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Diskutiere im Thema Unterschied zwischen Autismus und Asperger im Forum ADS ADHS Erwachsene: Asperger, Autismus
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  1. #51
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 227

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Ich möchte auf eine häufig zu findende Ähnlichkeit hinweisen, die sich zumindest mir als Gemeinsamkeit zwischen ASS un ADHS herauskristallisiert hat, hinweisen ...

    der lange Diagnoseweg, wenn eine Diagnose nicht bereits in früherer Kindheit erfolgt ist, fällt doch auf, dass gerade Erwachsene sich sehr lange Zeit mit diversen Therapien und Diagnosen bis sie die RICHTIGE Lösung finden für ihre Schwierigkeiten,

    diese Schwierigkeiten sind dann rückblickend oft eindeutig auszumachen und ziehen sich über Jahre, bis zu dem auch oft beschriebenen Zusammenbruch.

  2. #52
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.418

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    @ Fliegerlein:

    Viele ADS'ler haben auch so ihre Probleme mit Körpersprache, besonders im Bereich der Mimik.
    Sie verstehen die Mimik und sehen sie auch, nehmen sie aber nicht wahr, weil ihre Aufmerksamkeit das nicht zulässt.
    Sie sind in Gedanken, zerstreut, abgelenkt und bekommen so nur Teile mit.
    Stimmt wirklich! Aber seit ich dabei übe, andere menschen zu beobachten, wenn ich mit ihnen rede, nehme ich wirklich mehr wahr. medis helfen auch. Nun, wenn es wirklich sehr viel los ist, geht noch einige infos verloren. dabei denke ich als beispiel eine pauseplatz: stinoskindern nehmen eigentlich alles wahr was sie wahrnehmen sollte und können darauf reagieren. Ein ADSler ist überfordert, obwohl er sonst, in eine ruhige umgebung sehr viel wahrnehmen und verstehen könnte...

    Interessant wie du deine schwierigkeiten kompensiert hatte und dich das wissen angeeignet die du brauchst!

    - - - Aktualisiert - - -

    @ xyberlin: ja, genau, es ist eine gemeinsamkeit... ich sehe noch einige anderen: reizoffenheit ist auch bei beiden zu finden und sensibilität auch (damit sind sache gemeint wie starke reaktion auf berührung, gerüschen, geräuschen).

    Auch gemeinsam, dass wir durch unsere einschränkungen auch leiden und anecken...

    lg

  3. #53
    salamander

    Gast

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    @ fliegerlein


    danke, danke, danke!


    daraus kann ich schon mal mein größtes mißverständnis ableiten. Ich "arbeite" unheimlich gerne mit
    vergleichen, um etwas zu transportieren. damit lauf ich da ja voll an die wand, und erzeuge genau das
    gegenteil dessen was ich will. das muß ich unbedingt im hinterkopf behalten. das wird es in jedem fall
    einfacher machen.


    danke!
    salamander

  4. #54
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    salamander schreibt:

    daraus kann ich schon mal mein größtes mißverständnis ableiten. Ich "arbeite" unheimlich gerne mit
    vergleichen, um etwas zu transportieren. damit lauf ich da ja voll an die wand, und erzeuge genau das
    gegenteil dessen was ich will.
    Da bin ich grad ein wenig unsicher, denn ich selber arbeite ja auch sehr gerne und viel mit Vergleichen, also Metaphern.
    Mir helfen sie auch ungemein, weil es mir damit möglich wird, Sachverhalte, die mir ansonsten viel zu abstrakt sind, um sie (emotional wie kognitiv) zu verstehen, so zu adaptieren, dass ich sie über diesen Umweg des Vergleiches verstehen kann.
    Wie eben zum Beispiel Körpersprache zu Fremdsprache.
    Ich liebe Metaphern geradezu.

    Wichtig ist aber, glaube ich, dass der Betreffende weiß, dass es sich um einen Vergleich handelt.

    Wenn mir jemand gesagt hat "da werden die Bürgersteige von Hand hochgeklappt" oder "Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt", war mir der Vergleich nicht klar.

    Wenn man aber z.B. über die hohe geistige Anstrengung, bei nicht wirklich dem adäquatem Ergebnis bei ADS spricht, dann ist dieser Vergleich "Das ist, als würde man ständig mit angezogener Handbremse fahren", sehr hilfreich und verständlich.
    Man gibt die ganze Zeit über Vollgas, fährt aber nicht schneller, sondern gerade mal genauso schnell wie andere, aber der Motor muss dennoch viel mehr leisten.
    Ähnlich der Vergleich mit einem Auto, das nur 4 Gänge statt sonst üblicher 5 hat.

    Das sind Vergleiche/ Metaphern, die logisch leicht nachvollziehbar und daher gut zu verstehen sind.

    Ich denke auch, dass der Punkt logisch nachvollziehbar ein für Aspies sehr wichtiger ist.
    Der Vergleich sollte direkt und erkennbar und nicht zwischen den Zeilen zu finden sein.
    Zwischen den Zeilen steht bei einem Aspie nichts.

    Da ist das Beispiel mit dem "etwas durch die Blume sagen" gerade irgendwie gut .... der Aspie sieht nur die Blume, aber nicht, was dahinter steht, er kann nicht "durch sie hindurch" sehen, sie ist für ihn nicht transparent.


    Ob das alles so hinhaut und stimtm und anwendbar ist, vermag ich natürlich nicht zu sagen, es beschreibt eher meine Sicht der Welt, gibt aber auch das wieder, was ich darüber gelernt habe.

    Liebe Grüße
    Fliegerlein

  5. #55
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 227

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Darf ich den Vortrag verlinken, habe ich gerade gefunden zum Thema

    ADHS und/oder Asperger

    Hier der Link

    http://www.adhsnetz-tuebingen.de/fil...hter_Barth.pdf

  6. #56
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 64
    Forum-Beiträge: 241

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Ein wirklich interessantes Thema für mich. Bin gerade in der Aspi-Abklärung.

    ADHS hab ich mit 57 die Diagnose gekriegt. Wusste für mich schon lange davon, wegen meiner Kinder.

    Jetzt lese ich Tony Attwood und erkenne viele meiner Strategien, die ich mir in jungen Jahren zugelgt habe.
    Ich kam eben an den Punkt, wo ich gewisse Sachen nicht mit ADHS erklären konnte.
    Ich will logische Argumente. Leute die sich unlogisch verhalten... damit habe ich Mühe.
    Gesellschafts-Regeln habe ich schon im Kindesalter abgelehnt. Machte mir eigene Regeln.
    Die mussten logisch sein. Wenn ich den Grund nicht verstehe, habe ich enorme Mühe Vorschriften
    anzunehmen.
    Heute möchte mein Arbeitgeber, dass ich schneller, dafür nicht immer so in die Tiefe gehend (genau) arbeite.
    IT-Support. Meine Anstellung steht da schon fast auf der Kippe. Nur weil ich "unhöflich" und zu langsam bin. (zu genau)

    Meine ADHS-Therapeutin, die selber ADHS hat, konnte nicht verstehen, dass ich da nicht
    einfach einverstanden bin. Sie würde das nicht besonders ärgern. Ich ärgere mich vor allem darüber
    dass ich das nicht wirklich kann. Hasse es, wenn man mir sagt, wie ich es machen soll. Das Ziel ist
    klar und das akzeptiere ich gerne. Den Arbeitsweg dahin möchte ich selber festlegen. Sonst krieg ich
    eine Kriese.
    Da ich aber bereits 60ig bin, ist es für mich schwierig, mich in all meinen bereits sehr selbstheilend/selbstangepassten
    Mustern zurecht zu finden. Aber wenn ich bei Attwood lese, wie Kinder mit AS sich selber versuchen zu
    helfen, kommt mir Vieles aus der Schulzeit in den Sinn.

    Ich werde dann mal noch genauere Beispiele hier rein schreiben, die mich betreffen.

  7. #57
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 64
    Forum-Beiträge: 241

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    fast vergessen: Der Dr. Asperger hat für seine Studie übrigens nur männliche Personen getestet.....

    Das Buch "Aspergirls" geht hier mal explizit auf die Frauen - Symptome und die Unterschiede ein.

  8. #58
    Praline

    Gast

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Zum Buch "Aspergirls" möchte ich erwähnen, dass die im Anhang befindliche „Liste der Merkmale bei Mädchen und Frauen mit Asperger-Symptom“
    für eine Verdachtsdiagnose nicht taugt.
    Nach den dort gelisteten Merkmalen wäre selbst meine Ärztin/Psychiaterin -nach eigenem Bekunden- Aspie, was sie aber definitiv nicht ist.

  9. #59
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 600

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    ich kenne das buch zwar nicht, aber ich habe meine asperger-diagnose von einer psychiaterin bekommen, die sich zwar wirklich richtig gut im bereich autismus auskennt und auch darauf spezialisiert ist (macht auch therapie für autisten zusätzlich zur psychiatrischen tätigkeit), aber ich hatte 1 gespräch mit ihr von gut 1.5std. und danach hatte ich ein gutachten mit der diagnose in der hand.

    iwie zweifle ich mittlerweile die diagnose an, weil mein jetziger therapeut, bei dem ich jetz 1 jahr bin, anfangs 1x, seit ein paar monaten 2x die woche sagt, borderline und ADHS sind meine hauptdiagnosen. von asperger sähe er nichts (okay, er ist auch kein spezialist auf dem gebiet, hat aber trotzdem einiges an ahnung und er wird wohl nich so falsch damit liegen)...

    argh, ich hasse den diagnosen-dschungel bei mir, über 15 diagnosen in knapp 5 jahren

  10. #60
    Praline

    Gast

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Hallo SweetChilli,
    Ich wollte unbedingt und sofort und schnell eine Schublade, in die mich meine Ärztin hineintun sollte .

    Aber sie verweigerte die schnellen Diagnosen, und betonte ständig, dass sie mich als „Frau Praline“ sieht -also als Ganzheit- und nicht als
    „die ADHS-Patientin“ oder „die PTBS-Patientin“ o.Ä.
    Im Nachhinein kann ich nur sagen ZUM GLÜCK ließ sie sich nicht auf meine Vorstellungen (schnelle Diagnose) ein.

    Ich selbst hatte mir ja obendrauf noch die Verdachtsdiagnose Aspie verpasst, da ich einige autistische Züge an mir wahrgenommen hatte,
    die sich mit einigen der o.g. Merkmale (s. Aspergirls) deckten.
    Leicht autistische Züge hatte die Therapeutin mir nach ihrer Wahrnehmung auch bestätigt. ABER: damit ist man eben noch lange kein Aspie, wie ich nun weiss.
    Traumen können z.B. auch eine Art Autismus bewirken, soz. als Schutzmechanismus. Und genau dieses ist bei mir der Fall.

    Inzwischen lebe ich diagnostisch mit einem Bild:
    Kreis PTBS überschneidet sich mit Kreis ADHS. Die Schnittmengenge dieser Kreise ist ein Teil von mir. (Ich bin nicht die Schnittmenge.)

    Liebe Frau SweetChilli : mir kommt es -nach diesen Erfahrungen- also nicht wirklich vertrauenserweckend vor, nach 1,5 Stunden eine derart gewichtige Diagnose wie Asperger zu stellen. Fachfrau hin oder her.

    Viele Grüße
    Praline

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