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Diskutiere im Thema Fehldiagnose im Forum ADS ADHS Erwachsene: Asperger, Autismus
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  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 16

    Fehldiagnose

    Hey,


    ich hab tatsächlich mal vor 7 Jahren eine Fehldiagnose als Aspergerin erhalten (mit 19)! Das mit den Routinen hat bei mir absolut gar nicht gepasst (bin halt die absolut ungeplante Chaotin) und Emotionen konnte ich schon ganz gut erkennen. Aber so die sozialen Probleme und die soziale Unfähigkeit waren aber sehr ähnlich. Nur inzwischen hat sich das doch stark geändert und ich mach nur noch ganz selten mal dumme Sachen, in der Regel kann ich jetzt irgendwie ganz gut mit den meisten Menschen umgehen und hab es sogar vor ein paar Jahren gelernt, den Leuten wirklich in die Augen zu schauen :-) Und Asperger passt auch deswegen nicht, weil ich dann halt doch irgendwann mehr und mehr angefangen habe, intuitiv die sozialen Regeln zu erlernen (das hat sich ganz stark dadurch beschleunigt, dass ich gelernt hatte den Leuten in die Augen zu schauen). Manche Leute finden mich zwar immer noch (sympathisch) komisch, aber man kann halt nicht alles haben


    lg, Kira

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 227

    AW: Fehldiagnose

    Es gibt wohl Fehldiagnosen in beide Richtungen.

    Ich habe 2008 eine Diagnose ADHS bekommen, das steht auch in meinem Profil.

    Allerdings kann ich mich gut konzentrieren, ich habe als Kind / Jugendlicher viel gelesen, habe auch keinerlei Schwierigkeiten beim Lernen.

    Trotzdem habe ich Methylphenidat bekommen und das hat mir zumindest teilweise auch geholfen, ich kann damit besser schlafen, wenn ich es allerdings regelmäßig über Tage nehme, überwiegen die Nebenwirkungen.

    Die damalige Diagnose habe ich von 2 Psychiatern versucht verifizieren zu lassen, jedesmal gab es einen Auschluss.

    Bei mir überwiegen vorallem deutlich Schwierigkeiten in der sozialen Interaktion, allerdings weniger als bei Asperger-Autisten, die stärker im Spektrum verortet sind. Diese sozialen Schwierigkeiten in der sozialen Interaktion (und weitere Merkmale), aber vorallem die sozialen Schwierigkeiten seit KIndheit, haben mich in Richtung Asperger-Syndrom suchen lassen.

    Jetzt habe ich 2 unabhängige Diagnosen Asperger-Autismus von insgesamt 4 Ärzten aus zwei Universitätskliniken, ADHS wurde mittlerweile vollständig ausgeschlossen.

    An anderer Stelle hier wurde ja bereits geschildert, wie ähnlich sich ADHS und Asperger, insbesondere bei Mischformen oder bei der Ausprägung besonderer Persönlichkeiten sein können. Es gibt tatsächlich Asperger-Autisten, die Abwechslung genießen und wünschen, spontan reagieren können, dennoch über weite Strecken Routinen benötigen, um ihre Ressourcen zu schonen. Bei diesen Asperger-Autisten setzt die Problematik immer dann ein, wenn sie die Kontrolle über ihr Leben verlieren, selbstgemachte Veränderungen sind ausdrücklich erwünscht. Das kann dann z.B. leicht mit ADHS verwechselt werden, obwohl gar kein ADHS vorliegt.

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