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Diskutiere im Thema Unterschied zwischen Autismus und Asperger im Forum ADS ADHS Erwachsene: Asperger, Autismus
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Für alle Themen rund um ADS / ADHS und das Asperger-Syndrom oder Autismus bei Erwachsenen
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  1. #221
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 583

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Ich "merke" nicht, dass ich im Autismusspektrum bin.
    Schaue ich mir dann die einzelnen Kriterien an, muss ich dann jedoch einsehen, dass ich wohl tatsächlich im Spektrum bin.
    Anderen fällt es hingegen stärker auf, mehrere Leute sagten mir, nachdem sie von meiner Diagnose erfuhren, dass sie dies schon bei mir vermuteten.
    In sofern würde ich sagen: Ich merke nicht, dass ich autistisch bin - andere merken es.

    Man darf nicht vergessen, dass ADHS und Asperger viele Überschneidungen hat. Vor allem Augenkontakt und auch Stimmlage u.ä. wird oft auch bei ADHSlern als auffällig beschrieben. Auch "Freunde finden" und soziale Überforderung ist in diesem Forum immer wieder ein Thema.
    Daher würde ich sagen, dass man am besten einschätzen kann, ob man möglicherweise ins autistische Spektrum "fällt", wenn man einfach mal die Kriterienliste für Asperger genau durchgeht und bei jedem Punkt überlegt, ob und in wiefern es auf einen zutrifft.
    Wichtig ist auch, dass die Symptome schon in der Kindheit auftraten.

    Zur Betonung: Mit frühkindlich oder Asperger hat das nichts zu tun.
    Im Bereich der Diagnostik ist der Unterschied zwischen frühkindlich HFA und Asperger vor allem die Sprachentwicklung, als Asperger-Autist hat man keine Sprachentwicklungsverzögerung (weswegen ich eigentlich frühkindlicher Autist bin, aber im Erwachsenenalter ist der Unterschied zwischen HFA und Asperger so gering, dass oft trotzdem als Diagnose F84.5 vergeben wird).
    Was Stimmlage betrifft, so sind auch Asperger-Autisten oft auffällig (monoton, dialektfrei etc.)
    Geändert von ReRegenbogen (19.05.2015 um 02:13 Uhr)

  2. #222
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    sourcream schreibt:
    aber woran merkt man direkt das man Autismuspektrum hat?
    Man selber?

    Man selbst bemerkt eigentlich eher gar nicht ob oder dass man im Spektrum ist.
    Man merkt, dass man "anders" ist, irgendwie ist es "anders", aber beschreiben hätte ich es nicht können (heute schon).

    Es sind z.B. u.a. solche Dinge, die einem von Außen zugetragen werden.
    So kann ich mich erinnern, dass sich andere mal über meine Art zu gehen lustig gemacht haben.
    Oder andere, die Dich als "Laberkopp" oder "Klugscheißer" oder "Professor" etc. bezeichnen.

    Aber das hätte ich nicht zuordnen können.
    Selbst nicht, als ich über die Beschreibung des autistischen Spektrums gestolpert bin, selbst da wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass ich da reinpassen würde.

    Erst im Vergleich mit anderen und durch die Rückmeldung von Anderen wurde mir mehr und mehr klar, dass das, was für mich vollkommen normal schien, für die meisten Menschen um mich herum das ganz und gar nicht ist.


    Es sind viele einzelne Positionen, die letztlich ergeben, dass man im Spektrum ist.
    Daher ist es ja eine Spektrumsstörung und ein Syndrom.


    Das erste Mal, dass ich etwas Konkretes erkannte und vermutete, war als ich ein Podcastinterview mit einem Schweizer Psychologen (er war Unternehmensberater oder sowas) und einem seiner Klienten gehört habe und dabei zwei Persönlichkeitstypen angesprochen wurden (es ging dabei um Kunden) und die wurden kurz umrissen.
    Es war der histrionische und der anankastische Persönlichkeitstyp.

    Bei dem, was die unter anankastisch, also zwanghaft, beschrieben, wurde ich das erst Mal hellhörig.
    Es konnte für mich nicht sein, dass das, was dort beschrieben wurde, als zwanghaft gelten würde.
    Da wurde mir das erste Mal bewusst vor Augen (bzw. Ohren) geführt, dass meine Normalität für Andere als zwanghaft gilt.
    Ich habe mich daraufhin intensiv mit der Thematik befasst und konnte dennoch erst im späteren Verlauf von Therapien und dem Austausch mit Fachpersonen, das Ganze auch auf mich beziehen.

    So etwas selbst wahrzunehmen, ist ein Problem, vor Allem. wenn man ein syndrombedingtes Problem mit der Selbstwahrnehmung hat.

    Dads Ganze hat auch erst funktioniert, als ich so um die 30 war, also in der Tat in dem Bereich, in dem die Exekutiven Funktionen bei ADHS-Betroffenen (bin beides) sich soweit entwickelt haben, dass die Selbstwahrnehmung funktioniert.

  3. #223
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 42
    Forum-Beiträge: 54

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Hallo Fliegerlein,

    Stimme voll und ganz Deinen Ausführungen zu! Und kenne dies in etwa, auch von mir so. Das habe ich Dir und im Forum auch schon geschrieben.

    Übrigens schön wieder von dir zu hören.

    Leider musste ich mich hier erst wieder Freischalten lassen, da ich lange Zeit nicht mehr online war. - Eben aufgrund meines Diagnostik Märtyriums dieses ich erstmal, einigermaßen, hinter mir bringen musste.

    Habe meine Neuvorstellung zumindest anpassen können.

    Werde Dir, wenn ich wieder freigeschaltet bin, mal per PN schreiben.


    LG,

    Saturnus

    PS. Danke für Deine damalige Hilfestellung, diese hat mir sehr geholfen.

  4. #224
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 42

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Ist es überhaupt möglich durch Verhaltenstherapien und Sprachtherapien nach außen völlig normal zu wirken? Bzw hat jemand gute Erfahrungen gemacht mit der Behandlung von Asperger?
    Ich weiß nur nicht was einem die Diagnose bringt außer Gewissheit...
    ich wusste seit Ende Pubertät dass etwas nicht stimmt.

    Würde mich freuen wenn jemand mit Asperger diesen kurzen Test absolviert (nicht aussagekräftig):
    http://socialintelligence.labinthewild.org/mite/

    ich komme auf 21/36, also nur leicht unterdurchschnittlich
    Geändert von Gurke2014 (19.05.2015 um 17:34 Uhr)

  5. #225
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Gurke2014 schreibt:
    Ist es überhaupt möglich durch Verhaltenstherapien und Sprachtherapien nach außen völlig normal zu wirken?
    Naja, ... "Jain"

    Ich habe mir da schon vieles abgeschaut, habe mal (nebenbei und als Gaststudium) Psychologie studiert, mit dem Schwerpunkten Persönlichkeits- und Ausdrucksanalytik (letzteres bedeutet Deuten von Körpersprache, Gestik, Mimik), dazu eine Ausbildung als Personaltrainer ("Personal" im Sinne von Belegschaft einer Firma, nicht die Personal Trainer im Sinne von persönlichen Sportcoaches), welche ebenfalls viel Persönlichkeitsanalytik und zwischenmenschliche Interaktion zum Inhalt hatte.

    Zudem habe ich mich sprachlich, also was die Sprechweise betrifft, sehr an Vorbildern orientiert und so eine ansonsten recht "holzige" oder monotone Sprechweise ablegen können (was aber durchaus auch ins Gegenteil schlug und ich dann wieder klinge, als würde ich "singen").
    Außerdem kann man sehr schnell erkennen, wer meine Vorbilder waren (die Synchronstimme von Sean Connery z.B. und verschiedene andere, auch menschen im meinem Umfeld).

    Da kommt allerdings auch schnell zu Tage, was man oft bei Aspergern beobachtet:
    Sie spiegeln ihre Gegenüber, zeigen aber wenig "eigene" Merkmale, die typisch für sie wären.

    Und genau da liegt das "Jain" ...
    Viele Asperger sind nach Außen hin und auf den ersten Blick in der Tat nicht zu erkennen, weil sie sehr anpassungsfähig sind und ihre Umgebung spiegeln.
    Ich habe einmal eine Facharbeit einer Ärztin gelesen, die das beschrieben hat.
    Sinngemäß aus dem Gedächtnis heraus berichtete sie (es ging dabei um Kinder), dass sie zunächst in der Gruppe bei den Betroffenen keine Unterschiede zu den Neurotypischen feststellen konnte.
    Im Gegenteil, sie schienen regelrecht in der Masse zu verschwinden, verhielten sich genau wie ihre Umgebung.

    Dann kam sie auf die idee, die Kinder in eine völlig andere Umgebung zu setzen, also mit vollkommen andern Kindern in komplett anderen Situationen und siehe:
    Plötzlich zeigte sich dasselbe Muster, sie verschwanden wieder regelrecht.

    Es schien, als hätten sie keine eigene Identität, keine eigenen Persönlichkeitsmerkmale, sondern befanden sich in so etwas wie einem "Tarnmodus", in dem sie einfach nur alles um sie herum widerspiegelten.

    Diese Kinder waren, soweit ich mich erinnere, hochintelligent, inwiefern das mit diesem Verhalten verbudnen war, weiß ich nicht mehr.

    So kann man also einerseits sagen, dass es tatsächlich möglich ist, dass die Betroffenen nahezu unauffällig sind, aber das ist recht oberflächlich und bei genauerer Betrachtung oder über längere Zeiträume fallen auch dort die Fassaden, denn das lässt sich nur mit enormer Anstrengung aufrecht erhalten und damit nicht lange.

    Ich kann so etwas in meiner Vergangenheit ebenfalls nachvolziehen, teilweise ist das richtiggehend erschreckend (mein Vergleich dazu ist gerne der Film "Zelig" mit Woody Allen, auchw enn ew dabei um eine andere Störung ging, aber diese "Überanpassung" zum Preis der eigenen Identität ist recht passend.


    Gurke2014 schreibt:
    Ich weiß nur nicht was einem die Diagnose bringt außer Gewissheit...
    Naja, Gewissheit kann schon einiges bringen, vor allem im Hinblick darauf, dass, wenn eine Behandlung ansteht, auch die richtige ausgewählt wird.
    Wer versucht einen Asperger wie einen ADHS-Betroffenen oder einen Zwanghaften oder jemanden mit einer schizoiden oder schizotypischen PS zu behandeln, wird scheitern.

    Das wäre ähnlich, als würde man eine Bronchitis wie eine Lungenentzündung behandeln, oder umgekehrt.
    Man muss halt wissen, worauf man achten muss, welche Besonderheiten es gibt, welche die typischen Beeinträchtigungen sind und welche davon man direkt behandeln kann und welche nicht behandelbar sind, sondern über Umwege angegangen werden müssen (das ist auch bei ADHS so, und einer der Gründe, warum so viele falsche Therapien einfach nur für Frust sorgen, sowohl bei Patienten, wie bei den Therapeuten).

    Es ist die Gewissheit, das "sich selber verstehen" und das Akzeptieren.
    Ob man dafür eine Diagnose braucht? ...


    OT:
    Saturnus schreibt:
    Werde Dir, wenn ich wieder freigeschaltet bin, mal per PN schreiben.
    Müsste eigentlich schon wieder funktionieren, wenn ich das richtig sehe.
    Gerne aber auch über das Forum, ist ja eine Gemeinschaft zum Austausch hier .

  6. #226
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 42
    Forum-Beiträge: 54

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Komme auf 12 von 36.

  7. #227
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Gurke2014 schreibt:
    Würde mich freuen wenn jemand mit Asperger diesen kurzen Test absolviert (nicht aussagekräftig):
    Test your social intelligence
    Wie Du schreibst, sind diese Tests wenig aussakräftig, besonders die Schnelltests.

    Einen Test, der schon etwas mehr in die Tiefe geht, ist das Aspie Quiz.
    Der läuft über, ich meine sind 100 Fragen und geht auch in den Ergebnissen mehr in Einzelbereiche.

    Interessant wäre es vor allem auch, wenn Du den Test mal von Menschen in Deinem Umfeld, die Dich sehr gut kennen, machen lassen würdest.
    Und zwar sollen die dann einmal den Test selber für sich machen und dann noch einmal so, wie sie Dich wahrnehmen.
    Kann einem die Augen öffenen, kann ich Dir sagen .
    (und natürlich kannst Du es auch umgekehrt für die Anderen machen und sehen, wie Du sie wahrnimmst und einschätzt, ... auch das gehört zur Fähigkeit der kognitiven Empathie )

  8. #228
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 42

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Fliegerlein schreibt:
    Da kommt allerdings auch schnell zu Tage, was man oft bei Aspergern beobachtet:
    Sie spiegeln ihre Gegenüber, zeigen aber wenig "eigene" Merkmale, die typisch für sie wären.
    Ich kenn das sehr gut, ich schaue mir häufig Körperhaltungen, Mimiken von Leuten ab, die mir "cool" erscheinen. Das sieht aber fast nie Original aus.

    Zudem habe ich mich sprachlich, also was die Sprechweise betrifft, sehr an Vorbildern orientiert und so eine ansonsten recht "holzige" oder monotone Sprechweise ablegen können (was aber durchaus auch ins Gegenteil schlug und ich dann wieder klinge, als würde ich "singen").
    Außerdem kann man sehr schnell erkennen, wer meine Vorbilder waren (die Synchronstimme von Sean Connery z.B. und verschiedene andere, auch menschen im meinem U.
    Mich würde gerne interessieren wie du das genau gemeistert hast. Versuchst du innerlich mitzusprechen wenn du die Stimme von Sean Connery hörst?
    Geändert von Gurke2014 (19.05.2015 um 18:18 Uhr)

  9. #229
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Saturnus schreibt:
    Komme auf 12 von 36.
    Ich kam auf 18 von 36 (einiges geraten, einges per Ausschlussanalyse ermittelt)
    .
    Angesichts der Ausbildung, besonders im Bereich Ausdrucksanalyse und den Tonnen von Büchern zum Thema (hauptsächlich Samy Molcho), spricht das schon ein bisschen für sich ... ist aber ok .

  10. #230
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 42

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Ich komme ohne irgendwelchen Trainings von Mimikrn auf 21...


    den Aspie Test mit den Hunden dort Fragen habe ich übrigens auch absolviert, weiß nur nicht wie man das Ergebnis genau liest.
    diesen Link finde ich auch recht interessant:Überlebensstrategien für Menschen mit Asperger Syndrom

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