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Diskutiere im Thema Unterschied zwischen Autismus und Asperger im Forum ADS ADHS Erwachsene: Asperger, Autismus
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Für alle Themen rund um ADS / ADHS und das Asperger-Syndrom oder Autismus bei Erwachsenen
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  1. #31
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 227

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Ich hatte auch eine ADHS Diagnose, allerdings nur von einer fachlich versierten Allgemeinmedizinerin.

    Diese Diagnose wurde aber nie von einem Neurologen verifiziert.

    Seit kurzem ist bei mir von einer Autismus-Ambulanz Asperger diagnostiziert worden.

    Ich habe mich dieser Diagnostik unterzogen, weil die ADHS Diagnose für mich nicht stimmig war.

    Mph wirkt bei mir, ich kann es zum einschlafen oder gegen nächtliche Unruhe nehmen, allerdings in für ADHSler untypisch nierdrigen Dosierungen, wenn ich es tagsüber über einen gewissen Zeitraum nehme, wirkt es aktivierend, macht mich nervös, ich fühle mich wie gehetzt. Kaffee hat eine bessere Wirkung, wirkt entspannend und lässt mich konzentrieren, deswegen bin ich wieder auf Kaffee umgestiegen, den ich übrigens auch nachts zum einschlafen trinken kann.

    Ich bin, würde ich sagen, ein hochkompensierter Asperger-Autist, der für die Kompensation einen hohen Preis zahlt, diverse Psychotherapien, Anpassungsstörung, Dystymie, depressive Reaktionen ...

    Der Unterschied zu ADHS aus meiner Sicht

    Es gibt eine hohe Überschneidung, so bin ich z.B. auch oft zappelig und abgelenkt, habe Schwierigkeiten zu priorisieren oder Dinge anzufangen. Ordnung kann ich auch nicht halten.

    Aber meine soziale Interaktionsfähigkeit unterscheidet sich, ich brauche den Rückzug, verstehe soziale Interaktion nicht immer intuitiv, vieles verstehe ich, weil ich viel gelernt habe, aber eben nicht alles, vorallem die Erschöpfung in sozialen Situationen ist deutlich, obgleich ich gerne Kontakt habe, aber dosiert.

    Ich habe Routinegedanken, bin wenig flexibel, werde unsicher bei Veränderungen in meiner Planung, bei Veränderungen in meiner Umgebung, bei zeitlichen Verschiebungen, z.B. wenn jemand unpünktlich ist.

    Ich habe selbstberuhigende Aktivitäten, wie Hände schütteln, manchmal schaukeln, an Linien entlanglaufen zählen ...

    Ich esse mit wenige Abwechslung, nehme den gleichen Weg, dennoch mag ich Abwechslung, wenn sie nicht überraschend kommt. Routinen baue ich z.B. nach einer gewissen Umstellungszeit auch im Urlaub auf (zur gleichen Zeit aufstehen, frühstücken ...)

    Ich bin rasch überfordert, wenn ich verschiedenen gleichzeitig eintreffenden Reizen ausgesetzt bin, bin Geräusch und Licht empfindlich.

    Positiver Unterschied, ich kann Dinge sehr gut umsetzen, wenn sie mir wichtig sind, vergesse keine Termine, arbeite Dinge punktgenau ab, z.B. Anträge bei Ämtern, bin sehr genau und konzentriert. Halte Regeln sehr genau akribisch ein, kann sie aber auf der anderen Seite nur schlecht flexibel bewerten.

    Wenn mir noch etwas einfällt, schreibe ich noch etwas ... später.

  2. #32
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 399

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    oswi237 schreibt:
    Bei mir muß mann bedenken ,ich hatte mein Leben Lang schwere Depresionen ,20 jahre Psychartrie ,und die Richtige Diagnose mit 48.
    MFG Michael
    michael dein beitrag hat mich sehr bewegt und ganz besonders dein leid . vieles aus deiner ehrlichen darstellung kommt mir sehr bekannt vor und es macht mich sehr nachdenklich. und doch spüre ich irgendwie, dass es dir jetzt besser geht und hoffe es stimmt. fehldiagnosen bringen so viel leid mit sich.
    es macht micht traurig, dass nicht nur ich sondern viele so auch du lange lange warten müssen, bis sie ihr "anderssein" anerkannt bekommen. danke für deinen beitrag, der mich achtsamer gemacht hat, glg lichtstrahl

  3. #33
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 600

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    @xyberlin

    diese zeilen aus deinem beitrag treffen auf mich ebenso zu ich bin ebenfalls asperger-autistin und adhslerin.
    - Mph wirkt bei mir, ich kann es zum einschlafen oder gegen nächtliche Unruhe nehmen, allerdings in für ADHSler untypisch nierdrigen Dosierungen
    - Es gibt eine hohe Überschneidung, so bin ich z.B. auch oft zappelig und abgelenkt, habe Schwierigkeiten zu priorisieren oder Dinge anzufangen.
    - Aber meine soziale Interaktionsfähigkeit unterscheidet sich, ich brauche den Rückzug, verstehe soziale Interaktion nicht immer intuitiv, vieles verstehe ich, weil ich viel gelernt habe, aber eben nicht alles, vorallem die Erschöpfung in sozialen Situationen ist deutlich, obgleich ich gerne Kontakt habe, aber dosiert.
    - Ich habe Routinegedanken, bin wenig flexibel, werde unsicher bei Veränderungen in meiner Planung, bei Veränderungen in meiner Umgebung, bei zeitlichen Verschiebungen, z.B. wenn jemand unpünktlich ist.
    - Ich esse mit wenige Abwechslung, nehme den gleichen Weg, dennoch mag ich Abwechslung, wenn sie nicht überraschend kommt.
    - Ich bin rasch überfordert, wenn ich verschiedenen gleichzeitig eintreffenden Reizen ausgesetzt bin, bin Geräusch und Licht empfindlich.
    - Positiver Unterschied, ich kann Dinge sehr gut umsetzen, wenn sie mir wichtig sind, vergesse keine Termine, arbeite Dinge punktgenau ab, z.B. Anträge bei Ämtern, bin sehr genau und konzentriert. Halte Regeln sehr genau akribisch ein, kann sie aber auf der anderen Seite nur schlecht flexibel bewerten.
    allerdings bin ich sehr ordentlich, fast schon zwanghaft und mein tagesablauf ist ziemlich chaotisch.

  4. #34
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf AD(H)S
    Forum-Beiträge: 661

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Gangnam schreibt:
    Würde mich interessieren wie Ritalin/Amphetamin bei autisten so wirkt... jemand ne ahnung?
    Meine eigene Erfahrung, was MPH (in meinem Fall Medikinet) angeht, war eher negativ.

    Ich fühlte mich, selbst, wenn es keinen äußeren Grund dazu gab, total gestresst.Zuvor kannte ich diese Symptome aus meiner Paketdienstzeit, die über 10 Jahre her ist. Damals musste ich 10 bis 12 Stunden 120% und mehr Leistung geben, fuhr, um meine Arbeit überhaupt schaffen zu können, mit 80 Sachen durch die Stadt, mit 50 km/h durch die Tempo 30-Zone und immernoch mit 30 durch die Spielstraßen (erlaubt: Schritttempo).

    Von einer Kollegin aus der SHG weiß ich allerdings, dass sie mit Medikinet Adult gute Erfahrungen macht.

  5. #35
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 227

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Ich fühlte mich, selbst, wenn es keinen äußeren Grund dazu gab, total gestresst.
    Diese Wirkung kenne ich auch, selbst bei niedriger Dosierung.

    Auf der anderen Seite hilft es mir beim Einschlafen, wenn ich nachts unruhig und zappelig, fast so ein Restless-Leg, im Bett liege und nicht schlafen kann, allerdings nehme ich dann 2,5 mg also eine Viertel Tablette nicht retardiert. Das hilft häufig, kann aber auch das Gegenteil bewirken.

    Zusammengefasst, die Wirkung schwankt eigentümlich und da ich die Wirkung nicht einschätzen kann, verzichte ich und nehme es nur im Notfall, s.o. z.B. bei Schlafstörungen der sehr unangenehmen Art.

  6. #36
    salamander

    Gast

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    ich hab da eine ganz undebarfte und nicht zum thema passende frage. und ich möchte damit auf
    keinen fall jemanden zu nahe treten oder abwerten. also bitte, nicht falsch verstehen. ich kenne
    mich nicht mit asperger aus!

    wenn man asperger hat, kann man dann auch charismatisch rüber kommen? vor großen gruppen
    reden, ohne dass nach außen irgend eine unsicherheit erkennbar wäre?

    mich würde das einfach mal interessieren.

    danke & bitte nicht übel nehmen meine dummyfrage

    salamander

  7. #37
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf AD(H)S
    Forum-Beiträge: 661

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Hallo salamander!

    salamander schreibt:
    ... vor großen gruppen
    reden, ohne dass nach außen irgend eine unsicherheit erkennbar wäre?
    Also Refarate halten, das können einige (Asperger- und auch HFA- ) Autisten schon. Smalltalk in der Gruppe (z.B. unter Arbeitskollegen) gaaaaaaaaaaaaanz selten.

    danke & bitte nicht übel nehmen meine dummyfrage
    Dumme Fragen gibt's nicht.

  8. #38
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 227

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Ist keine dumme Frage.

    Ob ich charismatisch rüberkomme, weiß ich nicht, ich wirke eher schüchtern und unsicher.

    Aber Redeangst hat nichts zu tun mit Asperger, es gibt Asperger, die Angst vor Reden haben, aber nicht alle, die Angst vor Reden haben, sind Asperger.

    Bei mir schwankt das.

    Ich kann gut sachliche Vorträge halten, ich bin sehr strukuriert und bringe das auch rüber. Ich bin manchmal unsicher, obgleich diese Unsicherheit wohl im Normalbereich liegt, damit meine ich Lampenfieber-Level.

    Manchmal gucke ich die Zuhörer an, manchmal nicht.

    Was nicht gut funktioniert bei mir, ist Zuhörer miteinbeziehen, also z.B. Themen Zuschauer gerecht aufbereiten und diese mit ihren Erfahrungen in den Vortrag miteinbeziehen, also so etwas Interaktives gestalten. Diese didaktischen Kniffe sind ganz wichtig z.B. bei Unterrichtsveranstaltungen, um Zuhörer mitzureißen.

    Ich wirke eher trocken, strukturiert, beziehe mich auf das Thema und erzähle keine Witze und interagiere kaum, bis auf Fragen beantworten.

    Dafür kann ich wie gesagt sehr logische und gut strukturierte Vorträge halten.

  9. #39
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 600

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    xyberlin schreibt:

    Auf der anderen Seite hilft es mir beim Einschlafen, wenn ich nachts unruhig und zappelig, fast so ein Restless-Leg, im Bett liege und nicht schlafen kann, allerdings nehme ich dann 2,5 mg also eine Viertel Tablette nicht retardiert. Das hilft häufig, kann aber auch das Gegenteil bewirken.

    Zusammengefasst, die Wirkung schwankt eigentümlich und da ich die Wirkung nicht einschätzen kann, verzichte ich und nehme es nur im Notfall, s.o. z.B. bei Schlafstörungen der sehr unangenehmen Art.
    wenn du das selten nimmst, dann wirkt es auch noch beruhigend. war bei mir anfangs auch so. wenn ich es öfters nehme geht iwann dieser beruhigende effekt weg, gestresst oder hibbelig bin ich dann aber trotzdem nicht.

    - - - Aktualisiert - - -

    ich find die frage nich dumm

    ich kann keine vorträge halten, bzw. reden vor publikum. da lauf ich dann einfach weg oder bringe keinen ton raus. ja, ich weiß, peinlich
    salamander schreibt:

    wenn man asperger hat, kann man dann auch charismatisch rüber kommen? vor großen gruppen
    reden, ohne dass nach außen irgend eine unsicherheit erkennbar wäre?

    mich würde das einfach mal interessieren.

    danke & bitte nicht übel nehmen meine dummyfrage

    salamander

  10. #40
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 64

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Ich mache es an der Intiligenz Fest .

    Menschen können hochintiligent sein ,einige davon haben,ADHS ASS anteile.

    Da Adhs ASS keine Behinderung (im herkömlichen sinne Darstellt)(Bitte Bitte nicht falsch verstehen ,jeder Mensch hat Defizite -körperliche usw es geht darum wie mann damit umgeht-die möglichkeit hat damit umzugehen -ob mann hilfe bekommen hat um seine stärken zu etablieren,oder ob mann alleingelassen wird ,dann Depresion bekommt,und nicht mehr in der Lage ist eine
    verbesserung selbst herbeizuführen.

    Ich denke die beeindruckensten Redener sind hochintiligente ASS /ADHS ler ,dies ist logisch ,hochintiligenz ermöglicht ihnen kompensation von defiziten,ASS /ADHS eine andere Sichtweise,und das kurze zusammenfassen von komplexen Themen,sowie ein stundenlangen Monolog bis ins kleinste Detail.

    Ich erkenne bei den Größten Politikern (Rednern)anzeichen ,für ASS /ADHS dies wird nie diagnostiziertwerden (deshalb eigentlich blödsinn darüber zu reden)denn diese Menschen haben keinen
    Leidensdruck (Wieso auch, für sie ist es eine Gabe.

    Deshalb verstehe ich die Diskusion ,von einigen ,das es eine Behinderung ist .

    Aber nicht jeder kann Einstein sein ,und Einsteins hat es 100000 gegeben ,in der Steinzeit sind sie verhungert,vom Löwen gefressen ,Bei Hexenprozessen und ähnlichem verbrannt,weil sie dinge gesagt haben ,die ihre Umwelt nicht verstand.

    Also kann Hochintiligenz genauso eine Behinderung sein.

    Es geht um die Kompensation des Andersseins,und die soziale Akzeptanz.des Andersseins.

    Dies ist der Knakpunkt ,dem gegenüber steht ,die soziale Rangordnung ,wo defizite benutzt werden Menschen auszugrenzen Mobben verfolgen,in der Rangordnung herabzustufen ,und einen Prügelknaben zu finden (früher Dorfdepp)heute alle Diagnosen im Psychatrischen bereich ,sowie viele körperliche ,sichtbare Ausschläge ,Aids,usw.

    Und der Gesunde Urinstinkt des Menschen Krankheit und alles was er dafür hält zu meiden,und möglichst fernzuhalten.

    Deshalb haben wir wie warscheinlich alle Kulturen ein mehr oder weniger sichtbares Kastenwesen,wo sich möglichst gleichartige aufhalten (hochintiligente u.a haben mehr die möglichkeit die Grenzen zu pasieren,und auch in weit(geselschaftlich) von einander entfernte Kasten ,gleichzeitig zu sein.

    Gruß Michael
    Geändert von oswi237 (16.08.2013 um 09:47 Uhr) Grund: ein Wort zuviel

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