausbildung einen Text vor mir liegen und soll den laut vorlesen wobei ich mich dabei dann immer von Wort zu Wort hangele, oft verhaspel und wenn ich später gefragt werde was ich laut vorgelesen habe weiss ich über den Inhalt so gut wie gar nichts weil ich beim lautlesen eigentlich nicht wirklich was vom Text aufnehme.


    Soll ich es leise für mich durchlesen überspringe ich oft Wörter, oder überfliege allgemein nur den Text, verwechsle dabei Wörter (z.b. steht dort "denn" ich seh das im überfliegen als "dann" usw...) und habe dann auch wieder Probleme beim Wiedergeben des Textes mit eigenen Worten.
    Ein weiterer Punkt beim Thema Konzentration ist, wenn mir jemand einen Vortrag hält, mir was erzählt oder so, dass es mir wirklich schwer fällt demjenigen zuzuhören und auch da die Aufnahme des gesagten nicht komplett bei mir ankommt und ich nachher oft nicht mehr genau weiss was mir alles gesagt wurde.
    Hinzu kommt dass wenn mir ein Ausbildungsleiter in der Praxis grad was erklärt oder zeigt und z.b. jemand ins Büro kommt um mit dem anderen Sachbearbeiter was zu besprechen, dann bin ich bei meinen Gedanken eigentlich dass ich da mithöre. Also kurz gesagt ich lass mich wirklich auch schnell und leicht durch andere Sachen ablenken.


    Ein weiteres Anzeichen was mich immer wieder zum Thema AD(H)S geführt hat war das Thema Aggression und Wutanfälle. Diese habe ich mal mehr, mal weniger und auch in verschiedenen Situationen. Manchmal ist es weil ich mich über etwas ärgere, was auch einfach nur eine Kleinigkeit sein kann die mich aber dann wirklich zum explodieren bringt und ich fange gegen meine Tür zu treten, Türen zuknallen zu lassen und sogar auch Dinge einfach in die nächste Ecke zu feuern.
    Manchmal äußert es sich aber auch so dass ich mich einfach hinsetze oder aufs Bett werfe und dann losheule als ob sonst was passiert ist und diese Heulattacke auch gut mal 15-20 Minuten ohne Pause dauern kann.

    Oft wenn ich eine Wutattacke in Form von Aggression oder auch Weinen bekomme, und eigentlich kein Grund dafür da ist oder wirklich nur ne Lapalie, ärgere ich mich dann eigentlich total dass ich so ausgeflippt bin, was mich dann gleich wieder auf 180 bringt.


    Ja dann aber gibt es auch Symptome bzw. Verhalten die mich jedoch zum Thema Asperger bzw. Autismus führten.


    Ich bin, wenn ich nicht grad einen Aggressionsanfall habe, ein total ruhiger Mensch. Ich fühl mich in Gruppen nicht wirklich wohl, bin lieber für mich selbst. Auf den Lehrgängen habe ich immer wenn meine Klassenkameraden etwas planten mich mit Ausreden davor gedrückt da teilzunehmen und es ging sogar soweit dass ich mich regelrecht versteckt habe.
    Ich bin dort zum Unterricht bzw. in die Abteilung gegangen, hab meine Zeit dort gemacht, aber nach Feierabend hab ich mich wieder in meine 4 Wände zurückgezogen oder wenn hab ich alleine etwas unternommen.


    Dies war aber schon in der Schule so, dass ich mich in Gruppen immer unwohl fühlte und auch nicht wirklich Freunde hatte. Ich hatte in meiner ganzen Schulzeit eine richtige Freundin, die ich aber auch nur daher hatte weil unsere Eltern befreundet sind und wir sozusagen zusammen aufgewachsen sind und sie daher zu meinem Umfeld gehört.
    Leider hat sich die Freundschaft etwas verlaufen auch weil sie nun selbst schon Familie hat. Ich habe zwar ein paar Bekannte und davon auch wieder eine wo ich schon sagen könnte dass ich sie als meine momentanige beste Freundin bezeichnen würde, auch weil ich bei ihrem Sohn Taufpatin bin und es dadurch auch wieder so ein familienähnliches Gefühl ist.
    Aber auch wenn sie mich mal fragt ob wir mal ins Kino gehen oder wohin versuch ich mich immer davon zu drücken weil in mir einfach etwas sagt dass ich mich zuhause doch am wohlsten fühle.
    Wenn Sie zu mir zu Besuch kommt ist alles in Ordnung und geniess es dann auch sie und die beiden Jungs um mich zu haben aber sobald ich z.b. zu ihr kommen soll oder weggehen soll blockiert sich irgendwas in mir.


    Ich kann es nicht wirklich genau beschreiben, aber irgendwie ist es wie eine Angst vor fremden Leuten die man unterwegs sieht. So gehts mir z.b. auch wenn ich einkaufen gehe.
    Schon die Menschenmassen die dort sind (ich geh meistens Freitag nachmittag oder Samstag einkaufen weils halt von der Arbeit her nicht anders zu machen ist und da gehen nun mal auch die meisten einkaufen, das ist eine Tatsache die leider halt niemand ändern kann).
    Zudem stehen dann auch immer, und da ist es ganz egal wann man einkaufen geht, Paletten mit Lieferungen rum die immer eingeräumt werden, was ich auch beengend finde. Ich mache es daher eigentlich schon immer so, dass ich mir aufschreib was ich kauf und den Einkaufszettel dann auch so schreib wie die Sachen im Laden vorkommen, dass ich eigentlich so ne Art roten Faden habe und mein Ding durchziehe und mich dann wirklich nur auf die Strecke im Laden versuche zu konzentriere.
    Wenn dann aber mal wieder etwas umgestellt wurde und ich dann suchen muss komm ich mir sogar manchmal richtig hilflos und überfordert vor. Es dauert dann auch sehr lange bis ich mich dran gewöhne wenn etwas verändert wurde.


    Ich muss dazu sagen dass ich bei mir zuhause auch wirklich für alles einen bestimmten Platz habe und wenn es jemand mal umstellt oder falsch einräumt dass ich dann so einen Wutanfall kriege der sich da aber eher äußert dass ich mich hinhock und heule und mich keiner wirklich beruhigen kann und ich dann meine 20 Minuten am Stück heule.
    Wenn ich in so einer Phase drin bin, krieg ich auch nicht wirklich was von meinem Umfeld mit, es fühlt sich so an als "stecke ich in dem Moment in meiner eigenen Welt fest".
    Diese Phasen mit der gewohnter Umgebung betrifft aber auch meinen Tagesablauf. Wenn ich in einer gut laufenden Tagesroutine bin und diese sich auch nicht verändert dann komme ich sehr gut durch den Tag aber wehe es ändert sich etwas, komme ich komplett raus.
    Oft braucht es auch nur sein, dass ich nicht um 12 Pause machen soll sondern halt schon um 11 oder erst um 13 Uhr und in mir brodelt es wie wild.


    Es ist jedoch so, dass ich diese Heulattacken oder auch aggresiven Anfälle nicht unter Leuten habe, ich kann unter anderen Leuten keine Emotionen zeigen, zumindest keine Tränen oder Ärger, da unterdrücke ich es total, dafür kommt es dann aber zuhause umso heftiger raus. Aber ich denke das liegt wohl daran dass unter Menschen einfach sehr zurückhaltend, schüchtern bin und mich eh unwohl fühle und es daher nicht zeigen kann.

    Nun bin ich mal gespannt was ihr dazu sagt, immerhin habt ihr da mehr erfahrungen wie ich. Wie würdet ihr das bei mir einschätzen? Könnte es sich bei mir um AD(H)S handeln oder eher um Autismus/Asperger oder doch beides? Ist das überhaupt möglich beide Krankheiten gleichzeitig zu haben? Was würdet ihr mir raten?
    Mir ist klar dass nur ein Arzt eine sichere Diagnose machen kann und nicht ein Forum. Ich bin bei einer Neurlogin in Behandlung seit kurzem, allerdings gab mir mein Hausarzt die Überweisung dazu aufgrund von einem Verdacht einer depressiven Persönlichkeitsstimmung oder wie das nochmal hiess. Ich hatte noch nicht viele Termine bei ihr, aber bei den 2 oder 3 die ich bis jetzt hatte war es so, dass sie ein EEG machte und sonst mit mir geredet hat.
    Es ging bei den Gesprächen einfach um alltägliche Sachen und Probleme aber um nichts konkretes bis jetzt. Sie fragte mich dann z.b. nur was ich glaube warum mich die oder jene Situation so geärgert hat und ich weiss darauf aber meistens nie eine Antwort. Wie geht man sowas genau an wenn man bei sich selbst diesen Verdacht hat, ich kann doch nicht einfach hingehen und sagen "Frau Doktor ich glaube ich habe ADHS oder bin Autist".....


    Ich hoffe ihr könnt mir helfen.
    LG
    wildcat
    dazu selber kann ich im moment nur sagen das ich mich in deinen äußerungen irgendwie schon wiederfinden kann.

    ich selber habe die diagnose ADS und bin mir aber auch nicht sicher ob nicht evtl eine kombination mit asperger bei mir vorliegt. bin nun auf der suche nach ner möglichkeit der diagnostik,

    LG

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 7

    AW: AD(H)S und Autistmus gleichzeitig möglich???

    Wiedermal danke für weitere Beiträge und @Idels danke dass du meinen Beitrag in Absätze gemacht hast. Ich selbst hätte wohl nicht wirklich die Konzentration mich nochmal da durch zulesen und es abzuändern, das geht mir leider immer so. Ich versuche in Zukunft gleich Absätze reinzumachen. Es ist nur so, dass ich beim Schreiben so schreibe, wie es mir grad im Hirn liegt. So kommt es dann auch dazu, dass manchmal was zwischenreingeworfen wird, was aber grad nichts zum aktuellen Satz oder so zu tun hat, aber ich es schreiben muss weil es mir grad so einfällt und ich auch Angst habe dass ich es dann im nächsten Absatz nicht mehr weiß.

    Ich habe nun eben mal in Word ein Schreiben aufgesetzt, in dem ich (eigentlich wie im ersten Beitrag, nur ausführlicher) meine Symptome und mein Verhalten beschreibe. Nun überlege ich, ob ich dies der Neurologin per Email zukommen lass, weil dann könnte Sie sich ja schonmal einlesen, drüber nachdenken und wenn wir uns das nächste Mal sehen würde man sich einiges an Zeit sparen (immerhin habe ich 5 Seiten in Word gebraucht um das alles zu schreiben, dann kann man sich ausrechnen wielang es dauern würde, wenn ich dies in Worten im Termin erzählen würde).

    Bin aber froh, dass es hier schon ein paar gibt denen es ähnlich wie mir geht. Hoffe ich kann mich viel mit euch austauschen.

    Sagt mal wie ist es bei euch mit dem Tagesablauf, habt ihr einen festen Ablauf oder seit ihr eher spontan? Oder bringt euch eine spontane Änderung dann auch immer aus der Rolle?

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