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Diskutiere im Thema Unterschied zwischen Autismus und Asperger im Forum ADS ADHS Erwachsene: Asperger, Autismus
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Für alle Themen rund um ADS / ADHS und das Asperger-Syndrom oder Autismus bei Erwachsenen
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  1. #231
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Gurke2014 schreibt:
    Mich würde gerne interessieren wie du das genau gemeistert hast. Versuchst du innerlich mitzusprechen wenn du die Stimme von Sean Connery hörst?
    ich hab mir das regelrecht "abgeschaut/ abgehört".
    Seine Betonung in den Sätzen.

    Auch bei anderen Schauspielern, vielen Serien z.B.
    Ein eher jüngeres Beispiel ist Navy CIS, die Stimme von Gibbs, gesprochen von Wolfgang Kondrus.
    Der hat auch viele andere Schauspieler synchronisiert, damals schon Huckleberry Hawk bei Airwolf oder Ed Harris etc.

    Außerdem ist meine Lieblingsstimme Norber Langer (die Stimme von Tom Sellek, u.A. in Magnum).
    Der spricht auch viele Offtexte in Dokumentationen, irgendwie schaue ich mir das ab und hab das auch geübt.
    Das klappt aber alles nur bis zu einer bestimmten Grenze.

  2. #232
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Hallo,

    bei meinem Sohn wurde auch Asperger diagnostiziert.
    Der Psychologe sagte uns auch das man heute nicht mehr "Asperger" sagt, da es zum Autismusspektrum gehört.

    Er erklärte uns, dass Herr Asperger ausschließlich Erwachsene erforschte und "Autismus" betraf Kinder. Die Richtigkeit dieser Aussage habe ich allerdings noch nicht übergoogelt.




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  3. #233
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Suse schreibt:
    Der Psychologe sagte uns auch das man heute nicht mehr "Asperger" sagt, da es zum Autismusspektrum gehört.
    Das ist korrekt.
    Aber der Begriff AS (Asperger Syndrom) hat sich so etabliert, dass er nur schwer wieder verschwinden wird.

    Suse schreibt:
    Er erklärte uns, dass Herr Asperger ausschließlich Erwachsene erforschte und "Autismus" betraf Kinder. Die Richtigkeit dieser Aussage habe ich allerdings noch nicht übergoogelt.
    Da Asperger in seiner Arbeit von Kindern berichtet (die er noch als "autistische Psychopathen" bezeichnet, wobei der Begriff "Psychopath" fachlich für Menschen mit Persönlichkeitsstörungen galt), kann die Richtigkeit dieser Aussage schon mal mächtig in Frage gestellt werden .

    Die Titel seiner Arbeiten sprechen für sich:

    "Die Autistischen Psychopathen im Kindesalter" 1944

    "Das psychisch abnorme Kind" 1938

    Abgesehen davon betrifft Autismus Kinder wie Erwachsene, der wächst sich nämlich nicht aus
    Geändert von Fliegerlein (19.05.2015 um 22:01 Uhr) Grund: Fehlerkorrektur

  4. #234
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Danke für deine Antwort Fliegerlein☺️ so wie es aussieht setzt ich mich dann lieber nicht mit den Begrifflichkeiten auseinander..

    Das führt wahrscheinlich nur zu Verunsicherung. Psychisch abnorm sind wir ohnehin beide. 😁 ich muss dazu sagen das seine und meine Diagnose ziemlich zeitnah gestellt wurde.

    Entsprechend groß ist meine Überforderung.


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  5. #235
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Suse schreibt:
    Entsprechend groß ist meine Überforderung.
    Das kann ich gut verstehen.
    Versuch es Schritt für Schritt, lass es immer wieder mal sacken, das funktioniert am Besten.

    Sowas kann einen schnell überfordern und wenn dann noch die ganzen Möglichkeiten dazukommen, was es noch sein könnte oder was sich zusätzlich gebildet hat (Komorbiditäten), dann kann die Verwirrung einfach unendlich werden.
    Das ist ja auch echt komplex und kompliziert.
    Umso wichtiger ist es, dass wir uns hier so gut austauschen können

  6. #236
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Danke für deine Worte.
    Ich bin sehr froh dieses Forum gefunden zu haben.

    Vorallem fühl' ich mich jetzt nicht mehr so allein mit meinen "Eigenheiten".


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  7. #237
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 42

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Abgesehen davon betrifft Autismus Kinder wie Erwachsene, der wächst sich nämlich nicht aus .
    Ich lese jedoch oft, dass die Ausprägung der Symptome nachlassen kann, vorallen wenn man daran arbeitet. Oder ist das nicht richtig ?

    Mit 15 war es mir nicht einmal möglich, andere Personen ordentlich zu begrüssen oder zu lächeln, während ich mich heute schon eher wie ein ganz normaler 18-Jähriger verhalte, abgesehen von meiner Gangart, Sprechweise, Social awkwardness (trotz vielen Freunden). Angenommen ich habe Asperger natürlich).


    Entschuldigt mich, wenn ich zu viele Fragen stelle, aber irgendwie interessiere ich mich sehr für das Thema. Ich finde mich in vielen Symptomen wieder, in vielen anderen Aspekten wiederum nicht. Würde mich gerne zeitnah überprüfen lassen, jedoch haben die Autismusambulanzen megalange Wartezeiten hier und außerdem schränkt eine Aspergerdiagnose meine Berufswahl ein...

    Bei dem Aspietest komme ich auf einen Aspiescore von 112/200 und einen NT Score von 114/200. "You seem to have both neurodiverse and neurotypical traits"
    Geändert von Gurke2014 (20.05.2015 um 01:34 Uhr)

  8. #238
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Gurke2014 schreibt:
    Ich lese jedoch oft, dass die Ausprägung der Symptome nachlassen kann, vorallen wenn man daran arbeitet. Oder ist das nicht richtig ?
    Doch durchaus.
    Allerdings muss man unterscheiden, ob jemand etwas sozusagen einfach nur auswendig gelernt hat oder ob es tatsächlich eine interne Fähigkeit ist.

    Jemand mit einer Dyskalkulie wird bestimmte Rechnungen nicht auf die Reihe bekommen, und wenn er noch so viel übt, weil er nicht in der Lage ist, dn dahinter stehenden Rechenweg zu verstehen.
    Er kann aber die Formel oder gar die Rechnung auswendig lernen.
    Verstehen wird er sie aber nicht.

    Ein ASS-Betroffener kann ebenfalls, wie Du beschreibst, bestimmte Dinge durchaus erlernen und anschließend durchführen.
    Sie sind aber nach wie vor für ihn kein "natürlicher Vorgang".
    Das zeigt sich meist dann, wenn sich die Umstände ändern,
    Wenn sein Streßlevel erhöht ist oder wenn eine Situation ungewohnt ist, dann können solche erlernten Verhaltensweisen schnell wieder wegbrechen.

    Ein schönes Beispiel ist die Deutung von Gestik und Mimik.
    Ein neurotypischer Mensch kann das mehr oder weniger instinktiv.
    Er erkennt eine Mimik oder Gestik und kann sie anhand des Kontextes, also z.B. dem Inhalt eines Gespräches etc., interpretieren.

    So kann es durchaus sein, dass eine gleiche oder sehr ähnliche Mimik in einem anderen Kontext eine andere Bedeutung hat.

    Der Neurotypische kann das erkennen und zuordnen, instinktiv interpretieren.

    Der ASS-Betroffene hat Mimiken und deren Bedeutung sozusagen auswendig gelernt.
    Es ist für ihn, als wären alle Mimiken und Gestiken in einer riesigen Excel-Tabelle abgelegt.
    Er kann dann nachschauen, welche Mimik mit welcher Bedeutung übereinstimmt.

    Das klappt auch soweit irgendwann ganz gut,
    Nach Außen hin merkt man nicht mehr so den Unterschied.
    Nach Innen gerichtet ist das etwas anders, denn der ASS-Betroffene muss es jedesmal bewusst machen, das kostet Zeit und Energie, während Neurotypische dafür sowas wie einen "Autopiloten" haben.
    Bei denen läuft dieser Prozess automatisch im Hintergrund ab.
    Der Autist muss diesen Dingen immer eine gewisse bewusste Aufmerksamkeit widmen.

    Problematisch wird es aber in dem Moment, in dem eine Situation eintritt, in der sich ein Kontext verändert hat oder eine Mimik etwas anders ausfällt oder er eine Mimik sieht, die bislang unbekannt ist, kann er sie nicht mehr zuordnen.
    Neurotypische Menschen können das instinktiv (immer bedenken, auch die sind nicht perfekt, wäre ds so, gäbe es dafür nicht so einen haufen Bücher, aber sie sind darin schon ganz gut).
    Wir nicht.

    Ich habe schon viele Menschen kennengelernt, die meinten, dass diese ganze Deutung von Gestik und Mimik völliger Quatsch sei ...
    Das finde ich faszinierend ....
    Die machen das so automatisch, dass ihnen nicht mal ansatzweise bewusst ist, dass der größte Informationsanteil über diese Kanäle läuft.

    Ich habe dann meist zwei Antworten darauf:
    1.: "Whaow .... Du bist zu beneiden. Erzähl das mal Jemandem, der im autistischen Spektrum ist (ich sage üblicherweise nicht, dass ich dazu gehöre).
    Die können nämlich genau das nicht und das ist einer der Gründe, warum die so auffällig sind und solche Probleme in der zwischenmenschlichen Interaktion haben.
    Das, was Du so automatisch machst, dass Du nicht mal glaubst, dass es das gibt, müssen die mühsam erlernen und werden es dennoch niemals so tief verinnerlicht haben wie Du
    , ... die beneiden Dich dafür."

    2.: "Wenn das alles so ein Quatsch ist, warum kannst Du dann einen guten Schauspieler von einem schlechten unterscheiden?
    Was sind die Unterschiede?
    Bei einem guten Schauspieler sind die Worte, die er sagt, stimmig mit seiner gesamtem Körpersprache, während bei einem schlechten Schauspieler "irgendwas" nicht stimmt.
    Du kannst vielleicht nicht mal genau sagen, was das ist, aber instinktiv wirkt er auf Dich nicht glaubwürdig, nicht stimmig, obwohl beide genau das selbe sagen.
    "

    Also Ja!
    Man kann vieles erlernen, auch vieles in gewissem Maße automatisieren, aber wie auch immer, es wird niemals genau so sein, wie bei einem neurotypischen Menschen.
    Es wird immer eine Art "schauspielern" sein, aber nicht das Gleiche wie bei jemandem, bei dem das angeboren ist.
    Dennoch kann es dazu führen, dass man nach Außen hin neurotypisch wirkt ... vielleicht hier und da ein wenig "schrullig" oder "exzentrisch" oder so, aber nicht wie ein Autist.
    (Wobei die wenigsten Menschen überhaupt eine Ahnung haben, wie ein Autist wirkt ... die meisten denken dabei immer noch an Rainman und liegen damit sowas von kilometerweit daneben ....)

  9. #239
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 42
    Forum-Beiträge: 54

    Idee AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Selbstreflektion: "Asperger sind nicht immer nur und ausschließlich Sozialblinde!"




    Ja, das Phänomen mit der sozialen Wahrnehmung und der TOM: Stichwort Kognitiven Empathie ist sicherlich, immer wieder, ein spannendes Thema beim Autismusspektrum.

    Bei vielen Autisten ist dies auch das Leitproblem, worunter sie oft im Alltag leiden. Vor allem in Hinsicht auf häufige, sehr unangenehme zwischenmenschliche Missverständnisse und peinliche oder schuldbeladene und irritierende Situationen, diese oftmals entstehen.

    Doch dies gilt eben, bei weitem nicht für alle Autisten!

    Wie Fliegerlein schon ausführlich darlegte, gibt es einige Autisten diese eine hohe Kompensation zustande bringen und diese somit nur noch wenig oder selten darunter leiden. Viele "Hochkompensierte Autisten", vor allem jene, die erst im erwachsenen Alter diagnostiziert wurden, merken selbst nicht einmal das sie in diesen Bereichen überhaupt Schwierigkeiten haben. Oder die wenigen "Sozialen und Zwischenmenschlichen " Besonderheiten werden Fehlgedeutet und als "Macken", "Eigenheiten", "Verlegenheit, Scham, Unsicherheit, Neurotisch" und Exentrizität abgetan.

    Ich selbst hatte mich in meiner Sozialintelligenz, Menschenkenntnis und meiner Empathiefähigkeit immer auf oberer Spitze gesehen. Und dies war nicht nur subjektiv so, sondern wurde und wird mich noch heute häufig bestätigt. - "Ganz zum Leidwesen meiner Diagnostiker! "

    Ein Hautproblem dieses ich damit ansprechen möchte ist, dass, nach wie vor, vor allem unerfahrene, erwachsenen Diagnostiker, und die Breite Masse, immer noch die Meinung vertreten das jeder Autist nur dann einer ist wenn er für alle auffällig soziale Wahrnehmungsstörungen hat! Mir sagte mal ein Psychiater: " "Einen Asperger erkennt man auf einen Blick!" (Eigentümliches Sozialverhalten, keinen Blickkontakt, eigentümlich Sprache, Gesichtsblind und Blind für jegliche Nonverbale Äußerung eines Gegenübers etc.).

    Nun sicherlich dieser Psychiater hatte nicht unrecht, hinsichtlich, das einige Asperger und andere Autisten durchaus so leicht zu erkennen sind. Der Fehler ist nur: "Bei weitem nicht alle!!!"

    Dies und der angebliche Fakt das alle Autisten keine zwischenmenschliche Wahrnehmung haben und keine Empathiefähigkeit, haben mich immer bewogen, für mich eine Autismusspektrumstörung kategorisch auszuschließen!

    Wie sehr ich mich und jene veralteten Ärzteansichten sich irrten und wie sehr ich durchaus dem Autismusspektrum angehörte, lernte ich erst wirklich erkennen, innerhalb meiner Diagnostik Zeit, durch vielen Fragen zu mir und meiner Geschichte, den Test's und vor allem durch meinen Zunehmenden Wissen um Autismus auf Literatur und am meisten von Selbstbetroffenen Autisten verschiedener Selbsthilfeforen. Unter anderem Fliegerei habe ich einige Hinweise und Richtzungsweisungen zu verdanken!

    Was dieses "Zwischenmenschliche Wahrnehmungsphänomen": 'Kognitive Empathie' oder 'Theorie of Mind' angeht, um dies dann auch hier abzuschließen, habe ich folgendes an mir feststellen können :

    Erläuterung an eine kleine Erfahrung:

    Ich lass ein Manuskript worin es um eine Geschichte ging wo ein junger Mann eine schöne Frau erobert wollte. Es wurde in dieser Geschichte großartig und detailliert, ganz und gar realistisch, beschrieben wie dieser Mann sich auf ein Date vorbereitete, wie dieses Date ablief und wie sie nach diesem in der Wohnung der Frau landeten. Es wurden seine Sehnsüchte, Befürchtungen, Pläne und Ersatzpläne beschrieben. Auch seine Bestrebungen in den Flirt und Smalltalk Situationen, auf die Gefühle der angebeteten einzugehen, diese zu lenken um auf sich aufmerksam zu machen, sich als attraktiv darzustellen und das Gespräch und den Abend dabei so zu lenken, das jeder Schritt seines Planes hohe Chancen hatte an diesen Abend erfüllt zu werden.

    Ich habe diesen Manuskript Abschnitt vielen Freunden und Bekannten gezeigt und gefragt, ob es denn wirklich bei einem Date so abläuft?

    Sie Antworteten: Grundsätzlich JA!

    Ich fragte weiter, ob es denn normal sei, so enorm viele "Kommunikationsebenen" (Nannte dies später für mich: "Kommunikationspeiplines") , gleichzeitig wahrnehmen zu müssen und wahrnehmen zu können, bei diesen enorm komplexen sozialen Interaktionen die verbal, nonverbal, reaktiv und bewusst gelenkt gleichzeitig oder schnell aufeinander erfolgen?

    Die Antwort: Definitiv JA!

    Alle meine Freunde erkannten sich darin wieder.

    Ich fasse meine Selbsterkenntnis Zusammen:

    Ich erkannte mitunter an diesem Beispiel, was ich in meiner "grandios" angenommenen Sozialkompetenz nicht kann.

    Die NT's (Neurotypisch, Normalen) können auf mehreren "Kommunikations- Piplines" gleichzeitig Kommunizieren.
    Was ich lernte und wirklich gut kann, ist auf einer (in diesen Bspl.) dieser Kommunikationspeiplines zu kommunizieren. Bei mehreren jedoch bin ich sehr schnell "Schachmatt" gesetzt!

    Auch ist meine Sozialwahrnehmung, wenn es um mir selbst geht, enorm Eingeschränkt. Weshalb ich ein sehr schlechter Smalltalker bin und nicht flirten kann. Jedenfalls nicht bewusst, wie dies NT'ler tun!

    Kleines Fazit: Die Theorie of Mind muss nicht das Leitphänomen sein, bei allen Autisten.

    Worunter viele Autisten, wie ich auch, oftmals mehr leiden, dass ist der 'Mangel an zentraler Kohärenz'. Dass heißt für mich : Ich habe enorme Schwierigkeiten oftmals einen Anfang zu finden. "Ich brauche sehr lange um den Gemeinsamen Nenner zu finden, den roten Faden." Ich verliere mich sehr schnell in Details und kann schwer oder gar nicht Prioritäten setzen. Ich bin meist sehr bis absolut unflexibel. Extrem schlechte Orientierung. Und ausgeprägte Gesichtsblindheit.

    Ein Anderer Punkt: Sensorische Hypersensibilität (andere auch, oder Hyposensibilität). Schnelle Überreizung und Überforderung durch Geräusche, Licht, Luftdruck und enorm Schmerzempfindlich.

    Meine Sensorische Hypersensibilität verbunden mit meinen Mangel an zentraler Kohärenz und meinen Einschränkungen in den Executivfunktionen (wie alles AD(H)S'ler auch kennen. Und da ich auch ADS habe...) führt dies dann bei mir zu sogenannten: "Overload - Shutdown und Meltdown - Erlebnissen!"
    Diese auch für viele Autisten‎ oftmals schlimmer sind als die soziale Wahrnehmung und Interaktion.

    Die heißt knapp gesagt: Ich gerade schnell in Überforderungssituationen! Diese dann zur Überreizung führen, zur "Lähmung" und Handlungsunfähigkeit mit absoluten Rückzug in sich selbst, oder auch bis zu kurzen und heftigen Wutausbrüchen gesteigert werden können.

    Hieraus resultiert dann auch diese "zwanghafte Selbst und Umweltkontrollversuche" sowie dieser typische Rückzug in sich selbst, dieser den Autismus jenen Namen bescherte.

    Somit ist jene weitere Autismustheorie recht passen: "Intense World Syndrome."

    "Fliegerlein wenn mag, kann dies sicher ergänzen, muss aba nich!"

    LG,

    Saturnus
    Geändert von Saturnus (20.05.2015 um 12:23 Uhr)

  10. #240
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Da kann ich gar nix ergänzen! ,

    Besser könnt ich das auch nicht beschreiben oder erklären, im Gegenteil.

    Super beschrieben und erklärt und wenn ich zwei Likes dafür vergeben könnte, würd ich es tun

    Das mit dem Date ist zudem eine grandiose Schilderung ... so ziemlich ging und geht es mir auch ...

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