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Diskutiere im Thema Unterschied zwischen Autismus und Asperger im Forum ADS ADHS Erwachsene: Asperger, Autismus
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Für alle Themen rund um ADS / ADHS und das Asperger-Syndrom oder Autismus bei Erwachsenen
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  1. #191
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 583

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    NorthLight schreibt:
    Ich merke diese Müdigkeit in der Regel viel früher, nämlich nach einer Stunde oder zwei, während ich mit den Menschen zusammen bin. Mal mehr, mal weniger. Dann werde ich müde, quengelig, schneller genervt von allem, ziehe mich auch unbewusst zurück und nehm mir kleine Auszeiten (Rausgehen, Toilette etc.). Manchmal wird es dadurch tatsächlich besser, aber nur wenig und am nächsten Tag spüre ich es meist auch noch. Als wäre ich krank gewesen und müsste mich erholen.
    [...]
    Bei Wut ticke ich schon mal völlig aus, ja. Aber eher wie ein Tier, das gefangen wurde und sich mit Krallen, Schreien und Fäusten wehrt.
    So ungefähr muss das wirken.
    Ich war bis vor 1-2 Jahren überzeugt davon, dass ich so oft "krank" bin, nur die fehlenden echten Krankheitsszeichen haben mich verwundert.
    Also ich fühle mich genau so wie du es beschreibst, als müsste ich mich von einer Krankheit erholen. Nur habe ich den Zusammenhang nie erkannt.
    So langsam fügen sich die Puzzlestücke zusammen.

    Wie ein Tier, guter Vergleich. Ja, das könnte ich so unterschreiben.

    SweetChilli schreibt:
    mich (diagnose asperger autismus) verunsichert es jemandem in die augen zu schauen, weil ich keine infos draus lesen kann.
    Mir fällt das irgendwie schwer es nachzuvollziehen. Ich meine, Ohrläppchen z.B. geben mir auch keine Infos, trotzdem habe ich kein Problem diese anzuschauen.
    Es ist doch dann de facto egal wohin du schaust?

    Wie sieht es bei euch eigentlich mit "andere Menschen mögen" aus?
    Habe ich heute drüber nachgedacht...
    Ich mag nämlich eigentlich (fast) alle Menschen und bin - anscheinend typisch ADS - überhaupt nicht nachtragend. Außer natürlich bei gravierenden Dingen...
    Zwar gibt es bei mir eine BL-Diagnose, aber diesbezüglich passe ich da _überhaupt_nicht_ rein.

    Ich habe schon so ein gewisses Gefühl wenn ich Menschen treffe, also sowas wie "irgendwie komisch", aber die kognitive Ebene erreicht es irgendwie nicht.
    Mir fällt es total schwer, anderen irgendwelche Absichten zu unterstellen.
    Kenne leider eine Person mit einer sehr stark ausgeprägten NPS, da wird durchgehend manipuliert, intrigiert, Spielchen gespielt.
    Die Person fand ich zwar von Anfang an "komisch" (naja, hat halt nur über sich, ihre Schminke, ihre Haare, ihre Backkünste und ihre Maniküre geredet), aber das sie so drauf ist hätte ich niemals gedacht. Ich hätte niemals gedacht, das überhaupt irgendjemand so drauf ist, im realen Leben.

    Im Internet, wenn ich alles mit etwas Abstand analysieren kann, ist es übrigens nicht so. Ist für mich dann aber eher wie im Buch, wo es ja auch Bösewichte gibt.
    Nur bei direktem sozialen Kontakt, da kann ich mir nie vorstellen, das jemand lügt, manipuliert oder intrigiert.

    Mein Freund meinte heute auch irgendwann zu mir, dass er mir doch andauernd die ganzen sozialen Dinge erklären muss, z.B. wenns um komische Streits geht.
    Solche, wo dann X nicht mehr mit Y redet und sich kleine Gruppen bilden, eine um X, eine um Y.
    Bei sowas bin ich nie involviert. Meist überraschen die mich total und ich verstehe überhaupt nicht, warum die sich denn streiten...
    Ist das ne Harmoniesucht?
    Denn andererseits kann ich ganz schön abgehen, wenn man mich zu sehr reizt, ich mich ungerecht behandelt fühle oder man mir nicht meine Ruhe lässt.
    Da ist diese Harmonie schnell hinüber und ich werde, wie von NorthLight schön beschrieben, zu einem wilden Tier. Vom Lämmchen zum wilden Löwen.
    ADHS - definitiv.
    Aber mich verunsichert, dass mein Freund bspw. ganz anders ist. Den überraschen Streits nicht. Oder wenn jemand von jemand anders genervt ist und über diese Person dann lästert, wegen irgendwelchen unwichtigen Dingen (keine Ahnung, weil X sich was gekauft hat, was Y unnötig und zu teuer findet).

  2. #192
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 122

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Liberty schreibt:
    Naja, ich schätze, ich sehe ganz normal aus. Ich kann mich sehr gut verstellen und hab schon, bevor ich überhaupt was über Asperger wusste, angefangen Artikel über Körpersprache, Etiquette, etc. zu lesen. Davor hab ich einfach das Verhalten, anderer Leute kopiert, um nicht aufzufallen. Nicht immer erfolgreich... Aber relativ normaler Alltag.

    Auf plötzliche Veränderungen reagiere ich leider immer noch sehr heftig. Die Reaktion kann ich selten überspielen... Genauso wenig, wie meine Überempfindlichkeit auf gewisse Lichter... Das kann manchmal zu peinlichen Situationen führen... In den Situationen sehe ich definitiv autistisch aus... Sonst eher nicht.
    Neurotypisch auf dem zweiten Bildungsweg?

    Ich persönlich habe übrigens weitgehend aufgehört, Leute von Diagnosen zu erzählen. Damit provoziert man ja quasi, dass sie irgendwelche stereotypen Vorstellungen aus ihrer Erinnerung kramen und anhand derer dann abwägen, ob man in dieses Schema "passt".

    Ich glaube, die meisten, die mich kennen, würden der ADHS Diagnose nicht zustimmen, schließlich springe ich nicht auf den Sofas fremder Leute herum oder bin übermäßig schusselig. Ich weiß ja nicht einmal selbst, ob ich der ADHS Diagnose, oder sogar der ganzen ADHS-Hypothese, wirklich zustimme. Was ich sagen kann, ist, was mich überfordert, bremst oder belastet. Und ich weiß auch, dass es bei all diesen Problemen so etwas wie einen roten Faden gibt- ein Grundproblem das ich im Laufe meines Lebens schon auf verschiedenste Arten kompensiert habe. Da waren klassische ADHS-Muster dabei, aber auch Dinge, die nach außen völlig unauffällig wirk(t)en.

    Was ich jetzt weiterhin weiß, ist, dass es Medikamente gibt, die mir den Umgang mit meinen "special effects" erleichtern und ich habe mich jetzt dazu entschieden, diese Hilfe anzunehmen.
    Das alles erzähle ich Leuten durchaus, aber eben ohne polarisierende Stichwörter und das klappt ganz gut- wer könnte sich auch das Recht herausnehmen, mir meine Reizempfindlichkeit, die Antriebsschwäche, stabilere Stimmungslage durch Medikation, etc. abzusprechen?

    Meinem Vater habe ich ganz konkret von der Diagnose erzählt- er war sehr aufgeschlossen und meinte nur, dass vielleicht vieles anders verlaufen wäre, hätte ich das eher erfahren.
    Es entlastet ihn wohl auch von einigen Selbstvorwürfen in Bezug auf mich, vermute ich mal. Interessanterweise hat er auch begonnen, seine eigene Kindheit und Jugend zu erinnern und er war wohl selbst auffallend hyperaktiv, was mich vermuten lässt, dass ich es evtl. gleich von beiden Seiten abbekommen habe...

    Mit meiner Mutter habe ich schon lange keinen Kontakt mehr- sie weigert sich seit Jahren meine Geschwister, die alle schon recht früh diagnostiziert wurden, behandeln zu lassen. Auch ihr hat der Kinderpsychiater das ADHS direkt mitdiagnostiziert und sie fühlt sich dadurch furchtbar angegriffen und gekränkt. Sie hat daraufhin nur für sich definiert, dass alle anderen unnormal sind und schlägt sich damit mehr schlecht als recht durchs Leben...

    Ich persönlich vermute, dass diese Reaktionsmuster ziemlich häufig vorkommen- ein Elternteil, das mit sich selbst weitgehend im Reinen ist und vielleicht auch eigene Schwächen akzeptieren kann, die er im Kind wieder findet, wird eine Diagnose vielleicht eher als Entlastung, zumindest aber als durchaus mögliche Erklärung betrachten.
    Jemand, der entweder seine eigenen Probleme verdrängt, sich Versäumnisse vorwerfen muss oder in irgendeiner Form vom Leiden seines Kind profitiert (und wenn es nur die Opferrolle ist...), wird sich natürlich wehren.

    Vielleicht ist es weniger verletzend, wenn man dieses Verhalten als eine Form des Selbstschutzes interpretieren kann, anstatt zu vermuten, dass es den Eltern nicht wichtig ist oder sie einem de Kompetenz absprechen, diese Dinge für einen selbst zu beurteilen...

    LG

  3. #193
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    ReRegenbogen schreibt:
    Mir fällt das irgendwie schwer es nachzuvollziehen. Ich meine, Ohrläppchen z.B. geben mir auch keine Infos, trotzdem habe ich kein Problem diese anzuschauen.
    Es ist doch dann de facto egal wohin du schaust?
    Vom logischen Standpunkt aus betrachtet schon.
    Aber Ohrläppchen schauen nicht zurück, Augen schon .
    An Augen ist irgendwas anders.


    ReRegenbogen schreibt:
    Wie sieht es bei euch eigentlich mit "andere Menschen mögen" aus?
    Habe ich heute drüber nachgedacht...
    Ich mag nämlich eigentlich (fast) alle Menschen und bin - anscheinend typisch ADS - überhaupt nicht nachtragend. Außer natürlich bei gravierenden Dingen...
    Zwar gibt es bei mir eine BL-Diagnose, aber diesbezüglich passe ich da _überhaupt_nicht_ rein.
    Ist bei mir ähnlich, wobei ich den Begriff "mögen" nur schwer definieren kann.
    Ich mag auch (fast) jeden Hubschrauber und (fast) jede Dampflok und ungefähr so ist es auch mit Menschen.
    Allerdings würde ich schon sagen, dass es zutrifft, dass ich einerseits vorbehalts- und vorurteilslos und wohl vor allem auch etwas "naiv" an Menschen herangehe.
    Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass jemand intrigant oder falsch oder böse etc. ist.
    Das mag mit dem Mangel an kognitiver Empathie zusammenhängen.

    Auf jeden Fall bin ich wohl das, was man vertrauensselig nennt, eben recht naiv.
    Das hat mich auch schon oft genug in Teufels Küche gebrahct, eben weil ich schonungslos ehrlich bin, auch in bezug auf Dinge, die mich betreffen.
    Ich war z.B. grundehrlich zu meinem Arbeitgeber in bezug auf meine Erkrankung und die haben es schamlos ausgenutzt.
    Aber ich kann und konnte mir nicht vorstellen, dass man das tut, sondern glaubte an echtes und ehrliches Interesse und den Wunsch zu helfen, denn das hätte ich getan.

    ReRegenbogen schreibt:
    Im Internet, wenn ich alles mit etwas Abstand analysieren kann, ist es übrigens nicht so. Ist für mich dann aber eher wie im Buch, wo es ja auch Bösewichte gibt.
    Nur bei direktem sozialen Kontakt, da kann ich mir nie vorstellen, das jemand lügt, manipuliert oder intrigiert.
    Das geht mir ähnlich.
    Das Internet ist auch für mich die bessere Form der Kommunikation/ sozialen Interaktion.
    Wobei ich da oft genug auf die falschen reinfalle ... ist mir hier auch schon einige Male passiert.
    Mir sagen immer alle, ich sei zu gutmütig für diese Welt ... naiv triffts wohl besser, aber gutmütig klingt besser .

    ReRegenbogen schreibt:
    Mein Freund meinte heute auch irgendwann zu mir, dass er mir doch andauernd die ganzen sozialen Dinge erklären muss, z.B. wenns um komische Streits geht.
    Solche, wo dann X nicht mehr mit Y redet und sich kleine Gruppen bilden, eine um X, eine um Y.
    Bei sowas bin ich nie involviert. Meist überraschen die mich total und ich verstehe überhaupt nicht, warum die sich denn streiten...
    Ist das ne Harmoniesucht?
    Kann sein.
    Kann aber auch sein, dass Du es wirklich einfach nicht mitbekommst, bzw. wahrnimmst.
    Denn auch das ist bei mir genauso.
    Ich bekomm sowas nie mit, bin immer erstaunt, wenn sowas dann an mich herangetragen wird.
    Das kann ich mir aber sowohl bei Aspies, als auch bei ADS'lern vorstellen.
    Die einen kriegen es vielleicht mit, nehmen es aber nicht wahr, die anderen sind mit ihren Augen, Ohren, Gedanken, etc. ewig auf Streifzug und bekommen es nicht mit, würden es aber wahrnehmen, wenn sie es denn mitbekämen .
    Zumindest stelle ich es mir so vor.

    ReRegenbogen schreibt:
    Aber mich verunsichert, dass mein Freund bspw. ganz anders ist. Den überraschen Streits nicht. Oder wenn jemand von jemand anders genervt ist und über diese Person dann lästert, wegen irgendwelchen unwichtigen Dingen (keine Ahnung, weil X sich was gekauft hat, was Y unnötig und zu teuer findet).
    Naja, ... auch ADS'ler ist nicht gleich ADS'ler.
    Es ist halt ein Spektrum und letztlich sehr individuell.

  4. #194
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 600

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Liberty schreibt:
    Naja, Besuch finde ich nie vorteilhaft...

    Aber wenn, dann lieber bei mir. Auf die Art habe ich etwas Kontrolle, über die Situation.
    Es mag seltsam klingen aber es beruhigt mich schon sehr, zumindest das Essen bestimmen zu dürfen...
    In einer vertrauten Umgebung, bin ich einfach entspannter und kann meine Unsicherheit, leichter überspielen.

    Die fremden Gerüche mag ich genauso wenig aber die sind auswärts viel schlimmer...
    is bei mir ganz genauso. word!

  5. #195
    NorthLight

    Gast

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Der Zusammenhang zwischen Müdigkeit und sozialen Kontakten war mir auch lange eher wenig bewusst, vielleicht auch gar nicht. Es fiel mir nicht so auf, denke ich, weil ich meine ganze Gymnasialzeit quasi kaum soziale Kontakte hatte, oder jedenfalls nicht in dem altersgemäßen Maß. Ein, zwei Freundinnen hatte ich fast immer, aber wenn man von Zuhause aus eh unter Dauerstress steht... Dazu dann schulische Probleme, Mobbing, wer kann da am Ende noch sagen, woher welche Probleme kommen. ^^

    Sowas wie psychosomatische Kopfschmerzen hatte ich allerdings eine ganze Zeit lang, wurde mir auch erst später klar. Bauchschmerzen kenne ich aus diesen Gründen auch sehr gut.

    So richtig bewusst geworden, dass bei mir "was anders" ist, ist es mir während einer Essstörungsphase. Ich hab recht wenig gegessen, aber nicht so wenig wie typisch Magersüchtige das tun, weil ich absolut nicht in der Lage war das Essen weiter zu reduzieren und gleichzeitig mehr zu tun als im Bett zu liegen. In der Regel sind Leute mit MS mehr oder weniger Leistungsfanatiker, die treiben stundenlang Sport, lernen für die Schule usw. Ich dagegen war einfach außer Gefecht gesetzt, im wahrsten Sinne des Wortes.
    Konnte kaum mehr zwei Sätze lesen, mir tat alles weh.
    Und weil ich bei all dem immer noch normal gesund aussah, hat das Ganze leider auch kaum einer richtig ernst genommen. Das ist jetzt natürlich körperlich und seelisch ne Ausnahmesituation gewesen und es hat sich deutlich gebessert seit ich wieder ganz normal esse.
    Trotzdem ist mir in dem Moment klar geworden, dass Stress in jeder Form für mich sowas wie ein KO-Faktor ist. Ich reagier da krasser als andere, auch körperlich.

    Was Menschen mögen angeht:
    Da bin ich BL-geprägt und ADHS-geprägt gleichzeitig
    Ich kann grundlos auf andere losgehen wie ein wildes Tier, wenn die Person etwas in mir triggert, und dann hat die Person echt nichts mehr zu lachen bei mir. Vorurteile aufgrund von Erfahrungen versuche ich bisher auch vergeblich loszuwerden. Auf manche Männer reagier ich, als hätte man mich früher weiß Gott wie behandelt, obwohl das nicht der Fall ist.
    Auch wieder ein Fluchtinstinkt, den ich mit dem eines Tieres vergleichen würde.

    Auf der anderen Seite kann ich dermaßen naiv sein, das ist schon fast süß. Ich denke, die anderen Leute wollen das gleiche wie ich, also sich auch nur nett unterhalten oder etwas in der Art. Ich mag Menschen eigentlich, ich hab gern mit ihnen zutun und brauche auch soziale Kontakte unbedingt.

    Streits, Beziehungen... auch alles Dinge, die immer unbemerkt an mir vobeiziehen
    Ich merke das einfach nicht und kanns auch nicht nachvollziehen.
    Um wirklich jemandem was vorzuwerfen, muss die Person mich persönlich beleidigt haben oder was getan haben, was ich überhaupt nicht gut finde. Dann habe ich eine deutliche Meinung.
    Ansonsten bin ich die Schweiz. ^^

    Im Internet mit Menschen schreiben macht mich nicht müde, das ist der große Vorteil. Liegt vermutlich daran, dass ich nicht permanent auch noch auf Körpersprache achten muss, sonder nur das Geschriebene sehe. Mir fehlt genau das aber auch oft bei dieser Kommunikation, weil da gern mal Missverständnisse entstehen.

  6. #196
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 65

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Der Asperger bleibt bei einem Thema, er stellt meistens keine Fragen oder zieht auch keine neuen Themen hinzu, die das Eingangsthema in zich Richtungen ausdehnt. Wenn der Asperger ein Ziel hat, dann geht er geradeaus darauf zu, er schaut seltener nach rechts oder nach links, was fast immer zum Streit führt mit Leuten, die in alle Richtungen gucken! Der Asperger bittet weniger um den guten Ton, weil um Respekt bitten, da wird man nur doof ausgelacht. Der Ton ist schwarz. Der Asperger liebt weiss!

  7. #197
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Baileys-19 schreibt:
    Der Asperger bleibt bei einem Thema, er stellt meistens keine Fragen oder zieht auch keine neuen Themen hinzu, die das Eingangsthema in zich Richtungen ausdehnt. Wenn der Asperger ein Ziel hat, dann geht er geradeaus darauf zu, er schaut seltener nach rechts oder nach links, was fast immer zum Streit führt mit Leuten, die in alle Richtungen gucken!
    Das stimmt, kann aber in das reine Chaos ausarten, wenn der Asperger gleichzeitig mit ADS "gesegnet" ist.
    Dann kann das verwirrende Formen annehmen...
    Naja, ... das ist nicht immer lustig, aber man kann lernen, das mit Humor zu sehen.

  8. #198
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 583

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Oh, bzgl des Off-Topic musste ich auch grad an dich denken, Fliegerlein.

    Hab mal ins Aspie-Forum gelünkert, die Neugierde siegt, und dort ist es auch so, dass Threads schnell ins off-topic geraten können.
    Natürlich nicht so extrem wie hier, es ist und bleibt immer noch eine Art Spezialfähigkeit des AD(H)Slers ;-)
    Aber es werden auch sehr viele Fragen gestellt (also dieses "wie ist das bei euch?" - wohl bei allen Menschen sehr beliebt).
    Verallgemeinern kann man also nichts, es kommt vermutlich sehr auf die einzelne Person an.

    @NorthLight: Hast du eine BL-Diagnose? Du beschreibst es ja genauso wie es bei mir ist.

  9. #199
    NorthLight

    Gast

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    ReRegenbogen schreibt:

    @NorthLight: Hast du eine BL-Diagnose? Du beschreibst es ja genauso wie es bei mir ist.
    Ja, hab ich. Zwar schon eine Weile her, aber während die Symptome so gut wie verschwunden sind, sind manche Sachen nur extrem schwer wieder loszuwerden.
    Wie diese Vorurteile zum Beispiel. Das mit den Wut-Triggern ist auch nichts, was ich kontrollieren könnte, ich kann dann nur versuchen mit den Auswirkungen umzugehen.
    Zwischendurch dachte ich mal, das mit dem BL bei mir sei Unsinn - in den klassischen Beschreibungen find ich mich bis heute nicht so wieder - aber sowas reicht ja dann doch tiefer als das, was man so sieht

  10. #200
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 583

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Muss diese enge Verwandtheit zwischen AD(H)S, BL und AS eigentlich zu so einer Diagnostik-Odyssee führen?
    Ich wollte meine ADS-Diagnose nochmal abklären, weil mir vieles nicht ganz "koscher" vorkam.
    Also begab ich mich direkt in die Uniklinik um mir nach einem einstündigen Gespräch mit dem Arzt anhören zu müssen, dass
    1.) er die Borderline-Diagnose in keiner Weise bestätigt sieht, jedoch eine emotionale Regulationsstörung und
    2.) die ADS-Diagnose auch von ihm erstmal nicht geteilt wird (wenn auch Symptome vorhanden sind), dafür sieht er hingegen
    3.) viel mehr autistische Anteile und würde eher eine Autismus-Diagnostik vorschlagen - diese Diagnose habe ich nun auch bekommen.

    Nun, dass ich keine Borderlinerin bin finde ich ja nett. Damit konnte ich mich nie so recht identifizieren, trotz autoaggressivem Verhalten und legendären Wutausbrüchen.
    Allerdings muss man sagen, dass diese immer im Kontext von akuter Überreizung oder Überforderung stattfanden.
    Das meinte der Arzt wohl mit "emotionale Regulationsstörung", ich hatte ihm ein paar beispielhafte Szenen geschildert....

    Ob ADS nun trotzdem dabei ist oder nicht weiß ich nicht. Generell habe ich das Gefühl, dass "klassische Aspies" beharrlicher, ausdauernder und weniger schnell abgelenkt sind.
    Sprich, es kommen zum Autismus noch ADS-Probleme hinzu, die für Menschen mit Asperger eher weniger typisch sind.
    Wenn ich mich selber diagnostizieren könnte, würde ich mich wohl in diesen Graubereich zwischen ADS und Asperger einsortieren.
    Im Endeffekt ist es wohl egal, Medikamente nehme ich eh nicht, nachdem der Strattera-Versuch ziemlich nach hinten losgegangen ist.
    Nichtsdestotrotz bin ich vermutlich ein gutes Beispiel dafür, dass sich ADS und Autismus nicht so leicht voneinander trennen lassen.
    Ich für meinen Teil könnte es zumindest nicht und die Schnittmenge der Symptome ist nunmal groß (allen voran die Reizfilterschwäche).

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