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Diskutiere im Thema Unterschied zwischen Autismus und Asperger im Forum ADS ADHS Erwachsene: Asperger, Autismus
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  1. #61
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 600

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Praline schreibt:
    Hallo SweetChilli,
    Ich wollte unbedingt und sofort und schnell eine Schublade, in die mich meine Ärztin hineintun sollte .

    Aber sie verweigerte die schnellen Diagnosen, und betonte ständig, dass sie mich als „Frau Praline“ sieht -also als Ganzheit- und nicht als
    „die ADHS-Patientin“ oder „die PTBS-Patientin“ o.Ä.
    Im Nachhinein kann ich nur sagen ZUM GLÜCK ließ sie sich nicht auf meine Vorstellungen (schnelle Diagnose) ein.
    ja, das finde ich auch gut

    ich wollte diese diagnose auch nicht. bin da einfach hingegangen und dann kam es so. ich habe nich darum gebeten.

    Leicht autistische Züge hatte die Therapeutin mir nach ihrer Wahrnehmung auch bestätigt. ABER: damit ist man eben noch lange kein Aspie, wie ich nun weiss.
    Traumen können z.B. auch eine Art Autismus bewirken, soz. als Schutzmechanismus. Und genau dieses ist bei mir der Fall.

    Inzwischen lebe ich diagnostisch mit einem Bild:
    Kreis PTBS überschneidet sich mit Kreis ADHS. Die Schnittmengenge dieser Kreise ist ein Teil von mir. (Ich bin nicht die Schnittmenge.)

    Liebe Frau SweetChilli : mir kommt es -nach diesen Erfahrungen- also nicht wirklich vertrauenserweckend vor, nach 1,5 Stunden eine derart gewichtige Diagnose wie Asperger zu stellen. Fachfrau hin oder her.

    Viele Grüße
    Praline
    ich habe auch eine komplexe ptbs und ich denke, dass es bei mir dahier auch kommt, dass meine traumata eine art autismus bewirkt haben. ich bin schon seitdem ich 11 bin traumatisiert, wie viele inzwischen herausgefunden haben und ja, es macht sinn. vorallem denke ich, wenn man extreme ängste hat, die ich mein ganzes leben schon habe, dann ist für eine psychiaterin/ einen peychiater die diagnose autismus schnell gestellt.

    danke frau praline ich denke auch, dass es nich sehr vertrauenserweckend ist.

    LG

  2. #62
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 227

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    ich bin schon seitdem ich 11 bin traumatisiert, wie viele inzwischen herausgefunden haben und ja, es macht sinn. vorallem denke ich, wenn man extreme ängste hat, die ich mein ganzes leben schon habe, dann ist für eine psychiaterin/ einen peychiater die diagnose autismus schnell gestellt.
    Das finde ich interessant, ich bin auch traumatisiert und sicherlich sind einige autistische Verhaltensweisen Trauma bedingt.

    Das, was mich an meiner Asperger-Diagnose festhalten lässt, ist die Tatsache, dass die Idee nicht von mir, sondern aus der Verwandtschaft kam und gerade von einer sehr kritischen Person.

    Ihre Stellungnahme bezüglich meiner Verhaltensweisen als Kind waren auch sehr eindeutig autistisch, es sei denn ich tatsächlich vernachlässigt worden.

    Vernachlässigung hat tatsächlich stattgefunden, auch Chaos, das auch seit ich 4-5 Jahre alt war.

    Aber, ich habe jahrelange Therapie hinter mir, diese autistischen Verhaltensweisen sind trotz der Therapien, auch Behandlung der Traumata, nicht therapierbar, bis heute. Was ja auch nicht verwundert, allerdings aind bei mir auch Ängste und Selbstwertprobleme übrig geblieben.

    Ich versuche die Einstellung zu gewinnen, dass die Diagnose egal ist, die bisherigen Ansätze haben nicht weitergeholfen, wenn ich aber in eine Autismus geeignete Umgebung komme (Reizarmut, weniger Stress, Eindeutigkeit, freundliche Menschen) geht es mir gut, warum also nicht an Autismus festhalten. Ist egal, wie sich das letztlich nennt, weil die Schwierigkeiten chronisch sind und ich an Therapie nicht mehr glaube. Vorallem nicht an Therapie, die mir einzureden versucht, ich müsse mich nur ändern.

    Das heißt aber nicht, dass ich aufgegeben habe, ich sehe die Lösung eben in der Hypothese Autismus und einer geeigneten Umgebung.

    Auch nehme ich die Diagnose als Schutzraum, nicht nur im eigentlichen Sinne eines geeigneten Lebensraums, ich versuche, und das geht mit dieser Diagnose, zumindest habe ich da zur Zeit noch die Hoffnung, Unterstützung zu bekommen, sprich Schwerbehinderung, Eingliederungsmaßnahmen, aber nicht als Ghetto, sondern ich sehe durchaus eine Hintertür darin, weil ich so wie bisher nicht weitermachen kann. Also im Mainstream mitschwimmen, versuchen mich zu bewerben, arbeiten, genau das funktioniert nicht bei mir.

    Insofern sehe ich die Diagnose auch für sich als Hilfsmittel, was mir möglicherweise eine Integreation erleichtert.

  3. #63
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 600

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    xyberlin schreibt:
    Aber, ich habe jahrelange Therapie hinter mir, diese autistischen Verhaltensweisen sind trotz der Therapien, auch Behandlung der Traumata, nicht therapierbar, bis heute. Was ja auch nicht verwundert, allerdings aind bei mir auch Ängste und Selbstwertprobleme übrig geblieben.
    das ist bei mir leider auch so, aber ich mache weiterhin therapie. habe gerade erst 2 jahre drauf gewartet das ich wieder darf. kack 2 jahressperre die die kasse da immer macht nach einer ambulanten therapie. jetzt mache ich psychoanalyse. interessant ist es und ich fange an mich besser kennenzulernen mit meinen macken und warum die da sind.

  4. #64
    Praline

    Gast

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Mir tut Verhaltenstherapie echt gut.
    So bin ich derzeit dabei, mir über eigene Ressourcen (innere Potentiale) bewusst zu werden. Und ich bin erstaunt und erfreut, dass sich da gute Fähigkeiten zeigen.
    Mir hilft es sehr, mich auf Stärken, Positives zu fokussieren. Das gibt mir Kraft und auch Lebensfreude .
    Offenbar habe ich auch Glück, über Resilienz zu verfügen, wie meine Ärztin es formuliert.

    A pro pos Resilienz: eine sehr große Portion davon besitzt Liz Murray. Sie hat über ihre Kindheit (drogensüchtige Eltern, Obdachlosigkeit etc.)
    ein berührendes, kraftvolles Buch geschrieben: „Als der Tag begann“ -

    Hmpf …. hatte ganz vergessen zu erwähnen, dass meine Ärztin mit mir hinsichtlich der PTBS mit EMDR arbeitet. -
    Aber sorry
    , ich bin jetzt vom Thema Asperger ziemlich abgekommen. Von daher belasse ich es jetzt dabei.
    Geändert von Praline (10.09.2013 um 17:50 Uhr)

  5. #65
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 600

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Praline schreibt:
    Mir tut Verhaltenstherapie echt gut.
    ich werd aggressiv wenn ich verhaltenstherapie machen muss. kenne das aber auch aus kliniken wo ich wegen PTBS war.

    außerdem bekommt bei verhaltenstherapie nich soviele stunden. ich muss mich erstmal immer an jeden therapeuten gewöhnen und das dauert bei mir recht lange.
    dann ist die therapie schon fast wieder rum.

  6. #66
    Praline

    Gast

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Ja genau, so verschieden sind wir alle. Was für den Einen gut ist, taugt noch lange nicht für den Anderen.

    Bei mir braucht es in der Therapie immer einen Moment, bis ich -ohne Beklemmungen- an „das Gute“ (gute Eigenschaften, Fähigkeiten, Erlebnisse etc.) denken kann.
    Ich muss es mir innerlich teilweise ausdrücklich erlauben, dass es mit gut gehen darf. Das hängt bei mir der PTBS zusammen.
    Hoffe aber, dass sich das "Gut-gehen-lassen" mal als so normal einspielt, dass es mir auch ohne eigene Erlaubnisse gut gehen darf

    PS: Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Erlaubnisse erteile ich mir nicht, weil das in der Verhaltenstherapie so vorgegeben wäre.
    Das war nur meine eigene Idee zu meinem persönlichen Thema mit dem "Gut-gehen-lassen".
    Geändert von Praline (15.09.2013 um 10:29 Uhr)

  7. #67
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.422

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Hallo xyberlin,

    Wenn alles anders nicht geholfen hatte, finde ich gut in eine neue richtung zu suchen. Du wirst mit der zeit ehe sehen ob einiges von dich als asperger zu sehen dich wirklich hilft.

    Bei mich war mit der ADS-diagnose ähnlich: vieles lässt sich so viel besser erklären. Dabei endeckte ich nach der diagnose dass noch einiges zu tun ist, aber mit ADS im hintergrund geht auch besser.

    Wegen VT: ich lese davon oft gutes, aber lust darauf habe ich selber nicht. Ich finde der konzept gut, aber habe der eindruck einiges schon auf ein andere weg zu machen.

    lg

  8. #68
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 200

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Gibt es eigentlich Substanzen, die Autisten normaler machen? Also wie Stimulanzien ADHS-ler normaler machen???

  9. #69
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 600

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Gangnam schreibt:
    Gibt es eigentlich Substanzen, die Autisten normaler machen? Also wie Stimulanzien ADHS-ler normaler machen???
    nur bzgl. der symptome. es gibt nix was so wirkt wie bei adhslern mph.

    lediglich antidepressiva gegen depressionen, die ja sehr häufig bei autisten vorhanden sind.
    neuroleptika gegen die unruhe und reize und eben benzos gegen ängste. das is das was ich kenne, auch von mir selbst.

  10. #70
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 227

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Gibt es eigentlich Substanzen, die Autisten normaler machen? Also wie Stimulanzien ADHS-ler normaler machen???
    Die Frage reizt mich zu folgendem Kommentar

    Ich frage mich, warum es notwendig ist, Menschen mit nicht durchschnittlicher neurologischer Disposition, damit meine ich u.a. ADHS und Asperger, kann die Liste aber auch auf Hochsensibilität, Hochbegabung, diverse psychologische und psychiatrische Proble, bei denen der Betroffene sich selber und anderen NICHT schadet, die Differenzierung halte ich für notwendig, normaler machen zu wollen.

    Ich kann da nur von meiner eigenen Wahrnehmung sprechen, wenn ich eine für mich günstige Umgebung vorfinde, bin ich voll leistungsfähig.

    Den Denkansatz, geeignete Bedingungen zu schaffen für die Betroffenen, halte ich nicht nur für die Betroffenen selber für gesünder, humaner und im Übrigen auch menschenrechtswürdiger, sondern ich bin überzeugt, dass dieser Ansatz auch gesellschaftsfördernder für die gesamte Gesellschaft ist.

    Leider wird dieser Ansatz durch den Versuch alle Menschen gleich zuschalten, platt gemacht.

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